Subsistenz- und Lebenshof Moorblick

  • Sry, bin momentan krank und daher ziemlich platt. Gerade geht es, also bekommt ihr ein bisschen was zum Lesen :D 


    Chapter 1 - P7

    Der Tisch machte sich daran, zügig alles abzuräumen und den Speisesaal zu säubern, für die Küche war der Koch zuständig. Dennoch entschlossen sie sich, ihm zu helfen.


    Gerade wollten Felix und Ben wieder zurück auf ihr Zimmer gehen, als ihnen Joe über den Weg lief. Er reichte Felix eine Salbe und erklärte ihm, dass er diese 2x täglich auf "Steve's" Bein verteilen sollte. Merkwürdige Bilder schossen durch Ben's Kopf.

    Zögerlich hob der Teeny eine Augenbraue und warf seinem Zimmergenossen einen fragenden Blick zu. Der lachte nur und meine: "Komm!"


    Joe war weg - und irgendwie fühlte Ben sich leer und gelangweilt. Gut, würde er mit Felix mitgehen. Was besseres hatte er eh nicht zu tun. Er folgte ihm in einen kleinen Stall, der auf einem Gehege am Rande des Hofes lag. Etwas perplex musterte der Jugendliche das Tor. "Ähm... das weckt unschöne Erinnerungen...", begann er, als er Felix sah, der fröhlich pfeifend durchs Tor ging. "B-Bist Du sicher, dass es ungefährlich ist?", fügte er dann zögerlich hinzu."

    Felix blieb im Tor stehen und drehte sich zurück. "Sei kein Warmduscher!", meinte er trocken. "Komm schon! Wenn es wirklich gefährlich wäre, dann dürfte ich das gar nicht!"


    Er trat in den Stall, ohne sich weiter umzudrehen. Vorsichtig folgte Ben ihm - in einem Auslauf auf der Rückseite des Stalls sah er 3 große, schwarze Stiere, die ihre Nase über das Gatter streckten und flehmten. Ein vierter stand abgetrennt direkt neben den anderen. Sein rechtes Vorderbein war dick bandagiert.

    Sie alle standen auf einer Schicht Stroh und Sägespäne, der ganze Stall wirkte sauber und ordentlich.

    Ben wollte gerade etwas sagen - doch er kam nicht dazu, bevor Felix ihm einen Eimer mit Äpfeln in die Hand drückte. "Komm, Stell dich vor!", meinte er aufmunternd und zog Ben am Arm vorwärts, auf die Rinder zu.


    Er begann bei dem Einzelnen. "Das ist Steve!", erklärte Felix. Er kraulte den großen schwarzen grinsend. "Die da drüben sind Danny, Chin Ho und Lou."


    Ben zog erneut eine Augenbraue hoch. Er lehnte sich an den Balken hinter sich - etwas Abstand gefiel ihm besser. "Lass mich was klarstellen... die Stiere sind nach einer Krimiserie benannt?"

    Felix lachte. "Naja, wir haben so viele Tiere hier, da ist es schwierig, für alle passende Namen zu finden ..."m begann er, "Und es sind Ochsen, keine Stiere. Die sind kastriert."


    Der Jugendliche musterte seinen Kameraded, der nun den Verband am Bein des Rindviehs löste und die Wunde dann misstrauisch betrachtete. Er räumte den Müll weg und kehrte mit einem großen Verbandkoffer zurück. "Ich will ja nich meckern...", meinte Ben. "Aber da hängt was, also wohl doch Stiere."


    Felix begann, fröhlich zu pfeifen. Er reichte Ben eine Brochure aus dem Koffer, in der verschiedene Verfahren der Kastration erklärt wurden. Bei einem war ein Kreuz gemacht - und eine Notiz, die auf georderte Betäubung hinwies. Unter Vorteilen wurde erklärt, dass sie Optik eines Stiers erhalten blieb.


    Der Teeny senkte den Kopf. "Lektion gelernt!", meinte er, während er die Brochure zurücklegte und beobachtete, wie Felix die Verletzung am Bein säuberte, desinfizierte und dann mit der Salbe bedeckte. Er legte erneut eine dick gepolsterte Bandage an. Dann kraulte er nochmal alle 4 Ochsen und packte den Koffer zusammen.


    Felix grinste. "Steve ist mein Pflegetier...", erläuterte er. "Die 4 sind spanische Kampfrinder, die der Tierschutz beschlagnahmt hat. Sie sollten in einer Arena an einem Stierkampf teilnehmen - aber die Haltungsbedingungen beim Besitzer waren nicht in Ordnung."

    Ben nickte. "Ich hab was gegen solche Kämpfe...", begann er. "Aber warum habt ihr sie jetzt?"

    Felix lehnte sich ebenfalls an einen Balken. "Naja, sie sind groß und stark - und können damit hier Hilfsarbeiten auf dem Hof erledigen. So viel wie ein Kaltblut können sie zwar nicht ziehen... aber sie sind auch keine Schwächlinge. Heute früh war ich mit Steve im Obstgarten, ernten. Auf dem Rückweg ist er erschrocken und vom Weg abgerutscht... Jetzt hat er den Schnitt. Das ist nicht gefährlich, muss aber von mir versorgt werden."


    Ben atmete durch. "Kriegst Du eigentlich eine Strafe, weil er sich verletzt hat?" Felix zögerte. "Ja und nein...", meinte er trocken. "Es ist so, dass man Strafen kriegt, wenn das Pflegetier durch vermeidbare Fehler oder Leichtsinn krank wird oder sich verletzt. In diesem Fall ist er erschrocken, weil ein Vogel im Gebüsch direkt neben ihm aufflog - also bekommen ich keine Strafe. Aber ich werde eine kriegen, wenn ich sein Bein nicht 2x täglich richtig versorge."

    Sry, hab grad versehentlich alle Bilder gelöscht -.- Ich kümmer mich sobal es geht um neue Verlinkung!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Nik ()

  • Ah Spannend vorallem Ochse und Stier. ;) Wusste ich übrigens auch schon, bei uns sagen allerdings irgendwie alle Bulle. Und ich bin dann natürlich immer am Klugscheißen.

  • Die Geschichte gefällt mir bisher richtig gut, sowohl die Handlung im Allgemeinen als auch die Charaktere sind einfach sehr authentisch.:)

    Das mit den unterschiedlichen Kastrationsverfahren wusste ich bisher noch nicht, so kann man auch gleich noch etwas dazulernen.^^:thumbup:

  • Endlich habe ich mal Zeit gehabt und konnte in aller Ruhe lesen, was vor Weihnachten immer so eine Frage ist!

    Super tolle neue Story und sehr interessante Charaktere, bin mal gespannt was da so alles ans Tageslicht gezerrt wird und auf das Pflegetier bin ich sehr neugierig!:thumbsup:

    Mir persönlich würde eine Kuh ja sehr gut gefallen, vielleicht sogar mit Kälbchen, aber das wird für einen Anfänger wohl noch nicht machbar sein. Einen eigenwilligen , immer zu Scherzen aufgelegten Esel fände ich als Eselliebhaber natürlich spitze, aber hier stellt sich die Frage: "Braucht solch ein Hof einen Esel?"


    Gute Besserung!

  • Danke Euch :)


    Leona Ich habe mir das angelesen, weil ich rausfinden wollte, ob ich die schwarzen Stiere von Schleich auch ohne Cust als Ochsen laufen lassen könnte...

    Die entsprechende Methode ist unblutig, muss aber von Experten durchgeführt werden, um eine tatsächliche Kastration zu gewährleisten. Dabei bleibt aber die Blut- und Nervenversorgung erhalten, weswegen man es von außen nicht sieht.


    smuggler

    Eine Kuh wäre möglich - am Anfang müssen sie ja nur 1 Aufgabe übernehmen und man bringt ihnen die richtige Versorgung des Tieres bei... es ginge also, er müsste reinwachsen. Da Mutterkuhhaltung herrscht, ginge das auch mit dem Kalb - aber er bekommt vorerst kein Baby anvertraut.


    Wir haben eine Eselskutsche :D

    Aber nein, einen Esel kriegt er nicht. Die wären einander wohl zu ähnlich.

    Sry, hab grad versehentlich alle Bilder gelöscht -.- Ich kümmer mich sobal es geht um neue Verlinkung!

  • Juhu, es geht weiter mit der Geschichte! :)

    Gute Besserung, Nik!

    Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden.


    (Bertolt Brecht, 1951)


    Kein Krieg nirgends.

  • Nik Freu mich schon wenn es weiter geht, nicht nur hier. ;)