Posts by Papierflieger

    @ Smuggler

    Ja, das denke ich auch :-) Ich werde mal schauen, wie es im Sommer ist, da werde ich dieses Jahr hoffentlich öfter am Stall sein...


    So, und da ich ja weiß, wie oft ich zum schreiben komme, nutze ich jetzt einfach den stürmischen Sonntagabend ;-)


    Sommerurlaub...


    Einzige Ausnahme zum freien Sommer bildete eine Woche Urlaub, in der ich mit der Haflingerfreundin, den beiden Ponys und der Kutsche unterwegs war. Wir waren in der Nähe von Osnabrück und hatten eigentlich die Absicht ein paar Fahrstunden zu nehmen, im Endeffekt waren wir aber einfach viel im Gelände unterwegs. Und unsere Pferde waren trotz Autobahn und Boxenhaltung einfach nur brav und das Wetter war unglaublich - 25°C und Sonne – eine komplette Woche lang.


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    Außerdem hat im Spätsommer eine Freundin angefangen das Pony mit zu reiten, da ihre Reitbeteiligung schon recht alt war und im Herbst auch leider eingeschläfert werden musste. Früher, an Stall 2, waren wir oft zusammen reiten. Danach hatte es uns leider an unterschiedliche Ställe verschlagen, aber dafür ist sie jetzt meine Reitbeteiligung J. Das ist total praktisch, da das Pony mehr Bewegung bekommt (und langsam merkt man, dass sie schlechter läuft, wenn sie frei hatte), ich motiviert werde auch selbst etwas mit meinem Pony zu machen (man zahlt das viele Geld ja schließlich nicht nur für andere) und wir, wenn wir beide Zeit haben einfach zusammen auf den Platz gehen oder Kutsche fahren.


    Und wir haben auch mal wieder (was auch sonst) viele Bilder mit dem Pony gemacht und hatten sogar einen kleinen (sehr schönen) Fototag mit


    http://www.meckys-tierfotografie.de/


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    https://www.tierfotografie-kb.com/


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    https://www.zafiri.net/

    da finde ich grad leider die Bilder mit Logo zum hochladen nicht, aber ich kann sagen sie sind wirklich auch super!


    insgesamt gab es noch sehr viel mehr schöne Bilder, als ich hier zeigen kann. Auch noch von meiner RB mit dem Pony und ihrem Hund und nur vom Pony ....

    Danke :-)

    Ja, der Stall gefällt mir auch nach wie vor sehr gut! Wahrscheinlich wird das Pony dieses Jahr zwar eine Fressbremse bekommen, weil es mit Heu auf dem Paddock selbst im Winter jetzt nicht abnimmt, aber insgesamt ist es dort super fürs Pferd! Und die Lage im Wald ist perfekt.


    Ich berichte dann auch direkt mal weiter...


    2019


    Ich habe gemerkt, dass meine Bereitschaft sich in eine neue Stallgemeinschaft zu integrieren sehr geschrumpft ist. Die Leute am Stall sind alle sehr nett und augenscheinlich unkompliziert, aber trotzdem hat es mir in diesem Jahr etwas an Energie und Motivation gefehlt um komplett anzukommen. Dafür habe ich an den alten Ställen einfach zu schnell, zu viele Freunde gefunden, die ich – dank Kutsche – auch hier am Stall oft mit hatte. Gerade im Winter 2018/19 war ich viel mit ihnen und der Kutsche oder ihren Pferden unterwegs.



    Das macht es insgesamt natürlich schwierig neue Leute kennen zu lernen. Natürlich war ich hier und da mal mit dem ein oder anderen ausreiten, aber Freundschaften in dem Sinne haben sich (noch) nicht ergeben. Liegt vielleicht auch einfach daran, dass die meisten etwas älter sind als ich und ich vom Stall vorher, was die Menschen anging echt verwöhnt bin. Und die Notwendigkeit / das Interesse auch nicht so gegeben war, dadurch, dass ich ja viele Pferdefreunde habe. Leider alle an anderen Ställen. Ich finde das wahnsinnig nervig, weil ich selten Zeit habe für Pferd und Freunde an anderen Ställen besuchen und ich mich daher immer entscheiden muss (die Kutsche ist da noch ein großer Pluspunkt, aber da die anderen ja auch Pferde haben, geht es ihnen nicht anders…). Am unkompliziertesten wäre es wirklich, mit den Leuten am eigenen Stall gut befreundet zu sein und einfach mit ihnen die Zeit zu verbringen.


    Ich vermisse diese Sommer, wo man die Leute einfach immer getroffen hat und dann meistens etwas zusammen gemacht hat. Mit denen die halt da waren. Sich auch mal privat getroffen hat.


    Von den 10 „Pferdesommern“ waren das vielleicht so 4? Oder 5?

    -        Definitiv Stall 1, „Gruppe 1“, 2010, leider haben sie jetzt fast alle nichts mehr mit Pferden zu tun – wir waren alle nur RB und hatten halt die gleichen Tage am Stall…



    -        Definitiv Stall 1-3, „Gruppe 2“, 2011 – 2012, (2015, 2016?) Mit einer bin ich immer noch gut befreundet (ihre Ponys stehen 5km entfernt), ab 2013 waren wir leider stalltechnisch zeitweise auch mehr oder weniger zerstreut…

    Aber die zweite (wir waren 4), ist Anfang diesen Jahres auch wieder mit ihrem Pferd in die Haard gezogen und steht jetzt 1km von mir entfernt :-)


    (2010)


    (2016)



    -        Stall 2, 2014, wir waren zu dritt, eine der beiden ist jetzt meine Reitbeteiligung


    (da haben wir zwar extrem viele Fotos gemacht, aber nie gemeinsam...)


    -        Stall 3, 2016, keine Gruppe, aber meine Wanderrittfreundin, mit der ich immer noch ausreiten gehe oder mal weg fahre und auch so gut befreundet bin


    -        Stall 4, 2018, einfach die beste Stallgemeinschaft und ein toller Pferdesommer 2018


    Im Frühjahr war ich dann eigentlich kaum noch am Stall, ich hatte auf Grund der Arbeit auch einfach wenig Zeit dazu. Hier und da mal ein kleiner Ausritt, aber immer nur sehr kurze Runden. Im Sommer war ich dann insgesamt sehr lange (ich schätze mal so 7-9 Wochen, waren auch viele lange Wochenenden) im Urlaub. Somit hatte das Pferd da fast komplett frei.

    Und schon wieder ist ein halbes Jahr rum, dabei war ich im Mai noch nicht einmal in der damaligen "Jetztzeit" angekommen ;-)

    Aber ich habe zwischendurch ab und an meine Gedanken festgehalten und kann euch jetzt also daran teilhaben lassen.


    Herbst 2018 – Neuer Stall, alles wird gut? (Stall 5)


    Die Kriterien blieben die gleichen wie im letzten Jahr – hinzu kam lediglich der Wunsch nach einem länger bestehenden, gerne alt eingesessenen Stall. Und die Einsicht, dass ein Offenstall kein Allheilmittel ist und ein gut geführter Boxenstall unter Umständen deutlich sinnvoller.

    Die Auswahl blieb natürlich der letzjährigen gegenüber recht ähnlich. Aber – da man ja verschiedene Leute kennen lernt, die auch verschiedene Ställe kennen, hat sich noch der ein oder andere Stall aufgetan ;-). So gibt es noch einige Ställe mitten im Wald (einen sogar mit Reithalle meine ich) und einen ca. 15 Reitminuten von meinem jetzigen entfernt auch im Wald. Es gibt ca. 25 Einstaller, einige Kühe / Ochsen und generell ist es eher ein landwirtschaftlicher Betrieb. Im Sommer stehen die Pferde 24 Stunden auf großen Wiesen und im Winter so lange es hell ist und nachts in der Box. Es gibt einen Reitplatz und einen Roundpen. Dort werden wir im November einziehen. Dienste gibt es nicht und ich zahle 80 Euro weniger als im Moment.


    November 2018 – Ein erster Eindruck


    Ja – der erste Eindruck ist gut!

    Dank 2er Freundinnen und 2 netter Stallbesitzer (der vom alten und der vom neuen Stall) war der Umzug sehr unkompliziert und ging schnell von statten. War ja auch nicht weit. Pony angespannt, rüber gefahren, Pony in die Herde – 2 mal die Wiese Richtung Heimat runter galoppiert (und ich gebe zu, ich hatte etwas bedenken, aber die Litze zwischen Knie- und Hüfthöhe ohne Strom war ausreichend) und dann in der Ecke Richtung Heimat stehen geblieben. Keine Verletzten. Dann kurz mit dem vorher dort geparkten Auto zurück gefahren, Spind mit dem Gabelstapler im Hänger verstaut, rüber gefahren und bei der zweiten Tour haben wir den Sulky mitgenommen. Haben wir auch alles gut unter bekommen.



    Heute – nach 5 Tagen – Pony immer noch mackenfrei, Wurmkur hat es bekommen (sogar passend zum Weidewechsel und obwohl ich selbst keine Zeit hatte), gestern waren wir auf dem beleuchteten Reitplatz und heute gehen wir ausreitenJ. Ich denke das wird etwas für die nächsten Jahre. Ich weiß nicht warum, aber ich bin deutlich überzeugter als letztes Jahr um diese Zeit. Da war ich skeptischer. Aber jetzt sehe ich ja auch was ich bekomme – und das gefällt mir.



    Vorher waren wir übrigens noch einmal 3 Tage im Emsland mit den Ponys :-)

    (da gibt es von mir irgendwie nur ein Bild auf dem Leihpony, weil eine Freundin einen Tag lang meine geritten ist)


    Und den Jahreswechsel haben wir in der Lüneburger Heide verbracht. Hier hatten wir 2 Ponys und unsere Kutsche mit! Etwas aufwändig alles, aber ein super Urlaub...

    Wir hatten ein gemütliches Häuschen und haben Silvester im Stall verbracht.



    Es gab wirklich schönes Gelände und auch kleine Gräben und Bäche durch die man reiten konnte - auch wenn wir hinterher etwas gequält aussahen...


    Manchmal war es auch einfach nur matschig...

    Vielen Dank, freut mich so etwas zu lesen - wobei wir im Dressurviereck leider wirklich viel zu selten zu finden sind...

    Was für eine Rasse das Pony hat, weiß niemand so genau. Für ein reines Fjord ist sie mit 1,40 eigentlich etwas zu klein und schmal. Außerdem hat sie leichte Gangtendenzen, daher war meine Vermutung immer Mix mit vielleicht Isi oder so. Die Vor-Vor-Besitzerin hat sie 2-jährig vom Pferdemarkt geholt, dementsprechend Unklar ist die Herkunft...


    Wie oben schon angedeutet, gibt es noch einen zweiten Punkt, über den ich dort meine Meinung etwas geändert habe. Und zwar über die alternativen Herangehensweisen zum Pferd. Auch hier stelle ich euch meine Erlebnisse mal vor …

    Ich hatte am Stall das große Glück, die gleiche Idee – fair zum Pferd – in zwei gänzlich verschiedenen Herangehensweisen sehen zu dürfen. Einmal eine Gruppe Menschen um die Stallbetreiber herum mit einem alternativen Weg, einmal eine Gruppe Menschen um 2 bis L bzw. M ausgebildete Dressurpferde mit dem „konservativen“ Weg.

    Ich werde was ich gesehen habe einfach mal etwas gegenüber stellen.


    1. Das Pferd

    Das alternative Pferd ist gemeinhin so zu erhalten, wie es von der Natur geschaffen wurde. In unserem Fall hieß das primär barhuf. Lahmt das Pferd, ist es einfach noch nicht lange genug barhuf (wo ja auch ein Funke Wahrheit mit drin steckt). Auch das konservative Pferd darf durchaus barhuf laufen, solange die Belastung nicht überhand nimmt. Merkt der Reiter dieses Pferdes jedoch, dass das liebe Tier fühlig wird und im Wald nur noch am Wegesrand entlang eiert, wird nach Abhilfe gesucht. Im Idealfall Eisen, sind die verboten, tun es auch Hufschuhe. Die haben bei mir dann ja auch recht schnell Einzug gefunden :-). Die sind für das alternative Pferd natürlich auch eine Option und kommen durchaus hier und da an den Huf – aber nach meiner persönlichen Erfahrung gilt auch, abhängig von der persönlichen Erfahrung und Einstellung des Reiters, etwas länger „der sucht sich schon seinen Weg“. Auf so einem Pferd habe ich im Gelände mal gesessen, als mein Pony lahm war. Es tat mir ziemlich oft ziemlich leid beim Suchen seines Weges – mit der Vorstellung im Kopf wie mein Pony einfach in der Mitte des Weges marschiert ohne sich über jeden Schritt Gedanken zu machen…


    2. Haltung und Gesundheit

    Ja – Tierarzt kann man kommen lassen, muss man aber nicht… Aber okay, hier bin ich dank meines robusten Ponys auch recht großzügig ;-). Und so gesamtbetrachtet kann ich relativ richtungsunabhängig sagen, dass sich Globuli, Kräuter, Antibiotika, Life Plus, Schonung wie Belastung in etwa die Waage hielten. Die Gesundheit ist allen wichtig, die Herangehensweise differenziert.


    Und auch was die Haltung angeht, war man sich wohl recht einig, sonst stünde man ja nicht am gleichen Stall ;-)


    3. Reiten

    Nun eigentlich der – für mich – eindrucksvollste Punkt

    Natürlich ist das alternativ ausgebildete Pferd gebisslos zu reiten! Metall im Maul ist nicht gewünscht. Man freut sich, Richtung und Tempo einigermaßen vorgeben zu können. Sollte dies nicht möglich sein, ist die Konsequenz allerdings in keinem Fall ein Gebiss (zur Sicherheit der Restbevölkerung) oder gar Arbeit auf dem Platz um das Pferd rittiger zu bekommen. Wichtig ist, dass das Pferd im Gelände schreckfrei läuft. Und das erreicht man nur dort. Wie es dort läuft, ist dann eigentlich egal. Wobei – nein, nicht egal – es läuft in seiner natürlichen Haltung! Daher ist es auch nicht schlimm, wenn alle 2 oder 3 Wochen mal jemand drauf sitzt und sich auf einem Wanderritt 2 oder 3 Tage lang durch die Gegend tragen lässt.

    Auch das konservativ ausgebildete Pferd trägt seinen Reiter ab und an auf Wanderritten mehrere Tage durch die Gegend, oder bei Distanzritten auch mal eine längere Strecke. Darauf ist es allerdings dank regelmäßiger Arbeit auch ganz gut vorbereitet. Auch wird es dabei über ein Gebiss reguliert, sollte die Freude doch mal überhand nehmen. Die Fußgänger danken es. Wobei – ich kann mich an viele Ritten mit allen zusammen erinnern – und ich muss feststellen: Die Handeinwirkung ist im alternativen Sektor deutlich häufiger, extremer und effektloser. Da mag das Knotenhalfter, Sidepull oder was auch immer noch so nett sein – der Einsatz ist es definitiv nicht.

    Im Gegensatz dazu habe ich auch die beiden Dressurpferdchen mal mit Halsring oder Knotenhalfter auf dem Platz gesehen – quasi ohne Einwirkung und punktgenau…


    Gesessen habe ich auf beiden „Sorten“ Pferd. Mein Ergebnis vom Reitgefühl ist eindeutig ;-)


    Und noch etwas Sommer


    Wir waren an der Stever





    Ja, es ist schon immer ganz spannend etwas neues kennen zu lernen und man lernt ja wirklich viel dazu. Auch wie unterschiedlich doch die Meinungen zu den gleichen Themen sein können :)

    Und wenn man den Argumentationen folgt, hat jeder auf seine Art irgendwie recht, oder bringt zumindest einen neuen Teilaspekt ein...


    Also von daher - seid ihr anderer Meinung, oder habt zu gewissen Themen andere Erfahrungen gemacht - immer her damit!


    Die Leute am Stall waren ja auch grundsätzlich eher alternativ eingestellt. Und da habe ich bei mir - und ich habe mich immer für recht alternativ gehalten - festgestellt: Je mehr alternatives ich sehe, desto konservativer werde ich ;-).

    Aber dazu schreibe ich gleich noch einmal etwas ausführlicher. Jetzt erstmal noch ein paar Bilder aus dem Sommer!




    Ja - der Stall war an und für sich wirklich auch sehr vielversprechend und ich bin nach wie vor vom Konzept überzeugt! Nur irgendwie sieht das in der Praxis dann doch manchmal anders aus als in der Theorie ;-). Und es ist auch für die Stallbetreiber einfach sehr viel Arbeit, so etwas ordentlich zu betreiben.


    Insgesamt habe ich in dieser Zeit sehr viel gelernt und auch meine persönliche Meinung zu einigen Themen etwas abgeändert.


    Zuerst wäre da die Thematik Stall:


    a) Eigentum oder Pacht?

    Wenn es nicht überzeugende Argumente dafür gibt, würde ich nicht mehr in einem Stall einstellen, den die Betreiber nur gepachtet haben. Zu Beginn sah ich das Hauptrisiko darin, dass ihnen der Pachtvertrag gekündigt werden könnte und wir auf der Straße stehen. Das reale Problem war jedoch, dass unsere Betreiber eine recht hohe Pacht auf sehr wenige Einstaller umlegen mussten. Daraus resultierend, dass auch ein Wohnhaus dabei war und sie 6 eigene Pferde und nur maximal 12 Einstaller hatten. In unserem Fall war das die Ursache für den sehr hohen Pensionspreis. Und die Betreiber haben sich daran definitiv nicht bereichert, sondern mussten beide (es war ein Pärchen) noch arbeiten gehen um überhaupt über die Runden zu kommen. Okay - keine Frage, dass muss man dann anders kalkulieren und planen - aber mein Fazit daraus ist, dass der Pachtpreis einfach immer (logischerweise) auf den Einstaller umgelegt werden muss und ein Eigentümer da einfach ganz anders agieren kann. Kosten für Instandsetzung haben sowohl Pächter (zumindest in unserem Fall - wie gesagt - hätte man anders planen müssen), als auch Eigentümer...


    b) Zeichnet sich ein guter Stall durch ein gutes Konzept aus?

    Und auch hier hat sich meine Sichtweise etwas geändert. Wie anfangs beschrieben hat mich der Stall durch sein super Konzept überzeugt. Ich hatte Angst später keinen Platz mehr zu bekommen und als ich einzog (da gab es den Stall 3 Monate) war ich die letzte Einstallerin und es gab eine Warteliste! Jetzt - gut 1 Jahr später - ist die Herde deutlich geschrumpft und die 3 oder 4 aktuellen Einstaller zahlen günstigere Preise. So kann sich das Blatt wenden. Woran es letztendlich liegt? Den Pferden geht es dort gut. Sie sind wohlgenährt und die Betreiber haben immer ein Auge drauf. Aber so ein Konzept sinnig umzusetzen kostet einfach sehr viel Zeit. Wenn man die nicht hat, wird es schwierig. So mussten oft die Einstaller helfen (was eigentlich kein Problem ist, aber bei dem Preis und VP...), die Halle hatte mega schlechten Boden und wurde nicht gefahren, ...

    Es entwickelt sich halt alles anders, als man es erwartet - und damit wären wir beim letzten Punkt


    c) Alt oder Neu?

    Ja - und letztendlich die Frage - alteingesessener Stall, oder neue, motivierte Betreiber? Ich war von den neuen, motivierten, netten Betreibern mit viel Elan begeistert. Und - ich bin Bauingenieurin und bin es gewohnt, dass Dinge länger dauern, mehr kosten und doch etwas komplizierter sind als gedacht - habe damit gerechnet, dass nicht alles wird wie geplant. Zu einem Zeitpunkt wie geplant. Wie lange einige Dinge dann aber letztendlich gedauert haben und wie z.T. unfachmännisch einiges gemacht wurde, hat mich dann doch etwas schockiert ;-). Wobei ich es bei vielen Bereichen durchaus nachvollziehen konnte - vieles entwickelt sich halt einfach anders als man es geplant hat, natürlich muss man auf aktuelle Situationen eingehen, ändert seine Meinung und es kann keiner etwas dafür, wenn einen die Pferde durch komische Aktionen außer Gefecht setzen.

    Ich nehme daraus mit - möchte ich wissen, was ich kriege, stelle ich mein Pferd in einen alteingesessenen Stall. Da sehe ich den ist-Zustand und kann entscheiden ob er passt. Bin ich etwas risikofreudiger kann ich auch einen neueren Stall nehmen. Würde ich sogar wieder machen - aber nicht mehr für so viel Geld...



    Also - wie ihr seht - ich habe viel mitgenommen. Und ich hoffe es liest sich nicht zu negativ, wie gesagt, den Pferden geht es gut und ich hatte eine tolle Zeit - und eine mega Stallgemeinschaft.

    Und ich bin überzeugt für 60 (mit neuem Reithallenboden) oder 100 Euro (wie es aktuell ist) weniger im Monat - und einem etwas anderem Stallkonzept - wäre der Stall wieder voll (so gemessen an dem was die Ställe in der Umgebung so bieten). Aber da wären wir wieder bei Punkt 1 ;-)

    So, dann sehen wir mal weiter...


    Es wurde Frühling

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    Und Sommer


    Nur leider änderte sich im Stall insgesamt sehr wenig.

    Für den ersten Winter hatte ich einkalkuliert, dass der Stall eine Baustelle sein würde. Wir kamen ja erst Ende Oktober, da war klar, dass sich nicht viel ändern wird. Das fand ich auch okay. Nur leider passierte auch im Frühjahr und Sommer recht wenig. Wäre für mich auch kein Drama gewesen, nur insgesamt fand ich dafür einfach den Preis sehr sehr hoch. 150 Euro mehr als am alten Stall, der zwar nicht perfekt, aber keine Baustelle war.

    Das einzige was sich änderte war leider, dass unsere super Stallgemeinschaft sich langsam auflöste. Im April machte meine Kutschfreundin den Anfang, im Laufe des Sommers folgten einige weitere. Somit war dieser mega Pluspunkt "Immer wenn ich zum Stall komme, sind nette Leute da, die etwas mit mir unternehmen" leider weg. Dabei hatten wir wirklich ein oder zwei wunderbare Monate - Abends bis 10 gemeinsam am Stall sitzen und die Pferde beobachten, lange Ritte, ....

    Sie sind alle nicht weit weg gegangen - aber weit genug, dass man sich halt nicht mehr automatisch trifft.


    Als dann - nach dem warmen, trockenem Sommer - auch noch eine Preiserhöhung von 20-50 Euro für November angekündigt wurde, war auch für mich klar, dass ich den Stall wieder wechseln werde. Der Preis war vorher schon - für das was geboten wurde - extrem hoch, mehr war einfach nicht drin.


    Vorher habe ich aber noch mit einigen Stallkolleginnen zwischendurch immer mal wieder ein paar Bilder gemacht :)


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    Und ehrlich gesagt - normal bin ich ein großer Feind davon Pferde frei zu lassen auf nicht eingezäunten Bereichen - hier ist es aus der Situation entstanden und war direkt hinter dem Stall...


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    Oh, jetzt habe ich hier wirklich seit 2 Jahren nicht mehr geschrieben...

    Dabei ist so viel passiert!

    Unter anderem 3 oder 4 Urlaube, Stallwechsel....


    Hier einmal der Beginn


    Herbst 2017: Neuer Stall – Neues Glück?


    Ich habe mir die Suche nach einem neuen Stall nicht leicht gemacht. Gab es doch viele Punkte, die mir wichtig waren – allem voran, dass ich so bald nicht wieder wechseln wollte. Also habe ich eine kleine Liste mit den interessanten Randpunkten erstellt und viele Ställe abgeklappert.

    Ganz oben standen

    - Das Pferd muss so viel wie möglich raus

    - Keine Innenbox wegen der Husterei …

    - Vollpension!

    - Die Kutsche muss mit

    - Freie Trainer-, Tierarzt- und Hufschmiedewahl

    - Pferd muss auf 4 Füßen beschlagen bleiben (wegen der Kutsche…)

    - Der Wald muss in bis zu einem km reitbar erreichbar bleiben

    - Ich möchte in der Mittagspause zum Pferd – maximaler Weg zur Arbeit ca. 10 Minuten

    - Gerne mit Reithalle und Reitplatz


    Ja – soweit so gut. Vor allem die beiden räumlichen Kriterien haben den möglichen Kreis natürlich sehr eingeschränkt.

    Trotzdem (ich bin ja kompromissbereit) habe ich 2 Ställe gefunden, die mir beide sehr gut gefallen haben. Einen relativ großen Stall mit 80 Pferden, Reithalle, Dressur- und Springplatz, ca. 800m vom Wald entfernt. Allerdings Box mit „lediglich“ 8 Stunden Weide am Tag. Im Winter völlig okay, im Sommer etwas schade. Der zweite Stall war etwas kleiner – 18 Pferde, direkt im Wald. Neue Pächter auf einer alten Anlage, die im Juli begonnen hatten den ehemaligen Boxenstall in einen Offenstall mit Paddocktrail umzuwandeln. Reithalle und großer Reitplatz. Super Konzept – Heufütterung im Sommer und Winter ganztags, Bewegungszwang zwischen Weide, Heu und Wasser, 2 getrennte (recht kleine) Liegehallen. Dafür auch ein sehr stolzer Preis und die Hufeisen mussten runter.

    Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber (auch durch das Zureden verschiedener Freundinnen) ich habe mich für den „kleineren“ Offenstall entschieden. Letztendlich ausschlaggebend war die Überlegung, dass man dort bestimmt nie wieder einen Platz bekommt, wenn gehalten wird was versprochen ist und man andersherum im großen Stall wahrscheinlich immer was bekommt.

    Also ein paar letzte Details mit den wirklich sehr netten Stallbesitzern besprochen, die Eisen runter und los ging es. Ein eigener „Sattelschrank“ ließ sich über Kleinanzeigen finden und auch sonst war ich optimistisch. Sofort habe ich nette Leute kennen gelernt und auch das Pony schien sich vorerst ganz wohl zu fühlen.


    Es war alles noch etwas im Umbau - die neuen Pächter waren auch erst seit 3 Monaten da und lebten noch in einer Box, weil das Haus noch nicht fertig war...


    Winter 2017/2018


    Dann kam der wirklich elendig lange und nasse Winter. Die Besitzer schafften es vor dem ungefähr 3 Monate andauerndem Regen grade noch die Heuraufen zu erstellen und 2 Reihen Paddockplatten drum herum zu legen. Auch das Dach der Raufe haben sie noch irgendwie hinbekommen.



    Danach war an Arbeiten im Freien leider einfach nicht mehr zu denken. Damit die Pferde nicht nur in der Matsche standen wurde ein Stück gepflasterte Fläche zum Paddock gegeben. Durch die Kombination von Matsche und Asphalt hatte mein Pony allerdings bereits ohne Bewegung durch mich so hohen Abrieb an den Hufen, dass sie vorübergehend auf allen 4 Beinen lahm war. So konnte das nicht weiter gehen. Mein Schmied schlug (extrem teure) „Klebeeisen“ aus Gummi vor, also gesagt getan. Pony lief wieder. Allerdings hielten die „Eisen“ leider nicht die versprochenen 8 Wochen, sondern lediglich 4 – mag an dem Wetter gelegen haben, ärgerlich war es trotzdem.



    Außerdem habe ich angefangen einzudecken um Verspannungen vorzubeugen. Nach einigem hin und her und da das Pony nicht tritt, konnte ich mich mit den Stallbesitzern auf Eisen vorne einigen, dafür war ich wirklich dankbar. Das Pony und das Portmonee auch ;-) Insgesamt war es ein sehr teurer Winter.


    Aber eine Halle zu haben ist schon Luxus ;-)


    Dafür habe ich eine Miteinstellerin kennen gelernt, deren Hafi auch gefahren sein sollte! Das wollten wir ausprobieren. Da er ein sehr cooles und unerschrockenes Tier ist, das auch an der Doppellonge geht haben wir es gewagt und ihn einfach eingespannt. Wir konnten bereits beim zweiten oder dritten Mal genauso relaxt fahren wie mit meinem Pony. Ein Traum.

    Der logisch folgende Schritt war – das muss auch 2-spännig gehen. Hier hatten wir zwar deutlich mehr Respekt, aber da beide einspännig top waren und sich gut verstanden haben wir es im Frühjahr einfach gewagt. Und 2-spännig fahren ist einfach sehr schön…


    Und unsere Ponys sind eh die besten ;-)

    Das Pony hatte mittlerweile für hinten Hufschuhe, sodass auch längere Fahrten kein Problem waren.


    Über Ostern waren wir dann mit mehreren Stallkollegen im Emsland mit den Pferden. Sehr schöner und entspannter Urlaub – ich war begeistert!


    Frösche gab es


    Seen


    Wald


    Eine kleine Rast


    Und Begeisterung beim Pony ;-)

    Ich habe diesen Thread vor rund 3 Jahren ja mal erstellt und muss sagen, ich bin mal wieder über ähnliche Thematik schockiert ...

    Habe - nur um zu reduzieren, ein bisschen aus Langeweile und ohne finanzielle Hintergedanken - ein paar Pferde bei Ebay Kleinanzeigen eingestellt und bin erstaunlich viele zu (wie ich finde) erstaunlich fairen Preisen erstaunlich schnell los geworden. Und hab mal wieder (Ich glaube 2016 hatte ich auch so eine Phase) deutlich über 500 Euro mehr auf meinem Konto, quasi ohne nennenswerte Veränderungen auf meinen Regalen wahr zu nehmen. Das fasziniert mich dieses Mal eigentlich am Meisten - es werden zwar weniger Pferde, aber sie nehmen nicht weniger Platz weg... Sehr kurios ;-)

    Und zwischen 2015 und jetzt habe ich bestimmt 20 Pferde abgegeben - und dabei dachte eigentlich, dass ich so viele doch gar nicht habe...


    Auf jeden Fall habe ich jetzt so viele verkauft, dass ich fast darüber nachgedacht habe mal ein neues zu erwerben ;-)


    Edit: Ich habe grad mal nach anderen Pferden auf Ebay und hier im Forum geschaut - vielleicht sind meine Preise doch eher von vorgestern und die Pferde gehen deswegen so gut weg. Sehr krasse Preisentwicklung (falls die Pferde wirklich zu den Preisen weg gehen, was ich fast nicht glauben kann) ....

    Das hat sich auf jeden Fall gelohnt, Ameland ist wunderschön und mit Pferden ist dort einfach total viel möglich, ich kann es nur empfehlen. Auch ohne eigenes Pferd, man kann dort auch geführte Strandritte machen...


    Und natürlich hab ich noch Galopp am Stand für euch :) - so richtiger "Kleinmädchentraum"



    Ponyhof ²


    Mein Leben ist ja so oder so ein bisschen "Ponyhof", aber Anfang September haben wir dem ganzen die Krone aufgesetzt


    - das Pony und ich waren auf Ameland für 2 Wochen -


    Das war der mit Abstand schönste Urlaub des Jahres und einfach nur traumhaft. Zwar war die Fahrt (wir hatten nur einen 80er Hänger) mit 300 km zur Fähre, ewig warten weil die Fähre Verspätung hatte und noch 10 km auf der Insel total lang und anstrengend, aber es hat sich total gelohnt. Zum Glück war ich mit 2 Bekannten da, sodass wir unterwegs immer mal telefonieren konnten und die (Bei-) fahrer tauschen. Vor Ort hatten wir dann bis auf einen einzigen Regentag 2 Wochen lang Sonne und 18-20 Grad - perfektes Reitwetter.
    Es gab Wald und Strand und Dünen - wir waren viel unterwegs - aber Bilder sagen wohl mehr...







    Paardenreddingboot






    So, irgendwie ist das komplette Forum das letzte halbe Jahr zu kurz gekommen, aber heute regnet es und vor ein paar Tagen habe ich neue Bilder mit dem Pony gemacht, da bin ich vorher irgendwie ewig nicht zu gekommen. Aber es macht ja doch Spaß und das Ergebnis ist für "wir haben uns elendig verritten, sind durchs Unterholz und haben dann nur eine kleine Lichtung gefunden" ja gar nicht so schlecht ;)




    Aber irgendwie geht meine normal Seite zum hochladen von Fotos nicht mehr - aber Problem behoben, hoffe die Bilder gehen jetzt :)







    Guten Morgen zusammen :)
    Ich sehe das Problem ganz ehrlich auch nicht. Klar - ich finde das Ganze mit der Zeitumstellung irgendwie total überflüssig - aber abgesehen davon werde ich morgen ganz normal um halb 7 wieder auf der Arbeit sein :) Ja, vielleicht bin ich dann müde, aber seien wir ehrlich - das ist ja Montags generell häufiger der Fall ;-) Ansonsten halte ich es wie Sinela. Ich schaue auf die Uhr und die dort stehende Uhrzeit gilt. Ohne wenn und aber und übrigens auch ohne das ich darüber nachdenke.
    Ich glaube auch, dass viele Menschen Probleme haben, gerade weil sie darüber nachdenken. Ansonsten ist es ja durchaus üblich mal morgens müde zu sein, wenn es abends etwas später geworden ist (zumindest bei mir). Geht man halt etwas eher ins Bett und dann passt es Dienstags oder Mittwochs wieder. Auch was die Kinder angeht - klar, meine Erinnerungen an das Kindergartenalter sind dünn, aber insgesamt habe ich überhaupt keine Erinnerungen an die Zeitumstellungen als Kind (und so lange ist das nicht her). Scheint mich also bereits da nicht beeinflusst zu haben. Und es hat halt nie jemand Getöns drum gemacht, es war halt so.
    In dem Sinne - einen schönen Sonntag!

    Ich meine es wurde so gegen halb 5 oder 5 dunkel - die 7 Uhr, die wir angenommen hatten waren wirklich eine totale Fehleinschätzung. Und im Grunde natürlich eine total lächerliche, aber so ist das ja manchmal. Aber es war wirklich warm. So 15 Grad würde ich schätzen. Auf jeden Fall brauchte ich meine richtige Jacke nicht anziehen, die Strickjacke hat gereicht. Es war wirklich ein extrem warmer Winter...
    Ich wohne in Dortmund und das Pony wohnt tatsächlich etwas nördlich von Datteln (in der Nähe vom Katenkreuz, kurz vorm Jammertal) und ich arbeite auch in Datteln, daher passt das wegetechnisch ganz gut :)


    Winter 2015 / 2016



    15.12.15
    Der Winter war warm und mild – mehr lässt sich dazu eigentlich nicht sagen :).




    19.12. - in Strickjacke...


    Viele Ausritte, ein liebes Pony und als ich bei einem Weihnachtsbaumverkauf Ponyreiten angeboten hab blühte auf dem Feld nebenan der Raps. Eigentlich blühte der Raps den ganzen Winter…



    Heiligabend (oder Nachmittag)


    Ein Highlight war allerdings noch, das meine Stallbesitzerin mich gefragt hat, ob ich nicht den Sankt Martin im Ort machen möchte – natürlich wollte ich!
    Und das Pony hat sich echt anständig benommen. Auch wenn ich persönlich ein wenig Angst um unsere Schweifhaare hatte, weil in den Kirchenfenstern von außen echte Kerzen standen und der Hof (zumindest gefühlt) recht beengt war und auch um die Füße der Kinder (4-fach beschlagen mit Stollen, wegen dem Kutsche fahren). Aber es ist alles gut gegangen.



    2015


    Und so wurden wir dieses Jahr wieder gefragt und ich war wiederum sehr beeindruckt vom Pony. Der Beginn des Zuges war in einer – wirklich kleinen – Gasse, vielleicht 2-3 Meter breit und so 20 Meter lang. Vorne stand das Polizeiauto mit Blaulicht, dann kamen wir und relativ direkt hinter uns die Kinder mit den Laternen und Eltern mit Fackeln. Und dort haben wir einige Minuten gestanden, bis es endlich los ging. Pony war zwar angespannt (Kopfschlagen), aber hat sich mega am Riemen gerissen und hat nicht ein Bein bewegt. Auf die Probe gestellt wurde mein Vertrauen nur etwas, als aus einem Gartentor direkt neben mir (die einzige Stelle, wo keine hohen Häuser waren), ein Mann mit Fackel kam und fragte, ob er vorbei gehen könnte – klar – kein Thema. War es zum Glück auch nicht ;-).
    Und dann ging es zum Glück irgendwann los und das Pony durfte sich endlich wieder bewegen. Dann ist sie deutlich weniger gestresst. Vorne geht auch immer die Stallbesitzerin mit, um im Notfall eingreifen zu können, da das Pony von unten in der Regel besser zu händeln ist.



    2016


    Man kann mit Sicherheit unterschiedlicher Meinung sein, ob es sinnvoll ist ein Pferd einer solchen Stresssituation – die es eindeutig ist - auszusetzen, aber ich mache das eigentlich ganz gerne. Ich denke je mehr stressige Situationen Pferd und Mensch gemeinsam meistern, desto routinierter und gelassener werden sie zusammen, weil sie merken, dass auf den anderen Verlass ist (und das geht in diesem Fall und auch z.B. beim Wanderritt eindeutig in beide Richtungen, ich war auch im Stress …). Ich denke Grenzen werden dadurch weiter, dass man sie erreicht, oder auch kurzzeitig darüber hinausgeht (natürlich ohne zu überfordern und in angemessenem, möglichem Rahmen), oder platt gesagt: „Was einen nicht umbringt härtet ab.“


    Wie denkt ihr darüber?

    Ja, um den Sattler bin ich auch echt dankbar - aber der hat es auch einfach nicht nötig einem etwas aufzuschwatzen, der verkauft (durch seine enorm große Auswahl) auch so einfach sehr gut.


    Wanderritt 2015

    Bereits im Verein an der Nordsee habe ich ja schon an einigen Wanderritten teilgenommen und hatte natürlich auch das große Ziel, irgendwann mal mit meinem eigenen Pferd auf große Tour zu gehen.


    Nur leider hat irgendwie – wie das so ist – immer irgendetwas nicht gepasst.
    Die meiste Zeit natürlich einfach, das ich kein eigenes Pferd hatte ;-).


    Aber das hatte sich ja Anfang des Jahres geändert, nur musste ich leider feststellen, dass es trotzdem nicht so leicht ist jemanden zu finden, der einen auf einen solchen Ritt begleitet.
    Meine Erfahrung ist, dass immer alle sehr begeistert von der Idee sind (Wer möchte nicht gerne ein Pferd, mit dem man einfach losreiten und übernachten kann? – der perfekte Traum von Freiheit), sich die Umsetzung aus verschiedenen Gründen dann aber doch schwierig bis unmöglich gestaltet. Die Liste der möglichen Probleme ist lang


    - Ist mein Pferd gut genug trainiert für 2 mal 20 oder mehr km?
    - Bin ich dafür gut genug trainiert?
    - Passt das Sattelzeug?
    - Ist das Pferd ausreichend sicher in verschiedenen Situationen?


    Und dann natürlich noch das Hauptproblem


    - Das Finden eines gemeinsamen Termins und eines Ziels



    So bin ich im Laufe der Zeit zu der Überzeugung gelangt, dass der Weg vom Träumen in die Realität einen wirklich großen Sprung bedeutet – auch wenn ich es eigentlich anders kennen gelernt habe.
    Irgendwann Ende September oder Anfang Oktober sprach ich das Thema dann (im Grunde zufällig) bei einer Mitreiterin beim Ausritt an. Und – gewohntes Bild – sie war begeistert und fand die Idee toll. Soweit so gut, wir redeten auch darüber, dass so etwas ja sowieso nie klappt und wie ätzend das ist.


    Und dann haben wir einfach ein Wochenende raus gesucht an dem wir beide Zeit hatten und angefangen eine Unterkunft zu suchen die auch Pferde aufnimmt :). Geplant war ein Wochenende Ende Oktober meine ich, an dem aber extremst schlechtes Wetter angekündigt war, sodass wir den Termin noch einmal verschoben haben.
    Geritten sind wir dann Anfang November. Allerdings sind wir zugegeben vielleicht etwas naiv an die Sache heran gegangen. Lag doch meine einzige Erfahrung darin mitzureiten und ihre ging gegen Null.
    Wir haben also einen Hof rausgesucht, gebucht und wollten vor dem Abritt unser Zeug mit einem Auto dort vorbei bringen und das Auto dort parken. Der Hof lag 25 km entfernt, wobei die ersten 15 km Haard waren und die letzten 10 eher über Land gingen (zumindest bei Google Maps, in echt haben wir uns das nicht angesehen). Geplant haben wir ca. 5 Stunden Ritt und sind davon ausgegangen, dass es gegen 7 dunkel wird. Also sollte es reichen gegen Mittag los zu reiten und wir haben uns um 10 oder 11 am Stall getroffen, weil wir ja noch die Sachen dorthin bringen wollten und Pferde fertig machen mussten. Das hat dann insgesamt aber deutlich länger gedauert, als geplant, weil der Weg mit dem Auto eher 40 km betrug, wir natürlich hin und zurück fahren mussten und auch noch etwas mit den Hofbesitzern dort gequatscht haben…


    Los geritten sind wir dann erst um halb 2. Aber das sollte ja kein Problem sein und die Zeit trotzdem locker reichen. Und es war toll! Sonne, 15°C und eine super Truppe mit unseren Pferden und einem Hund. Naja – mein Pferd ist etwas langsamer als ihres, aber das sind wir ja gewohnt. Ein toller Ritt durch den Wald mit vielen uns unbekannten Wegen. Anschließend mussten wir einen Kanal und 2 Autobahnen queren und auch das haben unsere drei gemacht ohne mit der Wimper zu zucken.



    Mein absolutes Highlight (ich gebs ja zu, ich lebe ganz gerne in dieser industrialisierten Gegend ;-)) war dann – Sonnenuntergang über dem Chemiepark Marl!
    Aber das war dann auch der Zeitpunkt wo wir anfingen uns zu wundern, war es doch gerade mal halb 5 oder 5. Und die Sonne ging unter und wir hatten wohl noch so 7 oder 8 Kilometer.
    Wir haben dann das Tempo etwas angezogen und haben den Weg entlang der Hauptstraße gewählt um uns nicht zu verreiten. Das war dann landschaftlich nicht mehr so schön und als wir um halb 7 ankamen, hatten wir die letzten 2 oder 3 Kilometer echt im Stockdunklen gemacht. Waren dann auch sehr froh endlich angekommen zu sein und sehr platt – Dunkelheit und Hund an der großen Straße haben schon etwas gestresst, obwohl wirklich alles super geklappt hat!
    Abends waren wir dann nur noch in einer Pizzeria und froh, dass wir das vorher abgestellte Auto da hatten :).


    Am nächsten Tag haben wir dann zugesehen den Hof pünktlich zu verlassen um die Zeit im Hellen zu nutzen. Außerdem haben wir nicht wieder die Hauptstraße genommen, sondern einen etwas abseits gelegenen, deutlich schöneren Weg. Erstaunlicher Weise war auf dem Rückweg mein Pony deutlich schneller, als das große Pferd meiner Mitreiterin.



    Er war cool, während das Pony total aufgedreht war und schnellstmöglich nach Hause wollte – da habe ich erstmal gemerkt, was für eine Energie sie hat und wie leistungsfähig sie wirklich ist! Zusammengefasst hatten wir ein sehr schönes, sehr anstrengendes Wochenende und natürlich die besten Pferde der Welt :).



    Außerdem bin ich den gesamten Weg nach Karte und Kompass geritten und hatte das Navi nur nebenher laufen um hinterher eine Übersicht zu haben.


    Und aus unseren planerischen Fehlern können wir nur lernen ;-).
    Und packen würde ich heute wohl auch anders...

    Danke :)


    Ja, mit dem Sattler bin ich auch total zufrieden. Mit dem Sattel natürlich auch - der hat mich bis jetzt noch in jeder Situation an Ort und Stelle gehalten, obwohl ich sehr locker gurte und wenig nachgurte. Trotzdem waren Steigungen, schnelle Ritte und auch mal ein Sprung nach rechts oder links mit diesem Sattel nie ein Problem.


    Und - ich greife da mal etwas vorweg, weil es grad inhaltlich passt - der Sattler war immer entgegenkommend.
    Diesen Sommer hatte ich mit dem Sattel nämlich tatsächlich ein Problem - auf einer Seite blieb eine handtellergroße Fläche nach dem reiten trocken, während der Rest geschwitzt war. Ich natürlich erstmal große Panik, möchte man doch einen perfekt passenden Sattel für sein Pferd! Ein Anruf beim Sattler beruhigte mich aber, da der gleich viele andere Ideen hatte, wie es zu diesem Problem käme.
    1. Die Pferde stehen auf der Weide und legen daher (grad die Ponys) besonders an beschriebener Stelle zu, sodass der Sattel dort natürlich enger wird. Für 2 oder 3 Monate einen neuen Sattel kaufen, würden sie mir aber nicht empfehlen.
    2. Das Pad könnte durch sein und nicht mehr polstern (naja, es war zumindest sehr dünn und ich habe mal ein neues gekauft)
    3. Der einseitige Fleck lässt darauf schließen, dass ich schief sitze und daher den Sattel ungleich belaste. Da würde auch ein neuer Sattel nichts dran ändern (und ja, wie recht sie hatte, dass ich den Sattel oft gerade rücken muss war auch mir schon aufgefallen).
    Fazit - solange das Pferd gut läuft, es keine Stichelhaare gibt und das Pferd sich beim Satteln nicht wehrt oder bemerkbar macht - abwarten.


    Habe ich dann auch gemacht (und Reitunterricht genommen) und wahrhaftig - das Problem hat sich gegeben.


    In meinem Kopf stellt sich jetzt natürlich die Frage, ob es sinnvoll ist für den Sommer einen Zweitsattel zu haben, aber das erübrigt sich wohl aus rein praktischen Gründen ;).


    Diese Beratung gab es kostenfrei am Telefon. Mit dem Angebot vorbei zu kommen, aber eigentlich sei das nicht nötig.


    Das Jahr 2015 zog sich dann im weiteren so hin und es ist wenig aufregendes passiert. Im Sommer war ich viel im Urlaub und das Pony hatte frei.
    Die Highlights kamen dann erst in der zweiten Jahreshälfte. Zuerst sei meine neue Kutsche genannt, die ich mir zum Geburtstag geschenkt habe und mit der ich seitdem viel unterwegs bin! Endlich nicht mehr nur zu zweit fahren, sondern auch mal ein oder zwei Leute mehr mitnehmen können! Eine meiner besten pferdetechnischen Anschaffungen :)



    09 / 15