Pferdebücher, die nur dank dem Modellpferdehobby entstanden

  • Hallihallo alle zusammen!


    In diesem Post möchte ich meine Arbeit vorstellen und wie ich überhaupt dazu kam, Bücher zu schreiben.

    Und als Spoiler vorweg: Das Modellpferdehobby hat viel dazu beigetragen.


    Am 11.11.2017 war es endlich soweit! Ich drückte auf den Absenden-Button bei BoD, dem größten Deutschen Verlag für Self-Publisher.

    Self-Publishing ist eine besondere Form der Buch-Veröffentlichung, denn anstatt sich auf die lange Odyssee der Suche nach einem Verlag zu begeben,
    kann der Autor hier sein Buch einfach selbst veröffentlichen - unter der Bedingung, dass er Korrektur, Lektorat, Covergestaltung und Satz selbst erledigt
    (oder teuer mit dazubucht). Da ich von Beruf aus Mediengestalterin bin, war allein die Gestaltung kein besonders großes Hindernis für mich.

    Beim Korrektorat halfen Freunde und Familie.


    Also war es endlich geschafft - der finale Schritt zum eigenen Buch! Und wenige Wochen später war "Erren-König der Räuber", die Pferdegeschichte der etwas anderen Art,

    mehrere Wochen lang auf Platz 2 der BoD Bestsellerliste!


    Aber wie kam es dazu?

    Lasst mich damit beginnen, dass ich schon immer ein kreativer Krauskopf war, der sich die verrücktesten Geschichten zusammengesponnen hat. Wenn ich Playmobil spielte, dann spielte ich nicht "Bauer und Bäuerin versorgen die Tiere" sondern "Die Tiere bilden zusammen ein Komplott und brechen aus dem Bauernhof aus". Die Menschen flogen bei mir immer schon in der Ecke herum, denn ich liebte sprechende Tiere über alles. Ich bin eingefleischter Disney Fan, also waren sprechende Tiere doch nichts ungewöhnliches, oder?

    Als ich dann in der Grundschule merkte, dass die anderen immer nur mit Babypuppen, Barbies und anderen Sachen spielten, war ich erst mal verwirrt. Beim "Mutter-Vater-Kind" Spiel wollte ich immer der liebe, sprechende Haushund sein xD Menschen waren schließlich voll öde. Was musste man auch die Großen nachmachen? Die waren doch voll langweilig!


    Mittlerweile hat sich in dieser Hinsicht zwar so einiges in meinem Kopf geändert, aber ich bin froh, dass es so war wie es war.


    Irgendwann begann ich mit meiner besten Freundin, uns eigene Spiele auszudenken. Wir spielten "Straßenhunde" oder "Pferdeherde" oder einfach nur "Springreiten" nur ohne den Reiter. Denn der war ja doof. Im Grunde genommen habe ich da so richtig angefangen, mich mit Tieren in der Hauptrolle auseinanderzusetzen.


    Jahre Später - 2010 um genau zu sein - stieß ich dann auf das Modellpferdehobby. CinnamonMewMews Modellpferdeserie "Conquering Tide" war damals DER Shit für mich :saint: Deshalb stand für mich fest - Das will ich auch machen. Und so wurde "Silver Proud" geboren. Der silberne Andalusier, der seine Herde vor einer bösen Zauberin retten muss.


    Wieder einige Jahre später kam dann "Vengeance Rain" von Foxglory123 heraus. Für alle, die es nicht kennen: Vengeance Rain ist buchstäblich Game of Thrones mit Breyerpferden. Die Idee Pferde in eine Menschenwelt zu setzen fand ich so genial, dass ich - wie so viele andere- meine eigene Geschichte in dieser Art drehen wollte und so wurde meine Serie "Brothers" geboren.

    In der Zeit, in der ich Brothers drehte, entwarf ich Charaktere, baute meine Königreiche auf, entwickelte Bräuche und Trachten für die einzelnen Häuser. Es wurde eine Karte gezeichnet und schließlich musste es in so einem großen Königreich auch Räuber geben.


    Das war die Geburtsstunde von Erren. Zuerst sollte die Story nur ein Spin-Off zur eigentlichen Brothers Story werden, letzen Endes wurde es dann aber ein eigenständiges Kurzabentuer über eine Prinzessin, die einer Zwangsheirat entflieht und einem brutalen Räuber in die Fänge läuft, der sich unsterblich in sie verliebt.


    Erren ist ein Rüpel, ein Mörder und ein Gesuchter. Mit seinem Schwert Feuerstreich nimmt er es mit jedem auf, der sich seinen Plänen in den Weg stellt. Inspiration für Pferde, die mit Schwertern kämpfen war wohl diese eine Szene aus dem Film "Rapunzel - neu verföhnt" in der Maximus mit Eugene kämpft. Eigentlich lustig, wenn man darüber nachdenkt.


    In den Serien wirkte das auch alles ganz harmonisch und easy. Man pappte einem Pferd ein Schwert ans Maul oder einen Bogen und ließ es damit interagieren. Den Rest machte die Phantasie.

    Aber wie zur Hölle beschreibt man ein ganz normales, nicht anthropomorphes Pferd, das mit Pfeil und Bogen schießt? Die Vorstellung allein ist mega merkwürdig.


    Es könnte zum Beispiel den Bogen an einem Vorderhuf festbinden und die Sehne mit den Zähnen nach hinten ziehen. Aber dann behinderte der Bogen doch beim Laufen. Vielleicht wäre es möglich, den Bogen zwischen den beiden Vorderbeinen zu halten und so abzuschießen - aber nein - zu instabil. Es geht einfach nicht. Eine modifizierte Armbrust hingegen - die wäre möglich. Sofern das Pferd sie irgendwie gerade halten und den Schuss mit einem Zusammenbeißen der Zähne abfeuern kann.


    Hirnschmalz pur, sage ich Euch!


    Und so musste ich lernen, für meine Fabeln um die Ecke zu denken. Wie sieht eine Schusswaffen für ein Pferd aus? Wie sieht ein Schwert für ein Pferd aus? Wie könnte ein Pferd einen Bogen betätigen? Wie sollen sich Pferde die Haare Machen oder Schnallen zuziehen, wenn sie keine Hände haben?

    Die Antwort ist in manchen Fällen simpel: Gar nicht. Denn manche Dinge gehen einfach nicht in so einer Welt. Wenn ein Pferd Dinge nicht mit dem Maul oder durch das Festhalten mit einem Huf machen können, werden sie einfach umgangen. Aus.

    Man sollte aber auch bedenken, dass die Pferde in dieser Welt es gewohnt sind, alles mit dem Maul zu erledigen, also haben sie eine gewisse Übung darin. Schwierige Dinge, die ein Pferd bei uns womöglich nicht könnte, wären also trotzdem möglich.


    Eines führte zum Anderen und nach Erren brach ich mit "A3360-Opfer der Wissenschaft" den "Mittelalter-Fluch", von dem jeder nachsagte, dass er von Foxglory123 stammte (was ja auch stimmte). Aber mit dem Betreten von neuem Terrain schaffte ich mir wieder eine neue, modernere Welt mit Autos, Pistolen, Laboren, Wissenschaftlern und vielen mehr.


    Mit jeder Welt, die ich auf diese Art mit meinen Worten erschaffe, muss ich also so genug Bilder in die Köpfe meiner Leser säen, damit die Geschichten in ihren Köpfen realistisch werden. Es sind Fabeln, Fantasieabenteuer, aber auf eine ganz eigene, nie dagewesene Art aus der Sicht von Pferden erzählt, die anstatt der Menschen die Welt übernommen haben. Die zur Schule gehen, Jobs haben, abends vor der Glotze sitzen oder einfach nur die Zeit mit ihren Freunden genießen - genau wie wir.

    A3360, das beliebteste (und meiner Meinung nach spannendste) von allen meinen Büchern, ist bereits in den Startlöchern, um im November in die Buchläden zu kommen, also haltet die Augen offen :D


    Ich hoffe, ich konnte euch durch diesen Post einen kleinen Einblick in mein schreiberisches Arbeiten geben und hoffe, dass ich vielleicht noch ein paar weitere, angehende Autoren inspiration sein konnte, um ihrer eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen!


    Bis zum nächsten Post! Haltet die Ohren steif!


    Pfötchen!


    PS: Alle meine Geschichten gibt es auch auf Wattpad als Leseprobe oder (wenn noch nicht ganzfertig gestellt) als Alpha-Vollversion kostenlos zu lesen!

    Mein Name dort ist "CourageousSam"

  • Hallo:)


    Es ist sehr schön noch einmal zu lesen, wie es zu all deinen Geschichten kam und wie sich all dies entwickelt hat.


    Ich für meinen Teil habe Erren schon gelesen und freue mich darauf, auch A3360 ab November (hoffentlich habe ich mich nicht verlesen) in den Händen zu halten.


    Liebe Grüße