Verbesserung eines Ritters - WIP

  • Wie inzwischen bekannt, habe ich einen schicken, goldenen Ritter von Brown Arts erworben. Nachdem ich versucht habe, ein bisschen mit ihm zu spielen (aka zu bewegen), habe ich festgestellt, dass er zwar auf den ersten Blick fantastisch aussieht, Verbesserungen aber durchaus möglich sind.


    Und ja, ich habe mir so für zwei Minuten überlegt, ihn wieder zu verkaufen. Aber nachdem ich sein Pferd mit Schweifbruch nun auch schon habe, habe ich mich entschlossen, ein bisschen was an ihm zu ändern.


    Angefangen mit seinen Panzerschuhen. Dies sind die einzigen Füße, die er hat. Möchte man andere Füße, muss man sich die erst besorgen (dafür hat er, warum auch immer, 7 alternative Hände ohne Panzerhandschuhe). Diese Panzerschuhe sehen fantastisch aus, sind aber von unten hohl. Besonders wenn er auf seinem großen Pferd sitzt, könnte das doch mal blöd aussehen. Deshalb habe ich mich entschlossen, den Hohlraum mit Küchenpapier auszustopfen und braune Ledersohlen unten drunter zu kleben, um die Illusion von Wendeschuhen zu erzeugen:




    Ich habe mir zuerst überlegt, den Hohlraum mit Apoxie zu füllen. Habe ich aber bleiben lassen, weil man damit zwar einen günstigeren Schwerpunkt bekommt, sich aber auch das Risiko erhöht, dass die Füße von den Kugelgelenken fallen. Macht vielleicht nicht soviel, wenn man ihn hinstellen möchte. Da meiner aber reitet, kann ich das nicht brauchen.


    So, dann werde ich mal mit Leder und seiner Beinpanzerung rumspielen. Hoffen wir mal, dass der Kleber hält. Kann man in galvanisiertes Metall eigentlich Löcher bohren, ohne dass die Galvanisierung abplatzt?


    Ach ja, eine Veränderung habe ich schon vorher gemacht, weil es mir so furchtbar auf die Nerven gegangen ist. Bei meinem ist der Radius des Oberarmpanzers, der am Schulterpanzer hängt, einen Ticken zu eng, um sauber auf dem eigentlichen Oberarmpanzer aufzuliegen. Also habe ich die zu engen Teile ganz vorsichtig erhitzt (mit meinem Haarfön, in der obersten Stufe ist er eher eine schwache Heißluftpistole) und mittels zweier gepolsterter Flachzangen gaaanz vorsichtig auseinandergebogen. Nicht viel, aber es hat gereicht, dass sie jetzt sauber aufliegen. Das ist schonmal eine wesentlich Verbesserung in Look und Funktion.

  • Wenn die Galvanisierung gut gemacht ist, sollte eine Bohrung problemlos funktionieren. Sind auf den Flächen Bläschen oder Beulen zu entdecken, dann wäre das ein Hinweis auf schlechtere Galvanisierung und Verarbeitung. eventuell die Stelle vor dem Bohren mit Lack bestreichen, dies würde eine Rissbildung verhindern. Klebeband hätte den Nachteil, das es beim Entfernen die Oberfläche abheben könnte.

  • Okay, wenn es nötig sein sollte, werde ich es mit Klarlack versuchen. Ich werde aber versuchen, mit dem auszukommen, was an der Rüstung dran ist. Ich denke, dass ich damit hinkomme, notfalls andere Lederstücke anzubringen.

  • Ui, sehr schick und tausendmal besser als dieses ... Shirt, das er anhatte. Die Kontrastnähte sind cool (und irgendwie hat das was von Korsage :D). Und Alegria(s Po) macht sich gut als Ablagefläche. :head:

    Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden.


    (Bertolt Brecht, 1951)


    Kein Krieg nirgends.

  • Naja, das ist halt mal eine eng einen Männerkörper umschließende Klamotte (nicht der heute übliche Schlabberlook). Wenn Mann gut gebaut ist, hat das schon was. Aber auch mit Brustpanzer sieht er echt gut aus, finde ich. Den jungen Mann wollte ich ja nicht nur wegen des historischen Wertes.


    Die Umbastelung ist soweit abgeschlossen:



    Den Rest des Kettenhemdes könnte man jetzt noch als bauchfreies Muscleshirt benutzen. Aus dem Kettenrock ist mehr eine Boxershorts geworden. Das gab es auch und es sieht besser aus IMO.


    Die Befestigung der Schulterteile habe ich sehr geändert. Jetzt drücken sie nicht mehr auf die Armpanzerung, und die Panzerhandschuhe fallen auch nicht mehr ab. Schon sehr viel besser.


    Jetzt werde ich ihn wieder anziehen. Mal schauen, wie ich das mit seinen Piekserchen mache...was man kaufen kann gefällt mir nicht so ganz.


    Außerdem ist das irgendwie alles für Figuren mit Stiefeln oder Kettenpanzer an den Füßen...kein 1 mm dickes Metall. Dürften also nicht ganz passen. Und 20-30 € sind mir dann zu schade.

  • Graf Sigismund haben die hier noch gefehlt:



    Die Räder sind vielleicht etwas groß. Aber ich war so glücklich, dass ich sie nach dem 3. Versuch mit der Blechschere gleichmäßig aus dem Kupferblech ausgeschnitten habe, dass sie jetzt so bleiben.


    Sattelmäßig habe ich jetzt etwas gefunden, das passt und so aussieht, als würde es den Reiter gut abstützen (ich fürchte, dass das notwendig ist. Auch wenn er nicht dick ist, ist er doch sehr schwer): https://commons.wikimedia.org/…he_Posthumus_saddle_1.jpg


    Und ja, ich werde mein Apoxie einfärben und versuchen, es zu gravieren. Interessant hier finde ich die Farbspuren. Waren diese Prunksättel also auch noch bunt? Interessant...wär aber auch kein Problem, da man Apoxie gut bemalen kann.

  • Oha, da hab ich ja einiges verpaßt!

    Wofür ist das (wirklich winzige!) gravierte Stück? :)

    Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden.


    (Bertolt Brecht, 1951)


    Kein Krieg nirgends.