Posts by Varulv

    Super, dann werde ich das so beibehalten, die Schriftfarbe für die Übersetzung eventuell noch etwas dunkler machen, damit sie auch gesehen wird.
    Aber ich glaube, dass die, die hier regelmäßig mitlesen, hier wissen, dass hinter den englischen Sätzen die Übersetzung steht.


    Und hier ist der dritte und letzte Teil über die Vergangenheit von Eric.

    Danach gehts mit der Blackberry Creek Ranch weiter =)


    Die Geister, die ich rief - Teil 3


    Tief atmete Eric aus, als er aus der Tür von der Bäckerei Hansen kam und seinen Rucksack wieder schulterte.

    Er war gerade auf dem Weg zur Polizei, damit er dort vorstellig werden konnte. So schlecht wie in diesem Moment, war ihm noch nie.

    Auch war er niedergeschlagen, da Spike mit der Kündigung gedroht hatte. Gott, was war der sauer geworden, so hatte er ihn noch nie gesehen.

    Aber was hatte er denn von Spike erwarten können? Ein Schulterklopfen, ein „Ach ist nicht so schlimm…“?

    Gewünscht hätte Eric sich das, aber so viel hatte er dann wohl nicht zu erwarten. Gin war da anders gewesen, sie war auch nicht erfreut über diese Nachricht, aber sie hatte ihm gut zu geredet.

    Wenn Spike und Gin ihm kündigen würden, dann könnte er immer noch bei Iv auf der Ranch bleiben, doch ob sie ihm Gehalt zahlen konnte, das wusste er nicht. Wahrscheinlich eher nicht.

    Was dann noch werden sollte und ob er dann überhaupt noch irgendwo Fuß fassen konnte, wusste er auch nicht. Zumindest spielten sich in seinem Kopf schon die grausigsten Horrorszenarien ab.

    Mit seinem geschulterten Rucksack ging Eric den Weg zur Polizeiwache entlang, den Blick auf den Boden gerichtet.

    Er hatte sich doch so gut auf der Hengststation eingewöhnt, als er vom Trakehner Gut Sommerhöhe weg ging.

    Und jetzt holte ihn alles wieder ein und alles schien vorbei zu sein.

    So bemerkte er erst recht spät, dass er verfolgt wurde. Zwei Männer waren ihm auf den Versen und er erkannte sie als die wieder, die bei Gin nach ihm gefragt hatten.

    Also war es doch nicht die Polizei?

    Mit einem schnelleren Schritt bog Eric um eine Straßenecke und blieb dann wie angewurzelt stehen. Dort standen auch zwei Männer, groß und bullig, ebenso wie die Männer, die hinter ihm her waren.

    „Shit…“ murrte er und wollte sich umdrehen, doch da standen auch schon seine Verfolger.

    Dann wurde er gepackt und es wurde schwarz um Eric herum.

    Als Eric wieder zu sich kam, lag er auf einem hellen Sofa, zur Hälfte zugedeckt. Neben ihm ein Tisch mit einer Flasche Wasser und einem Glas.

    Er war in einem hellen, modernen Wohnzimmer, hübsch eingerichtet mit großen Bildern an der Wand.

    Langsam richtete er sich auf und hielt sich seinen Kopf. „Herr Gott noch eins…“ seufzte er und schaute auf das Glas Wasser, streckte die Hand danach aus, um es zu greifen.

    „Ah, du bist wach…“ hörte er dann eine Stimme und er stockte in seiner Bewegung. Diese Stimme…

    Hastig schaute er in die Richtung, aus der die Stimme kam und sein Herz schlug zwei Takte schneller. „Mia…“ flüsterte er und vor sich sah er seine Traumfrau… die ihn vor 18 Jahren ausgezählt hatte.

    Eric wurde überschwemmt von tiefen Gefühlen, die er all die Jahre so tief in sich vergraben hatte. Doch dann kam auch die Wut wieder mit hoch, die Traurigkeit und die Hilflosigkeit, die er gefühlt hatte.

    „Was hat das alles zu bedeuten? Was willst du von mir?“ fragte er nach und stand auf, doch zu schnell, so dass er leicht ins Taumeln kam und sich an der Rückenlehne des Sofas festhalten musste.

    Mia, eine schlanke Frau mit langen, lockigen braunen Haaren stand nun vor Eric und wollte einen Schritt auf ihn zu gehen, als er wankte, doch stockte sie, als sie die Ablehnung in seinen Augen sah.

    „Eric… lass mich erklären…“ fing sie an, doch er hob die Hand. „Halt den Mund… halt einfach den Mund…“ fuhr er Mia an und stieß sich vom Sofa ab.

    „Nein, halt du den Mund!“ entgegnete sie barsch und Eric schwieg. „Lass mich erklären… bitte…“ fuhr sie dann ruhiger fort.

    „Du hattest dich gut versteckt, es war gar nicht so leicht, dich zu finden. Ich wollte mit dir reden… die ganzen Jahre über.“ fing sie an und Eric sank mit Kopfschmerzen wieder auf das Sofa zurück.

    „Ich wollte mich bei dir entschuldigen… unser Zusammentreffen und wie alles abgelaufen ist, war von meinem Vater geplant gewesen. Ich habe ihm vertraut, wie sollte ich auch anders…“ seufzte sie leise und ließ sich auf dem Sessel am Kopf des kleinen Tisches nieder.

    Sie schaut vom Tisch auf zu Eric, der sie immer noch mit Argusaugen beobachtete. „Und deswegen setzt du deine vier Gorillas auf mich an?“ fragte er murrend und kniff die Augen zusammen, da ein pochender Schmerz durch seinen Kopf dröhnte.

    „Wenn ich dich offiziell gefragt hätte, wärst du dann her gekommen?“ fragte Mia nach und schaute ihn eindringlich an.

    „Wahrscheinlich nicht…“ meinte Eric und nahm das Glas Wasser an sich, damit er etwas trinken konnte.

    Mia wartete, bis er das halbe Glas geleert hatte und fuhr dann weiter fort:

    „Eric… ich möchte, dass du weißt, dass ich damals blind war. Ich habe meinem Vater vertraut, er hatte mir erzählt, dass Vlad und du… dass ihr das alles eingefädelt habt, um uns zu schwächen. Die Zeit mit mir, deine Worte…“ Hilflos schaute sie zu ihm rüber und sah, wie er sich die Stirn rieb.

    „Du hast mich aufrichtig geliebt und ich habe deine Liebe mit Füßen getreten, weil ich dem falschen Mann vertraut habe… und das tut mir leid.“

    „Und du meinst jetzt, damit ist alles vergeben und vergessen… und wir leben glücklich und zufrieden, bis ans Ende unserer Tage…“ wollte Eric wissen und machte dazu eine ausschweifende Handbewegung.

    „Nein… nein, das glaube ich nicht. Ich habe es gehofft, das stimmt…“ meinte Mia leise zu ihm und schaute auf ihre Hände. „Aber ich wollte dich um Verzeihung bitten… und hoffen, dass du mir vergeben kannst, irgendwann…“

    „Oh ja klar…“ schnaubte Eric. „Wegen dem ganzen Shit habe ich gerade meine komplette Existenz verbaut. Mia, ich bin raus aus dem ganzen Mist, damit ich damit nichts mehr zu tun habe… und jetzt habe ich meinen Arbeitgebern von meiner Vergangenheit erzählen müssen… weil deine Gorillas aufgetaucht sind, wie Polizisten… hättest du mich man gleich zu dir her schleifen lassen…“ beschwerte sich Eric weiter. „Wenn ich Pech habe und das habe ich, weil ich das anziehe, wie die Scheiße die Fliegen, verliere ich meinen Job, den ich mit Herzblut gemacht habe… Du hast mir nicht nur meine Liebe versaut… nein… du versaust mir jetzt auch noch meine aufgebaute Existenz…“ wetterte Eric weiter. Er hielt sich wieder seinen Kopf und seufzte.

    Auch Mia seufzte. „Es tut mir leid… wirklich…“ wiederholte sie und stand auf. Sie ging um den kleinen Stubentisch vor dem Sofa herum und setzte sich neben Eric. Doch er stand auf und fuhr sich mit beiden Händen durchs Haar. „Ich gehe jetzt… und schaue, was ich noch retten kann…“ meinte er dann und drehte sich zu Mia um.

    „Lass dich von meinen Männern nach Hause fahren…“ bot sie an, doch Eric schüttelte den Kopf. „Danke… aber nein danke… ich gehe zu Fuß, bevor noch mehr von früher ans Tageslicht kommt…“ tat er gleich ab und hob die Hände. Mia stand etwas verloren da und schaute auf Eric. „In Ordnung… und es tut mir wirklich leid…“ wiederholte sie noch mal, doch Eric machte eine abwehrende Handbewegung und verlies dann das Zimmer, folgte dem Flur und trat dann wieder auf die Straße raus.

    Er atmete einmal tief ein und aus, ehe er die Straße entlang wieder zurück zu seinem Wagen ging, damit er zur Hengststation fahren konnte, um dort zu klären, dass nicht die Polizei, sondern jemand anderes nach ihm gesucht hatte… und zu retten, was noch zu retten war.



    Als er mit seinem Wagen auf den Parkplatz der Station fuhr, machte er ihn aus und ließ sich zurück in den Fahrersitzt fallen. Er schloss die Augen und seufzte wieder schwer.

    Wie sollte er das nur alles erklären? Es war doch so wirr, da stiegen Gin und Spike niemals durch…

    Er öffnete die Augen wieder und wollte aussteigen, als er einen großen SUV auf dem Hof stehen sah.

    „Nein… nein nein nein nein nein!“ meinte er zu sich und stieg schnell aus dem Auto, schlug hastig die Wagentür zu und lief auf den Hof.

    Aus der Haustür traten gerade Gin, Spike und Mia, die sich lächelnd verabschiedeten.

    Eric kam schlitternd vor ihnen zum Stehen und schaute auf die drei.

    „Eric, gut, dass du da bist. Mia hat uns alles erklärt…“ fing Gin dann lächelnd an und kam auf ihn zu.

    „Was hat sie erklärt?“ wollte Eric wissen und ließ sich von Gin mit vor die Haustür schieben, wo Spike und Mia noch standen.

    „Na, dass sie dich gesucht hat und sich dabei wohl ziemlich ungeschickt angestellt hat…“ erinnert ihn Gin und Mia schaute Eric lächelnd an.

    „Es war alles meine Schuld. Und du sollst nicht für meine Fehler büßen…“ meinte sie zu ihm und Eric schaute zwischen Spike und Gin hin und her.

    „Das heißt?“ fragte er vorsichtig nach.

    „Das heißt, dass wir das mit der Kündigung vergessen und alles so weiter läuft, wie gehabt…“ erklärte Spike Eric und klopfte ihm auf die Schulter.

    „Im Ernst?“ fragte Eric noch einmal vorsichtig und Spike nickte. „Japp. Deine Vergangenheit ist nicht schön, aber das weißt du ja mittlerweile selbst. Und ich bin ein Hitzkopf… eigentlich darfst du mich nicht so ernst nehmen, ab und an…“

    Eric lächelte, er konnte also bleiben und alles blieb, wie es war. Sein Blick wanderte zu Mia, die etwas verloren bei ihnen stand.

    „Nun gut, dann will ich wieder…“ warf sie dann ein und Spike und Gin verabschiedeten sich von Mia, Eric brachte sie noch bis zu ihrem Wagen.

    „Eigentlich hast du das nicht verdient… aber Danke Mia…“ meinte er dann zu ihr, als er ihr die Tür des SUV´s öffnete.

    „Ich habe schon genug kaputt gemacht. Und wie ich dich kenne, wärst du aus dem Stottern nicht heraus gekommen. Es war das mindeste, was ich tun konnte…“ tat sie lächelnd ab und stieg in den Wagen, machte die Fensterscheibe runter, bevor Eric die Autotür schloss.

    Er lehnte sich an die Autotür und schaute zu ihr. „Trotzdem Danke. Du hast mich positiv überrascht… vielleicht ist ja mal ein Nachmittag in einem Café drin... um alles Mal aufzuarbeiten…“ bot er ihr an und Mia lächelte freudig. „Ja… ja gern. Meld dich, wenn es dir passt. Ich werde es dann spontan einrichten…“ Sie reichte ihm ihre Karte und trat vom Wagen zurück.

    Zum Abschied hob er die Hand und schaute auf die Visitenkarte.

    Verdammt… jetzt hatte sie ihn wieder um den Finger gewickelt… aber hey… es wurde ja am Ende doch noch alles gut.

    Karo Oh, das sollte so natürlich nicht sein. Bei mir ist es hell, so dass ich es lesen kann, ohne es zu markieren. Aber das liegt dann wohl wieder an der Bildschirmeinstellung, wie hell der eingestellt ist.
    Jetzt warte ich noch ab, was die anderen sagen, dann werde ich die Schrift wohl das nächste mal etwas dunkler wählen. Aber zu dunkel, dann sticht es (meiner Meinung nach) zu sehr heraus und zieht den Blick auf sich. Und genau das wollte ich ja verhindern.

    Und ich freue mich, dass dir meine Geschichte gefällt =D


    smuggler Keine Angst, so, wie es im Moment voran geht, dauert die Fortsetzung nicht lange =)
    Aber ich weiß selbst noch nicht, wie es weiter geht... das ergibt sich meist erst beim Schreiben XD


    Andrea Ja, die zwei harmonieren wirklich gut zusammen. Ich schreibe auch unheimlich gern aus der Sicht der beiden, weil die zwei schon so viel erlebt haben. Iv ist da ja eher noch etwas unberührt =D

    Weil mir das Wetter wehemend einen Strich durch meine Rechnungen macht... gibts die Geschichte wieder ohne Bilder.
    Ich reiche sie nach, sobald ich das Stockbrot fertig habe... XD Aber mein Fimo streikt und Bröckelstockbrot kommt nicht so gut.


    Von daher hier viel Text und keine Bilder... sorry dafür ;(

    Wie gewünscht habe ich jetzt eine Übersetzung hinter die englischen Sätze geschrieben. Sagt mal, ob das so ok ist oder ob ich noch was ändern soll =)


    Die Geister, die ich rief - Teil 2


    An einem Abend saßen Arthur und Eric zusammen auf der Weide, gerade damit fertig, die Pferde, die die Nacht auf der Weide verbrachten, mit Heu zu versorgen.

    Arthur hatte sich eine Koppel, etwas dichter am Stall ausgesucht, wo er sein Lager aufschlagen wollte. Eine alte Kutsche stand hier schon, die hatte Iv für wenig Geld gekauft, damit Arthur seinen Traum vom “Camp“ verwirklichen konnte.

    Sie hatten sich ein kleines Lagerfeuer gemacht und Arthur legte noch ein paar Scheite ins Feuer, bevor er sich auf einen der Baumstämme, die um die Feuerstelle lagen, setzte und Eric anschaute. Dieser schaute mit gefalteten Händen ins Feuer und schwieg schon die ganze Zeit.

    „Tell me what happened. It's not good to keep some problems to yourself. “ (Erzähl mir, was vorgefallen ist. Es ist nicht gut, wenn man manche Probleme für sich behält.) sprach Arthur zu ihm und Eric seufzte tief… sehr tief.

    „Ich war früher Mitglied einer Gangsterbande. Wir haben im großen Stil Drogen vertickt.

    Es gab oft Auseinandersetzungen mit gegnerischen Banden, die oftmals blutig endeten. Aber wir kamen immer gut davon, vor allem irgendwie ich. Ich hatte immer Glück und wurde “nur“ zweimal leicht angeschossen. Ok, ich hatte mal ein blaues Auge oder eine geprellte Rippe, wenn es zu Schlägereien kam… doch das war damals irgendwie nicht schlimm.

    Aus heutiger Sicht ist das richtig, richtig großer Mist, was wir da verzapft haben und ich schäme mich dafür, dass ich überhaupt mal Teil von sowas war.“ fing er an zu erzählen und Arthur reichte Eric einen Stock mit Teig dran. Dieser schaute erst etwas irritiert, doch dann lächelte er und hielt das Stockbrot übers Feuer.

    „Well, I can't be proud of my past either, so at least not of everything... We all have our little secrets...“ (Naja, auf meine Vergangenheit kann ich auch nicht stolz sein, also zumindest nicht auf alles... Wir haben alle unsere kleinen Geheimnisse...) meinte Arthur zu ihm und schaute kurz zu Eric rüber. „Go on. What happened then? And why is everything catching up with you now?“ (Erzähl weiter. Was ist dann passiert? Und warum holt dich jetzt alles wieder ein?)

    Eric seufzte erneut und schaute über das Feuer hinweg.

    „Eigentlich hat alles damit angefangen, dass unser Boss sich mit einem anderen Gangsterboss zerstritten hatte. Sie waren mal gute Freunde gewesen, wenn es so etwas unter Gangstern gibt. Es ging wohl um viel Geld, wir fragten nicht nach… es ging uns ja so auch nichts an.

    Ich sollte zusammen mit zwei anderen eine Übergabe verhindern und den geklauten Stoff dann selbst verticken.

    Wir waren also gerade auf der Flucht, kann man sagen und dabei habe ich fast eine Frau angefahren. Ich konnte noch rechtzeitig bremsen und bin auch sofort ausgestiegen, um zu schauen, ob ihr etwas passiert ist. Ihr war aber nichts passiert, außer dem großen Schreck, den sie hatte.

    Meine Männer riefen nach mir und ich musste wieder weiter. Aber… als ich diese Frau gesehen hatte, wurd mir ganz anders. Ich habe noch nie… noch nie eine so schöne Frau gesehen, wie sie…“ seufzte Eric und schaute wieder auf sein Brot, welches er dann im Feuer drehte.

    Auch Arthur seufzte. „Women are the real devils, I tell you that...“ (Frauen sind der wahre Teufel, ich sag dir das...)

    Eric lachte etwas und schüttelte den Kopf. „Du weißt doch gar nicht, ob sie was gemacht hat…“ warf er ein und schaute auf den Cowboy.

    Dieser schnaubte und schaut zu Eric. „You wouldn't be telling me about her if the rest of the story wasn't about her...“ (Du würdest mir nicht von ihr erzählen, wenn es in der restlichen Geschichte nicht um sie gehen würde...)

    „Da magst du wohl Recht haben. Ich suchte sie ein paar Tage später wieder auf. Es war ein leichtes, herauszufinden, wo ich sie finden konnte… wir… also mein Boss und wir… wir hatten gute Verbindungen…“ erzählte er und schaute, ob sein Stockbrot schon gut war.

    „Ihr ging es gut… und irgendwie… es funkte zwischen uns und wir trafen uns ein paar Mal, bevor ich zu einem großen Deal musste.

    Eine Verabredung mit ihr musste ich darum absagen. Sie war nicht begeistert, aber es ging ja nicht anders.

    Wir waren gut unterwegs, als wir auf einer leeren Straße dann von der Bande des ehemaligen Freundes meines Bosses angegriffen wurden.

    Es kam zu einer ziemlich üblen Schießerei, zwei meiner Leute gingen dabei drauf… und mein Wagen lag letztendlich irgendwann auf dem Dach… und ich saß noch drin.“ Eric stoppte kurz und Arthur kam es vor, als ob Eric diese Situation noch einmal durchlebte.

    „Ich konnte sehen, wie sie aus den Wagen stiegen und auf mich zu kamen. Und weißt du, wer mit dabei war? Sie… Sie ging in der Mitte der Gruppe und trat dann ans Auto. Ich kann noch immer ihre Stimme hören… wie sie mir erzählt, wie blind ich doch bin… wie naiv… wie blöd… Ob sie eine gute Schauspielerin gewesen sei, fragte sie mich…

    Sie war die Tochter des ehemaligen Freundes meines Bosses. Und sie hatte die Aufgabe, mich umzubringen…“

    „But you're here, so she didn't do it...“ (Aber du bist hier, also hat sie es nicht getan...) stellte Arthur dann fest und Eric nickte.

    „Ja… irgendwie hat sie es wohl dann doch nicht übers Herz gebracht, mich umzubringen. Sie hätte einen guten Tag, meinte sie zu mir. Ihre Männer räumten meinen Wagen aus und sie gingen dann.

    Die nächsten Erinnerungen sind ein Krankenhaus, in dem ich lag… Und danach bin ich weg von alle dem, weg aus der Stadt, weg aus dem Land… und dann bin ich hier gelandet.“

    Arthur zog die Stirn in Falten. „Well, how long has it been? And why should it all become important again now? Was there an officer on Gin and Spike's farm?“ (Gut, wie lange ist das her? Und warum sollte das alles jetzt wieder wichtig werden? War denn ein Polizist auf dem Hof von Gin und Spike? ) wollte er wissen.

    Eric nickte. „Ja… zumindest sahen sie aus wie welche. Als ich sie gesehen habe, hab ich mich so gut es ging versteckt und dem Gespräch gelauscht, welches sie mit Gin geführt haben. Sie hatten nach mir gefragt… aber Gin wusste nicht, dass ich auf dem Hof bin, war vorher noch Futter holen… Ich sollte mich dann bei denen melden… hab ich aber noch nicht…“ erzählte Eric Arthur und biss in sein Stockbrot, was Arthur ihm gleich tat. „Und es ist fast 18 Jahre her…“ meinte er dann.

    „Eric, I probably can't give you any good advice. But I've learned that you have to face your past. We have to try to make it better...

    And if it means that you have to turn yourself in to the police, then you have to do that. Be a man... be strong.“ (Eric, ich kann dir wahrscheinlich keinen guten Rat geben. Aber ich habe gelernt, dass man sich seiner Vergangenheit stellen muss. Wir müssen versuchen, es besser zu machen...

    Und wenn es heißt, dass du dich der Polizei stellen musst, dann musst du das tun. Sei ein Mann... sei stark.) sprach Arthur ihm Mut zu.

    „I've killed a lot of people and I'm not proud of it... I let someone dazzle me and when everything became clear to me, it was too late.

    I can't change my past, but I can do better now.

    And that's how you have to see it. You can't change what happened anymore, but you can do it better now.

    Tell Gin and Spike what happened and that you want to fix it. They will be angry, but then they will have respect for what you will do.“ (Ich habe viele Leute umgebracht und ich bin da nicht stolz drauf... Ich habe mich von jemandem blenden lassen und als mir alles klar wurde, war es zu spät.

    Ich kann meine Vergangenheit nicht ändern, aber ich kann es jetzt besser machen.

    Und so musst du das auch sehen. Du kannst nicht mehr ändern, was passiert ist, aber du kannst es jetzt besser machen.

    Sag Gin und Spike, was passiert ist und dass du das regeln willst. Sie werden zwar böse sein, aber dann doch Respekt davor haben, was du tun wirst.)

    Eric schaute zu Arthur und lächelte. Dieser Cowboy tauchte hier einfach auf, redete von der großen Freiheit von damals in Amerika, die es schon lange nicht mehr gab und kannte weder ein Auto, noch einen Fernseher.

    Iv vermutete, dass er vielleicht durch die Zeit gereist ist, doch Eric fand das ziemlich weit her geholt. Ihm war es egal, woher Arthur kam. Er kam aber zur rechten Zeit, das war sicher.

    „Du wirst Recht haben… aber jetzt, genießen wir unser Brot… das übrigens sehr lecker ist…“ meinte Eric dann lächelnd und Arthur bedankte sich nickend, hob dabei seinen Hut etwas.

    „Thank you very much and enjoy it. If you want, I can go with you to these civilization... and believe me, I wouldn't do that for everyone...“ (Vielen Dank und lass es dir schmecken. Wenn du willst, komme ich mit in diese Zivilisation... und glaub mir, das würde ich nicht für jeden tun...) fügte Arthur noch lachend hinzu.

    „Danke… aber ich glaube, ich schaff das allein… Iv braucht dich hier, du bist uns eine große Hilfe. Ich glaube, ich spreche in ihrem Namen, wenn ich sage, dass es ein großes Glück für uns ist, dass du hier bist…“ lobt Eric Arthur, der sein Gesicht hinter seiner Hutkrempe verbirgt. Die Worte von Eric machten ihn verlegen, aber das sollte Eric natürlich nicht sehen. „I'm glad I'm here, too. I can't imagine if I had to be somewhere else...“ (Ich bin auch froh, dass ich hier bin. Nicht auszudenken, wenn ich irgendwo anders hätte sein müssen...)

    „Kaum vorstellbar. Du bist noch nicht lang hier, aber gehörst schon voll dazu.“ bestätigte Eric lächelnd und zuppelte die letzten Reste vom Stockbrot vom Stock.

    „Now it just has to be good with this Lukas and then I am more than happy.“ (Jetzt muss es nur noch mit diesem Lukas gut werden und dann bin ich zufrieden) meinte Arthur dann seufzend.

    „Wieso? Was ist denn mit Lukas? Der war doch noch gar nicht hier, seit du hier bist…?“ fragte Eric verwundert nach.

    „Ah... It's just... Iv has problems with him, as far as I have understood. He may be very jealous of me, but I'm not doing anything. It makes me sad that she has so many problems because I am here.

    And I also have some worries about how I should behave when he comes here.“ (Ach... es ist nur... Iv hat Probleme mit ihm, soweit ich das verstanden habe. Er ist wohl sehr eifersüchtig auf mich, aber dabei mache ich gar nichts. Es macht mich traurig, dass sie so viele Probleme hat, weil ich hier bin.

    Und ich habe auch ein wenig Bedenken, wie ich mich verhalten soll, wenn er her kommt.) äußerte Arthur seine Bedenken und seufzte.

    Eric überlegte kurz. „Ach… ich glaube, so schlimm wird’s nicht. Lukas ist nett, manchmal ein wenig eigen, aber er hat sein Herz am rechten Fleck.“ meinte Eric und klopft sich mit der Faust auf die Brust. „Und glaub mir, Iv kann wie eine Löwin werden, wenn es um ihre Freunde geht.“ lachte er dann. „Du musst keine Bedenken haben.“

    Arthur schaute zu Eric und nickte dankend. „Yes, she is already a special little woman...“ (Ja, sie ist schon eine besondere kleine Frau...) stellte Arthur dann leicht lachend fest. Auch Eric lachte.

    Die beiden Männer lächelten sich an und genossen so den restlichen Abend am Lagerfeuer.

    Vielen, vielen lieben Dank für die ganzen Kommentare :*:*


    Ich freue mich wirklich, dass die Story so gut ankommt.

    Es macht mir unheimlich Spaß, sie auszudenken, aufzuschreiben und die Fotos dazu zu machen. Und ich freue mich, dass ihr so fleißig dazu kommentiert =)


    Ich werde im nächsten Stück die Übersetzung etwas kleiner und in Klammern dahinter setzen. Dann können die anderen die Übersetzung lesen, wenn sie sie brauchen und der Rest kann diese Passagen ganz leicht überspringen.

    Wenn ich die Übersetzung extra schreiben würde, müssten die, die sei brauchen, immer hoch und runter scrollen (sofern ich es richtig verstanden habe, wie Winterpferd es meint...). Das wäre auch doof.
    Also probieren wir es erstmal so... und wenn das nicht klappt, denke ich mir was anderes aus =D

    Vielleicht lernt Arthur schnell deutsch... wobei ich es mag, wenn er englisch spricht. XD

    Vielen lieben Dank für all eure Kommentare =)


    Und heute kann ich freudig verkünden:
    Es gibt Bilder. Hurra XD


    Zwar sehr unpferdig... aber es sind immerhin Bilder, auf denen Arthur drauf ist. Damit ihr dann auch mal wisst, wie er aussieht (zumindest auf meinern Ranch XD).


    Und bitte seht mir nach, dass Arthur keine Schuhe hat... stellt euch vor, er hätte voll tolle Cowboystiefel an... ich hab nur leider keine XD


    Die Geister, die ich rief - Teil 1


    "...and then I want to sleep outside by my carriage..." erzählte Arthur stolz seinen Plan, wie es mit ihm hier auf der Ranch weiter gehen sollte.

    Iv saß nachdenklich ihm gegenüber am Küchentisch und schaute auf den Zettel, den Arthur vor sich liegen hatte. Doch eigentlich war sie davon gefangen, wie gut dieser Mann zeichnen konnte. Nachdem er Iv um ein neues Tagebuch gebeten hatte und sie ihm eines dann vom Einkauf mitbrachte, sah sie ihn häufig bei den Pferden oder im Stroh sitzen und zeichnen.



    „You did? I know you told me about the great freedom you had back then... but also in winter? I don't agree with that. It does get a bit colder..." äußerte sie ihre Bedenken und Arthur zuckt mit den Schultern. „Well, I can get enough warm clothes…“ erwiderte er grinsend.

    „I'd like it better if you slept in the house... or at least in the straw...“ schüttelte Iv den Kopf.

    „Please, Arthur, you can sleep wherever you want. But in winter please sleep in the warmth and not by your carriage...“ bat sie ihn und er nickte seufzend. „Well, I can't refuse anything to such a nice lady...“ willigte er dann ein und stand dann auf. „But now I'm going out to take a look after the horses.“

    „Have fun and take Sam with you, he will be happy if he can stroll around with you.“ bot Iv ihm an und stand auch auf. Sam, der schwarze Wolfhund, sprang auch gleich auf und folgte Arthur freudig mit hinaus. Sam und er waren dicke Freunde geworden, denn mit Arthur erlebte der Wolfhund deutlich mehr Abenteuer, als mit irgendwem anders.



    Iv schaute den beiden hinterher und stand dann ebenfalls auf, um den Tisch noch etwas abzuräumen und dann sich etwas hinzulegen.

    Seit der Schwangerschaft fühlte sie sich oftmals schlapp und ausgelaugt und sie war so froh, dass Eric und Arthur hier auf der Ranch waren und halfen.



    Auch die Mädchen, die zur Ranch kamen und etwas leichte Arbeit verrichteten, damit sie auf den Ponys reiten konnten, halfen ihr im Moment sehr.



    Draußen war Arthur gerade dabei, die Boxen mit einer guten Portion Heu auszustatten, als Eric mit eiligem Schritt zu ihm kam.






    „Arthur, hast du Iv gesehen?“ fragte Eric auf Deutsch, denn das verstand Arthur schon recht gut, aber deutsch sprechen fiel ihm sehr schwer.

    „Yeah, she's in the house, but what do you want with her? And why are you in such a hurry? Are bounty hunters after you?“ fragte er lachend, doch Eric schaute sich hastig um. „Ähm… also, das ist nicht so einfach…“ stammelte Eric.

    „Okay, what's going on?“ wollte Arthur dann wissen und Eric seufzte. „Nun… in meiner Vergangenheit lief nicht immer alles rund… ich habe ein paar dumme… sehr dumme Sachen gemacht und jetzt hab ich das Gefühl, es holt mich wieder ein…“ erzählte Eric Arthur dann leise und der Cowboy zog die Augenbraue hoch. „Just so I understand, you screwed up and now you're saving yourself at the ranch of a pregnant woman? Have you lost your mind?“




    „Jetzt sag das nicht so. Ich kann ja schlecht zu Gin und Spike gehen und sagen: Hey, ich hab da ein Problem mit der Polizei… könnte sein, dass die mich festnehmen…“ meinte Eric dann und schaute sich erneut um.

    „Sure, and that's why you're saving yourself here and putting an innocent woman in danger... Sometimes I really wonder who else lives in your head…“ murrte Arthur und schaute sich ebenfalls um.

    „Du bist mir gerade keine große Hilfe…“ stellte Eric fest. „Ich geh zu Iv und sage es ihr…“ entschloss er sich dann und wollte sich gerade von Arthur weg drehen, als der ihn am Arm packte. „I'm sure you don't. You're not gonna bother her with that now…“



    „Was will mir wer sagen?“ fragt Iv dann und schaut auf die beiden Männer.



    „Nothing... we're just... we're talking…“ meinte Arthur dann und schaute Eric an, der daraufhin eilig nickte. „Ja… Männerkram halt… nichts für werdende Mütter…“ schüttelte Eric den Kopf.

    „Ok… ihr macht das schon…“ meinte Iv dann irritiert und ging dann weiter zu ihrem Sattelschrank, um für Pocahontas ein paar Leckerlies raus zu holen.



    Die beiden Männer warteten, bis Iv fertig war, lächelten, als sie an ihnen wieder vorbei ging und atmeten beide tief aus, als Iv aus dem Blickfeld verschwand.



    „Okay, we need to keep a cool head. It's best to go back to work and keep a low profile. And I'm thinking of something...“ meinte Arthur dann leise zu ihm.

    „Was willst du dir denn da überlegen? Wir sind nicht mehr im Wilden Westen und lösen unsere Probleme mit nem Revolver…“ jammerte Eric und vergrub sein Gesicht in den Händen.

    „Well…but that looked different in the funny box with the moving pictures...“ überlegte Arthur dann und kratzte sich an seinem Bart.



    „Das sind Filme Arthur… wie ein Theaterstück…“ seufzte Eric und lehnte sich gegen die Boxentür. „Aber gut, ich werde erstmal kleine Brötchen backen…“ murmelte Eric zu sich selbst.

    „How can you think about baking a bun now?“ wollte Arthur verwirrt wissen. „Das ist eine Redewendung… ich werde mich verdeckt halten… das bedeutet: Ich backe kleine Brötchen.“



    „Bah, you germans with your strange speech...“ murrte Arthur und schaute wieder raus.


    „Well, let's get back to work and figure out what to do...“ entschied der Cowboy dann und Eric nickte. „Mir wird da wohl nichts anderes übrig bleiben…“


    So und hier einmal Arthur Morgan mit seinem Shire Armageddon





    Andrea Vielen Dank für die Worte ^_^
    Meist schreibe ich meine Storys vor und lese sie mir ein paar Tage später wieder durch, um aufkommende Ungereimtheiten auszubessern... aber man vergisst manchmal welche XD


    suE Ja, ich bin auch froh... war gar nicht so einfach, da wieder nen roten Faden rein zu bekommen, aber Lukas und Iv gehören irgendwie zusammen. Durch Zufall sind sie ja damals zusammen gekommen und irgendwie hat es ja immer gepasst... das war eben die erste Schwierigkeit in ihrer Beziehung.


    Pferdetussi86 Ok... kann man machen XD Ich hab eher das Problem, dass ich im Kinomodus aufpassen muss, wenn Kutschen kommen, weil die mich gern anfahren...

    Andrea Vielen lieben Dank für deine lieben Worte =) Ich schreibe so gern, nur manchmal hab ich das Gefühl, ich drücke es nicht richtig aus. In meinem Kopf macht alles Sinn, aber ich weiß nicht, ob man mir folgen kann... XD


    CCCSpeedy Auch dir ganz lieben Dank! Ja, Arthur ist ein toller Kerl und ich denke, er bereichert die Ranch um einiges =D


    Aaylo Secura Arthur ist halt schon ein cooler Cowboy ^_^


    smuggler Ja, Arthur muss sich erstmal einleben, ich denke, er wird auch etwas deutsch lernen... wenn er nicht gerade mit den Pferden herum albert. Und Lilly mag keine fremden Menschen, vor allem keine fremden Männer. Wenn sie Arthur öfter sieht, wir sie ihn auch sehr mögen =)

    Uff, seit drei Wochen arbeite ich durch und ich mag nicht mehr XD


    Ein letztes Mal gibts jetzt die Geschichte ohne Bilder, ich werde sie nachreichen, sobald ich wieder hier raus komme.

    Aber das Schreiben der Geschichte macht mir so viel Spaß, dass das schneller geht, als die Bilder zu machen.


    Darum: Hier noch ein Stück Story =)


    Wenn alles wieder anfängt, schön zu werden


    „Ich möchte aber nicht, dass du ihn weiterhin besuchst…“ kam es von der anderen Seite des Hörers und Iv seufzte.

    Sie telefonierte mit Lukas, der gerade in seiner Mittagspause saß und Iv ihn mit einem Anruf überrascht hatte.

    „Das Thema hatten wir schon mal…“ Iv war es leid, darüber zu diskutieren, wen sie sehen durfte und wen nicht.

    Arthur war krank, das stimmte, aber er war in Behandlung und die Ärzte würden Iv nicht zu ihm lassen, wenn akute Gefahr bestand, dass sie sich anstecken könnte.

    „Aber denk doch an das Baby… und an dich…“ meinte Lukas dann und Iv seufzte erneut.

    „Ich denke an nichts anderes… Lukas, ich bin nur schwanger, nicht krank oder super empfindlich… Hör auf, mich einzuschränken, sonst kannst du es dir sparen, nach einer Wohnung in der Nähe von Hamburg zu suchen… Je mehr du mich einengst, desto mehr will ich nachher ausbrechen.

    Es ist gut so, wie es ist, ich passe schon auf uns auf. Mach dir keine Sorgen.“ beschwichtigte Iv Lukas erneut. Doch sie war es so leid.

    Es klappte doch vorher so schön, warum passte er jetzt so auf?

    Gab es da vielleicht in seiner Vergangenheit eine Sache, die ihn so geprägt hatte, dass er jetzt Angst hatte, jemand könnte es ihm erneut streitig machen?

    Auch Lukas hörte man seufzen. „Ok… ok… sorry.“ entschuldigte er sich dann.

    „Ich muss jetzt auch auflegen, Oma Helene kommt gerade ums Eck… und sie sieht so aus, als ob sie reichlich Arbeit für mich hat…“ lachte Lukas dann leicht und hob die Hand, damit Helene wartete.

    „Ich lieb dich, mein Herz…“ meinte er noch und Iv lächelte. „Ich dich auch, pass auf dich auf…“ sagte sie noch zu ihm, ehe sie auflegte.

    „Mannometer…“ stöhnte sie dann und lehnte sich zurück. „Hoffentlich wirst du nicht so…“ meinte sie dann zu ihrem Bauch und stand auf.

    Was Lukas nicht wusste war, dass Arthur seit ein paar Tagen schon auf der Ranch wohnte.

    Die Ärzte hatten ihr Ok gegeben, dass er das Krankenhaus verlassen durfte und Iv war froh, dass Arthur jetzt schon die leichten Arbeiten übernehmen konnte.

    Und Arthur tat dies mit Freude.

    Das Wiedersehen von Arthur und Armageddon war auch so schön gewesen.

    Iv hatte Arthur mit dem Auto vom Krankenhaus abgeholt und der eingefleischte Cowboy hatte sich erst strickt geweigert in die “crazy self-propelled carriage without horses“ zu steigen.

    Doch nach langem und gutem Zureden konnte Iv Arthur davon überzeugen, doch einzusteigen und ist mit ihm zur Ranch gefahren.

    So schnell er konnte, kletterte er wieder aus dem Wagen und schaute sich auf der Ranch um.

    Ein paar Hunde kamen gleich angelaufen und begrüßten den Neuankömmling herzlich, was Arthur erst etwas befremdlich war, doch kaum hatte Iv das Auto weg gestellt, saß er mit den Hunden auf den Boden und kam mit dem Kraulen gar nicht mehr hinter her.

    „These dogs are really friendly!“ meinte er dann lachend zu Iv und diese nickte lächelnd.

    „Yeah, they're friendly to anyone who deserves it.“ bestätigte sie Arthur und er rappelte sich wieder auf, damit sie weiter zum Haus gehen konnten. Doch so weit kamen sie gar nicht.

    Denn der Findelrappe, Armageddon, kam wiehernd angaloppiert und blieb am Gatter zum Hof stehen.

    „My boy, how well you look and how glad I am that you're still alive!“ begrüßte Arthur seinen Rappen und ging auf ihn zu. Iv schaute dem zu, wie Armageddon seinen Kopf an Arthur rieb und dieser seinen Rappen ausgiebig streichelte.

    „I'll go in, when you're done, you can follow me…“ meinte sie zu ihm und Arthur nickte nur, noch ganz bei seinem treuen Pferd.

    Fast eine Stunde später betrat auch Arthur das kleine Ranchhäuschen von Iv.

    Er schaute sich im kleinen Flur um und ging dann nach links in die kleine Küche, die mit dem Esszimmer verbunden war.

    Auf dem ersten Blick gefiel es ihm ziemlich gut, alles war ein bisschen rustikal eingerichtet, doch mit den neumodischen Dingen konnte er so gar nichts anfangen.

    Auch hier lag ein Hund, eine Rasse, die Arthur nicht kannte und die auch gleich leise brummte, als er in die Küche kam.

    Iv erschrak leicht und wischte sich schnell die Tränen aus dem Gesicht, als sie Lilly knurren hörte. „Ist gut, er ist nett…“ meinte sie zu ihrer Hündin, die sich dann brummend ins Esszimmer verzog.

    „Hey, what's wrong?“ wollte Arthur dann wissen, als er die Geste von Iv bemerkt hatte und kam auf sie zu, legte eine Hand auf ihre Schulter.

    „No nothing... these are the pregnancy hormones...“ tat Iv lachend ab und wischte sich noch einmal über die Augen.

    „Well, I don't know anything about that, but why do you have to cry?“ wollte Arthur dann ebenfalls leicht lachend wissen.

    „Oh, it's just... my boyfriend and I had an argument and he narrowed me down very much with his wishes and requests... He is afraid that I will fall in love with someone else, I think…“ erklärte Iv dann ihre Situation und Arthur, der sich mittlerweile auf einen Stuhl am Tisch gesetzt hatte, nickte nachdenklich.

    „Well, I know even less about that, but when I meet this guy, I'll tell him he doesn't need to be afraid.I didn't have so much luck with women, that's why that's not what I'm looking for at first…“ tat Arthur dann lachend ab und auch Iv musste lachen. „Oh, he'll be all right with you. Lukas is a nice guy who is only a bit clumsy sometimes when it comes to feelings...“ meinte sie und seufzte erneut, aber lächelnd. „Thank you Arthur…“ Der Cowboy tat nur lächelnd mit einer Handbewegung ab. „It´s all right…“ nickte er und stand wieder auf, um raus zu gehen.

    Seit dem Tag war Arthur draußen mit den Pferden beschäftigt und Iv konnte sich in Ruhe um den Papierkram der Hengststation und ihrer Ranch kümmern.

    Ab und an ritten die beiden zusammen aus und Iv zeigte Arthur die Umgebung der Ranch. Der Cowboy war ganz angetan und Iv merkte, wie er die Ausritte genoss und sie blieben oft stehen, damit Arthur einfach ein Stück weg Freiheit genießen konnte.

    Er und Eric wurden schnell gute Freunde und zusammen bauten sie einen Paddockstall für Armageddon und ein anderes Pferd, welches jetzt noch nicht fest stand.

    Denn eigentlich war Armageddon es nicht gewohnt, in einer Box zu stehen. Früher war er immer mit dabei gewesen, erzählte Arthur abends beim Essen.

    Arthur führte auch ein, dass sie alle zusammen abends an einem kleinen Lagerfeuer saßen, wenn es draußen angenehm war. Er sang alte Lieder, nicht gut, auch manchmal nicht schön, aber sie hatten ihren Spaß und viel zu lachen.

    Ich war mit Cäsar gerade an der Schlei und habe ihm das Schwimmen näher gebracht.

    Habe ihm schon vor Wochen eine Schwimmweste gekauft, doch da hatte er sich die Kralle zerschossen und konnte nicht ins Wasser.

    Heute hat es wetter-und zeittechnisch geklappt ans Wasser zu fahren ^-^

    Was bin ich stolz, dass mein Bub jetzt aus dem Wasser apportieren kann, auch wenn er ein Stück schwimmen muss =)

    Winterpferd

    Arthur Morgan ist der Hauptcharakter aus dem Spiel Red Dead Redemption II. Im Laufe des Spieles wächst einem der harte Kerl mit weichem Kern ziemlich ans Herz...

    Arthur stirbt im Spiel an Tuberkulose. Aber das wollte ich nicht akzeptieren und darum ist Arthur in meiner Modellipferdewelt gelandet, damit er mit seinem Pferd bei uns weiter leben kann =D

    Hui, danke für die ganzen Kommentare =D


    Das freut mich wirklich sehr, dass euch die Geschichte so gut gefällt.


    Ich kann auch schon sagen, dass der nächste Abschnitt der Story fertig ist, allerdings fehlen wieder einmal die Bilder.

    Am Wochenende komme ich hoffentlich dazu, ein paar Bilder zu machen...


    Ach wisst ihr was?
    Ich hau sie jetzt schon raus. Bilder folgen dann (wie gewohnt... XD)


    Wenn ihrFehler in den englischen Sätzen findet, dann korregiert mich doch bitte. Ich bin in Englisch noch nie eine Leuchte gewesen (war also nie die hellste Kerze auf der Torte XD) und freue mich über alles, was ich noch dazu lernen kann.

    Ich habe es auch nicht mit Google Übersetzer übersetzt, weil das Kauderwelsch, was da raus kommt, bekomme ich auch ohne google hin.



    "We can’t change what's done, we can only move on..."


    Schweigend saß Iv in der Küche ihrer Ranch und starrte gedankenverloren auf die Teetasse vor sich.

    Die Eindrücke der Schau in Bensheim mussten erstmal alle nach und nach verarbeitet werden.

    Das Wochenende war wunderschön, aber ebenso anstrengend gewesen, auch wenn sie viel gelacht und so viele gute Freunde dort getroffen hatte.

    Lukas war auch dabei gewesen.

    Nicole und Tanja hatten ihn immer etwas von Iv weg gehalten, sodass ihr erst recht spät aufgefallen war, dass er überhaupt da war.

    Geschickt drückte sie sich vor einem Gespräch mit ihm, doch auch Karina redete mit Engelszungen auf sie ein, dass sie ihn doch wenigstens anhören sollte. Aber darauf hatte Iv sehr wenig Lust.

    So kam sie einfach nicht umhin und stand dann gegen Ende der Show vor ihm.

    „Und jetzt?“ wollte sie wissen und schaute ihn erwartungsvoll an.

    Sie sah ihm an, wie er sich gedanklich überschlug und haderte, was er sie fragen und was er ihr sagen wollte.

    „Iv… ich… also… wie geht es dir?“ fragte er dann nach und Iv zog eine Augenbraue hoch.

    „Bis eben noch ganz gut…“ entgegnete sie und verschränkte die Arme vor der Brust.

    „Jetzt sei nicht so… ich versuche hier mit dir zu reden und du…“ beschwerte Lukas sich und Iv schnaubte abfällig.

    „Ach… hab ich dir vorgeworfen, dass Kind ist nicht von dir oder umgekehrt?“ fragte sie bissig nach.

    Verzweifelt suchte Lukas nach den richtigen Worten.

    „Ok… es tut mir leid, ich kann das Gesagte nicht mehr zurück nehmen… aber bitte gib mir noch eine Chance…“ meinte er dann zu ihr. „Es tut mir wirklich leid…“ beteuerte er erneut.

    „Ich habe mir auch Gedanken gemacht, damit wir mehr zusammen sein können… und ich habe einen Hof gefunden, in der Mitte von uns. Mein Arbeitsweg wäre dann akzeptabel und du könntest den Kram für die Hengststation von zu Hause aus machen…“

    „Ich muss darüber nachdenken… wie es weiter geht und was ich überhaupt eigentlich will…“ fing Iv dann an. „Du hast mich damit sehr verletzt und ich weiß nicht, ob ich dir jetzt schon verzeihen kann. Zudem habe ich die Ranch erst gekauft… und ich werde einen Teufel tun, sie jetzt wieder zu verkaufen…“ erzählte sie weiter. „Lass mir Zeit, mich selbst zu sortieren. Ich rufe dich an, sobald ich wieder zu Hause bin…“ Und mit diesen Worten ließ sie Lukas stehen.


    Sie hatte ihn auch angerufen, kurz, ihm gesagt, dass sie gut zu Hause angekommen war und dass es ihr soweit ganz gut ging. Aber das war es auch gewesen.

    Sie brauchte Zeit, um sich über alles Gedanken zu machen, wie was werden sollte und was sie jetzt letztendlich wollte.

    Noch dazu kam dann der Mann, den sie auf der Koppel gefunden hatte.

    Im Krankenhaus angekommen stellte sich heraus, dass er Tuberkulose hatte und er deswegen kaum mehr Luft bekam und fürchterlich husten musste.

    Iv und Eric waren darüber sehr erschrocken, schließlich war Iv ja schwanger, doch hatte die meiste Zeit Eric mit dem Mann zu tun gehabt und er hatte sich nach dem Kontakt auch gründlich gewaschen… schließlich war der Fremde Erics Ansicht nach ein Landstreicher und er hatte sowieso einen kleinen Sauberkeitsfimmel.

    So oft Iv konnte, besuchte sie den Fremden, da der Findelrappe so positiv auf ihn reagiert hatte. Also lag es für sie nahe, dass der Rappe den Mann kennen musste.

    Der Mann schlief viel und Iv sah es nicht für nötig, ihn zu wecken, wenn sie da war. Von den Ärzten und Schwestern konnte sie auch nicht erfragen, wer er denn nun war, denn wenn er wach war, sollte er sich furchtbar stur stellen und wenig reden.


    Seufzend stand Iv vom Tisch auf und machte sich dann daran, den nicht getrunkenen Tee ins Spülbecken zu kippen und hinaus zu gehen.

    Draußen begrüßten sie gleich die Hunde, die sich freudig auf dem Vorhof der Ranch tummelten und auch Pocahontas wieherte ihr entgegen.

    Der Findelrappe stand auch am Gatter und wieherte dumpf, als er Iv kommen sah.

    Sie begrüßt erst Poca und dann den Rappen, der sich auch immer wieder umschaut.

    „Der Typ von der Koppel… du kennst ihn, nicht wahr?“ fragt sie den Rappen und streichelt ihn. „Ich hoffe, er wird wieder gesund und ist dann gut zu dir… ich wird dich ganz schön vermissen, wenn du gehst, mein Großer…“ erzählt sie ihm und der Rappe nestelt mit seinen Nüstern an ihrer Jacke herum. Iv umarmt seinen großen Kopf und seufzt erneut.

    Doch wenn sie schon von dem Fremden sprach, konnte sie ihn auch besuchen fahren und erfragen, ob man schon mehr über ihn herausgefunden hatte.


    Im Krankenhaus ging Iv gleich in Richtung des Zimmers des Fremden, den sie schon oft besucht hatte. Doch da er immer tief und fest schlief, wenn sie da war, hatte sie noch kein Wort mit ihm gewechselt.

    Die Schwestern begrüßten sie schon lächelnd und eine kam auf Iv zu. „Oh, schön Sie zu sehen. Er ist sogar heute wach, aber nicht sehr gut gelaunt…“ warnte sie Iv schon einmal vor.

    „Ach… ich werde das schon aushalten…“ tat Iv ab und mit dem Gedanken: >Schlimmer kann es eh nicht mehr werden…< betrat sie das Krankenzimmer des fremden Mannes.

    Dieser saß aufrecht im Bett, hielt sich noch etwas seine Brust und schaute grimmig auf Iv, als er die Tür hörte.

    „Can´t you all just leave me alone… please?“ kam es krächzend von ihm und Iv hob beschwichtigend die Hände.

    „It's just a little visit to make sure you're okay. I found you on my paddock by my horse and was a little worried. But I see that you are well, then I do not disturb you any further…“

    Der Mann schaute Iv aus zusammen gekniffenen Augen an und hustete erneut, ehe er sich räusperte und krächzend fragte: „That was your horse? I thought I had finally found him…“

    Nun trat Iv ein wenig näher an das Bett heran, da der Mann auch nicht mehr so grimmig schaute.

    „Well, the horse ran to me some time ago. I didn't find his owner, so I took him in. He was very shy and suspicious of men. But with you he was completely different, so I assume that he belongs to you after all.“

    Die Gesichtszüge des Mannes hellten auf und auch Iv lächelte. Auch wenn sie traurig war, dass da nun wohl der Besitzer des Findelrappen saß. Doch vielleicht brauchte er ja einen Platz, wo er den Rappen unterstellen konnte. Und da für ihn ja alles da war, konnte er vielleicht doch bleiben.

    „That's wonderful, I don't know how to thank you! This horse is my most faithful friend, who has stayed with me... Oh and I am so unfriendly. My name is Arthur Morgan..."

    Iv lächelte und stellte sich ebenfalls vor. Mittlerweile saß sie auf einem Stuhl am Bett und hatte eine Hand auf ihrem Bauch platziert.

    „He was hurt when I found him... Do you know what happened?“ fragte Iv dann nach und Arthur machte eine abwertende Handbewegung.

    „It's a far too long story I don't want to tell you. But he's better now, right? Oh, I already thought I had lost him too...“

    Iv nickte lächelnd. „Yeah, he's better now. What is his name?“ fragte sie nach und Arthur lachte, was aber in ein Husten über ging.

    „Well, most of the time I called him my boy... but his real name is Armageddon. He's a really good horse, I was supposed to sell him back then, but luckily I kept him...“

    Iv saß noch eine Weile mit Arthur zusammen im Krankenzimmer und redete mit ihm über die Pferde. Sie lud ihn auch ein, sie auf der Ranch besuchen zu kommen, sobald er wieder ganz gesund war.

    Alles weitere würde sich dann schon finden, was nun mit dem Findelrappen Armageddon passieren sollte und was aus Arthur wurde.

    Denn dieser hatte keinen festen Wohnsitz und wusste nicht wohin. Iv bot ihm an, mit auf die Ranch zu kommen, eine helfende Hand mehr wäre sehr gut und Arthur konnte sich sein Essen eben mit Arbeit verdienen, bis er etwas anderes gefunden hatte.


    Am späten Nachmittag kam Iv wieder nach Hause und hatte ein schlechtes Gewissen. Den ganzen Tag über hatte sie nichts gemacht und die anderen mit der Arbeit, die eigentlich ihre war, allein gelassen.

    Eric kam gerade aus dem Stall und sah Iv. Lächelnd hob er die Hand.

    „Hey, schön, dass du wieder da bist. Wo bist du gewesen? Bei dem Landstreicher?“ fragte er gleich nach.

    Iv schaute zu ihm und erwiderte sein Lächeln. „Ja… und er ist kein Landstreicher sondern ein Arthur Morgan…“ erzählte sie dann.

    „Ach was… interessant. Geht’s ihm besser?“ Eric kam bei ihr zum Stehen und Iv nickte. „Japp und er ist der Besitzer des Rappen. Ich habe ihm angeboten, dass, wenn er wieder gesund ist, er hier auf der Ranch bleiben kann, bis ihm was passendes unter die Finger kommt.

    Er muss noch eine ganze Weile im Krankenhaus bleiben und bis er ganz gesund ist, dauert es noch. Wenn das Baby nachher da ist, können wir jede helfende Hand gebrauchen.“

    „Das stimmt auf jeden Fall… und die Tierärztin war heute auch da…“ erzählte Eric dann nebenbei und grinste.

    „Ach verdammt… völlig verschwitzt den Termin…“ jammerte Iv dann und Eric lachte.

    „Ja, da kommt das Mutterhirn schon durch, was?! Aber keine Sorge, ich war dabei und kann gratulieren. Pocahontas ist trächtig.“ erzählte Eric dann lächelnd.

    „Was echt? Nein, wie cool!“ freute Iv sich dann und sprang Eric um den Hals. „Das muss ich Lukas erzählen!“ meinte Iv dann freudig, gab Eric einen Kuss auf die Wange und machte sich dann auf den Weg ins Haus, um Lukas anzurufen.

    Vielen Dank für eure ganzen Kommentare =D

    Ja, das ist echt nicht einfach, alles immer unter einen Hut zu bringen.

    Und ich bitte um Entschuldigung, dass es diesmal wieder eine Story ohne Bilder wird. Aber ich komme im Moment einfach nicht in meinen so heiß geliebten Wald.

    Aber sobald ich da bin, wird fleißig fotografiert, versprochen.


    "Well that could've gone smoother..."
    "That would be written in my grave.."

    „Bah, wenn ich schwer heben dürfte, dann würde ich ganze Felsbrocken durch die Gegend werfen…“ beschwerte Iv sich murrend, als sie auf Pocahontas durch den Wald ritt.

    Die Stute schnaubte und blieb stehen, schaute mit gespitzten Ohren in den Wald hinein, setzte aber dann ihren Weg weiter fort.

    „So ein Blödmann… und weißt du, was das schlimmste ist?“ fragte sie ihre Schimmelstute, die unbeirrt ihren Weg fortsetzte.

    „Er fehlt mir… der blöde Flötenpiep… elendiger…“ murrte sie erst, doch seufzte sie dann schwer. „Knallerbse… doofe…“ flüsterte sie und schaute auf das Ohrenspiel von Pocahontas.

    Diese schien sich von dem Gefühlschaos ihrer Reiterin nicht beirren zu lassen und genoss den Ausritt im kühlen Wald zur späten Stunde.

    Ihr Handy hatte Iv mittlerweile ausgeschaltet, auch an den Laptop ging sie nur noch selten.

    Natürlich versuchte Lukas sie zu erreichen, er hatte ja eingesehen, dass sein Verhalten nicht gerade rühmlich gewesen war.

    Doch davon wollte Iv erstmal nichts wissen. Sie brauchte erstmal ein paar Tage für sich, auch Gin, Mimi, Eva und Eric blockte sie ab. Sie wollte mit niemandem darüber reden, wollte ihnen nicht erzählen, was passiert war. Vor allem Eric nicht.

    So war sie meistens im Haus, wenn die anderen da waren und räumte weiter ein, plante schon einmal das kleine Kinderzimmer und saß über den Papieren der Hengststation.


    An einer Weggabelung blieb Poca stehen und schaute erst in den einen, dann in den anderen Weg. „Na Mädchen… weißt du nicht, wo du lang willst?“ fragte Iv leicht lachend und klopfte Poca sanft den Hals.

    Poca schnaubte und senkte ihren Kopf zum Boden, schnupperte dort etwas und hob den Kopf wieder. Nun hörte auch Iv, warum Poca den Weg nicht weiter ging.

    Um die Kurve stürmten drei Hunde, tobend mit sich, bis sie Poca und Iv erblickten. Die Hunde schwenkten sofort vom Spielen ins Drohen und fingen an zu bellen.

    „Ach du großer Gott… nicht die…“ jammerte Iv seufzend und nahm die Zügel auf. Normaler Weise wich Poca den Hunden immer aus, ließ sich von ihnen nicht stören, doch diesmal legte die Stute ihren Ohren an und stampfte nachdrücklich mit dem Vorderhuf auf.

    „Ruhig Mädchen, die sind es nicht wert…“ beruhigte Iv die Stute, doch diese wurde immer wütender, je dichter die Hunde kamen.

    Iv richtete Poca weiter rückwärts, umdrehen wollte sie sich nicht, denn diese Hunde waren nicht ohne und es gab schon öfter Probleme mit ihnen.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit bog dann auch die Besitzerin um die Kurve. Sie rief ihre Hunde ran, nach zwei Mal hörten sie auch und liefen zu ihr.

    Iv entspannte sich, nur Poca drohte weiter, schlug böse mit dem Schweif und ließ die Bande nicht aus den Augen.

    Als die Frau auf der Höhe von Iv und Poca war kam kein Wort der Entschuldigung. Dumme Sachen können passieren, auch Iv war davor nicht gefeit… aber man sollte sich doch dann wenigstens entschuldigen.

    „Im Wald gilt übrigens Leinenpflicht…“ erzählte Iv der Frau und trieb Poca wieder an. „Die Hunde jagen nicht…“ kam Antwort und Iv schnaubte abfällig.

    „Nein… überhaupt nicht…“ murmelte sie und beschloss, einmal mit dem Jäger und der Bürgermeisterin zu reden. Diese Aktion hätte auch gut ins Auge gehen können, wenn Poca nicht eine Lebensversicherung auf vier Beinen gewesen wäre.

    Iv und Poca waren schon ein Stückchen weit weg, als sie nur noch hörte, wie die Frau nach einem ihrer Hunde brüllte, spürte, wie Poca einen Satz nach vorn machte, es laut aufjaulte und Poca dann zwei Galoppsprünge machte.

    Die Stute schnaubte und ließ sich von Iv umdrehen und schaute auf den Hund, der hinkend und jammernd zurück zu seinem Frauchen lief.

    Diese kam ihm auf halben Weg entgegen und fing an zu schimpfen: „Sowas! Mit so einem gefährlichem Gaul hier herum zu reiten, das gibt eine Anzeige!“

    Erst wollte Iv ihre Hilfe anbieten, jemanden anzurufen, der die Frau und ihre Hunde abholen und zum Tierarzt bringen kann, doch jetzt stellte sich Iv stur.

    „Klar gern… Ich kann der Polizei gern erzählen, dass Sie ihre Hunde im Waldgebiet unangeleint laufen lassen und dass Ihr Hund mein Pferd angegriffen hat…“ konterte sie und setzte unter wildem Geschimpfe ihren Weg zurück zum Hof fort.


    Als Iv auf der Ranch ankam, war alles schon fertig, die Boxen gemacht, die meisten Pferde gefüttert und versorgt.

    Sie ließ sich aus dem Sattel gleiten und lehnte sich dann mit der Stirn an die Schulter von Pocahontas.

    „Alles kaka im Moment…“ murmelte sie ins Fell der Stute und schloss die Augen.

    Plötzlich hörte sie von der Koppel das dumpfe Wiehern des Findelrappen. „Was ist denn nun schon wieder los…?“ jammerte sie und brachte Poca schnell in ihre Box, nahm ihr die Sattelsachen ab, legte diese vor die Box und machte sich zusammen mit Sam auf den Weg zur Koppel.

    Dort stand der Rappe scharrend und sich umschauend an einem Punkt, vor ihm ein undefinierbarer Haufen.

    „Ich krieg einen zu viel, wenn die Olle ihre Hunde jetzt auf meine Pferde hetzt…“ murrte Iv und lief etwas schneller zum Rappen, der ihr ein Stück entgegen kam und dann wieder zum Haufen trabte.

    Vorsichtig kam Iv dichter und erschrak leicht, als sie sah, was da lag. Schnell kam sie näher und kniete sich neben den Haufen, der sich als Mann entpuppte.

    „Hallo? Können Sie mich hören?“ fragte sie nach und rüttelte leicht am Mann, der aber nur nach Luft jappste und heftig anfing zu husten.

    Der Rappe, der sonst immer sehr scheu fremden Menschen gegenüber war, legte seine Nüstern an die bärtige Wange des Mannes und brummelte tief.

    Iv schaute sich um und entschied sich dazu, Eric anzurufen, dieser wohnte dichter an der Ranch und konnte schneller hier sein.

    Schnell war dieser angerufen und vor Ort, doch war das auf die Koppel kommen gar nicht so einfach. Der Rappe verstand erst nicht, dass Eric helfen wollte und war auch immer noch sehr skeptisch, als Eric beim Fremden war und ihm auf half.


    Iv ließ den Mann auf das Sofa legen und Eric schaute ihn an. „Der sieht aus wie ein Landstreicher… bist du dir sicher, dass du den hier drinnen haben willst?“ will er wissen und Iv nickt. „Er braucht Hilfe, die bekommt er… und zur Not, bist du ja hier um auf uns aufzupassen…“ meint sie und Eric seufzt. „Ruf einen Arzt an… oder besser einen Krankenwagen…“ meinte Eric und schaute auf den bärtigen und mageren Mann, der röchelnd auf dem Sofa lag.

    Wenn man etwas lustig meint, dann gibt es abermillionen Möglichkeiten, es dann auch so auszudrücken.

    Aber einfach nur ein Satz, den man nicht als "lustig" auffassen kann, weil es keinerlei Hinweise dazu gibt... sorry, da hört bei mir der Spaß einfach auf.

    ich dachte so bei mir, als Du schriebst, Du willst Caesär bemalen, dass er das sicher nicht so toll finden wird als Indianerpony....

    Lucy

    Wenn Cäsar es blöd finden würde, würde ich es nicht tun.

    Doch mit ihm kann ich solchen Schabernack machen, Lilly findet sowas doof, also muss sie das nicht erdulden.


    Ich denke schon, dass ich weiß, was ich mit meinen Hunden machen kann und was nicht.
    Und wenn dir das nicht gefällt, dann scroll doch einfach weiter ^_^


    Wenn du weder mich, noch meine Hunde kennst, dann unterlass doch bitte solche Aussagen.

    So... ich musste die Bilder vom Tablett aus hochladen... was ein Mist...


    Aber gut.
    Am Wochenende war ich mit Cäsar ja zusammen im Wildpark Eekholt, denn da war ja Indianer Tag.


    Da ich die Mittelalterfeste von da kenne, die immer groß und echt schön sind, dachte ich, dass der Indianer Tag genauso schön, groß und bunt ist, wie die Mittelaltertage.
    Aber leider war dem nicht so.

    Es standen im gesamten Park nur zwei Tipis und sonst nur Infostände von den Karl May Festspielen aus Bad Segeberg.


    Eine Voltigier-Gruppe war auch da, die aber nur "Trockenübungen" auf einem Holzpferd gemacht haben.


    Aber nichts desto trotz hatten wir viel Spaß, ich war mit zwei Freundinnen unterwegs und haben den Park unsicher gemacht.


    Cäsar war natürlich ein Blickfang, so bunt angemalt (er ist eben bekannt, wie ein bunter Hund).

    Eine ältere Dame, die wir schon öfter getroffen haben, ist immer ganz hin und weg von ihm (und ich glaube, ihr Mann verdreht immer schon die Augen, wenn er Cäsar sieht XD Weil seine Frau immer gleich zu uns kommt und Cäsar kuschelt).


    Wer die Segeberger Zeitung bekommt, kann eventuell ein Bild von Cäsar dort finden, denn er wurde von einem Reporter fotografiert =D


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    Cäsar, Lilly und Milow

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