Laurea (RPG) - Let the game begin

  • Lumira


    Ich blickte für einen kurzen Moment dem zweiten Mann im Raum hinterher, den ich zunächst gar nicht wahrgenommen hatte und der wohl ein Berater oder etwas in der Art war. Dann sah ich Cathan wieder in die Augen und nickte.

    "Ja, das habe ich." Ich lächelte ihn offen an. "Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich gerne annehmen würde. Vorausgesetzt natürlich, Euer Angebot steht noch... Oder habt ihr über Nacht eine spontane Eingebung gehabt?" Mein Lächeln weitete sich zu einem vorsichtigen Grinsen aus und meine Augen funkelten ihn vergnügt an.

  • Darion

    Oh man, warum war sie so niedlich? Sogar in ihrer Skepsis. Ich lächelte sie an "Du warst einfach noch nicht beim richtigen Schneider. Manche sind wahre Zauberer, obwohl das bei deiner Größr wohl gar nicht nötig wäre." Gespielt grübelnd rieb ich mein Kinn. "Obwohl... du wärst wohl eh eher die Art Elfe, die im Notfall alle vermöbelt, da hilft auch ein hübsches Kleidchen nicht als Tarnung." Dann zwinkerte ich. "Na, dann mal los. Hopp, hopp. Jetzt haben wir die liebliche Wirtin so sehr bezaubert um ein Bett zu haben. Es wäre eine Schande, wenn wir es nicht nutzen können, weil Aena irgendwo eingebrochen ist für ein Bad." Obwohl der Schlaf leider auch immer mit frustrierenden Träumen einher ging...


    Malverik

    Eine Elfe? Alles klar, das war ja gar nicht kitschig oder so...

    Aber ich musste Darion doch in soweit zustimmen, dass ich auhc nur ungern eine Nacht im örtlichen Gefängnis verbringen wollte. Wenn die Herbergen schon so aussahen, wollte ich die Zellen wikrlich nicht kennen lernen. Alleine bei dem Gedanken schüttelte es mich.

  • Cathan

    Ihren Humor hatte die junge Frau über die Nacht wohl nicht abgelegt. Ich schmunzelte. "Ich bin nicht von der Art Mensch, die Eingebungen hat", erwiderte ich amüsiert. "Tretet ein", bot ich ihr an. Nun überlegte ich kurz. "Es freut mich, dass Ihr annehmt. Ich kann tüchtige Angestellte gebrauchen. Zumal Ihr Humor habt und nicht so unverschämt zu sein scheint, wie Eure Vorgängerin." Ich trat an meinen Arbeitstisch heran und durchsuchte einen Stapel Papiere. "Ich sehe nur gerade nach, wie viel Eurer Vorgängerin bezahlt wurde, um zu sehen, wie viel ich Euch dann schulde", erklärte ich.



    Aena Keleis

    Gespielt empört klappte ich die Kinnlade herunter. "Du bist ganz schön unverschämt, weißt du das?", fragte ich in gespielter Beleidigung und schürzte die Lippen, ehe ich doch noch schmunzeln musste. "Aber ich nehme das einfach mal als Kompliment. Ich bin mir sicher, dass du das so gemeint hast." Ich grinste ihn an. Wie konnte er nur so verflucht anziehend sein? Er war anders als die meisten anderen Männer, mit denen ich bis jetzt zu tun gehabt hatte. Er war schlagfertig und humorvoll und ganz offenbar kein bisschen langweilig. Hoffentlich würde er uns noch eine Weile begleiten.

    Aber jetzt sollten wir uns erstmal auf den Weg ins Bad machen...

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide, is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    "Interessant", kommentierte ich seine Bemerkung, "ich werde es mir merken."

    Auf seine Aufforderung hin, trat ich nach kurzem Zögern über die Schwelle in den Raum. Wie schon vermutet, handelte es sich in der Tat um einen geräumigen Büroraum.

    Ein schwerer, hübscher Arbeitstisch (der sicher auch entsprechend teuer gewesen war) fiel direkt ins Auge. Seine massive Gestalt war aber wohl auch nötig, denn es türmte sich einiges an Papier darauf, wenn auch ordentlich gestapelt.

    Als Cathan seine Freude über meine Entscheidung äußerte, quittierte ich das mit einem Lächeln. Und nein, unverschämt war ich hoffentlich wirklich nicht. Zumindest versuchte ich, stets freundlich zu sein. Das klang allerdings ganz so, als wäre ich im Begriff, eine eher vorbelastete Stelle anzutreten. Negativ vorbelastet, was eigentlich nur gut sein konnte, denn so musste ich mich in keinen großen Höhen messen und konnte meine Arbeit hoffentlich deutlich besser machen.

    Cathan war inzwischen zu den Papierstapeln getreten, während ich noch halb verstohlen den Raum bestaunte und versuchte, nicht allzu neugierig oder überwältigt auszusehen. Für jemanden, der hier sein alltägliches Leben verbrachte, musste das sicherlich nervig bis seltsam sein. Aber wenigstens war ich so etwas beschäftigt, denn seine Erklärung, dass er in den Papierstapeln nach Kriterien für meine künftige Entlohnung suchte, brachte mich irgendwie etwas in Verlegenheit. Deshalb wusste ich vorerst auch nichts Klügeres als ein wenig aussagekräftiges "Oh", von mir zu geben. Also ließ ich es vorerst bleiben und begnügte mich mit den Eindrücken und der Wirkung des Raumes.


    //Ich hoffe, die Beschreibungen zwischendrin sind in Ordnung für dich, ich will dir da gestalterisch nichts vorwegnehmen xD

  • //alles bestens, ich überlass das besser dir, du bist die Spezialistin was Beschreibungen angeht xD


    Cathan

    Ich schmunzelte, ob ihrer Antwort. Sie war tatsächlich eine interessante Person. Und es würde mir eine Freude sein, sie in meinem Haushalt arbeiten zu lassen. Das Gehalt sollte weiter kein Problem sein, das zu zahlen war ich im Stande.

    Schließlich fand ich die Notiz mit dem Gehalt ihrer Vorgängerin. Lumira sollte etwas mehr erhalten, das würde ich veranlassen. Immerhin würden ihr Verlobter und sie das Geld sicher benötigen. Ich reichte ihr die Notiz. "Ist das Gehalt in Eurem Sinne? Ihr würdet ein wenig mehr erhalten, als hier geschrieben steht. Ich werde noch heute meinen Berater dazu anhalten, das Geld vorzubereiten."

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide, is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Schließlich schien Cathan fündig geworden zu sein, denn er zog triumphierend einen Zettel aus dem Stapel hervor und reichte mir das Blatt sogleich. Ich warf einen Blick darauf und ein Geldbetrag sprang mir davon entgegen. Ich hatte zwar absolut keine Ahnung von Gehaltsklassen, aber ich wagte zu glauben, dass diese Summe doch mehr als angemessen war. Zumal Cathan gerade ergänzte, dass er die Bezahlung für meine Arbeit sogar noch etwas höher ansetzen wollte.

    In der Bibliothek von Riandea hatte ich vorrangig auf freiwilliger Basis ausgeholfen. Froh darüber, überhaupt etwas dort tun zu können und zumindest für kurze Zeit einmal dem Haus entfliehen zu können. In der kurzen Zeit, die ich dort gewesen war, hatte ich lediglich hin und wieder ein paar Münzen zugesteckt bekommen, die mehr symbolischen Wert hatten.

    Es war aufregend, nun eine wirkliche Stelle anzutreten. Ich sah von dem Blatt auf und schenkte Cathan ein Lächeln.

    "Das ist es in der Tat", erwiderte ich und nickte zustimmend. "Vielen Dank. Ich freue mich auf die neuen Aufgaben, die auf mich zukommen werden."

  • Cathan

    Sie war offenbar einverstanden. Zufrieden lächelte ich. "Gut." Ich blickte mich um, ehe mir wieder einfiel, was ich tun wollte. "Ich werde gleich mal nach Mathilda sehen, die müsste hier irgendwo umhergeistern. Sie ist praktisch sowas wie die Aufseherin hier, sie sorgt dafür, dass alles in geregelten Bahnen verläuft und es wird ihre Aufgabe sein, Euch alles zu zeigen", erklärte ich und trat zur Tür. "Folgt mir einfach, wir werden sie schon finden."

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide, is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Cathan sah zu meiner Erleichterung wirklich zufrieden aus. Er schien mir an diesem Morgen ein bisschen durch den Wind, aber wer wusste schon, was er zuvor mit dem anderen Herrn zu regeln gehabt hatte, den ich so kurzerhand als Berater eingestuft hatte.

    Binnen Sekunden wirkte er allerdings wieder sehr souverän. Mathilda. Den Namen würde ich mir direkt merken. Zumal es sich so anhörte, als würde ich in nächster Zeit vermehrt mit dieser Dame als Aufseherin zu tun haben.

    Ich lächelte und nickte zum Zeichen meines Einverständnis. "Dann mal los." Diese drei Worte galten vor allem mir selbst, um mir Mut zuzusprechen. Aber ich freute mich durchaus. Entschlossen straffte ich die Schultern ein wenig und es folgte ein beherzter Schritt, mit dem ich hinter ihm her in Richtung der Tür trat. "Dann mal los." Diese drei Worte galten vor allem mir selbst.

  • Cathan

    Wir bahnten uns den Weg durchs Haus. Ich fragte die erstbeste Bedienstete, wo Mathilda denn war. "In der Küche, mein Herr", antwortete sie rasch und arbeitete dann sofort weiter. Ich lächelte milde und warf Lumira einen Blick zu, dann machte ich mich weiter auf den Weg in die Küche des Hauses. Dort stand Mathilda, eine etwas ältere Frau, deren Haar hochgesteckt war und deren strenge Gesichtszüge ihr Wesen gut wiederspiegelten. Ich machte einen Schritt auf sie zu und erklärte ihr knapp, weswegen wir hier waren. Sie musterte Lumira eindringlich und prüfend. Schließlich, als ich geendet hatte, nickte sie und wandte sich Lumira zu, die sie noch einmal von oben bis unten betrachtete. "Folg mir", forderte sie sie auf.

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    -Edward Snowden

  • Lumira


    Die Aufseherin namens Mathilda schien allseits bekannt zu sein, denn gleich die erste Angestellte, die uns auf unserem Weg durchs Haus begegnete, konnte uns ihren gegenwärtigen Aufenthaltsort - die Küche - verraten. Ich blieb vorsichtshalber immer einen guten Schritt hinter Cathan zurück. Ich wollte bestimmt nicht respektlos wirken. In der Küche wurden wir dann tatsächlich fündig.

    Ich musterte die ältere Dame möglichst wenig offensichtlich - ganz im Gegensatz zu mir, die meinen Körper einer eingehenden Prüfung unterzog. Mit ihrer Hochsteckfrisur, der makellosen Kleidung und den eher strengen Zügen machte sie einen geraden und sehr vornehmen Eindruck. Und sie strahlte Autorität aus. Bereits nach diesen paar Sekunden konnte ich verstehen, wieso sie diesen Posten innehatte. Etwas unsicher, ob es wohl als unhöflich angesehen werden würde, dass ich ihren Blick erwiderte, anstatt ihn abzuwenden, war ich erleichtert, als sie mir schließlich nach einer knappen Erklärung von Cathan bedeutete, ihr zu folgen. Zumindest die erste Musterung hatte ich wohl bestanden. Ich lächelte Cathan noch einmal zu, ehe ich mich beeilte, mit Mathilda Schritt zu halten. Der war nämlich mindestens so stramm wie ihr Haarknoten, was mich unwillkürlich schmunzeln ließ.

  • Mathilda

    Schnellen Schrittes bahnte ich mir den Weg durch das Haus, bis wir vor der Tür des Dienstmädchenzimmers standen. Dort angekommen, drückte ich die Türklinke der dunklen Eichentür hinunter und öffnete sie. Dahinter kam ein geräumiges Zimmer zum Vorschein, in dem einige Stockbetten standen, zudem ein großer Schrank an der Wand, auf den ich nun zusteuerte. "Wer hier arbeiten will", erklärte ich in strengem Ton, "muss angemessen angezogen sein." Ich warf meinem neuen Schützling einen Blick zu und schüttelte in Anbetracht der Kleidung den Kopf. Bluse und Hose. Wozu benötigte eine junge Frau ihren Alters denn solch eine Kleidung?
    Dann wandte ich mich wieder dem Schrank zu und zog ein schlichtes, knielanges Kleid hervor. Es war in einem hellen Grau gehalten und somit so simpel gestaltet wie sein Schnitt. "Diese Größe müsste dir passen", meinte ich und reichte es der jungen Frau. Wie der Hausherr mir verraten hatte, war ihr Name wohl Lumira. Interessanter Name, aber nichts, was mich weiter beschäftigte. Es ging nur darum, dass sie ihre Aufgabe besser erledigte, als ihre Vorgängerin. Eine sehr frustrierende Geschichte war das gewesen. Geradezu erbärmlich. Dieses Mädchen war leider ein völliger Fehlgriff gewesen. Aber dem Berater meines Dienstgebers war eben auch keine vernünftige Auswahl zuzutrauen. Er war ebenso kompetent wie ein Ziegelstein, mit dem Unterschied, dass Ziegelsteine keine Fehler machten.

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    -Edward Snowden

  • Lumira


    Meine neue Vorgesetzte, steuerte zielstrebig eine dunkle Tür an, die sie sogleich öffnete. Neugierig sah ich mich kurz um und fragte mich angesichts der Stockbetten in dem luftigen Raum, ob hier wohl ein Teil der Angestellten untergebracht war. Das Zimmer war geräumig und hell - freundlich, wie ich fand. Dann jedoch heftete ich meinen Blick wieder auf Mathilda, die ohne groß Zeit zu verlieren, die Türen eines großen Wandschrank aufzog und mich dabei darüber informierte, dass es hier eine Kleiderordnung zu wahren galt. Angesichts meines jetzigen Aufzugs schüttelte sie missbilligend den Kopf. Ich konnte mich beherrschen, nicht zu grinsen. Sie schien eher ein bisschen streng zu sein, aber da war ich sicher noch andere Töne gewöhnt. Ich würde mich also nicht daran stören.

    "Ich verstehe", sagte ich stattdessen und nahm einen Moment später das schlichte hellgraue Kleid entgegen, das sie soeben mit den letzten Worten triumphierend aus dem Schrank gezogen hatte. Ich hatte mir im Grunde bereits denken können, dass die Menschen, die in einem so vornehmen Haus arbeiteten, sicher eine entsprechende Uniform trugen. Ich lächelte, als ich mich bedankte.

  • Mathilda

    Sie war ruhig und höflich, wie ich feststellte. Der Hausherr schien einen guten Riecher gehabt zu haben. Bei der vorherigen Haushälterin hatte der Berater meines Dienstgebers ja ein aufmüpfiges, ungezogenes Ding erwischt, ein Fehlgriff, eine Blamage! Aber das sollte nun nicht das Thema sein. Es gab Wichtigeres, weswegen ich Lumira nun zur Eile drängte. "Beeil dich, Kind, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit! Zieh dich um, dann zeig ich dir das Haus und deine Aufgaben", erklärte ich.

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    -Edward Snowden

  • Lumira


    Bei ihren drängenden Worten gab ich mir endlich einen Ruck und stand nicht länger wie angewurzelt da. Ich wandte ihr den Rücken zu und schlüpfte dann eilig aus Hemd und Hose und in das knielange Kleid hinein. Zu meinem eigenen Erstaunen passte es nahezu wie angegossen. Das Oberteil lag eng am Körper an, der Rock hingegen war etwas weiter geschnitten und fiel schlicht von der Taille ab, wo der Saum sanft meine Beine in Kniegegend umspielten. Es war zugleich ein ungewohntes und schönes Gefühl wieder ein Kleid - oder überhaupt irgendetwas anderes - zu tragen, wo ich mich schon so an Hemd und Hose gewöhnt hatte.

    Ich strich fast liebevoll über den weichen, grauen Stoff. Dann besann ich mich und sammelte eilig Hemd und Hose auf, womit ich mich wieder gänzlich zu der Aufseherin umdrehte. Möglichst beiläufig zupfte ich eine vorwitzige Haarsträhne zurück an ihren Platz.

    "Es passt", erklärte ich, auch wenn sie das bestimmt selbst sehen konnte. Ich hatte beschlossen, Respekt vor ihrem Blick für Kleidergrößen zu haben. Sie hatte direkt gewusst, was mir passte. "Ich wäre soweit... Verzeiht, wie möchtet Ihr von mir angeredet werden?"

  • Mathilda

    Ich wandte mich von der jungen Frau ab, während diese sich umkleidete. Ein gewisses Mindestmaß an Anstand musste man ja wahren. Alles andere wäre unzumutbar. Wenn der Hausherr den Eindruck hätte, man hätte hier keinen Anstand... Nicht auszudenken. Nein, Ordnung und Anstand mussten sein, alles andere kam nicht in Frage.

    Als sie sich also umzog, entdeckte ich eine dünne Staubschicht auf einer Fensterbank. Mit zusammengezogenen Brauen fuhr ich mit dem Finger darüber. Also wirklich. Da würde ich noch ein ernstes Wörtchen mit dem zuständigen Dienstmädchen sprechen müssen. Sowas durfte man auf keinen Fall durchgehen lassen. Wo kämen wir denn da hin? Nein, unmöglich, sowas...

    Meine Aufmerksamkeit wurde wieder von Lumira in Anspruch genommen, die meinte, dass das Kleid passen würde. Ich wandte mich zu ihr um und musterte sie erstmal eingehend. Ja, es passte tatsächlich. Es stand ihr sogar, wenn man das so sagen konnte. Hach, als ich noch so jung gewesen war... Schöne Zeiten, aber eben auch vergangen. Darüber musste man nicht nachgrübeln. Stattdessen nahm ich ihr ihre Kleidung, die sie zuvor getragen hatte, ab und legte sie in ein Regal. "Du kannst sie dir später wieder abholen", erklärte ich, "während dem Arbeiten wirst du sie allerdings nicht benötigen und womöglich als störend empfinden."

    Da fragte sie danach, wie ich angesprochen werden wollte. Einen Moment musterte ich sie, dann seufzte ich. "Nenn' mich einfach Mathilda", erklärte ich. "Vor dem Hausbesitzer solltest du die Höflichkeitsform wahren, sonst kannst du meinetwegen auch 'du' zu mir sagen."
    Ich ließ meinen Blick durch den Raum schweifen, bis er wieder an Lumira hängenblieb. "Eines noch: Wenn du ein warmes Bett hier brauchst, damit du morgens pünktlich erscheinen kannst, dann lass es mich wissen und ich arrangiere alles Nötige." Es war wichtig, dass sie gut ausgeruht und vor allem zeitig und pünktlich zur Arbeit erschien. Alles andere war unverzeihlich. Übermüdete Angestellte machten Fehler und arbeiteten nicht annähernd so gut zusammen. Nein, nein, alles musste gut geregelt sein.


    //Endlich mal wieder was zusammengebracht xD

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide, is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Ich rechnete es der Haushälterin an, dass sie sich in der kurzen Zeit, die ich gebraucht hatte, um in das Kleid zu schlüpfen, anderweitig beschäftigte. Als ich wieder aufsah, wischte sie gerade pikiert über eine der Fensterbänke. Offenbar hatte sich etwas dorthin verirrt, was in ihren Augen nicht dort sein dürfte. Ich tippte auf Staub und musste mir mit aller Macht ein Grinsen verkneifen.

    Als sie sich nun wieder zu mir umdrehte, unterzog ich mich zunächst einmal einer weiteren, kritischen Musterung, die ich ihres Schweigens nach zu urteilen wohl bestand. Die Kleidung würde ich nachher abholen. Ich nickte als Zeichen meines Verständnisses.

    Dann war ich fast ein bisschen überrascht, dass sie mir das "Du" anbot. In Abwesenheit von Cathan, verstand sich.

    "Freut mich." Ein leichtes Lächeln stahl sich auf meine Lippen.

    Jedenfalls schien Mathilda insgesamt genau die Richtige für ihren Posten zu sein. Obwohl ich erst wenige Minuten mit ihr verbrachte, wagte ich bereits, auf einige ihrer Charakterzüge zu schließen. Ordnungs- und pflichtbewusst, mit einer gewissen Strenge, um die Dinge in diesem Haushalt durchzusetzen und einer natürlich autoritären Ausstrahlung. Und vermutlich eine klare Tendenz zur Liebe von Ordnung und Beständigkeit. Feststand, dass ich lieber einen positiven ersten Eindruck hinterlassen wollte.

    Zuletzt ergänzte sie sich um das Angebot, mir ein Bett im Haus zur Verfügung zu stellen.

    "Das ist sehr freundlich, aber es wird vorerst kaum nötig sein." Ich schenkte ihr ein höfliches Lächeln. "Aber falls doch, so werde ich es Euch... dich wissen lassen."


    //Haha, alles gut, freue mich ^^

    Und der Text war (wie nicht anders zu erwarten) gewohnt spitze xD