Beiträge von Custy

    Scar


    Ich nickte auf all das bloß amüsiert und wandte meinen Blick nicht ab, auch wenn ich dabei das Glas noch einmal an meine Lippen führte. Ihre Augen stimmten mit dem, was sie sagte irgendwie nicht gänzlich überein. Darin lag etwas anderes, das mir in diesem Augenblick jedoch ausnahmsweise nicht gelang, zu benennen.

    "Toleranz?", meinte ich stattdessen. "Noch nie gehört. Bestimmt wieder so eine neuartige Begrifflichkeit des Adels, der etwas Unschönes schöner verpacken soll, habe ich Recht?" Toleranz war mir in praktischer Hinsicht in der Tat quasi ein Fremdwort. Wobei ich die letzten Tage ja wohl mehr als tolerant gewesen war, wenn man so darüber nachdachte, fand ich.

    Ich hoffte bloß, Nennt-mich-Fiona würde bald von Müdigkeit heimgesucht, bis dahin würden wir die Zeit eben mit denkwürdiger Konversation totschlagen müssen.



    Lumira


    Ich zögerte nicht lange, ehe ich meine Arm durch seinen gleiten ließ, den er mir bot. So war es wohl üblich, so hatte ich es gelernt und darüber hinaus war ich gerade auch irgendwie ganz froh über ein bisschen Halt, der sich mir daraus ergab. Denn ich war nun doch recht nervös, auch wenn ich es zu überspielen wusste, während wir uns langsam dem Eingang der Villa näherten. In diesem Moment hätte ich uns gerne einmal von außen gesehen, durch die Augen eines anderen. Sicher hätte ich mich nicht wiedererkannt - schien ich doch genau genommen sehr deplatziert an diesem Ort. Wenn ich so darüber sinnierte, hatte es schon etwas Spannendes, völlig unerkannt für diesen einen Abend in diese sonderbare Welt der Schönen und Reichen einzutauchen. Mich kannte praktisch niemand, es würde also auch kaum einer ahnen, wer ich eigentlich war. Sofern ich es mir nicht direkt durch mein Auftreten anmerken lassen würde. Es war an der Zeit zu zeigen, was ich in der letzten Woche gelernt hatte. Vielleicht würde ich der Gräfin im Laufe des Abend ja sogar einmal über den Weg laufen. Mir wollte es irgendwie nicht gelingen, mir ihren Ehegatten vorzustellen.

    Lumira


    Immer noch völlig eingenommen, blickte ich mich um - wenngleich ich versuchte, es möglichst unauffällig anzustellen.

    Ich hatte keine Ahnung, wie genau ich mir den ganzen Abend, den Ort, den Ball vorgestellt hatte, ich wusste nur, dass das hier schlichtweg überwältigend war. Soeben kam uns ein Mann entgegen. Aufgrund seiner Uniform und seines demütigen Auftretens, nahm ich stark an, dass er einen Dienerposten auf der Veranstaltung einnahm. Für einen kleinen Moment fühlte ich mich ein bisschen fehl am Platz. Wobei ich ja gewissermaßen auch einen "Aufgabe" hatte. Gewissermaßen. Denn sie war nun einmal wohl deutlich angenehmer, fast fühlte sie sich eher wie ein Geschenk an. Wir würden sehen.

    Mein Blick traf auf Cathans. Seine Augen waren ruhig, sein Blick auffordernd, um seine Lippen lag ein leichtes Schmunzeln. Ich nickte leicht, um ihm zu verstehen zu geben, dass ich bereit war. Mir hatte es ohnehin vorerst die Sprache verschlagen.

    Es wurde ernst.



    Scar


    Ranya grinste, was mich irgendwo beunruhigte. Sie musste sich amüsieren und ich hatte in diesem Moment die Befürchtung, dass ich das Subjekt dieser Belustigung war.

    Ich überbrückte diesen Moment, indem ich einen weiteren Zug aus dem Glas nahm, ehe ich mich zu einer Antwort herabließ.

    "Das hast du ganz richtig erkannt." Ich hob eine Augenbraue. "Sehr nett von dir, dass du mich warnen willst... Nur überzeugt mich dein Druckmittel nicht so ganz - Nennt-mich-Fiona tanzt dir schließlich auch nach allen Regeln der Kunst auf der Nase herum."

    Ich zog sie damit sicher nicht ganz unbewusst auf, denn nun war es an mir, doch fast schon unverschämt zu grinsen.

    Darauf noch ein Schlückchen Bier. Heute würde es auch bei dem einen bleiben.

    Lumira


    Den Rest der Fahrt über schwieg ich, beziehungsweise kämpfte insgeheim gegen meine eigene Begeisterung an. Cathan konnte es nicht wissen und das musste er auch nicht unbedingt, aber ich war noch nie zuvor mit einer Kutsche gefahren. Mit solch einer prächtigen schon gar nicht. Es war ganz anders, als zu reiten. Es ruckelte zwar zwischendurch gewaltig, wenn die Räder der Kutsche über einen Stein oder gepflasterte Wege rollte, aber dennoch nicht vergleichbar. Je länger wir unterwegs waren, desto mehr fand ich Gefallen an dieser Art der Fortbewegung. Ich hatte Spaß. Auch wenn ich den Platz auf Ariven immer allem anderen vorziehen würde.

    Also genoss ich die Fahrt im Stillen, bis wir schließlich da waren. Der Kutscher brachte Pferde und Gefährt sanft zum Halten.

    Ich ergriff abermals Cathans Hand und ließ mir von ihm aus der Kutsche heraushelfen, möglichst konzentriert darauf, beim Hinuntersteigen nirgendwo in dem Kleid hängenzubleiben. Ich wusste, dass ich hin und wieder zu Tollpatschigkeit neigte, da sorgte ich lieber vor. Und doch war es ziemlich schwer, sich auf irgendetwas anderes zu fokussieren als auf den prächtigen Bau, der sich vor uns schneeweiß dem dunklen Himmel emporreckte.

    "Das ist der Wahnsinn", entfuhr es mir nun doch leise, als mein Blick ehrfürchtig an den Säulen hinauf zum Giebel glitt und dort an kunstvollen Frauenfiguren hängenblieb. Ich räusperte mich und ein kurzes Grinsen huschte über mein Gesicht.

    "Ich meine natürlich: Welch beeindruckender Bau." Das war die Villa in der Tat. Um gar nicht erst von dem riesenhaften Garten zu sprechen, dessen ganze Größe ich nicht einmal genau ausmachen konnte, verlor sich die Fläche außerhalb der Reichweite der Fackeln und Laternenbeleuchtung doch im Dunkel.



    Scar


    Ich sah Ranya für einen Moment ungläubig, vielleicht sogar ein bisschen verstört an. Das hatte sie gerade nicht wirklich gesagt, oder?

    Ich seufzte. Aus welcher Emotion heraus konnte ich auch nicht so genau sagen. Jedenfalls nicht mehr länger bloß Genervtsein oder Langeweile. Vielleicht Ungeduld? Vielleicht. Oder gar ein Anflug von Verzweiflung? Schon eher, nur war ich eigentlich nicht verzweifelt. Sei es drum.

    "Das ist wirklich toll, dass du das so siehst. Auch wenn du dir besser mal keine Gedanken darüber machst, was ich möchte oder auch nicht. Das mache ich schon." Ich schüttelte den Kopf und blickte belustigt auf das Bierglas, das ich langsam in der Hand drehte.

    "Wo du mich ja schon so gut zu kennen glaubst, müsstest du doch wissen, dass ich sowieso nicht um Erlaubnis frage", zog ich sie noch ein bisschen weiter auf. Am Ende fand sie mich noch nett. Um Himmels Willen. So sehr gelacht hatte ich innerlich schon lange nicht mehr.


    //Endlich auch mal wieder die Zeit gefunden x'D Muss hier unbedingt mal wieder weitergehen *-*

    Lumira


    Ich nickte bei Cathans Antwort und strich gedankenverloren und ehrfürchtig zugleich über den hellen Rock des Kleides. Das zwei Drittel der Rückbank einnahm. Eines war sicher: So ein Ballkleid hatte bei einem Kutschunfall sicher schon so manche Frau vor schlimmeren Blessuren bewahrt. Ich fühlte mich doch ziemlich gut umpolstert. Wenn mein Kleid noch zu den weniger bauschigen zählte, dann war ich gespannt, welche Gewänder mir an diesem Abend noch über den Weg laufen würden...

    "Ich freue mich auf den Abend."

    Ich fragte mich, ob welche Stellung Cathan wohl unter seinesgleichen einnahm. Als Kaufmann war er machtvoll. Aber war er auch ein machtvoller Kaufmann unter Kaufmännern? Welche Gespräche würde er später wohl führen, welche Leute würde er kennen und welche Kontakte würde er neu knüpfen oder stärken? Würde ich die ganze Zeit über dabei sein? Welche Musik würde gespielt werden? Ob Kaufleute gerne tanzten?



    Scar


    Ich nahm einen tiefen Zug aus dem Bierkrug und beobachtete einen alten Mann mit brustlangem weiß-grauen Rauschebart. Wenn er von seinem Brot nicht satt wurde, läge das höchstwahrscheinlich daran, dass die Hälfte davon gar nicht erst den Weg in seinen Mund fand, sondern sich in dem krausen Haar verfing.

    Belustigt trank ich einen weiteren Schluck, ehe ich das Glas abstellte und ein Stück von der Kante wegschob. Erst dann erwiderte ich etwas auf Ranyas Kommentar.

    "Dann muss Nennt-mich-Fiona ja wirklich ein schlimmer Charakter sein. Selbst wenn man die Gesellschaft anderer Menschen normalerweise gut leiden kann. Als "angenehm" wurde ich jedenfalls lange nicht bezeichnet." Ich grinste spöttisch.

    Oder überhaupt jemals. Ich musste direkt mal nachdenken. Dass ich mich an keine ähnliche Situation erinnerte konnte allerdings auch daran liegen, dass ich es wohl nie sonderlich darauf angelegt hatte.

    Scar


    Ich bestellte mir einen Krug Bier und kurz darauf auch etwas zu Essen, als die Speisekarte vor uns lag. Nichts Besonderes, aber die kleine Auswahl würde uns sehr gut vor dem Aushungern bewahren und damit ihren Zweck erfüllen.

    Anschließend lehnte ich mich zurück und starrte nachdenklich in den Gastraum.

    "Das ist der merkwürdigste Auftrag, seit langem", murmelte ich, mehr zu mir selbst. "Wobei, nein - nicht der Auftrag, sondern vielmehr die Leute, die damit verbunden sind."



    Lumira


    Ich war erfreut, als Cathan so ausführlich auf meine wissbegierigen Fragen einging. Zumindest die Zeitknappheit hatte ich mir schon denken können, allerdings hätte es ja sein können, dass er im Rahmen seiner Arbeit öfter fortmusste und die Zeit, seit wir für ihn arbeiteten, eher so etwas wie eine Ausnahme war.

    "Ich verstehe", meinte ich und lächelte, ehe ich mir doch noch einen weiteren Vorstoß erlaubte.

    "Was genau arbeitet Ihr denn eigentlich den ganzen Tag?", fragte ich also geradeheraus. "Ihr müsst diese Frage natürlich nicht beantworten, sollte ich damit zu weit vorgeprescht sein."

    Ich sah Cathan zwar selbstverständlich nicht rund um die Uhr, aber immer wenn oder wenn jemand über ihn sprach, dann war er in seinem Arbeitszimmer. Und arbeitete eben. Mir war klar, dass er einen großen Hof mit nicht wenigen Bediensteten zu verwalten hatte (wobei ich mich unwillkürlich fragte, ob diese Aufgabe nicht zumindest in Teilen noch auf niedrigere Stufen verteilt war), aber sicher machte er auch noch andere Dinge. Konnte man allein durch die Erträge der Bewirtschaftung eines Hofes so reich werden?

    Obwohl Cathan sich so offen gab, wusste ich noch kaum etwas über ihn. Das weckte natürlich mein Interesse. Und gesellschaftlicher Status hin oder her, Scheu hatte ich deshalb kaum. So war ich nun einmal. Vielleicht eine Folge der Isolation? Das konnte ausnahmsweise mal nicht nur negativ sein.

    Scar


    In der Tat, das würden wir.

    Ihr Vorschlag, etwas Essen zu gehen, kam mir genau genommen ganz gelegen. Das hieß, ich hatte sowieso nicht vorgehabt, mit leerem Magen "zu Bett" zu gehen. Schon gar nicht, wenn das nächtliche Vorhaben vorerst nicht "schlafen" beinhalten würde.

    Ich nickte also, stieß mich von der Wand ab und marschierte direkt los.

    Essen war praktisch immer eine gute Idee. Sofern man es sich der Situation entsprechend in dieser Berufung erlauben konnte.

    Nennt-mich-Fiona würde zumindest nicht davonlaufen, sobald man sie nur mal kurz aus den Augen ließ.

    Zumal wir die Zeit bis zur Umsetzung dieses Plans ja mit irgendetwas füllen mussten.

    Der Gastraum war klein, stickig und relativ voll. Dass es eng war, lag allerdings nicht an den Menschen an sich. Es war auch wiederum nicht so voll, als dass wir keinen freien Tisch mehr gefunden hätten.



    Lumira


    Die Kutsche war in der Tat geräumig. Also, für eine Kutsche. Zumindest glaubte ich das. Staunend betrachtete ich das Innere und legte schließlich (ein wenig eingeschüchtert durch die Makellosigkeit der Polster) meine Hände in meinem Schoß zusammen. Auch wenn die Gefahr, etwas kaputtzumachen, sicher eher gering war. Dabei versuchte ich angestrengt, mir nicht zu viel von meinem Staunen und meiner Begeisterung anmerken zu lassen. Narvik hatte mich ja mittlerweile gelehrt, dass ich normalerweise einem offenen Buch glich.

    Cathan saß kurz darauf neben mir und ich traf auf seinen Blick, als die Kutsche sich mit einem kleinen Ruck auch schon langsam in Bewegung setzte.

    Wie so oft biss ich mir auf die Unterlippe, nicht ganz sicher, ob ich mich besser zurückhalten sollte. Aber natürlich siegten meine Neugier und mein Interesse. Wir waren ja schließlich auch noch nicht auf dem Ball und Cathan war auch sonst keiner Konversation abgeneigt gewesen. Also machte ich den Mund auf.

    "Seid Ihr oft auf solchen Veranstaltungen? Oder überhaupt außerhalb des Hauses?" Ich merkte erst, dass die letzte Frage vielleicht etwas ungünstig formuliert war. "Ich meine, reist ihr viel? Und wenn ja, bereitet es euch Freude?", beeilte ich mich deshalb schnell hinzuzufügen. Nicht, dass er daraus am Ende noch einen Vorwurf oder gar eine Beleidigung las, er würde nie das Haus verlassen. Das wäre kein guter Anfang.

    Scar


    Ich hob den Kopf, den ich kurzzeitig gegen die Wand gelehnt hatte, bei Ranyas Worten wieder. Ich nickte.

    "Das denke ich auch. So machen wir es." In der Tat stünden unsere Chancen nachts gar nicht mal so schlecht, auf jeden Fall weitaus besser als am hellen Tag.

    Ranya schien sich dennoch alles andere als sicher zu sein, ihr leerer Blick, der schnurstracks in eine gedankliche Parallelwelt zu führen schien, verriet es mir deutlich.

    "Hey, das wird schon klappen", brummte ich. Im "Notfall" waren wir immer noch zu zweit. Zumal sie doch hoffentlich nicht glaubte, dass ich gedachte, unbewaffnet den werten Schlaf von Nennt-mich-Fiona zu stören. Nein, im besten Fall sollte diese davon nichts mitbekommen. Aber rechnen würden wir besser mit allem.

    "Bist du denn nicht wenigstens neugierig?" Bei mir überwog mittlerweile schon eher das Genervtsein, aber Neugier zog eindeutig besser.



    Lumira


    Bei Cathans Worten lächelte ich, während er mich hinaus in den Hof führte. Dort erwartete uns eine Kutsche mit glänzendem Bau. Sie war jedenfalls in keinster Weise vergleichbar mit den Heu- und Erntekarren oder den engen Wagen mit schlammbespritzten Rädern, die Narvik und ich auf unserer Reise oder in einer der kleinen Städte hin und wieder angetroffen hatten.

    Die Pferde davor schienen ruhig zu warten und ich nickte dem Kutscher kurz zu, als er sogleich vom Kutschbock sprang, kaum dass wir erschienen.

    Cathan bot mir seine Hand, wofür ich ihm im selben Moment sehr dankbar war. In dem Ballkleid zu laufen war das Eine, aber bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich noch nicht mit dem Gedanken auseinandergesetzt, wie ich darin die Höhe der Kutsche "erklimmen" sollte. Denn bei all dem Stoff und Unterrock nahm diese Aufgabe beinahe schon bergsteigerische Züge an.

    Dieses Gefühl der erneuten Dankbarkeit brachte ich zum Ausdruck, indem ich sein Lächeln strahlend erwiderte.

    Dann ergriff ich seine Hand.

    So selbstverständlich das angesichts dieses Anlasses erschien - diese Art von Körperkontakt war (obwohl im Grunde völlig unspektakulär) doch seltsam. Nicht nur, weil Cathan mein Arbeitgeber war und vielleicht auch, weil er gesellschaftlich weit über mir stand. Vor allem aber, weil Narvik bisher der einzige Mann gewesen war, dessen Hand ich hielt. Oder er meine. Ganz egal aus welcher Situation heraus. Wirklich unangenehm war es aber auch nicht. Eher überraschend, weil diese Erkenntnis damit einhergehend mein Bewusstsein eroberte.

    Ich war gespannt, wann und ob überhaupt ich Narvik nachher zu Gesicht bekommen würde. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass wir alle gemeinsam anreisen würden. Dem war nicht so, die "Dienerschaft" war wohl schon vorgefahren. Aber eigentlich hätte ich mir das denken können.

    All das jedoch konnte meine Vorfreude auf den Abend jedoch bei Weitem nicht bremsen.

    Scar


    Ich kratzte mich müde und ziemlich ratlos am Kopf. Das wiederum verärgerte mich. Die ganze vertrackte Situation eigentlich. Dabei könnte es so einfach sein...

    "Kann sein, sonst wäre sie auch wirklich blöd. Aber eine bessere Idee habe ich gerade auch nicht parat. Außer natürlich, ihn ihr einfach wegzunehmen. Und wenn sie dabei einen kleinen Kratzer abbekäme." Ich schnaubte. Ich wollte die Sache mit dem Beutel einfach nur aus der Welt schaffen, damit sie den Teil meiner Gedanken wieder freigab, den sie nun seit geschlagenen zwei Tagen blockierte.

    Scar


    Ich fuhr mir erschöpft mit einer Hand durchs Gesicht. Wenn es sich bei der ganzen Sache um Zeitverschwendung handelte, dann war das natürlich ärgerlich, allein deshalb hoffte ich schon, dass Nennt-mich-Fiona uns damit nicht an der Nase herumführte. Das konnte ich nämlich gar nicht leiden, zumal etwas dieser Art eigentlich recht schnell durchschaute. Dafür schien sie allerdings viel zu ernst in ihren Reaktionen. Blöd wäre allerdings, wenn eben doch etwas Ernstes dahintersteckte und von ihr womöglich eine ernste Gefahr ausging. Mir missfiel es ohnehin schon gewaltig, dass Nennt-mich-Fiona sich so viel herausnahm. Immerhin war immer noch sie hier das Objekt des Auftrags, da hatte sie doch am wenigsten zu melden, meinte ich. Bei anderen Aufträgen, wäre es geradezu absurd erschienen, nicht sofort sämtliche Habseligkeiten von ihr zu durchsuchen. Ich verspürte fast schon das Bedürfnis, mir die Haare zu raufen. Dieser Auftrag war richtiggehend anstrengend. Dabei hatten wir nicht einmal lange gebraucht, um sie aufzuspüren. Was allerdings danach begonnen hatte, war schlichtweg ermüdend. Eigentlich sollte ich einen Aufschlag in Form von Schmerzensgeld erhalten...

    "Deshalb die Idee eines Austauschs", erwiderte ich. "Im Dunkeln, versteht sich. Mit etwas Glück, bemerkt sie es eine Weile lang nicht. Genug, um einen gründlichen Blick auf das Teil zu werfen."



    Lumira


    Nachdem man aus den Schachteln noch ein passendes, glitzerndes Paar Ohrringe ausgewählt hatte und auch dieses von Mathilda abgesegnet war, stand Cathan mit einem Mal auch schon in der Tür. Ich verneigte mich präsentativ und voller Grazie (zumindest hoffte ich das), die Gräfin wäre stolz auf mich.

    Als er seinem Wohlwollen über meine Erscheinung Ausdruck verlieh, strich ich mir ein wenig verlegen und mit einem erleichterten Lächeln eine kleine gelockte Haarsträhne hinters Ohr, die wohl gewollt seitlich aus meiner Frisur heraushing. Ich trat von dem kleinen Hocker herunter und wandte mich mit einem "Habt vielen Dank" noch einmal an alle, die mir beim Zurechtmachen geholfen hatten.

    Als ich dann vor Cathan stand, lächelte ich. "Natürlich gilt mein Dank vor allem auch Euch. Ich habe noch nie zuvor ein solch schönes Kleid getragen. Und der ganze Aufwand hier wäre wirklich nicht nötig gewesen." Ich machte eine etwas hilflose Geste durch den Raum.

    Ich nickte auf seine Aufforderung, zu gehen. Vielleicht war es gut, dass ich ein wenig Rouge trug, wobei es bestimmt gar nötig gewesen wäre. Nun war ich doch ziemlich aufgeregt und meine Wangen entsprechend heiß. So aber fiel es sicher nicht so sehr auf.

    Ich war wirklich unendlich froh, dass Cathan derart angetan war. Damit war die erste Hürde schon einmal geschafft.

    Seine ergänzende Bemerkung hätte beinahe auch von Narvik stammen können, stellte ich stutzend fest. Beinahe.

    Scar


    Ich trommelte nachdenklich mit den Fingern gegen die Wand, während Ranya ihre Gedanken zu meinen Überlegungen äußerte.

    "Ich glaube, ich wünsche mir eine Waffe", brummte ich. In dem Beutel, meinte ich. "Ansonsten verspräche das, was du da überlegst, ziemlich kompliziert zu werden... Es ist zwar seltsam, dass sie sich jedes Mal anders nennt, aber sowas soll vorkommen. Vielleicht ist sie einfach nicht so klug wie ich, der sich direkt gar nicht vorstellt. Immerhin verstrickt man sich da schnell, mit so vielen Namen... Oder sie ist schlichtweg paranoid. Nervig, aber im Grunde harmlos."

    Der erhoffte "Plan" klang tatsächlich recht dürftig. Ich überlegte schon, als sie noch etwas vorschlug. Einfach abwarten bis zur Übergabe. Ich schüttelte bereits nach einem Moment den Kopf.

    "Nein, das willst du doch nicht wirklich, oder? Nicht nach der Aktion eben. Ich werde sicher nicht riskieren, dass Nennt-mich-Fiona auf uns losgeht... mit was auch immer. Vielleicht würde sie es nicht tun, ja. Vielleicht aber doch und ich will verdammt noch mal endlich wissen, was in diesem dämlichen Beutel so Besonderes sein soll. Du denn etwa nicht?!"

    Meine Finger trommelten schneller.

    "Und wenn man den Beutel austauschen könnte? Hat sie noch einen ähnlichen? Oder du vielleicht?"


    //^^ da haben wir jetzt wieder richtig Schreibstoff *-*

    Scar


    Ranya zog mich kurzerhand mit sich, aus dem Zimmer hinaus. Nennt-mich-Fiona blieb darin zurück.

    "Ich hätte sie schon nicht umgebracht", murrte ich, als sie mich losließ. Vielleicht aber auch nur, weil mir der Wortlaut des Auftrages untersagte. Das behielt ich allerdings für mich. Aber selbst dann hätte ich es wohl nicht getan, wenn ich genauso gut auch einfach so viel Abstand zwischen die Frau und mich hätte bringen können. So aber blieb das Nennt-mich-Fiona-mit-ihrem-blöden-Beutel-Problem.

    "Gut. Ich hoffe, du hast einen guten Plan", bemerkte ich etwas missgelaunt. "Das kann so nicht weitergehen. Am Ende versucht sie doch noch, uns im Schlaf umzubringen. Ich traue ihr nicht." Zumindest senkte ich die Stimme, denn Nennt-mich-Fiona musste das nicht zwingend hören. Ich lief kurzerhand die paar Schritte um die nächste Ecke. Dort lehnte ich mich seufzend gegen die Wand.

    "Und wenn ich dafür nachts bei ihr einsteige... Ich will diesen verdammten Beutel. Was soll denn so geheimnisvolles darin sein? Bestimmt bloß eine Waffe, vor der wir uns in acht nehmen sollten. Aber deshalb so ein Aufstand... Meine Güte. Es wurde doch sicher nicht zum ersten Mal jemand auf sie angesetzt, so, wie die drauf ist, oder? Das die Leute aber auch nie lernen, wie dieses ganze Kopfgeldgeschäft läuft." Ich schüttelte darüber den Kopf.



    Lumira


    Nach einem kurzen Moment des Zögerns, legte ich meine Hand auf die Türklinke - da wurde sie von drinnen aufgerissen.

    Ein wenig erschrocken zuckte ich zurück, als ich geradewegs in die blitzenden Augen von Tiana blickte, einem der Zimmermädchen, mit denen ich öfter gemeinsame Arbeit verrichtete. Ihre Wangen waren ganz rot, sie strahlte von einem Ohr zum anderen und ein paar rotblonde Haarsträhnen hingen ihr in die Stirn.

    "Na endlich!", rief sie, packte mich mit diesen Worten am Arm und zog mich energisch in das nahezu runde Zimmer hinein.

    Darin herrschte bereits recht reges Treiben: In der Mitte stand ein kleiner Hocker, etwa zwei Meter dahinter ein großer Ganzkörperspiegel mit goldgeranktem Rahmen. Zu meiner Linken entdeckte ich eine Art Schminkkommode, deren Griffe durch Rosenornamente ins Auge vielen. Für einen Augenblick verfing ich mich an diesen liebevollen Details (ich fragte mich unwillkürlich, wie lange sein Erschaffer wohl daran geschnitzt hatte). Auf der rechten Raumseite türmten sich dagegen diverse Schachteln, viele rund, manche eckig, die meisten zusammengehalten von einer glänzenden Satinschleife. Zwischen dem ganzen Aufbau wuselten etwa acht Menschenhin und her, von denen ich die meisten höchstens flüchtig vom Sehen kannte. Bis auf Tiana eben und eines der anderen Mädchen. Außerdem entdeckte ich gerade Mathilda. Ich hätte mir eigentlich denken können, dass sie bei diesem Anlass wenigstens doch persönlich prüfen wollte, ob am Ende auch alles seine Richtigkeit hatte. Am Ende war das Haus ja doch fast so etwas wie ihr Kind.

    "Ein Glück, Mädchen, da bist du ja endlich!", rief sie jetzt, wo sie mich erblickte. Als sie am Anfang von der ganzen Idee gehört hatte, hatte sie zunächst einmal die Nase gerümpft. Offenbar konnte sie sich nur schwerlich vorstellen, wie ich eine angemessene Begleitung für Cathan abgeben sollte. Und dennoch hatte ich sie über die vergangenen Wochen zu schätzen gelernt. Sie war zwar streng, aber sicher nicht unausstehlich, bei ihr wusste man letztlich immer, woran man war.

    Mir blieb kaum Zeit, den anderen zum Gruß wenigstens zuzunicken, denn Tiana zerrte mich als Erstes zu dem Schminktischchen hinüber und drückte mich auf den Polsterstuhl davor.

    Hektisch winkte sie eine andere junge Frau mit einem hellbraunen Haarknoten herbei. Sie strahlte Ruhe aus und schien nicht viel zu sprechen oder aber, man hatte ihr davon abgeraten. Jedenfalls erfuhr ich einzig, dass sie Laurine hieß, ehe sie sich still und konzentriert meinem Haar zuwandte. Ich sah zwar nicht, was genau sie tat, denn Tiana hatte den Spiegel verhangen. Aber ich glaubte, dass sie sich geschickt anstellte. Mir fiel auf, wie feingliedrig ihre zierlichen Hände waren. Mein Haar musste jedenfalls glänzen, wie es es noch nie getan hatte, so lange wie sie es zu Anfang kämmte. Bald darauf schon gesellten sich zwei weitere Damen dazu, sie sich an meinem Gesicht zu schaffen machen, abpuderten - was auch immer - und auch an Hals, Schultern und meinem Dekolleté. Das war dann allerdings doch sehr ungewohnt und ich war mir nicht sicher, aber als ein wenig unangenehm empfand ich es nach kurzer Zeit schon, derart von allen Seiten bearbeitet zu werden. Es war so lachhaft, dachte ich, dass sie alle solch einen Aufwand um meine Person betrieben. Man konnte ja fast schon denken, ich sei eine Prinzessin. Angesichts dieses absurden Gedankens musste ich meine Mundwinkel mit aller Macht zu einer neutralen Höhe zwingen, damit sie mich nicht noch verrieten.

    Als meine Frisur nach einer gefühlt sehr langen Zeit fertig war, wurde ich direkt weiter in die Raummitte geschoben, wo ich mich auf den Hocker stellen sollte. Es widerstrebte mir doch ziemlich, als ich vor allen Anwesenden meine Kleidung ablegen musste, bevor man mir dann auch noch in das Unterkleid hineinhalf. Es waren auch zwei Männer anwesend. Einer hielt sich beinahe dauerhaft in Nähe des Eingangs auf und schien den Überblick zu haben, beziehungsweise die Tür die Fenster und das Geschehen draußen im Auge zu behalten. Der andere sah gerade die zahlreichen Schachtel durch.

    Nachdem Unterkleid und auch der Unterrock (der glücklicherweise nicht allzu breit und sperrig war) so saßen, wie sie sollten, merkte ich doch, wie mein Herz allmählich schneller schlug. Dann wurde auch schon das Kleid gebracht. Ich hatte es zwar schon einmal gesehen, zur Zwischenanprobe, da war es allerdings auch noch nicht ganz fertig gewesen. Nun aber sah ich es in seiner ganzen Pracht. Den Schnitt hatte ich klassisch- elegant gewählt. Mit seinen halblangen Ärmeln mit den Spitzendetails an der Ausfächerung hatte der Schneider ihm zudem einen Hauch von Romantik verliehen. Der hellblaudurchwirkte Stoff mit der unglaublich feinen Bestickung glänzte und funkelte im Licht.

    Ich war kurz darauf sehr dankbar, dass mein Körper ohnehin schon eine schmale Taille aufwies, als eine der Ankleiderinnen sich ans Festschnüren den Mieders machte. Anderenfalls hätte ich mir wirklich Sorgen gemacht, irgendwann im Laufe des Abends keine Luft mehr zu bekommen. Zu dritt legten sie den weiten Rock zurecht und strichen ihn glatt, eine der Puderfrauen legte noch einmal Hand an und verlieh meinen Wangen mit Rouge einen zarten Hauch von rosa. Dann war es soweit. Ich war fertig.

    "Sieh dich an!", sagte Tiana fast schon ehrfürchtig, auf jeden Fall hellauf begeistert und besah sich das Werk wie alle anderen eingehend von allen Seiten.

    Als ich mich herumdrehte und im Spiegel erblickte, verschlug es mir erst einmal gänzlich die Sprache. Ich konnte im ersten Moment kaum glauben, dass ich das sein sollte. Die junge Frau im Spiegel trug ihr dunkles Haar halb hochgesteckt, kunstvoll, der Rest fiel in sanften Locken auf ihren Rücken hinab. Dazwischen hatte Laurine vereinzelt als liebevolle Details und passend zum Kleid kleine hellblaue und weiße Blümchen gesteckt. Das Kleid dazu war der absolute Wahnsinn. Der Schneider hatte ein Meisterwerk aus der ursprünglichen Idee gemacht. Die helle, eisblaue Farbe gefiel mir unglaublich gut, dazu saß es wie angegossen. Der eher spitz zulaufende Abschluss des Oberteils auf Taillenhöhe betonte diese, indem genau dort der weite Rock ansetzte. Ich war es gar nicht mehr gewohnt, so etwas figurbetontes zu tragen, abgesehen von der Zimmermädchenuniform. Ich hob kurz bewundernd die Arme und strich fasziniert über die glitzernde Perlenstickerei. Das war unglaublich. Der Schneider war ganz offensichtlich ein Meister seines Werks.

    "Und?", fragte Tiana strahlend. "Wie gefällst es dir?"

    "Das... ist wunderschön." Ich konnte kaum aufhören, über den weichen Stoff des Rockes zu streichen, ließ es dann aber doch. Alles andere erschien in den Augen der Anderen wahrscheinlich seltsam. Das Kleid fühlte sich definitiv zu wertvoll an. Ich hatte irgendwo Sorge, es womöglich kaputt zu machen. Ein solches Kleidungsstück gebührte mir nicht. Nun aber änderten diese Gedanken auch nichts mehr. Zu guter Letzt schlich Mathilda mit überaus kritischem Blick ganze drei Runden um mich herum, zweimal rechts rum, einmal links rum und drehen sollte ich mich auch noch einmal für sie. Ich war richtiggehend erleichtert, als ihre versteinerte Miene schließlich doch so etwas wie einen wohlwollenden Blick und ein Nicken offenbarte.

    Ich realisierte nur schwer, dass der Moment nun gekommen war. Die Ballnacht stand unmittelbar bevor...


    //Ich hatte es eigentlich zeichnen wollen, aber finde dazu im Moment leider einfach nicht die Zeit x'(

    (Entschuldigt die Website-Links, aber ich habe die Bilder einfach nicht isoliert bekommen :'D)


    Lumiras Frisur


    Lumiras Ballkleid

    Scar


    Immer noch etwas missmutig, ließ machte ich schließlich einen Schritt zurück, weg von Nennt-mich-Fiona. Meine Güte, Ranya schaffte es sogar noch, Höflichkeitsfloskeln zu wahren. Aber gut, ich legte ohnehin nicht allzu viel Wert darauf, deshalb konnte ich das vermutlich erst Recht nicht nachvollziehen. Sie hielt mein Handgelenk fest, offenbar hatte sie Sorge, ich könnte doch noch die Beherrschung verlieren.

    "Hauptsache, das Gekeife hat ein Ende und ich kann heute Nacht vernünftig schlafen", brummte ich. Ganz so konnte ich es dann doch nicht stehen lassen. Was mochte nur in diesem verdammten Beutel sein, dass Nennt-mich-Fiona sich derart geheimniskrämerisch gab. Ich verwünschte die ganze Sache im Stillen.



    Lumira


    Ich hatte mich schon mit gemischten Gefühlen auf den Weg machen wollen, da holte Narvik nach, was ich mich nicht so ganz zu trauen gewagt hatte. Sein Kuss war durchaus intensiv und irgendetwas sagte mir, dass er einiges in ihn hinein steckte. Unausgesprochen. Für einen Moment vergaß ich noch einmal ganz, was ich gerade im Begriff war zu tun. Womöglich sah uns sogar jemand durch die zahlreichen Fenster des Hauses. Aber Narvik war schließlich immer noch mein Verlobter.

    Ich nickte bei seiner Verabschiedung und lächelte in seine schmunzelnden Augen, ehe ich mich zum Gehen wandte.

    Ich wollte ein "Wir sehen uns" erwidern, ließ es aber, als ich merkte, dass da doch schon etwas Problematisches dran war. Ich seufzte in mich hinein, da fügte Narvik noch die magischen drei kleinen Worte hinzu. Ich drehte mich noch einmal mit liebevollem Blick über die Schulter um. Meine Lippen formten "Ich dich auch". Dann mussten wir uns wirklich trennen. Ich hoffte in diesem Moment trotz allem sehr, dass ich ihn auch während des Balls zumindest einmal zu Gesicht bekommen würde.

    Derart in Gedanken versunken, war ich beinahe überrascht, als ich vor dem Raum stand, in dem die Ankleidung stattfinden sollte. Ich wusste gar nicht mehr, wie meine Füße so schnell den Weg hierher gelaufen waren.

    Scar


    Ich kniff kaum merklich die Augen zusammen, als Ranya mich so eindringlich mit ihrem Blick durchbohren wollen zu schien. In diesem Moment dämmerte mir allmählich, was sie wirklich vorhatte. Oder zumindest was ich hoffte, dass sie vorhatte. Diese beiden Weiber trieben mich noch in den Wahnsinn. Wieso bloß, musste alles immer so kompliziert sein? Mit einem widerwilligen Seufzen ließ ich dann aber doch von dem Beutel ab. Etwas Anderes kam nun ohnehin kaum mehr in Frage, zumal ich doch ein wenig überrumpelt war, als sie kurzerhand meine Finger griff, um bei ihrer Forderung ein bisschen nachzuhelfen.

    "Schön", schnaubte ich also, etwas versöhnlicher. "Aber nur, weil ich dieses Thema leid bin." Nennt-mich-Fiona musste ja nicht noch wachsamer werden als zuvor.



    Lumira


    Die Tage bis zum Ball verflogen geradezu. Kein Wunder, denn sie waren so vollgepackt mit Vorbereitungsmaßnahmen, dass kaum eine freie Sekunde blieb, um über irgendetwas anderes nachzudenken. Da waren all die Übungsstunden, in denen die Gräfin mich sämtliche Verhaltensweisen aus dem überaus umfangreichen Benimmregelkanon lehrte. Außerdem ließ sie mich insgesamt bestimmt mehrere Kilometer stolzieren, wobei ich mir immerhin mit jedem Tag weniger lächerlich vorkam. Und es viel mir zum Glück bald leichter, sodass ich mich nebenher auch wieder auf andere Dinge konzentrieren konnte. Zum Beispiel aufs Lächeln. Oder auf potenzielle Gegenüber, die eine oberflächliche Konversation führen wollen könnten. Vielleicht über das Arrangement des Balls. Oder die maßgeschneiderten und vermutlich sündhaft teuren Ballroben. Ich wollte es lieber gar nicht so genau wissen. Ich hatte einen ganzen Vormittag und einen halben Nachmittag verbracht, während dem gefühlt jedes einzelne Teil meines Körpers vermessen worden war. Ein maßgeschneidertes Kleid... Das hatte ich mir nicht einmal in meinen kühnsten Träumen vorzustellen erlaubt. Cathan war eindeutig zu spendabel. Oder er wollte mein Aussehen aufwerten, weil sich das eben so gehörte oder weil ein prächtiges Kleid darüber hinwegtäuschen würde, dass ich weit entfernt von seinem Stand war. Ganz gleich, jedenfalls würde ich am Ballabend mit großer Sicherheit das prächtigste Kleid tragen, das ich jemals getragen hatte und vermutlich tragen würde. Eine große Freude machte Cathan mir damit, dass ich an der Gestaltung des Kleides maßgeblich beteiligt war. Ich hätte wohl Geschmack. Das schmeichelte mir zwar in der Tat, allerdings blieb es mir doch ein Rätsel, woran er das eigentlich festmachen wollte...

    Am meisten Spaß hatte ich über die Tage der Übungsstunden eindeutig während der Tanzeinheiten. Zumindest dabei machte ich mir nicht allzu große Sorgen, dass ich Cathan blamieren könnte.

    Ansonsten genoss ich vor allem die Abendstunden. Es war die wertvolle Zeit, die ich gemeinsam mit Narvik verbrachte. Mal witzelten wir gemeinsam über besonders seltsame Regelungen der adligen Kreise oder ich "stolzierte" völlig übertrieben vor ihm durch die Scheune auf und ab. Zwischendurch sah ich auch nach Ariven. Die meiste Zeit aber lagen wir einfach Arm in Arm da, in de Luft über uns die unausgesprochene Dankbarkeit über Momente wie diese. Vor allem angesichts dieser einen Sache, die alle Regeln und Vorschriften, die ich im Kopf hatte und befolgen sollte, in ihrer Schwierigkeit noch um Längen übertreffen würde: Ich durfte den gesamten Abend nicht mit Narvik reden und mir am besten generell nichts in die Richtung anmerken lassen. Ich würde mich sehr zusammennehmen müssen, um nicht (und wenn es nur unterbewusst war) dauernd nach ihm Ausschau zu halten. Aber wir sprachen nicht darüber, zumal wir ohnehin wohl beide ahnten, worauf wir uns in der Sache eingelassen hatten.

    Dann war der Tag des Balls da... Ich spürte bereits die kribbelige Aufregung in mir, kaum dass ich am Morgen die Augen aufschlug. Wobei ich aber bald erleichtert feststellte, dass die Vorfreude darunter dominierte. Auch wenn ich stets die Sorge hatte, angesichts der Reizüberflutung auf einem solchen Ball, sämtliche Dinge, die ich gelernt hatte, wieder zu vergessen.

    Narvik und ich hatten Zeit an diesem Vormittag. Erst am Nachmittag wartete der letzte, wichtige Termin vor dem Ereignis. Die Garderobe. Es war ein seltsamer Gedanke, mir beim Anziehen helfen zu lassen, beziehungsweise gänzlich eingekleidet zu werden. Es fühlte sich nach wie vor nicht richtig an, derart im Mittelpunkt zu stehen und bedient zu werden, war ich normalerweise doch auch nur eine von ihnen. Ich war schon wahnsinnig gespannt, wie ich Narvik in dem Kleid gefallen würde. Und Cathan natürlich auch. Immerhin musste ich seinen Ansprüchen genügen, was mir hoffentlich gelungen war...

    Der Vormittag tat mehr als gut. Als wir dann schließlich vor dem Haupthaus standen, drückte ich Narviks Hand, ehe ich mich auf die Zehenspitzen hob und ihm einen schnellen Kuss gab. Ich strich noch einmal liebevoll über seinen Bartschatten.

    "Bis gleich", flüsterte ich und biss mir lächelnd auf die Unterlippe.

    Scar


    Ich stierte Nennt-mich-Fiona entnervt an und wollte gerade etwas vermutlich wenig Diplomatisches zur Antwort geben, als nun auch noch Ranya meinte, ich solle es gutseinlassen. Nur war rein gar nichts gut.

    Mein Blick schwenkte für einen winzigen Moment zur ihr hinüber, ehe er wieder Nennt-mich-Fiona ins Visier nahm.

    "Ich will aber endlich wissen, was da drin ist", knurrte ich verbissen, wenn ich auch aufhörte, an dem Beutel zu zerren. Los ließ ich ihn allerdings noch nicht. "Wieso unterstützt du sie jetzt auch noch?"


    //Klar, wann immer du Zeit hast^^

    Scar


    Was wollte Ranya denn nun damit sagen? Tollwütig war Nennt-mich-Fiona jedenfalls kaum. Allenfalls in der Übertragung.

    Ich konnte vorerst allerdings gar nicht weiter darüber sinnieren, denn Nennt-mich-Fiona schritt zur Tat: Mit einer überaus amüsanten Formulierung, riss sie ihren Beutel an sich und umklammerte in augenblicklich wie ein Eichhörnchen, das Angst hatte, dass man ihm die einzige Nuss des Tages wegnehmen könnte. Ich lachte kurz trocken auf und beobachtete sie. Dabei schätzte ich ab, wie das weitere Vorgehen am besten zu gestalten wäre. Fürs Erste seufzte ich genervt.

    "Hier wird niemand verschwunden noch verschwindet jemand", erklärte ich ihr, als würde ich mit einem Kind sprechen, das noch dazu etwas schwer von Begriff war. "Da wirst du nämlich gar nicht mehr gefragt. Für heute hast du meine Geduld allmählich empfindlich überstrapaziert." Für mich klang es sehr einleuchtend, dass ich mir darum nun gewisse Rechte einfach herausnehmen konnte.

    Kurzerhand griff ich nach ihr und bekam unter ihrem arm einen Zipfel des Beutels zu fassen, den ich ruckartig zu mir zerrte. Sollte er am Ende noch reißen war das nicht mein Problem.



    Lumira


    Die Gräfin schien mein Verhalten, beziehungsweise meine Bemerkung durchaus zu unterhalten, was ich ihr (wie so oft) nicht verübeln konnte. Genau genommen war ich darüber erleichtert. Gerade ging sie zu einem Fenster hinüber. Alles an ihr hatte eine gewisse Grazie und jede Bewegung hatte etwas Zielstrebiges, das quasi keine Widerrede zu dulden schien. Ob das etwas war, was alle Adligen an sich hatten? Bei Cathan war mir dieser Zug auch schon bei mancher Gelegenheit aufgefallen, auch wenn in nicht ganz so ausgeprägter Form wie bei ihr.

    Prompt kam sie auf unseren ersten Lehrinhalt zu sprechen: mein Gang. Ich konnte nicht verhindern, dass ich sie einen Augenblick lang verdutzt ansah, ehe mein Blick ein wenig unsicher an mir herab wanderte. Bisher hatte ich angenommen, dass man gar nicht soo viel beim Gehen falsch machen konnte. Wenn wir da schon ansetzten, dann hatten wir wohl wirklich viel zu tun... Allerdings bezeichnete sie es als "das Schwierigste für den Anfang". Ich wusste nicht, ob das jetzt gut oder schlecht war. Entweder es hieß, dass es danach kaum mehr komplizierter werden würde. Oder aber es bedeutete, dass das Anforderungsniveau bereits am Anfang hoch lag. Wahrscheinlich sollten wir einfach anfangen und dann würde das schon noch klappen... irgendwie.


    //Und ja, das klingt gut… dann können alle mitschreiben^^

    Scar


    Wie nicht anders zu erwarten gewesen, verwies Ranya nach einem kurzen Augenblick auf Nennt-mich-Fiona. Was sie allerdings noch hinzufügte, ließ mich leise mit der Zunge schnallen. Der Beutel also, es ging um den Beutel... Ich zwang mit aller Macht ein Grinsen zurück (das wäre sicher verstörend gewesen), aber innerlich freute ich mich diebisch. Es war doch immer wieder schön, wenn einem die Dinge quasi in den Schoß gelegt wurden, geradezu dort drapiert. Denn was war das hier, wenn nicht die Gelegenheit, den Beutel zum Thema zu machen? Jetzt, wo er ohnehin schon Thema war? Denn abgeschlossen war diese Sache für mich zu keiner Zeit gewesen.

    "So ist das also", meinte ich also und rieb meine Handflächen dabei einen Moment aneinander, ehe ich sie fordernd ausstreckte.

    "Wie gut, dass sie nicht ansteckend ist", bemerkte ich mit einem kurzen Seitenblick auf Ranya. "Dann gib das Teil mal brav her", wandte ich mich wieder an Nennt-mich-Fiona.



    Lumira


    Ich folgte der Gräfin den Gang hinunter und betrat schließlich nach ihr ein Zimmer, dass ich bisher noch niemals von innen zu Gesicht bekommen hatte. Und in den letzten Wochen war ich doch ziemlich viel im Haus herumgekommen. Die Tür hatte ich geradezu übersehen, so versteckt noch hinter dem Arbeitszimmer. Ihre Worte zur Vorstellung des Raumes machten mich noch neugieriger.

    In der Tat handelte es sich hierbei um ein besonderes Zimmer, das wurde mir augenblicklich klar, kaum dass ich auf dem makellos glatten Parkett stand und mich umblickte. Die Wände schienen praktisch aus Bildern zu bestehen, so viele waren es. Davon lächelten mir vornehme Damen in prunkvollen Gewändern, musterten mich heldenhaft inszenierte Herren mit leichter Skepsis oder sprang mir eine Öllandschaft zu allen denkbaren Tag- und Jahreszeiten und mit verschiedensten Bildmotiven entgegen. Manche Bilder stachen auch durch andere Malstile und -techniken oder besonders reich verzierte Rahmen hervor. Als nächstes blieb mein Blick an einem mächtigen Flügel hängen. Seine tiefschwarze Oberfläche glänzte so sauber, dass man sich sicher problemlos darin Spiegeln konnte...

    "Wow", entfuhr es mir geplättet. "Ich wusste gar nicht, dass Cathan ein Kunstliebhaber ist."

    Kaum hatte ich das ausgesprochen, wurde mir bewusst, wie blöd das klingen musste. Natürlich wusste ich das nicht. Wieso sollte ich, immerhin kannte ich ihn im Grunde nicht, er war kein Freund, sondern ich seine Angestellte und deshalb hatte es mich eigentlich gar nicht zu interessieren. Ich hatte allerdings die Hoffnung, dass die Gräfin es mir nicht allzu übelnehmen würde... Meine Neugier zu verbergen, würde sowieso nicht lange gut gehen.

    Ich

    Scar


    Nennt-mich-Fiona setzte also auf eine körperliche Reaktion, indem sie abermals nach Ranya trat. Sie prallte gegen mich, was mich allerdings nicht großartig aus dem Gleichgewicht brachte. Sie hatte kein allzu großes Gewicht. Ich packte reflexartig ihre Hüfte, ehe sie noch hinfiel, mit dem anderen hielt ich Nennt-mich-Fiona am Oberarm daran zurück, womöglich noch zu türmen.

    "Schluss jetzt!", knurrte ich. "Wieso reißen wir uns alle nicht einfach noch diese eine verdammte Nacht zusammen?! Ich will, dass wir alle in einem Stück ankommen, verstanden?" Ich sah kopfschüttelnd zwischen den beiden hin und her.

    "Was sollte das hier eigentlich werden?" Ich ließ Nennt-mich-Fiona einen Moment los und steckte die Socke vorerst ein. Die Tür war ihr ohnehin versperrt.



    Lumira


    "Mich auch", erwiderte ich schnell. War ich jetzt unhöflich, weil ich ihr meinen Namen nicht direkt genannt hatte? Ich hatte zum Glück keine Zeit, mir viel länger darüber Gedanken zu machen, denn schon hatte Cathan die Tür aufgezogen und die Gräfin marschierte zielstrebig darauf zu. Ich sah mich noch einmal nach Narvik um und lächelte ein wenig verwirrt, ehe ich zusah, dass ich nicht länger wie angewurzelt herumstand.

    Die Gräfin redete gerade von Cathans Großzügigkeit. Ich neigte dankend den Kopf, als ich auf dessen Blick traf.

    Ein Raum samt Bediensteten? Meine Güte, es schien ihm wirklich ernst zu sein. Ich hatte jetzt bereits ein schlechtes Gewissen, dass andere Bedienstete nun für meine Unterrichtung herhalten sollten. Aber wie naiv war ich denn bitte an diese Sache herangegangen? Ich hatte ganz offensichtlich wirklich keine Ahnung von gehobenem Benehmen. Lernfähig war ich normalerweise aber schon. Das würde also schon werden.

    "Das hört sich ganz wunderbar an", sagte ich deshalb.

    Scar


    Nennt-mich-Fiona erdreistete sich dazu, erneut Anstalten zu machen, mich schlagen zu wollen. So weit kam es noch. Was dachte sie sich eigentlich? Dass ich mir einfach so eine von ihr verpassen ließ. Sicher nicht. Ob sie eine tendenziell sadistische Veranlagung hatte? Möglich aber im Grunde nichts, das mich näher interessierte.

    Ehe ich irgendwie zur Tat schreiten musste, übernahm Ranya das schon für mich. Skeptisch beobachtete ich aus dem Augenwinkel, wie sie einen Tritt kassierte, deshalb aber nicht nachließ. Ich nutzte die Zeit, um mir todernst den Stiefel auszuziehen und kurzerhand die Socke von meinem Fuß zu streifen. Kaum hatte ich den Stiefel wieder an, hielt ich Nennt-mich-Fiona den Strumpf demonstrativ vor die Nase. Wo sie schon gegen die Wand gedrückt stand, genoss ich es fast schon irgendwo.

    "Ich warne dich nur einmal: Halte dein Mundwerk im Zaum oder ich sorge persönlich dafür."



    Lumira


    Als wir das Arbeitszimmer betraten, fiel mein Blick direkt auf die junge Frau, noch ehe ich Cathan entdeckte. Sie trug ein edles Kleid von hübscher, dunkelroter Farbe, das hervorragend mit ihrem dunklen Haar und ihrem Hautton harmonierte. Sie hatte wache, braune Augen, in denen ein energievolles Funkeln lag. Sie wirkte auf jeden Fall nicht unfreundlich. Ich lächelte ein bisschen. Ich hatte keine Ahnung, mit wem ich gerechnet hatte. Aber wohl eher mit jemand Älterem, Strengerem vielleicht, das wurde mir in diesem Moment klar. Ich versuchte, sie nicht allzu offensichtlich zu mustern und wusste nicht, ob ich jetzt erleichtert sein sollte. So beließ ich es erst einmal bei der Neugierde. Cathan stellte sie gerade als Gräfin vor. Serafina. Ein schöner Name, wie ich fand.

    Cathan sagte allerdings noch etwas. Der beauftragte Mann für Narvik werde zu spät kommen. Irgendwie hatte ich einfach angenommen, dass wir gemeinsam die Einweisung erhalten würden. Jetzt im Nachhinein schämte ich mich fast ein wenig dafür, denn es war im Grunde doch nur logisch. Die Regeln und Bräuche, die man uns lehren würde, unterschieden sich ja bestimmt geschlechterspezifisch...

    Scar


    "Ich dachte, wo du schon am brüllen warst, können wir uns eigentlich auch direkt alle anderen Höflichkeiten sparen", erwiderte ich gelassen, als Nennt-mich-Fiona mich sogleich anfuhr. Mit nichts Anderem hatte ich gerechnet, allerdings hätte die Vorführung von mir aus auch ruhig noch einen Moment weitergehen können.

    Angesichts Ranyas vorwurfsvollem Blick und ihren Worten zuckte ich die Schultern.

    "Muss ich gar nicht, wie du siehst, reicht meine bloße Präsenz schon aus." Mein spöttischer Blick streifte abermals Nennt-mich-Fiona.



    Lumira


    Zum Glück waren wir schnell im geheizten Haus, gleich zwei Dienstmädchen waren stets beauftragt, die zwei Hauptkamine und die gut 10 kleineren zu jeder Zeit im Auge zu behalten. Unsere Schritte wurden von den dicken Teppichen geschluckt, die in Gängen ausgelegt waren. Ein roter führte zu Cathans Arbeitszimmer, das mir mittlerweile doch schon fast vertraut war.

    Die ganze Zeit über spürte ich Narviks Finger warm um meine. Auf seinen fragenden Blick hin, nickte ich aufgeregt, schon klopfte er an die Tür. Ich ertappte mich dabei, wie ich kurz die Luft angehalten hatte, in der Zeit, die es dauerte, bis von drinnen das "Herein" ertönte. Was uns nun wohl erwarten würde? Und wer? Konnten wir irgendetwas falsch machen? Würde es irgendetwas sein, bei dem man sich dermaßen ungeschickt anstellen konnte, dass wir den Ballbesuch vergessen konnten?

    Ich stoppte diese Gedankenflut wirrer Fragen. Sicher würde das Ganze verhältnismäßig geradezu unspektakulär harmlos werden. Ich sollte aufhören, mir immer über alles den Kopf zu zerbrechen. Auch wenn das natürlich leichter gesagt war als getan. Aber im Grunde war ich vor allem neugierig. Interessiert und neugierig. Und diese Eigenschaft siegte bei mir bekanntlich immer.

    Ich schließe mich da an: Wirklich überhaupt kein Problem und die Hauptsache ist, dass alle sich wohl und einbezogen fühlen. Es zeigt sich wieder, weshalb Kommunikation so wichtig ist und genau dafür ist dieser Thread ja da ^^


    Die Idee der Zusammenführung auf dem Ball finde ich persönlich super, das wäre auch ein super Anlass. Da gibt es sicher viele Möglichkeiten, wie man das gestalten kann und spontan entwickelt sich das Ganze dann sicher ohnehin.

    Schau also gerne mal, was dir dazu so einfällt :D