Beiträge von Caskett

    Silvana

    Nachdem ich nun endlich im Zimmer stand, war ich sehr erleichtert. Wie lange so ein Weg sein könnte war schon faszinierend. Auf seine Frage hin schüttelte ich nur den Kopf „Nein, ich denke es geht. Werde mich jetzt eh erstmal ins Bett legen“.

    Silvana

    Ich nahm Joes Hand und krabbelte aus dem Auto. Nur noch wenige Meter bis zu meinem Zimmer. Langsam gingen wir ins Haupthaus. Ich konnte kaum mehr laufen, das Atmen fiel mir schwer und ich war mehr als froh als wir die Zimmertüre endlich erreichten. Ich suchte in meiner Hosentasche nach dem Schlüssel. Mit Mühe schloss ich die Türe auf

    Silvana

    Ich war glaube ich für eine kurze Zeit eingeschlafen. Ich hatte vor ein paar Stunden noch irgendwelches Zeug gespritzt bekommen, welches nun seine Wirkung zeigte. Als ich die Akademie sah wurde ich wieder deutlich wacher. Ich fühlte mich jetzt nur noch zu einem hingezogen: Meinem Bett! Und das würde ich auch so schnell nicht mehr verlassen.

    Silvana

    Der Weg bis zum Auto war der Horror, ich ließ mir allerdings nichts anmerken. Die Naht brannte ununterbrochen und alles begann wieder zu pulsieren. Alles dank diesen verdammten Idioten. Es war wohl einfach nicht bestimmt, dass ich jemals ein normales Leben führen konnte. Irgendwas musste es immer verhindern. Mir kam der Gedanke an Sky und im nächsten Moment hätte ich deswegen kotzen können. Wie wäre mein Leben wohl verlaufen wenn ich ihn nie kennengelernt hätte?

    Am Auto angekommen, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen und war erleichtert. Als ich endlich im Auto saß, war die größte Hürde geschafft

    Silvana

    Ich schüttelte den Kopf „Nein, ich habe nichts hier“. Was sollte ich auch hier haben? Mein Zimmer war unwahrscheinlich hier her geflogen. Oh man, ich war so unfassbar froh wenn ich irgendwann daheim und von niemandem mehr abhängig war. Ich war so müde und wollt einfach nur ins Bett

    Silvana

    Ja, ich hatte mir die Welt hier draußen deutlich schöner vorgestellt aber mir blieb nichts anderes übrig als mich mit der Situation ein wenig anzufreunden. Ich überlegte mir warum er überhaupt zugesagt hatte mich zu „betreuen“ - vielleicht gab es da irgendwas von dem ich nichts wusste?! Oder nicht wissen wollte. Wie auch immer, ich nickte nur auf seine Aussage hin und versuchte mit seiner Hilfe auf die Beine zu kommen. Wenn auch wackelig, es hatte funktioniert. Ich stand, kam mir aber vor wie der letzte Krüppel auf Erden. Ich wollte nicht mal wissen wie ich gerade in Spiegel aussehen musste. Der Gedanke machte mich wütend, was nicht sonderlich heilungsfördernd war, denn schon merkte ich meinen Körper warnend pulsieren. Jaja, war ja schon gut. Aber ich würde mich rächen, dass war verdammt sicher

    Silvana

    Und wieder fiel es mir schwer zuzuhören und alles mitzubekommen, aber dass er mein Krankenpfleger war und mich abholen kam, bekam ich sehr wohl mit. WTF?! Wer war denn auf diese bescheuerte Idee gekommen? Dass das nicht gut gehen würde war ja wohl vorprogrammiert. Wir konnten uns schon so nicht ausstehen und jetzt wollte er in meinem Zimmer rumkrabbeln? Also bei aller Liebe, das ging zu weit! Allerdings war ich gerade auch nicht in der Lage mich dagegen zu wehren und auf der Straße schlafen und dort zu sterben war leider nicht die bessere Option. Also sparte ich mir alles was ich in diesem Moment gerne gesagt hätte und überlegte für einen Moment „Ich hab keine Ahnung, hab es noch nicht versucht“, sprach ich immernoch mit Mühe und versuchte mich im Bett aufzurichten. Wieder sehr mühsam aber es ging, obwohl die Wunde unter dem Plaster brannte wie Feuer

    Silvana

    Es klopfte und ich erwartete erneut einen Arzt. Als Joe hereintrat blieb mir kurz der Atem aus. Was zum Kuckuck machte er denn hier?

    „Hast du irgendwas vergessen oder was machst du hier?“, fragte ich ihn, mit noch unsicherer Stimme. Ich war immernoch so benebelt, dass mir das Reden schwer fiel.

    Arzt

    Ich empfing den Mann von gestern und wies ihn in kürze ein, welche Medikamente er wann zu geben hatte und auf was er achten sollte. „Hier ist auch nochmal alles aufgelistet“, meinte ich und drückte ihm schließlich eine Tüte mit Medikamente und den versprochenen Zetteln in die Hand. „Sie entschuldigen mich“, antwortete ich dann schnell da ich zu einem Notruf gerufen wurde. Ich reichte ihm zum Abschied noch die Hand, ehe ich aus dem Zimmer sprintete

    Empfang

    „Zimmer 111, im dritten Stock“, meinte ich lächelnd zu dem Mann der Miss Jone abholen wollte und verwies auf den Aufzug gegenüber. „Achso und vergessen sie nicht am Besprechungszimmer 2 im selben Gang zu halten, dort werden Ihnen noch die Medikamente und die Papiere gegeben“


    Silvana

    Der Oberarzt war vorher zu mir gekommen und hatte mich zugetextet, allerdings hatte ich vieles noch immer nicht mitbekommen. Es ging alles irgendwie zu schnell. Er hatte erwähnt dass ich heute abgeholt werden würde, wo ich hinkam und wer mich holte hatte ich allerdings nicht auffassen können

    Silvana

    Ich blinzelte und versuchte aus dem Verschwommenen um mich herum zu erkennen wo ich war. Von Minute zu Minute wurde das Bild ein wenig klarer und ich erkannte, dass ich mich im Krankenhaus befand, verkabelt von oben bis unten und zugedröhnt mit irgendwelchen Mitteln. Eine Krankenschwester trat ins Zimmer, sprach irgendetwas dem ich nicht folgen konnte, drückte mir eine neue Nadel für die Infusion in die Hand und verschwand wieder. Oh man. Wie lange ich hier wohl liegen würde? Und wie war ich überhaupt hier her gekommen? Ich blickte mich um und fragte mich im selben Moment nach wem ich sah. Ich hatte niemanden der da warten würde dass ich wieder aufwachte, noch eher würden hier Leute stehen und darauf warten dass ich es nicht mehr tat. Das könnte ja eine tolle Zeit werden!

    Das Schmerzmittel, von dem Sie mir wohl reichlich verpasst hatten, verlor so langsam seine Wirkung, denn mein Körper begann sich zu melden. Alles tat noch mehr weh wie die letzten Tage. Erst jetzt bemerkte ich das große Pflaster an meinem Bauch und registrierte dass operiert worden war.

    Arzt

    Ich nickte zufrieden. „Sie werden alles was Sie wissen müssen aufgelistet und mit nach Hause bekommen. Auch die Medikamente, etc. Sie können sie morgen Nachmittag abholen kommen“, meinte ich und reichte ihm schließlich die Hand zum Abschied ehe ich zum nächsten Patienten musste

    Arzt

    „Naja, es wäre vielleicht nicht schlecht wenn Sie das übernehmen könnten. Mit einem Pflegedienst ist es auf einer Akademie nicht sehr einfach, aber falls das für sie gar nicht in Frage kommt werden wir uns nach etwas umhören müssen. Es ist für uns sehr schwierig ohne jegliche Kontaktpersonen zu entscheiden. Da ist es schon besser wenn man jemanden der hat der sie zumindest ein wenig um sich hat und ja... Ich denke sie verstehen was ich Ihnen mitteilen möchte“, antworte ich schließlich

    Arzt

    Nach knapp 2 Stunden war die OP beendet. Ich ging in das Wartezimmer und rief den Mann auf mir zu folgen. Ich führte ihn in ein Besprechungszimmer und bat ihn Platz zu nehmen. „So Herr, tut mir Leid ich weiß Ihren Nachname gar nicht“, ich stockte kurz und sprach dann weiter „Da es leider weder Familie, noch sonstige Person gab die wir kontaktieren konnten, müssen wir nun Ihnen die ganzen Informationen aufs Auge drücken. Sie sind wohl die einzige Person mit der sie in Kontakt steht“. Ich legte nochmals eine kurze Pause ein und fuhr dann fort: „Miss Jone hat die OP gut überstanden, allerdings war es sehr knapp. Sie hatte starke innere Blutungen, die eindeutig schon seit dem vergangenen Tag aktiv waren. Es war gut, dass Sie sofort den Notarzt gerufen haben, in ein paar Stunden wäre sie verblutet. Sie hat schwere Verletzungen und Hämatome am ganzen Körper, besonders im Bereich von Bauch und Unterleib. Die Verletzungen wurden ihr definitiv von außerhalb zugefügt und anhand der unterschiedlichen Wundstellen kann man sicher sein, dass diese von deutlich mehr als einer Person kamen. Sie hat starke Schmerzmittel bekommen und brauch nun einige Tage um sich auszuruhen. Nun haben wir allerdings noch ein Problem. Wie sie bestimmt auch schon bemerkt haben, ist’s zur Zeit die Hölle los und wir können gesetzliche versicherte Patienten nur maximal einen Tag hiervon behalten. Das heißt Sie muss morgen geholt und zuhause weiter gepflegt werden“

    Notarzt

    Ich drückte dem Mann schon nach wenigen Minuten die Infusionsflasche in die Hand und bat ihn diese zu halten. Die ersten Untersuchungen sahen schlecht aus und ich sprach in mein Telefon: „Krankenwagen Nr. 13, bitte sofort eine Not OP vorbereiten!“

    Es waren nur noch wenige Kilometer bis zum Krankenhaus. Dort angekommen, hieß es keine Zeit zu verlieren. Der Mann wurde von einem weiteren Sanitäter in ein Wartezimmer verwiesen in dem er noch warten sollte, während wir die Patienten in Höchstgeschwindigkeit Richtung OP brachten.