Laurea (RPG) - Let the game begin

  • Narvik

    "Danke." Dankbar lächelte ich, als sie sich nun um das Tier kümmerte. Ich hingegen lehne mich gegen die Wand und betrachtete die beiden. Sie schienen sich gut zu verstehen. Warum wollte es nur nicht bei mir klappen? Aber umso mehr freute ich mich für Lumira, dass es ihr geglückt war, das Vertrauen des Tieres zu gewinnen. Andererseits war dies kein Wunder gewesen, sie war ein so besonders freundlicher und liebevoller Mensch, dass es auch dieses Pferd gemerkt haben musste. Nur die Menschen um sie herum hatten das in der Vergangenheit offensichtlich nie begriffen.

    Während ich so in Gedanken versunken war, betrachtete ich meine Verlobte beinahe verträumt. Nur zu gut konnte ich mich noch an den Tag erinnern, an dem sie mich umgerannt hatte. Wenn ich damals geahnt hätte, was für ein Glück ich gehabt hatte... vermutlich hätte ich Lumira dann auch nicht wieder u ihrem Haus zurückgehen lassen, sondern hätte sie gleich von dort fortgeholt. Doch wie es gekommen war, hatte es auch sein Gutes gehabt. Die Bilder liefen vor meinem inneren Auge ab. Wie ich sie geküsst und sie mich zurückgewiesen hatte, das Bad im Fluss, wie sie errötet war, als ihr Hemd durchnässt gewesen war, die Hütte, in der wir übernachtet hatten, wie ich am frühen Morgen aufgewacht war und sie angesehen hatte. Wie sie mich gefragt hatte, was ich denn wirklich wolle, wie ich sie an mich gedrückt und gemeint hatte, sie solle einfach da bleiben, wie sie mich geküsst und dann erklärt hatte, dass ich doch dableiben solle. Wie wir weitergereist waren, was in jener denkwürdigen Nacht zwischen uns geschehen war, wie ich sie auf der Waldlichtung gefragt hatte, ob sie mich heiraten wolle, wie sie ihre Geschichte erzählt und all ihren Schmerz offenbart hatte... all jene Erinnerungen, die mir so viel bedeuteten drängten sich wieder in mein Bewusstsein und zauberten mir ein seliges Lächeln auf die Lippen. Was hatte ich nur für eine großartige Frau gefunden?

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide, is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Als ich die Bürste wieder einpackte, spürte ich Narviks Blick auf mir, was ein Lächeln über mein Gesicht huschen ließ. Als ich Adrion komplett für die Reise vorbereitet hatte und den Kopf kurz über die Schulter wandte, bemerkte ich, dass Narvik mich immer noch ansah. Ich streichelte Adrion noch einmal flüchtig über die Nüstern, ehe ich mich zu ihm umdrehte. Narviks Blick schien etwas abwesend und leicht verklärt, genau wie das sanfte Lächeln, das auf seinen Lippen lag. Ich grinste, trat einen Schritt auf ihn zu und stellte mich dann dicht vor ihn. Ich hob die Hand und klopfte sanft gegen seine Brust, als würde ich an eine Tür klopfen.

    "Jemand zu Hause?", fragte ich leise und lächelte zu ihm hinauf.

  • Narvik

    Lumira packte die Bürste weg, was ich kaum bemerkte, obwohl ich sie betrachtete. Auch, als das Pferd fertig war, schwelgte ich immer noch in den schönen Erinnerungen unserer gemeinsamen Zeit, die wir bisher erlebt hatten. Ich kehrte erst wieder wirklich aus meinen Träumereien zurück, als sie sich vor mich stellte, gegen meine Brust klopfte und fragte, ob jemand Zuhause wäre. Schmunzelnd griff ich nach ihrer Hand und umschloss diese. "Sicherlich. Oder denkst du, ich mache Spaziergänge, während du arbeitest?", fragte ich gespielt entrüstet über die Tatsache, dass sie offenbar die Anwesenheit jemandes in diesem Zuhause bezweifelt hatte. "Ich denke lediglich nach", fügte ich zu meiner Verteidigung hinzu.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide, is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Ich lachte leise, hob mich auf die Zehenspitzen und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. "Lass und zusehen, dass wir von hier wegkommen, sonst kommst zumindest du heute noch zu spät zur Arbeit." Ich grinste vielsagend. Am ersten Arbeitstag (und vermutlich generell) wäre das natürlich verheerend, wir täten also sicherlich gut daran, möglichst bald zurück zu sein. Ich wollte nicht, dass Narvik sich beeilen musste. Er sollte noch einen Moment Zeit haben, um dann in aller Ruhe seine Schicht antreten zu können. Ich war gespannt, was er danach zu erzählen haben würde, ich konnte mir noch nicht genau vorstellen, welche Aufgaben ihn genau erwarten würden. Ich hoffte bloß, es würde nicht zu hart werden. Narvik konnte die Zähne zusammenbeißen, soviel wusste ich. Aber er sollte sich auch nicht völlig verausgaben müssen. Nicht für mich.

  • Narvik

    Ich musste grinsen, als sie leise lachte und mir einen Kuss auf die Wange gab. Nun griff ich auch noch nach ihrer anderen Hand, während sie erklärte, dass wir besser wegkommen sollten. Sie hatte Recht. Ich nickte. "Ja, lass uns aufbrechen", meinte ich ein wenig widerwillig, ließ eine ihrer Hände wieder los und öffnete die Tür des Verschlags. "Magst du dich um Adrion kümmern und ihn als Handpferd nehmen, oder soll ich auf Uvas Charme hoffen, der ihn dazu bringen soll, mich nicht zu zertrampeln, wenn ich es versuche?"

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide, is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Seine Worte brachten mich noch mehr zum Lachen. "Nein", erwiderte ich schließlich. "Darauf will ich es natürlich nicht ankommen lassen. Ich nehme ihn." Mit diesen Worten machte ich einen Schritt in Richtung des Rappens, sprach ihn kurz an und griff dann seine Zügel. Ariven war ein Handpferd nicht gewohnt, aber irgendwann war eben immer das erste Mal und zumindest ihm vertraute ich grenzenlos. Und da das Vertrauen auf Gegenseitigkeit beruhte, wusste ich, dass er brav mitmachen würde, sobald er erst merkte, dass ich alles unter Kontrolle hatte.

  • Narvik

    Nur widerwillig ließ ich auch Lumiras andere Hand aus, als sie zu Adrion trat und begab mich selbst zu Uva, die ich sogleich aus dem Verschlag führte. Sie war ruhig und betrachtete mich einfach nur abwartend. Als sie Adrion entdeckte, spitzte sie zwar ein wenig die Ohren, doch auch sonst ließ sie sich nichts anmerken. Ich hatte den leisen Verdacht, dass ihr noch ein Hengst nicht geheuer war, aber vielleicht irrte ich mich ja.

    Im Grunde war das nicht wichtig. Wir sollten tatsächlich weiterkommen und zusehen, dass wir den Tag hinter uns brachten. Immerhin freute ich mich darauf, nach getaner Arbeit ein wenig mit Lumira zu kuscheln, was nötig sein würde, wenn es in der Scheune tatsächlich so kalt werden sollte, wie man uns gewarnt hatte.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide, is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Ich spürte noch die Wärme von Narviks Händen, als ich Adrion hinausführte. Ich hielt vor der Holzwand, hinter der Ariven uns wartend aufmerksam entgegenblickte. Als ich seinen Namen nannte, kam er bereits bereitwillig an die Tür, die ich sogleich öffnete und ihn auf diese Weise bequem hinausbugsieren konnte. Mit den beiden Hengsten in jeweils einer Hand, folgte ich Narvik und Uva nach draußen. Die braune Stute und er gaben so ein hübsches Bild ab... Sie passten einfach zueinander. Im Vergleich zum Dämmerlicht im Stall, war das Licht draußen sehr viel heller, auch wenn mittlerweile ein paar Wolken den Himmel zierten.

    Ich ordnete mit flinken Fingern rasch die Zügel, ehe ich mich auf Arivens Rücken schwang und den beiden Hengsten einen Moment Zeit gab, sich mit den Verhältnissen zu arrangieren. Sie beäugten sich noch einmal neugierig und blähten kurz die Nüstern. Aber wie erwartet machte Ariven keinerlei Anstalten, sich irgendwie zu beschweren. Von uns aus konnte es losgehen.

  • Narvik

    Ich hatte Uva rasch angebunden und hatte mich schnell nach drinnen begeben, um zu bezahlen. Eher frustriert verließ ich das Haus wieder und band die Stute wieder los, um mich dann in den Sattel zu schwingen. "Wir brauchen wirklich neues Geld", stellte ich fest und tippte Uva dann an, damit diese losging. Währenddessen wanderten die Gedanken wieder in Richtung der Arbeit. Bald würde ich also auf dem Feld stehen und arbeiten. Nun, eigentlich hatte ich nicht wirklich etwas dagegen. Andererseits hätte ich in jenem Moment nichts lieber gemacht, als Lumira einfach an mich zu drücken und mit ihr zu kuscheln. Doch es half ja nichts. Wir brauchten das Geld und die Unterkunft.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide, is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Narvik hatte in der Zwischenzeit bereits die Rechnung beim Wirt beglichen. Seinem vielsagenden Gesicht nach und auch seinen Worten, als er aufsaß, war die Arbeitssuche keinen Tag zu früh erfolgreich gewesen. Zumindest ging ich davon aus, dass sie das war.

    "Oh-oh." Ich biss mir auf die Unterlippe, ehe sich ein Grinsen darauf schlich. "Dann sollten wir zusehen, dass wir den zukünftigen Geldgeber mal nicht warten lassen..." Ein prüfender Blick in den Himmel hatte mir nach dem Aufsteigen gezeigt, dass die Sonne bereits recht hoch am Himmel stand. Wir würden es bis zum Mittag schaffen, nur sollten wir auch besser nicht trödeln. Ich hielt mein Gesicht in die Sonne, schloss für einen Moment die Augen und seufzte, nachdem Ariven und Adrion schon bald einen gemeinsamen Takt gefunden hatten und brav nebeneinander her trotteten. "Ich freue mich auf heute Abend", sagte ich. "Wenn du sicher Spannendes zu berichten hast und da endlich nicht andauernd etwas ist, was wir tun müssen. Du hattest Recht." Ich lachte leise, öffnete die Augen und sah Narvik an. "Wir sind heute bisher nur am Rennen." Aber was sollte ich sagen? Manchmal machte sogar Rennen Spaß. Mit der richtigen Begleitung auf jeden Fall.

  • Narvik

    Lumira hatte Recht. Auf ihre erste Aussage hin nickte ich deswegen auch nur, denn mehr gab es dazu nicht zu sagen, nicht wahr? Viel mehr allerdings zu dem, das sie sonst von sich gab. Ich warf ihr einen vielsagenden Blick zu, schelmisch, aber auch liebevoll, als ich meinte, dass ich mich ebenso auf den Abend freute, wenn wir beide dicht aneinander geschmiegt im Heu liegen würden. "Nach der Arbeit werde ich zwar sicherlich völlig fertig sein", fügte ich hinzu, "aber wenn ich dafür neben so einer wundervollen Frau einschlafen darf, dann soll mir das recht sein." Tatsächlich nahm ich mir vor, mich nicht zu beklagen. Es könnte weitaus schlimmer sein, beispielsweise, wenn ich keine Arbeit in so kurzer Zeit gefunden hätte. Es war höchst unwahrscheinlich, so schnell an eine Arbeitsstelle zu kommen und doch hatten wir dieses Glück gehabt. Zu maulen wäre jetzt mehr als undankbar.

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    -Edward Snowden

  • Lumira


    Narviks Worte und sein schelmischer Blick brachten mich zum Grinsen. Dass er völlig erschöpft sein würde, glaubte ich auch und es tat mir jetzt schon irgendwie leid. Aber manchmal sollte Arbeit ja auch ganz belebend sein. Wir würden sehen.

    "Du darfst dich sogar ausheulen", meinte ich großzügig und mein Grinsen wurde noch ein bisschen breiter. "Meine bloße Anwesenheit ist dir gesichert, wenn es weiter nichts braucht, um dich froh zu machen: nichts lieber als das."

  • Narvik

    Sie grinste, was mein Grinsen wiederum noch breiter werden ließ. Ihr Grinsen war so verflucht anziehend...

    Als sie meinte, ich dürfte mich sogar bei ihr ausheulen, schürzte ich gespielt beleidigt die Lippen. "Was soll das denn heißen?", fragte ich mit gespielter Empörung. "Du solltest mich doch gut genug kennen, um zu wissen, dass ich kein Waschlappen bin. Ich werde mich garantiert nicht ausheulen müssen." So weit kam es noch. Wegen der Schufterei, sollte sie so wild werden, wie befürchtet, würde ich vielleicht fluchen und schimpfen, aber mich niemals ausheulen.

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    -Edward Snowden

  • Lumira


    Wir grinsten uns einen Moment an, wobei unser Grinsen abwechselnd immer breiter wurde, bis wir von beide von außen betrachtet sicher wie zwei ziemlich dämlich grinsende Honigkuchenpferde aussahen. Als er dann aber beleidigt die Lippen schürzte, kicherte ich.

    "Abwarten. Schlag es lieber nicht so vorschnell aus, am Ende willst du meine Dienste diesbezüglich doch noch in Anspruch nehmen." Ich gluckste vergnügt. "Auch wenn ich natürlich nicht hoffe, das es so schlimm werden wird." Diese Worte waren schon wieder weitaus ernster gemeint. Aber Narvik wusste hoffentlich, dass er sich auch ausheulen dürfte, wenn ihm wirklich einmal danach sein sollte. Auch wenn er Narvik war. Und ganz sicher kein Waschlappen.

  • Narvik

    Offenbar schien sie daran festhalten zu wollen. Ich schmunzelte. "Wenn du mir das schon so lieb anbietest, dann darf ich das Angebot natürlich nicht im Vorhinein ausschlagen", erwiderte ich belustigt, "auch, wenn ich der Meinung bin, dass ich mich nicht ausheulen muss. Ich kann viel ertragen." Tatsächlich konnte und würde ich das auch. Denn ich hatte nicht vor, Lumira Sorgen zu bereiten, sollte die Arbeit schlimmer werden als angenommen. Dann würde ich das selbst irgendwie regeln oder stillschweigend hinnehmen, aber auf keinen Fall würde meine Verlobte sich Sorgen um mich machen, das war schon einmal sicher. Das würde ich nämlich einfach nicht zu lassen. Ich wusste doch, wie leicht sie ein schlechtes Gewissen hatte oder sich sorgte.

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    -Edward Snowden

  • Lumira


    Ich lächelte. "Das weiß ich doch."

    Ich schwieg eine Weile und hing meinen Gedanken nach. Es erschien mir noch so unwirklich, dass wir derart schnell eine Arbeitsstelle und darüber hinaus auch eine Bleibe gefunden haben sollten... Ich fragte mich, ob ich es wohl realisieren würde, wenn ich am nächsten Morgen in der Scheune aufwachen würde. Adrion schnaubte in das Schweigen hinein. Insgeheim war ich froh, dass er sich so artig verhielt. Als hätte er beschlossen, dass er vorerst besser unauffällig war. Ich schmunzelte.

    Der Rückweg kam mir wie so oft weitaus kürzer vor als der Hinweg. Aber das war auch gut, denn so blieb mir gar nicht erst eine Gelegenheit, mich zu sorgen, dass wir zu spät kämen.

  • Narvik

    Wir schwiegen einige Zeit, während wir uns auf dem Weg zurück befanden. Uva selbst war friedlich und so riskierte ich einen Blick zu den anderen beiden. Lumiras Pferd war in gewohnter Weise ruhig und sogar Adrion schien friedfertig. So war es auch kein Wunder, dass wir gut vorankamen und schon bald die Stadt durchquert hatten.
    Ich ließ Uva über den Feldweg trotten, wobei ich sie immer wieder ein bisschen bremsen musste, damit sie mir nicht antrabte. Offenbar war sie heute engagiert.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide, is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Bald darauf hatten wir schon die Stadt erreicht und waren im Nu hindurch. Der Feldweg, der hinausführte, staubte leicht unter den Pferdehufen. Ariven hob abrupt den Kopf, sah sich um und reckte die Nase in den Wind. Offenbar erkannte auch er bereits, dass wir hier schon gewesen waren. "An die Gegend wirst du dich gewöhnen dürfen", murmelte ich lächelnd.

    Die Sonne war momentan zwar hinter einer großen Wolke verschwunden, aber ihr Schein schimmerte noch hindurch. Sie stand nun hoch über unseren Köpfen, wir würden wohl genau rechtzeitig zur Mittagszeit zurück sein.

  • Narvik

    Schon bald tauchte das Anwesen vor uns auf, mitsamt der großen Scheune. Uva schien zu merken, dass ich etwas unruhiger wurde, einfach, weil ich schon ein wenig aufgeregt war, und sie wurde langsamer. Ich musste sie erst erneut antippen, damit sie weiterging. "Alles gut, alles gut", besänftigte ich sie, während ich sie die Scheune ansteuern ließ. In dem Moment erblickte ich Cathan, der direkt auf uns zukam. Er deutete auf ein weiteres Gebäude. "Das ist der Stall. Führt Eure Tiere dort hinein", erklärte er mild lächelnd.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide, is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Narvik redete leise mit Uva, es war die Frage, ob er damit sie oder sich selbst beruhigen wollte. Wahrscheinlich beides, denn ich vermutete, dass er sicher ein wenig nervös war. Es würde immerhin seine erste, richtige Arbeit sein...

    Als wir die Scheune erreichten, erblickte ich bereits Cathan. Erschrocken und leicht panisch sah ich nach oben. "Mittag" definierte sich in genauerer Zeitspanne sicherlich schwierig, aber die Sonne stand noch nicht ganz am höchsten Punkt. Alles gut. Ich lächelte ein wenig schüchtern. Dann schwang ich mich langsam von Arivens Rücken, um die beiden Hengste nicht unnötig nervös zu machen. Die beiden blickten sich interessiert um, Ariven prustete aufgeregt. Ich strich kurz beruhigend über ihre Hälse, ehe ich mich nach Narvik und Uva umsah, um ihnen dann in besagte Stallungen zu folgen.