Beiträge von pintostute

    Ranya

    Nachdem das Pferd soweit fertig hergerichtet war, begab ich mich in den Gastraum, um nach Nennt-mich-Fiona und Scar zu sehen. Beide waren nicht zu sehen. Weit und breit niemand der beiden zu sehen. Also begab ich mich wieder auf die Etage, auf der sich die Gästezimmer befanden. Da klopfte ich erst bei Fiona, die nicht antwortete, woraufhin ich einfach die Türklinke herunterdrückte und die Türe öffnete. Hastig stopfte die Frau, die mir den Rücken zu, etwas in ihren Beutel, ehe sie herumwirbelte. "Könnt Ihr nicht anklopfen?"
    "Ich habe angeklopft", erwiderte ich trocken.
    Sie zuckte nur mit den Schultern.
    "Seid Ihr so weit?"
    "Fragt lieber Euren liebreizenden Scar, ob er denn schon so weit ist", gab sie patzig zurück.
    Ich verdrehte die Augen und begab mich dann zu Scars Zimmer, wo ich anklopfte.



    Narvik

    Auf Dauer wurde es langsam anstrengend, sie so zu liebkosen. Also hielt ich inne und drückte sie einfach an mich und mich an sie. "Ich liebe dich", murmelte ich an ihrer Haut, wobei ich mir nicht einmal sicher war, ob sie das überhaupt verstehen würde. Aber es war ohnehin nicht so wichtig, denn es war wichtiger, ihr zu zeigen, dass ich sie liebte, als es nur zu sagen.

    Hallo :)
    Ich hätte eine Frage: Und zwar habe ich einen Schleich Andalusier (den aktuellen) als einen Rappen mit vier Beinabzeichen hier herumstehen. Als welche Rasse könnte er durchgehen?

    Ich habe im Internet ein bisschen recherchiert, ob diese Kombination so bei Andalusiern so erlaubt ist, habe aber keine eindeutige Antwort gefunden. Rappen gibt es laut meinen Quellen eher selten, aber ob alle Abzeichen so erlaubt sind, dazu habe ich nichts gefunden (und ich kenne mich mit Rassen im Allgemeinen sehr wenig aus).

    Wenn ein Andalusier nicht geht, wäre ein Lusitano eine Alternative?
    Schon mal Danke im Voraus :)

    Fiona/Mirana/Liana

    Ich schnaubte bloß. "Hab mich doch gern", fauchte ich und verschwand in Richtung meines Zimmers. Dort angekommen warf ich, so wie üblich, einen Blick in den Beutel. Es war noch alles da. Doch ich hatte den Verdacht, dass sich eine oder einer der beiden anderen gestern meinen Beutel genommen und diesen durchwühlt hatte... Das musste diese Ranya gewesen sein. Ob sie den gesamten Inhalt nun kannte? Ich hoffte nicht, sonst konnte ich mir mein Grab schaufeln, denn ich glaubte kaum, dass sie ein Geheimnis für sich behalten würde...



    Narvik

    Lumira strich weiter durch mein Haar, massierte meine Kopfhaut, was mich ein weiteres Mal zufrieden seufzen ließ, während ich mich weiter ihrem Hals widmete. Dabei genoss ich ihre Berührungen so sehr, dass es mir schwer fiel, mich weiter auf ihren Hals zu konzentrieren. Währenddessen murmelte sie leise, dass wir schon viel zu lange nicht mehr tagsüber Zeit für uns alleine gehabt hatten. Wie recht sie hatte. Doch ich erwiderte nichts und fuhr einfach mit dem fort, was ich schon die ganze Zeit über tat.

    Irgendwann meinte sie, sie wäre glücklich. Lächelnd hob ich nun doch den Kopf und blickte sie an. "Das ist alles, was zählt", flüsterte ich leise. Für mich war es alles, was zählte. Sie sollte glücklich sein. Sie war es viel zu lange nicht gewesen.

    Fiona/Mirana/Liana

    Ich blickte auf, als dieser Scar etwas von sich gab. "Das habt Ihr gut erkannt", zischte ich. "Habe ich nicht. Danke." Mit diesen Worten erhob ich mich, griff nach dem letzten Stück Brot und verdrückte dieses sogleich. Dann wandte ich mich um. Je schneller ich zurück in mein Zimmer kam, desto besser. Immerhin wollte ich noch meinen Beutel holen. Und dabei würde ich mir Zeit lassen.



    Narvik

    Während ich mit dem, was ich begonnen hatte, fortfuhr, vergrub Lumira ihre Finger in meinem Haar. Ich liebte es, wenn sie das tat. Zufrieden seufzte ich. Diese Frau war so wunderbar. Sie wusste, was sie tun musste, damit es mir gut ging und sie tat das auch. Genau das Gleiche wollte und würde ich für sie tun... Das war auch der Grund, warum ich ihr niemals in Hinblick auf den Ball im Weg stehen würde. Weil ich sie liebte.

    Ranya

    Zumindest für einen Augenblick hatte ich meine Ruhe. Und ich würde diesen Augenblick genießen. Also ließ ich mir Zeit dabei, das Pferd zu satteln und die Ausrüstung zu verstauen. Das Tier ließ sich das gefallen, schnaubte nur ab und zu oder schüttelte hin und wieder eine Fliege ab. Im Großen und Ganzen zeigte es sich allerdings nicht sehr interessiert an dem, was ich tat.



    Fiona/Mirana/Liana

    Schweigend verdrückte ich mein Frühstück. Diese rotzfreche Göre würde es schon noch bereuen, dass sie mich so behandelt hatte. Natürlich hätte ich mich wehren können, allerdings wäre das mit Sicherheit ausgeartet und dann wäre ich natürlich die Schuldige gewesen. Außerdem hatte sie zumindest in einem Punkt Recht gehabt, auch, wenn sie nicht wusste wie sehr. Wir mussten aufpassen, dass wir nicht allzu viel Aufmerksamkeit erregten. Sonst fanden sie uns umso schneller.



    Narvik

    Lumira zog mich mit sich hinunter, was mir ein Schmunzeln entlockte. Dann wandte ich mich erneut ihrem Hals zu. Ganz sanft, ganz zärtlich, vorsichtig, als könnte sie sonst zerbrechen, wanderten meine Lippen an ihrem Hals entlang, liebkosten sie. Während ich mich mit einer Hand abstützte, strich ich mit der anderen mindestens genauso sanft über eine ihrer Hände, nach der ich gegriffen hatte.

    Ranya

    Nachdem ich gegessen hatte, erhob ich mich. "Ich werde mal das Pferd fertig machen, wir treffen uns dann draußen." Dabei warf ich Fiona noch einen warnenden Blick zu. "Benehmt Euch."
    "Ihr habt mir gar nichts zu sagen."
    Kopfschüttelnd setzte ich mich in Bewegung. Das Pferd war wohl definitiv angenehmere Gesellschaft als Fiona. Die schien heute alles andere als ausgeglichen zu sein.



    Narvik

    Mit einem Mal spürte ich Lumiras Lippen auf meiner Haut. Beinahe hätte ich sie deswegen fallen gelassen, weil sie mich damit für einen Moment so aus dem Konzept brachte, doch meine Arme hielten sie weiter fest, so, als hätte auch mein Körper schon verstanden, dass Lumira um keinen Preis fallen durfte.

    Nun war ich derjenige, der zufrieden seufzte, doch die Augen konnte ich dabei nicht schließen, sonst wären wir vermutlich beide am Boden gelandet.

    Bei unserem Schlafplatz angekommen, kniete ich mich vorsichtig hin, wobei ich Lumira absetzte. "Endstation", grinste ich.

    Ranya

    Fiona funkelte mich an, sagte aber nichts mehr. Währenddessen behielt ich im Hinterkopf, dass sie potenziell bewaffnet war. Der Beutel war zwar nicht hier, aber das hatte ja nichts zu sagen. Vielleicht hatte sie ihr Messer noch dabei...

    Ich setzte mich nun ebenfalls wieder und aß nun den Rest meines Frühstücks. Fionas wurde auch bald serviert und sie machte keine Anstalten, sich noch einmal zu beschweren. Allerdings reichte das so auch. Das würde eine spaßige Reise mit den beiden werden, aber vor allem mit Fiona, die sich pausenlos mit Scar anlegen wollte - so schien es zumindest.



    Narvik

    Während Lumira genießerisch seufzte, liebkoste ich weiter sanft ihren Hals. Dabei legte ich nun meine Arme um sie, um sie etwas enger zu mir zu ziehen. Am liebsten wäre ich ewig hier mit ihr stehengeblieben, doch spätestens, als mich ein kalter Wassertropfen am Kopf traf und ich zusammenzuckte, war klar, dass das kein guter Ort war. Also ließ ich von ihr ab. "Gut festhalten", meinte ich grinsend zu ihr, bevor ich sie kurzerhand hochhob, um sie zu unserem trockenen Schlafplatz zu tragen. Dort hatte es nicht hineingeregnet, die ganze Nacht nicht, dann würde es das jetzt wohl auch nicht tun.

    Vorsichtig setzte ich einen Fuß vor den anderen, damit ich bloß nicht stolperte, wo ich doch so eine Kostbarkeit trug.

    Ranya

    Fiona kam jetzt erst richtig in Fahrt. Sie begann sich lautstark darüber zu beschweren, wie unfähig wir nicht wären und was uns Jungspunden denn einfiele, so respektlos mit ihr umzugehen. Schließlich erhob ich mich und legte ihr die Hände auf die Schultern und drückte sie - auch gegen ihren Widerstand - wieder auf den Sessel. "Hier wird nicht so laut gejammert!", zischte ich. "Wir wollen nicht die Aufmerksamkeit aller anderen auf uns ziehen!" Doch das war wohl schon zu spät. Einige blickten bereits zu uns herüber. Ich seufzte. Was wusste oder besaß diese Frau, dass Jon auf sie angewiesen war? Irgendetwas musste es doch geben...



    Narvik

    Grinsend folgte ich Lumira zur Scheune, doch kaum hatten wir den Innenraum betreten, griff ich nach ihren Handgelenken und zog sie zu mir. "Zeit für uns", flüsterte ich leise, wobei ich wieder schelmisch grinste, ließ ihre Handgelenke wieder los und legte meine Hände stattdessen an ihre Hüften. "Nur für uns alleine", fügte ich hinzu und gab ihr sanft einige Küsse auf den Hals. "Ich liebe dich", raunte ich ihr zu. Ein Leben ohne sie wäre längst unvorstellbar. In den letzten Wochen war mir das immer bewusster geworden. Dass sie mich damals umgerannt hatte, war das größte Glück gewesen, dass ich je gehabt hatte. Sie hatte alles verändert. Meinen Blick auf meine Vergangenheit, meine Gegenwart, meine Zukunft.

    Ranya

    Fiona schnaubte verächtlich, ehe sie sich drohend erhob. "Passt gut auf!", zischte sie. "Es scheint fast so, als hättet Ihr aus Eurer gestrigen Lektion noch nicht gelernt. Ihr könnt gerne noch eine haben, Ihr braucht es nur zu sagen!"
    "Genug!", fuhr ich dazwischen und warf Scar einen bittenden Blick zu, bevor ich Nennt-mich-Fiona anfunkelte. "Ihr hört auf zu drohen und wundert Euch besser nicht weiter darüber, dass man hier nicht erfreut ist, Euch zu sehen! In diesem Fall habt Ihr Euch das selbst zuzuschreiben!"



    Narvik

    Hand in Hand verließen wir schlussendlich, nachdem Lumira ihrer 'Aufseherin' einen Brief hinterlassen hatte, das Haus. Auf Lumiras Worte hin nickte ich. "Und das Beste ist, wir haben jetzt ein bisschen Zeit alleine..." Ein schelmisches Grinsen stahl sich auf mein Gesicht und ich drückte ihr sanft einen Kuss auf die Wange.

    Ranya

    Nennt-mich-Fiona hob die Augenbrauen und warf Scar einen abschätzigen Blick zu. "Seit wann sind wir per du?", fragte sie schnippisch und setzte sich dann mit gebührendem Abstand neben mich. Sie bestellte sich ebenfalls etwas zu essen, schwieg dann aber. Es schien beinahe, als wäre sie auch nicht allzu gut aufgelegt... Geschah ihr recht.



    Narvik

    Ich bedankte mich für die Informationen und bedeutete Lumira dann, dass wir wohl besser gingen. Also verabschiedete ich mich höflichst von Cathan, der nur nickte, und hielt Lumira dann die Bürotür auf. Nichts wie in die Scheune. Ein bisschen freie Zeit hatten wir also noch und die wollte genutzt und nicht verschwendet werden.

    Ranya

    Etwa die Hälfte meines Brotes war bereits weg, da vernahm ich Schritte. Ich blickte auf. Fiona. Nennt-mich-Fiona. "Ach, sieh mal einer an...", gab ich von mir und lehnte mich etwas zurück, um sie zu mustern. Dass sie mich gestern zu Scar geschickt hatte, hatte mit Sicherheit einen Sinn gehabt. Ob sie etwas in meinem Zimmer gesucht hatte? Wohl kaum, denn es hatte alles noch unangetastet ausgesehen und es war auch noch alles an Ort und Stelle geblieben. Aber was hatte sie dann beabsichtigt?
    Nun, ich sollte mich eigentlich nicht darüber beschweren, immerhin schien ich mich seither wieder besser mit Scar zu verstehen, auch, wenn dieser sich nicht entschuldigt hatte. Aber das war in Ordnung, denn ich hatte das ja auch nicht getan. Also musste ich mich nicht wundern.



    //Narvik kommt später

    Eine Idee :'D Das klingt immer gut :'D
    Ich denke, dass das eher so ein Ding unter Adeligen ist, weil die vermutlich niemanden aus niedrigeren Gesellschaftsschichten dabeihaben wollen... aber es kann schon sein, dass sich das mit dem Ball herumspricht :'D

    Ranya

    Ich rang mir ein weiteres Lächeln ab, als er auf Fiona - oder Nennt-mich-Fiona - zu sprechen kam. "Die bekommen wir zu zweit auch noch in den Griff."
    In dem Moment servierte die Wirtin das Essen. Zufrieden leerte ich die Teetasse und machte mich dann mit der nötigen Disziplin, aber mit genauso viel Hunger im Bauch, über das Brot her. Endlich essen.



    Narvik

    Cathan begab sich zurück zu seinem Schreibtisch und wühlte in seinen Unterlagen. "Wenn Ihr noch Fragen haben solltet, könnt Ihr ich jederzeit kontaktieren", er blickte wieder auf, "zudem werde ich die für Euch zuständigen Leute herbeischaffen, sie werden wohl zu Mittag hier eintreffen. Bis dahin habt Ihr Zeit, aber dann möchte ich, dass Ihr vor dem Haus wartet."

    Ranya

    Ich schmunzelte, als er meinte, er wüsste nicht, wie ich ein solches Leben aushielte. "Weißt du, es ist eigentlich gar nicht so schwer", meinte ich leise. "Ich habe Kameraden, auf die ich zählen kann. Und die wirklich abgefahrene Dinge machen, um anderen zu helfen. Wir können aufeinander zählen." Ich blickte in den Tee, weil ich Scar nicht ansehen wollte, während ich weitersprach. "Ich habe erlebt, wie es ist, keine Hilfe zu haben und ständig nur alles alleine machen zu müssen. Man hat sich nicht immer darum gesorgt, was aus mir werden würde. Und ich bin so unsagbar dankbar dafür, dass ich das geändert hatte." Wie von selbst kamen diese alten Bilder zurück, die Bilder, die mich jahrelang gequält hatten. Wie ich sie verabscheute, ließ sich in Worte nicht mehr fassen, wie weh sie mir tun konnten, noch viel weniger.

    Ich schüttelte den Kopf. "Tut mir leid, dass ich dich damit behelligt habe. Ich glaube kaum, dass du das hören wolltest." Um den Schein zu wahren, es ginge mir nicht nahe, rang ich mir ein Lächeln ab. Je weniger Scar über mich wusste, desto besser.



    Narvik

    Ob wir noch Fragen hatten? Oh, eine ganze Menge, aber Lumira hatte das Recht, ihre zuerst zu stellen. Cathan hatte sogleich eine Antwort parat. "Ende nächster Woche. Samstag, müsste das sein." Wir hatten wohl noch ein wenig Zeit. Das war zumindest ein Trost.
    Nun fragte ich danach, ob wir denn in den grundlegendsten Dingen eingewiesen werden könnten, woraufhin Cathan erklärte, er würde uns beide mit sofortiger Wirkung bis zum Ballabend freistellen und sofort veranlassen, dass wir am Nachmittag unterwiesen werden würden. Im gleichen Atemzug entschuldigte er sich dafür, dass es noch ein wenig dauern würde.
    Fragend blickte ich zu Lumira. Meine Fragen waren abgearbeitet.

    Ranya

    Ich grinste ihn an. "Eben gerade deshalb", gab ich zurück und nippte an meinem Tee. Da gab er doch noch einen Kommentar zum Süden ab. "Wer sagt denn, dass Ranya dorthin will?" Demonstrativ lehnte ich mich ein wenig zurück. "Weißt du, Ranya bekommt ihr Geld, hat Kameraden, auf die sie zählen kann, was will sie mehr?" Doch, eine Sache war da. Eine einzige Sache. Aber das würde ich Scar sicher nicht auf die Nase binden. Er war wirklich der falsche Ansprechpartner für sowas. Wenn ich so darüber nachdachte, hatte ich keinen Ansprechpartner für solche Angelegenheiten und schon gar keine Ansprechpartnerin. Traurig eigentlich. Aber so würde ich mich in dieser Sache eben in Schweigen hüllen. Es würde ohnehin nicht auffallen.



    Narvik

    Er wollte uns also finanzieren, was wir brauchten, um auf diesem Ball aufzutauchen. Also schön. Aber nur Lumira zuliebe. Freiwillig hätte ich mich sicher nicht in so eine Gesellschaft begeben. Aber wenn es Lumira glücklich machte... Ich hatte mir nicht umsonst geschworen, alles zu tun, um sie glücklich zu machen. Das würde ich also auch umsetzen müssen.

    Cathan wandte sich nun wieder zu uns um und fragte, ob wir denn noch Fragen hätten.

    Ranya

    Leise lachte ich auf. "Du hast so etwas wie eine Erfolgsquote? Schwer vorstellbar", neckte ich ihn, da kam er auf Jon zu sprechen. "Also, Jonny reist sogar sehr gerne", gab ich zurück. "Nur Ranya kann Jonny nicht immer auf Schritt und Tritt folgen. Somit kennt sie den Süden zwar, nur nicht in allen Einzelheiten." Mit diesen Worten nahm ich einen Schluck von meinem Tee.



    Narvik

    Diener? Diener?! War das sein Ernst? Ich würde ihm doch nicht den Hintern hinterhertragen! Unwillkürlich spannte ich die Kiefermuskulatur an. Das gefiel mir gar nicht.
    Erst, als Lumira mich anblickte - ich konnte ihren Blick spüren - rang ich mir ein Nicken ab. Ihr zuliebe. Alles ihr zuliebe, das durfte ich nicht vergessen. Sie wollte Cathan helfen und vor allem wollte sie auf diesen Ball. Also schön, ihr zuliebe würde ich mich darauf einlassen. "In Ordnung, es gibt nur ein Problem..."
    Cathan lächelte, doch ich hatte das Gefühl, sein Lächeln galt viel mehr Lumira. "Es gibt kein Problem, dass sich nicht lösen ließe", erklärte er.
    "Ich besitze sicherlich keine einem solchen Anlass angemessene Kleidung - und das gilt wohl auch für meine liebreizende Verlobte", ich warf Lumira einen liebevollen Seitenblick zu.
    Der Adelige winkte ab. "Kein Problem, kein Problem." Er erhob sich und trat mit einem zufriedenen Grinsen ans Fenster. "Ich werde morgen gleich einen Schneider kommen lassen, der für Euch maßgeschneiderte Kleidung anfertigt. Immerhin will ich meine Begleiterin und meine Begleiter in guter Kleidung wissen."
    Überrascht hob ich meine Augenbrauen. Das war durchaus seltsam. Wieso wollte er so viel Geld für uns investieren? Nun, mir sollte es gleich sein, solange ich ein Auge darauf haben konnte, dass er Lumira in Frieden ließ.

    Ranya

    Belustigt schmunzelte ich, als er mich als neugierig bezeichnete. "Das sollte dir bereits bekannt sein", erwiderte ich, dann lauschte ich allerdings seinen Ausführungen. Dazwischen kam die Wirtin und servierte uns die Getränke.
    Nachdenklich neigte ich den Kopf. "Süden... Dort soll es ja ganz schön sein, habe ich mir sagen lassen", kommentierte ich, bevor ich lächelte. "Ich hoffe, du wirst das ähnlich sehen. Warst du schon mal dort?"



    Cathan

    Kurze Zeit später kehrte Lumira mit ihrem Verlobten, diesem Narvik, zurück. Zufrieden lehnte ich mich ein wenig zurück und erklärte dann ein weiteres Mal, was meine Überlegung war, nämlich, dass Narvik als einer meiner persönlichen Diener mitkommen konnte. Das, so erklärte ich ebenfalls, war durchaus üblich, auch, wenn man dafür normalerweise geschultes Personal wählte.

    Ranya

    Die Wirtin nahm wortlos unsere Bestellung auf und verschwand dann sogleich wieder. Ich blickte mich um und ließ meinen Blick durch den Raum schweifen. Wenige Leute waren anwesend und schienen mehr oder weniger wach. Eher weniger.
    "Weißt du schon, was du machst, wenn du uns losgeworden bist?", fragte ich Scar, zu dem ich wieder blickte.



    Narvik

    Lumira lachte leise auf und griff nach meiner Hand, woraufhin ich ihr einen liebevollen Blick zuwarf. Für sie würde ich mir alles antun...

    Sie führte uns durch das Haus zu einer Tür, hinter der ich Cathan vermutete. Den suchten wir ja auch. Ich blickte noch einmal zu Lumira, dann klopfte ich an der Tür. Erst, als ich von drinnen ein "herein" vernahm, drückte ich die Klinke nach unten.