Beiträge von pintostute

    Ranya

    Nach einiger Zeit blickte ich mich wieder nach dem Fremden um, der alles andere als glücklich aussah. Ein Schmunzeln huschte über mein Gesicht, doch einen Kommentar konnte ich mir gerade noch verkneifen und so richtete ich den Blick wieder geradeaus. Bald sollten wir unser vorläufiges Ziel erreichen, hoffentlich ziemlich bald.



    Narvik

    Sanft lächelte ich. "Wenn du das willst, wird sich sicher etwas finden", erwiderte ich. Aber dennoch würde ich sie schonen. Sie sollte nicht zu viel arbeiten müssen. Ich würde es schon schaffen, selbst etwas mehr zu tun. Hauptsache, wir konnten ein friedliches Leben führen. Ein Leben in Sicherheit. Dazu gehörte auch eine Existenzgrundlage...

    Ranya

    Nur mit Mühe konnte ich ein belustigtes Glucksen unterdrücken, als mir auffiel, wie beinahe angestrengt er versuchte, geradeaus zu starren. Diese Beharrlichkeit war ja beinahe niedlich. Aber natürlich würde ich mich hüten, irgendetwas in diese Richtung zu äußern, um einen weiteren Konflikt vorerst zu vermeiden. Vorerst. Früher oder später würde es ja ohnehin wieder Auseinandersetzungen geben.



    Narvik

    Ihre Worte entlockten mir ein leises Lachen. "Glaub mir, sogar halbtot bin ich noch großartig genug." Doch da sprach sie schon weiter, dass sie helfen wollte. Für einen Moment musterte ich sie besorgt. "Du hast in deinem Leben sowieso schon viel zu viel ertragen müssen, ich will dir diese Last ersparen. Du hast es einfach nicht verdient, dich abrackern zu müssen." So, wie ich ihre Eltern einschätzte, hatte sie das schon Zeit ihres Lebens tun müssen, es sollte nicht so weitergehen. Sie war jetzt frei, aber sie war auch meine Verlobte. Es war meine Pflicht, für sie Sorge zu tragen, ich musste das einfach tun. Sie sollte nie wieder leiden, und da gehörte harte Arbeit

    Ranya

    Ein leichtest Tippen mit dem Schenkel genügte, sodass meine Stute sich wieder in Bewegung setzte. Die Reaktion des Mannes ließ mich schmunzeln. Mit ehrlichem Dank schien er es wohl schwer zu haben. Schade eigentlich... Aber vielleicht würde er sich noch daran gewöhnen. Es schien ja nicht so, als ob wir bald wieder Abstand voneinander würden halten können.



    Narvik
    Ihre Worte ließen mich schmunzeln. "Es wird sich sicher irgendein Bauer finden, der Hilfe auf seinen Feldern oder mit dem Vieh braucht, vielleicht bekommen wir im Gegenzug eine Unterkunft", erklärte ich schulterzuckend. "Ich würde mich halbtot schuften, wenn wir dafür ein annehmbares Leben beginnen können. Und vielleicht bietet das mehr Sicherheit, als herumzureisen und Geld zu stehlen. Ich will nicht, dass du in sowas mithineingezogen wirst, nicht mehr, als es bisher passiert ist." Ich schluckte. "Am Ende wirst du ebenfalls bestraft. Das würde ich mir nie verzeihen."

    Ranya

    Ich verdrehte die Augen. "Und wie wir voneinander abhängig sind. Du brauchst mich und ich kann dich wohl schlecht aussetzen, wenn ich nachher nicht einen Kopf kürzer gemacht werden will. So gesehen kommen wir nicht darum herum." Zufrieden schmunzelte ich, als er nun allerdings ein wenig Einsicht zeigte. "Ich weiß das zu schätzen, diese Ehre wird sicher nicht jedem zu teil", antwortete ich und neigte den Kopf. Zugegeben, das hatte mich überrascht, andererseits war es ein erster Schritt. Vielleicht würden wir uns doch noch miteinander arrangieren können.



    Narvik

    Während sich die Pferde langsam in Bewegung setzten, lauschte ich Lumiras Worten, wobei ich weiter lächeln musste. Ich wusste zwar bereits, wie sie fühlte, aber es war anders, das zu hören, das gesagt zu bekommen. Ein Gefühl von Wärme durchflutete meinen Körper. Doch als sie nun davon sprach, dass sie auch ein Leben auf der Flucht ertragen würde, schüttelte ich leicht den Kopf. "Ich will nicht, dass du dich meinetwegen in Gefahr begibst. Du hast lange genug ein unsicheres Leben führen müssen. Du hast etwas Besseres verdient: Sicherheit." Ich richtete meinen Blick für einen Moment starr gerade aus, ehe ich sie doch noch einmal ansah. "Und ich will dir diese Sicherheit gewährleisten. Uns."

    Ranya

    Er schien überhaupt nicht zu verstehen. "Weil ich Jons Freunde besser kenne als du und weil ich langsam eine Vorstellung davon habe, wowir hier hineingeschlittert sind. Und weil es so aussieht, als wären wir voneinander abhängig." Und ohne meine Hilfe würde er wohl nicht an sein Geld kommen. Spätestens dieses Argument sollte ihn überzeugen. Dass ihn der Auftrag selbst interessierte, bezweifelte ich, aber zumindest die Belohnung sollte es, wie ich ihn einschätzte.



    Narvik

    Selig lächelnd schwang ich mich wieder in den Sattel und betrachtete dann meine Verlobte. Diesen Tag würde ich wohl nienals vergessen. Dies war der Tag, an dem ich mich endgültig für eine Frau entschieden hatte und das war ein wunderbares Gefühl. Denn die Wahl war zweifelsohne richtig gewesen. Das würde ich niemals bereuen.

    "Wie... wie stellst du dir unsere Zukunft vor?", fragte ich immer noch ein wenig unsicher. Ich war immer davon ausgegangen, man wüsste es einfach, wie die gemeinsame Zukunft auszusehen hatte, aber offenbar war dem nicht so.

    Ranya

    Schweigend ignorierte ich seine Worte, bis Jons Name fiel. Ich verengte die Augen. "Gerade du willst auf einmal etwas von Jonathan halten?" Verächtlich schnaubte ich. Das Problem war, dass er recht hatte. Jon würde das hier sicher nicht länger mitansehen. Andererseits hätte er ihn vermutlich schon längst auf Linie gebracht. Ich blähte die Nasenflügel und verstaute das Schwert wieder, fixierte ihn allerdings warnend. "Glaub mir ruhig, ich zögere sicher nicht, meine Waffe einzusetzen und von dir lasse ich mich auch nicht herumkommandieren. Du wirst dich wohl bald entscheiden müssen: Sind wir Partner oder willst du ganz alleine in dein Verderben rennen?



    Narvik
    Zu meiner Beruhigung schien Lumira das ungezogene Verhalten meiner Stute nicht sauer aufzustoßen, dennoch funkelte ich Uva warnend an, woraufhin diese ganz demonstrativ den Kopf senkte und weiter graste. Ich schüttelte den Kopf. Und da sage noch einmal jemand, Pferde hätten keinen Charakter. Diese Stute war schlimmer als ein Kind in der Trotzphase.

    Mein Blick wanderte wieder zu Lumira, die sich auf der Lichtung einige Male im Kreis drehte, was mich schmunzeln ließ. "Lass uns weiterreiten...", begann ich zögerlich. Ich brauchte eine Überleitung... Denn wir sollten uns Gedanken über die Zukunft machen... gemeinsam.

    Ranya

    Mit gezücktem Schwert steuerte ich auf ihn zu. "Da wäre ich mir nicht so sicher", gab ich zurück und hielt die Waffe weiter auf ihn gerichtet. Wenn er dachte, ich würde mein Schwert einfach wieder wegpacken, hatte er sich geirrt. Seine Haltung sollte er wohl schleunigst überdenken. Früher oder später sollten wir klären, wie der Respekt verteilt war und nun sollte ihm klar werden, dass ich meine Worte ernst meinte.



    Narvik

    Am liebsten hätte ich Lumira nie wieder losgelassen, doch ich wusste, dass wir weitermussten. Uva schien das ähnlich zu sehen - oder sie war einfach nur eifersüchtig - denn sie näherte sich und hielt mir kurzerhand ihr Maul ins Gesicht. "Uva", murrte ich und schob ihre Schnauze weg, aber sie ließ sich davon nicht beirren und näherte sich nun Lumira, um diese sanft in die Seite zu stupsen. Sehr witzig. Zu ihr war sie offenbar freundlicher. Oder sie erhoffte sich eine Streicheleinheit oder sogar Futter.

    Ranya

    Ich neigte den Kopf, senkte das Schwert allerdings nicht. "Na, dann komm schon, wenn du so fähig bist", erwiderte ich und ließ mein Pferd einige Schritte zur Seite machen. Abwartend blickte ich ihn an, jede seiner Bewegungen würde ich bemerken. Seine Stute war ebeneso hochkonzentriert zu sein, wie ich es war...



    Narvik

    Sie schlang die Arme um meinen Hals, was mich lächeln ließ. Sanft schloss ich meine Arme um sie und sog ihren Duft ein. Sie war hiermit Teil meiner Familie, sie war in Sicherheit. "Meine Süße", flüsterte ich und strich ihr übers Haar. Es schien immer noch schwer, sich bewusst zu machen, dass sie 'ja' gesagt hatte, doch so war es. Und nun standen wir hier auf dieser Lichtung und vielleicht würde doch alles gut werden...

    Ranya

    Ich schüttelte den Kopf und richtete mein Pferd seitwärts, wobei die Schwertspitze weiter auf den Fremden deutete. "Es ist Zeit, dass du mich ernstnimmst", erklärte ich. "Und da du offenbar einer dieser menschen bist, die nur durch körperliche Erfahrung lernen, dachte ich mir, es wäre an der Zeit, dir eine solche zu vergönnen."



    Narvik

    Sie lächelte und als sie nun endlich zu sprechen begann, musste ich ein weiteres Mal breit grinsen, vor Erleichterung und Freude. Sie wollte mich wirklich heiraten... dieses Gefühl war neu, so ungewohnt. Jemand, den ich liebte, wollte bei mir bleiben. Für immer. Das hatte sie selbst gesagt. Immer noch unfassbar erleichtert streifte ich ihr das Ring-Provisorium über den Ringfinger. Es ging mehr um die symbolische Geste, als darum, dass sie ihn wirklich trug. Einen aus Gold würde ich ihr sicherlich eines Tages schenken, aber ich wollte ihn nicht mit gestohlenem Geld finanzieren, nein. Ich wollte ihn hart und mühsam erarbeiten. Das hier würde ein neuer Lebensabschnitt werden. Das Geld, das wir jetzt noch hatten, würden wir wohl aufbrauchen, aber ich würde nie wieder stehlen, zumindest nahm ich mir das vor. Ich wollte auf ehrliche Weise Geld für uns beide verdienen, um ein Leben in Sicherheit zu gewährleisten.

    Mittlerweile hatte ich mich wieder aufgerichtet und stand ihr nun gegenüber, mit meinen Händen an ihren Hüften, als sie nachfragte, ob ich mir wirklich sicher war. Schmunzelnd gab ich ihr einen Kuss auf die Wange. "Selten war ich so sicher, wie gerade jetzt", flüsterte ich in ihr Ohr.

    Ranya
    Seine Worte entlockten mir ein schmales Grinsen, ehe ich mein Pferd direkt auf ihn zusteuerte und mein Schwert zog. "Ich fürchte, heute legst du es darauf an, dass ich mich durchsetzte." Mein Grinsen wurde breiter, als ich ihn fixierte. "Und glaub mir, das werde ich", zischte ich. Um eine mögliche Schramme ging es mir dabei gar nicht, aber es war einfach ein guter Anlass, um meine Macht zu demonstrieren, da er sie ja offenbar unterschätzte. Mit Pferd und Schwert war ich ihm um einiges überlegen.



    Narvik

    Angespannt, so, als würde ich jede Sekunde zerreißen, blickte ich in Lumiras Gesicht und erst, als sie ein helles Lachen hören ließ, grinste ich erleichtert. Sie schien nicht negativ überrascht und auch ihre Tränen durften wohl eher der Freude geschuldet sein. Doch dann fragte sie, ob ich das wiederholen könnte. Immer noch etwas überrascht und gleichzeitig unfassbar erleichtert über ihre Reaktion, blickte ich sie an, während ich über ihre Hand strich. "Möchtest du meine Frau werden, Lumira?", wiederholte ich meine Worte und lächelte dabei liebevoll.


    //Boah, ich krieg grad nix hin ._.