Beiträge von Caskett

    Kate

    An Charme fehlte es ihm offensichtlich nicht. In Anbetracht dessen, wie er mit seiner wohl doch eher Angestellten umging, konnte ich mir gut vorstellen, dass er zum Typ „Selbstüberzeugt“ gehörte. Aber gut, gegen einen Flirt sprach ja nichts.

    Als er mir seinen Arm anbot, zwinkerte ich ihm mit einem ebenso charmanten Lächeln zu und nahm das „Angebot“ an.

    „Na dann Lucifer, machen wir uns mal gemeinsam auf die Suche nach dem Speisesaal“

    Kate

    Ich war von seiner „Geste“ ein wenig überrascht. Damit hatte ich beim besten Willen in diesem Moment nicht gerechnet. Charmant und spielerisch, ich konnte nicht leugnen das mir das gefiel, dennoch ließ ich mir nichts anmerken, lachte nur und antwortete schließlich „Kurfürstin Katherine von Hohenstein, oder für sie Mister Morningstar auch gerne Kate“.

    Seine Begleitung war von Lord Morningstar oder der Situation scheinbar deutlich genervt. Ob sie seine Freundin war?

    Kate

    Ich ging den Flur zum Haupteingang zurück, immernoch in Gedanken an den seltsamen Vorfall gerade eben. Als ich aus dem Augenwinkel etwas wahrnahm, zuckte ich kurz zusammen. Dann erkannte ich einen Mann und eine Frau, die sich anscheinend in die Richtung des Ganges machen wollten, wahrscheinlich auch ins Obergeschoss um ein Zimmer zu suchen. Ich lächelte und sagte „Hallo“ zu den beiden

    Kate

    Frisch geduscht und in einem sauberen Zimmer fühlte sich das ganze schon anders an. Es musste mittlerweile schon Nachmittag sein und so langsam überkam der Hunger. Ich zog meinen Koffer aus der Ecke und holte meine ersten Essensvorräte heraus. Es wurde darum gebeten sich Essen mitzubringen, da die Läden am Wochenende geschlossen hatten.

    Ich packte alles unter einen Arm, nahm den Zimmerschlüssel vom Tisch und schloss hinter mir die Türe. Das Schloss war riesig, aber ich wusste von Zuhause dass wichtige Säle wie Küche und Speisesaal immer im untersten Stock eines Schlosses lagen. Also ging ich den selben Weg zurück, den ich gekommen war. Als ich gerade die Treppe herunter stieg knarrte es vor mir und ich erstarrte kurz. Ich sah einen Schatten an der Treppe vorbei huschen. Hatte ich mir das nur eingebildet?

    Vorsichtig ging ich nach unten und blickte zögerlich um die Ecke... nichts...

    Also alles nur Einbildung gewesen. Ein Schatten war in einem Schloss ja nicht so ungewöhnlich.

    Ich atmete erleichtert auf und ging den Gang entlang um nun die Küche auf zu suchen.

    Das komische Ereignis ging mir trotzdem nicht aus dem Kopf

    Kate

    Da ich nicht die nächsten Tage noch aufräumen wollte, beschloss ich lieber heute den ganzen Tag dafür zu nutzen. Ich ging zum Bett und zog Kissen, Decke und den alten Bezug herunter und brachte ihn ins Bad. Es war nicht sehr einfach die riesigen Laken zu waschen, aber es ging. Braun, graues Wasser floss durch die Wanne und es dauerte eine ganze Weile, bis sich das Waschwasser nicht mehr verfärbte. Gleiches tat ich mit den Vorhängen und alles weiteren Stoffteilen. Schließlich hängte ich sie am Fenster und auf der Fensterbank zum trocknen auf. Bei der aktuellen Hitze würde es wahrscheinlich auch nicht lange dauern bis alles trocken war.

    Ich beschloss die Zeit für eine eigene Dusche zu nutzen und ging zurück ins Bad

    Kate

    In einem kleinen Abstellraum in meinem Zimmer fand ich Besen und alles mögliche an Putzzeug. Durch den Schutz im Raum war es nicht ganz so dreckig wie der Rest, dennoch musste ich erst alles abwaschen.

    Ich begann im Zimmer die Spinnenweben und den Dreck an Decke und Wänden zu entfernen. Dies nahm schon einiges an Zeit in Anspruch. In jeder Ritze und jedem kleinen Ecke fanden sich noch weitere Weben die man entfernen musste. Dennoch war es bereits so schon ein Unterschied wie Tag und Nacht und die Schönheit des Zimmers kam bereits ein wenig mehr zur Geltung. Mit einem Lappen wischte ich vorsichtig die Gemälde und Lampen ab, an die man meist nur hin kam, wenn man auf etwas anderes kletterte.

    Nachdem ich dies erledigt war, griff ich nach dem Besen um die Räume ordentlich auszufegen. Es staubte ziemlich und ich musste die Fenster öffnen um nicht in Atemnot zu enden. Ich entsorgte den Staubmüll im Mülleimer, den ich ebenfalls im Abstellraum fand und holte mir anschließend Putzmittel, Eimer und einen Wischmop. Ob das alte Putzmittel überhaupt noch brauchbar war? Zuerst waren die Fenster dran und schließlich das Bad. So oft hatte ich einen Lappen noch nie auswaschen und erneuern müssen. Das hier seit über 50 Jahren niemand mehr geputzt hatte, konnte man deutlich sehen und spüren.

    Das Bad nahm ebenfalls eine halbe Ewigkeit für sich in Anspruch. In der Dusche und dem Waschbecken waren eingetrocknete Reste und Spuren, die sich nur schwer entfernen ließen.

    Nach einiger, weiterer Arbeit hatte ich mich durch Bad, Schlafzimmer und Abstellraum gearbeitet, Schränke und weiteres ausgeputzt und konnte zu guter letzt den Boden wischen. Naja wischen konnte man das nicht nennen, ich musste regelrecht schrubben. Nachdem das letzte Fleckchen gewischt war, ging ich vor die Zimmertüre um zu warten, bis es trocken war.

    Ich würde nun wohl erstmal selbst einen Großputz brauchen, meine Kleidung und mein Körper waren mindestens so dreckig und eingestaubt wie das Zimmer vorher. Zum Glück hatte ich noch alte Kleidung eingepackt, auf der dies nicht schlimm war.

    Aber die Arbeit hatte sich definitiv gelohnt. Als ich das Zimmer wenige Minuten später wieder betrat war es schon kaum mehr wieder zu erkennen. Alles strahlte und glänzte wieder und machte das Zimmer in seiner Wirkung noch magischer und schöner, wie alles was ich bisher gesehen hatte. Ob ich hier irgendwann nochmal weg wollte?