Laurea (RPG) - Let the game begin

  • Lumira

    Neugierig trat ich über die Schwelle und drehte mich einmal ins Kreis. Ich versuchte, nicht allzu beeindruckt auszusehen, aber schlecht gelebt hatte Kirea definitiv nicht. Dafür wahrscheinlich ihre Angestellten... Damit einer gut leben konnte, dürften es viele andere nicht. Das war das Spiel und es wurde ständig und überall wiederholt.

    Bei Narviks leiserem Kommentar in doch sehr verführerischem Tonfall, drehte ich mich mit einem herausfordernden Lächeln (zumindest hoffte ich das) zu ihm um. „Mal sehen.“ Ich klimperte grinsend mit den Wimpern. „Ich werde es mir überlegen...“, meinte ich frech.

  • Narvik

    Lumira schien angetan von dem Haus, in dem Moment wohl mehr als von mir. Das entnahm ich zumindest ihren Worten. "Dieses Haus tut dir nicht gut", scherzte ich. "Du unterschätzt meine Großartigkeit schon wieder." Ich selbst musste grinsen, als ich diese Worte aussprach, so idiotisch schienen sie. Aber machte nicht genau das den Reiz aus?



    Ranya

    Schließlich erreichten wir endlich den Waldrand. Zufrieden atmete ich durch, als ich mein Pferd herausführte und einen Baumstumpf zum Aufsitzen nutzte. "Das war langsam echt langweilig", brummte ich, ehe ich den Fremden angrinste. "Aber ich finde, wir haben uns gar nicht so schlecht geschlagen, egal, was du dazu sagst." Vermutlich würde er wieder widersprechen, weil er uns wohl nicht als Partner in der Sache sah, aber dennoch würde ich auf meiner Meinung beharren.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira

    „Was hat das jetzt wieder zu bedeuten?“, fragte ich in gespieltem Grübeln. „Vielleicht überschätzt du sie auch einfach“, neckte ich ihn grinsend, legte ihm dabei die Hand auf die Schulter und stolzierte einmal um ihn herum. Natürlich war es völliger Blödsinn, einerseits, dass wir überhaupt übers deine Großartigleit diskutierten und andererseits, war Narvik ihnen Frage der großartigste Mann, den ich kannte und den ich mir vorstellen konnte. Und doch machte es einfach Spaß.



    Scar

    „Hm“, machte ich vage auf ihre Wirte hin, während ich meine Schritte verlangsamte, damit sie nach dem Aufsteigen wieder aufholte.

    „So schwer haben die es uns auch nicht gemacht, um genau zu sein: sie haben miserabel gekämpft“, spielte ich das Ganze herunter. Vielleicht hätte ich ein faible dafür Stolz und Erfolgsgefühle oder was auch immer zu zerstören, aber ich war nun einmal nicht nett. Und gegen Gemeinschaftsgefühl war ich geradezu allergisch.

  • Narvik

    Gespielt beleidigt verschränkte er die Arme. "Ich überschätze meine Großartigkeit nie. Du glaubst mir das nur nicht." Die Spielereien mit ihr waren jedes Mal aufs Neue interessant. Vor allem aber unterhaltsam. Im Grunde allerdings waren sie genau das: Spielereien. Es sollte niemals ein ernsthafter Streit werden, auch, wenn ein solcher irgendwann kommen würde. Dann konnte ich nur hoffen, dass ich mich richtig verhielt.



    Ranya

    Seine Worte ließen mich auflachen. "Du willst es dir einfach nicht eingestehen." Ein Grinsen zierte meine Lippen, als ich weitersprach. "Vielleicht waren sie keine besonders guten Kämpfer, aber kein Grund, unsere Arbeit herunterzuspielen." Auf jeden Fall würde ich mich von seinen Worten nicht beeinflussen lassen. Es wäre auch traurig, täte ich es.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira

    „Möglich“, erwiderte ich mit einem leichten Grinsen und ließ meine Hand schließlich auf kurz über seiner Brust verharren, als ich vor ihm hielt.

    „Vielleicht schaffe ich es aber auch nicht, es mir so einfach zu machen wie du.“ Ich grinste zu ihm hinauf, direkt in seine grünen Augen, in denen wie so oft ein Funkeln tanzte. „Das wäre natürlich blöd...“



    Scar

    Ich an ein undefinierbares Geräusch von mir und tat ansonsten das, was ich ja so hervorragend konnte: schweigen. Und damit wahrscheinlich meine Mitmenscjen verwirren. Oder zumindest nerven, frustrieren, was auch immer. Wieso nur wollte Ranya unbedingt, dass es ein „wir“ gab. Sie musste doch merken, dass sie da bei mir an der völlig falschen Adresse war... Wenn sie einen Schmusebär haben wollte, mit dem sie sich Motivationssprüche ausdenken und gemeinsam ein Schwert führen konnte und mit ihm zusammen durch dick und dünn gehen oder gar nach erfolgreicher „Schlacht“ in den Sonnenuntergang reiten konnte, dann hätte sie besser in der Gaststätte verweilt. Gut, das war wahrscheinlich übertrieben, aber für mich lagen diese beiden Dinge kaum weit auseinander.

    Hoffentlich brachte mich diese Frau nicht noch ins Grab... Das war allmählich meine einzige ernsthafte Sorge.

  • Narvik

    Sie provozierte mich. Eindeutig, das war eine Provokation, als sie ihre Hand auf meine Brust legte, während sie ein beinahe verführerisches Grinsen auf den Lippen hatte und mir antwortete. "Zur Not helfe ich dir", erwiderte ich schulterzuckend, ehe ich Lumira zu mir zog. "Irgendwie muss ich mich ja noch dafür revanchieren, dass ich dem Gras noch nicht von unten beim Wachsen zusehen muss."



    Ranya

    Sein Laut ließ mich grinsen, doch ich erwiderte nichts mehr. Der Herr war wohl nicht so begeistert. Sein Problem, nicht meines. Dafür war seine Langsamheit schon langsam mein Problem. "Was hältst du davon, wenn wir dir ein Pferd besorgen?", fragte ich also. Die Möglichkeit hatte ich. Ich würde es so machen, wie Jon es immer getan hatte, aber erst musste ich meinen Begleiter davon überzeugen.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira

    Ehe ich noch etwas erwidern konnte, zog Narvik mich an sich, was ich mit einem hellen Lachen quittierte. Ich schlang zufrieden lächelnd meine Arme um seine Brust.

    „Du musst dich überhaupt nicht revanchieren.“ Ich lächelte. „Oder glaubst du etwa, das hätte ich zugelassen?“, erwiderte ich beinahe schon vorwurfsvoll und blinzelte bekräftigend zu ihm hoch. Ich würde alles in meiner Macht stehende tun, nein, notfalls Berge versetzen und Welten bewegen, wenn es denn sein musste, um Narvik nicht zu verlieren. Denn ich hatte recht behalten: Was man nicht hatte, konnte man nicht verlieren und musste keine Angst darum haben. Aber was wäre das für eine Alternative gewesen? Ich bereute meine Entscheidnung nicht.



    Scar

    Wir schwiegen eine Weile und ich ließ meine Gedanken vor sich hinplätschern. Ihre plötzliche Äußerung kam damit ziemlich unvermittelt. Immerhin fragte sie, wenn es das auch nicht wirklich besser machte. Ich blickte sie einen Moment lang irritiert an, abschätzend, mit leicht verengten Augen, ob diese Frage wirklich ernst gemeint war. Aber es schien ganz so.

    Ich schnaubte. Da war beinahe schon eine Kränkung.

    „Wenn ich ein Pferd wollte hatte ich längst eines. Die Frage erübrigt sich damit.“ Ich war durchaus in der Lge, mir die Mittel selbst zu beschaffen, wenn ich etwas haben wollte. Wie könnte man nur mit Freude den ganzen Tag auf dem Rücken eines Gauls dahinjuckeln wollen? Freiwillig wohlgemerkt. Es war mir ein Rätsel.

  • Narvik

    Ich rümpfte die Nase. "Ich will mich aber revanchieren", erwiderte ich wie ein trotziges Kind. Natürlich hatte ich nicht erwartet, dass sie mich leiden lassen würde, dennoch fand ich eine Revanche durchaus angebracht. Außerdem sollten wir den Umgang mit dem Schwert wieder intensiver in Angriff nehmen, denn ich fühlte mich durchaus schuldig, dass sie so unvorbereitet ihre Waffe hatte nutzen müssen.



    Ranya

    Seine Worte ließen mich die Augen rollen. "So schleichen wir dahin, das täten wir mit einem zweiten Pferd sicher nicht. Und ich will dich wohl ebenso schnell loswerden, wie du mich. Mit Pferd ist dieser Auftrag vielleicht schneller erledigt." Vermutlich kam ich mit Argumenten bei ihm nicht allzu weit, doch es schien mir sinnvoll, dieses anzuführen. Es würde am ehesten helfen.

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    -Edward Snowden

  • Darion

    Als wir schließlich das Dorf erreichten hatte ich es tatsähclich geschafft meinen Kopf wieder einigermaßen zu ordnen. Man, ich hatte dieses denken mit der Hose, was mir meine herzallerliebste Mutter immer an den Kopf warf nie wirklich für voll genommen, aber jetzt... Tja, man lernt wohl nie aus.

    Das Dorf sah nett aus, ganz friedlich und bei weitem nicht so seltsam wie ich noch von Weitem befürchtet hatte. Es gab sogar ein öffentliches BAdehaus, das wäre ideal um... Stopp, falscher Gedanke, ganz falscher Gedanke! Ich hatte mich doch gerade erst wieder eingekriegt! Frustriert ließ ich meinen Kopf an Philipas Hals. "Dem Himmel sei Dank, dass ich die Drohung mit dem Kloster nie wahr gemacht haben", murmelte ich in die Mähne. Und das gemeine Tier schüttelte sich einfach nur. "Danke, von so viel Mittleid wird mir ganz warm ums Herz."

  • Aena Keleis

    Schmunzelnd hatte ich Darion beobachtet, wie er seinen Kopf auf dem Hals seines Pferdes ablegte. Er schien frustriert - Darion, nicht der Hals - was mich eine Braue heben ließ. "Stimmt was nicht?" Ein Lächeln huschte über mein Gesicht. "Ich denke, wir könnten später baden gehen, das soll helfen." Mein Blick wanderte zu Malverik, um seine Ansicht zu dem Thema zu erfragen.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira

    Ich neigte den Kopf und musste lachen, angesichts seines Schmollgesichts. "Aww, wenn es dein Wunsch ist, dann lässt sich das sicher einrichten", meinte ich und zwinkerte ihm 'versöhnlich' zu. Wie Narvik wohl gedachte, das zu tun? Aber wer konnte ihm bei dem Dackelblick denn bitte widerstehen? Ich nicht, das musste ich einmal mehr feststellen. Er konnte aber auch verdammt beleidigt gucken. Dabei hatte er nicht mal einen Grund dazu. Die Albereien mit ihm ließen mich mich immer so leicht fühlen, ich hatte Spaß. Und ich hoffte, dass es ihm dabei genauso ging.



    Scar

    "Vielleicht. Vielleicht auch nicht", brummte ich und stierte missmutig vor mich hin. "Vielleicht machen die Viecher uns auch einen Strich durch die Rechnung, geben in den unpassendsten Momenten Geräusche von sich, verraten uns damit und bescheren uns jede Menge unschöner Stunden. Oder sie hauen ab. Oder werfen uns in einen Graben. Oder, oder, oder. "Vielleicht" ist ein ziemlich vages Wort, findest du nicht? Ich verlasse mich lieber auf das, was ich kontrollieren kann."

  • Narvik

    Triumphierend grinste ich sie an. "Na, endlich siehst du es ein", stellte ich zufrieden fest und gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. "Ich werde mich revanchieren, irgendwie, irgendwann. Ich sollte noch genug Zeit für eine gute Revanche haben", stellte ich fest. Sie war nun meine Verlobte die Zeit sollte reichen, sie fühlen zu lassen, wie dankbar ich ihr war, und wie sehr ich an ihr hing.



    Ranya

    Ich schnaubte wieder einmal. Wie konnte man nur so verbohrt sein? "Und vielleicht hast du auch einfach nur Angst, dich auf was Neues einzulassen? Weil du Angst hast, Kontrolle zu verlieren." Grinsend schüttelte ich den Kopf. "Und erklär' mir nicht, da wäre nichts dran." In der Hinsicht schien er wohl wirklich so etwas wie Angst zu empfinden. Er schien Angst vor Ungewohntem zu haben. Interessant.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    "Bestimmt." Ich lächelte. "Ich hoffe, wir werden alle Zeit der Welt haben." Das hoffte ich in der Tat. Inständig. Narvik würde nicht irgendein Mann sein. Er würde meinMann sein, so seltsam das auch klingen mochte. Wir gehörten zueinander. Die Verlobung war der erste Schritt, um dies auch aller Welt zu zeigen. Was nicht hieß, dass alle Welt es wissen musste. Zum ersten Mal seit bestimmt einem ganzen Tag, dachte ich wieder an meine Familie. Darüber war ich so erstaunt und erschrocken zugleich, dass mir prompt das Lächeln aus dem Gesicht fiel. Ich hatte es wirklich geschafft, sie für eine Weile zu verdrängen. Ich war ehrlich verblüfft. Gleichzeitig fragte ich mich nun wieder unmittelbar, was sie wohl gerade taten. Und was sie tun würden, wenn sie jemals von dieser Verlobung oder gar einer Hochzeit erfahren würden. Eins stand fest: Die Reaktion würde kaum positiv ausfallen. Sie würden vermutlich eher die Hölle zufrieren lassen, ehe sie mir und uns ihren Segen gaben...



    Scar


    Ich spuckte im Gehen auf den Boden. Nein, ich war nicht aufgebracht. Ich atmete tief durch. Diese Frau konnte einem aber auch dermaßen auf die Nerven gehen. Was in aller Welt hatte ich nur falsch, womit ich das verdiente? Sicher, ich war kein netter Mensch, aber immerhin erkannte ich das selbst und ich ging im Gegenzug allen anderen aus dem Weg. Also durfte ich doch wohl sehr bitten.

    Ich seufzte leise. "Etwas Neues? Wie kommst du denn darauf? Ich säße sicher nicht das erste Mal auf einem Gaul, weshalb ich getrost sagen kann, dass ich lieber auf weitere Zumutungen dieser Art verzichte."



    Argine


    Mehrere Tage waren vergangen, ohne dass ich auch nur irgendetwas von Cadino gehört hätte. Ich hatte die Zeit überwiegend mit Hausarbeit totgeschlagen. Es war einfach unglaublich, wie viel mehr davon auf einmal anfiel, weil das Gör nicht mehr da war. Normalerweise waren das immer ihre Aufgaben gewesen. Mit spitzen Fingern zog ich das Spültuch aus dem Schmutzwasser und verzog pikiert das Gesicht. Ekelerregend. Ich sollte so etwas nicht tun müssen, das war definitiv unter meiner Würde. Ein Hausmädchen als Angestellte, wäre sicher erleichternd, aber ich weigerte mich strikt. Zum Einen wäre das ziemlich heikel und zum anderen konnte ich so weiter den Druck verstärken, das Mädchen zu finden. Und zwar schnellstmöglich. Dass Cadinos Leute ganz offenbar nicht spurten, stimmte mich dementsprechend recht missgelaunt. Also warf ich das Tuch auf die Ablage, zog die Handschuhe aus, die meinen zarten Händen notdürftigen Schutz geboten hatten und wusch sie mir gründlich. Nachdem ich meine Hände an der Schürze abgewischt hatte, eilte ich hinauf unters Dach, wo ich einige Raben hielt. Die Nachricht hatte ich bereits am Morgen in aller Frühe geschrieben, ich konnte momentan ohnehin kaum ein Auge zutun. Im Grunde wollte ich nichts anderes, als über den aktuellen Stand der Dinge informiert werden. In emotionalen Worten. Ich konnte so nicht arbeiten. Und vor allem machte mich die ganze Angelegenheit ich allmählich wahnsinnig. Während ich dem schwarzen Vogel das Röllchen mit einer Schnur ans Bein band und ihm hinterher sah, wie er davonflatterte, hoffte ich inständig, dass Cadino etwas Neues zu berichten haben würde. Es wäre ein Lichtblick. Ich seufzte tief, straffte die Schulter und wandte mich wieder ab.

  • Narvik

    "Und wenn wir sie nicht haben, nehmen wir sie uns einfach", flüsterte ich und legte meine Hände an ihre Wangen, um sie behutsam zu streicheln. Mit einem Mal verschwand das Lächeln von ihrem Gesicht, es war wie weggewischt. Hatte ich etwas falsch gemacht? "Was ist denn los?", fragte ich also leise, doch ein wenig besorgt. Sie hörte niemals grundlos zu lächeln auf. Und wenn irgendetwas sie traurig stimmte, wollte ich das wissen. Ich wollte sie beschützen können, vor ihren Ängsten, so wie sie auch immer für mich da war, wenn ich litt.



    Ranya

    Skeptisch musterte ich ihn. "Bist du denn schon mal auf den Boden befördert worden und führst dich deshalb auf wie ein trotziges Kind?", hakte ich belustigt nach. Es würde Sinn ergeben, aber dann bedeutete das auch, dass ich auf eine seiner Schwächen gestoßen war, was mich beinahe amüsierte. Nichtsdestotrotz sollte ihm langsam klar werden, dass ein Pferd nur von Vorteil sein konnte...



    Cadino

    Wir wurden beim Essen unterbrochen, als ein Rabe herannahte und sich auf dem Fensterbrett niederließ, wo er zu kratzen begann. Rasch erhob ich mich und trat zu dem Tier, ehe ich seine Botschaft an mich nahm und durchlas. Ich stimmte Argine zu, es war zu lange nichts passiert. Ich würde neue Kopfgeldjäger engagieren müssen. Genau diese Informationen schrieb ich nun selbst in einem knappen Brief nieder und band diesen dem Raben ans Bein, der sich sogleich wieder erhob und losflog.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Narviks Stimme holte mich zurück aus diesen trübsinnigen Gedanken. Er hatte meinen Kopf in seine Hände genommen, streichelte behutsam über meine Wangen und schaute mich ganz lieb und aufmerksam an. Ich biss mir auf die Unterlippe.

    Ich wollte die Stimmung nicht kaputtmachen, aber er sollte es wissen. "Ich... Ich habe gerade an meine Familie gedacht. Sie sind mir gewissermaßen wieder... eingefallen." Ich zuckte hilflos mit den Schultern. "Ich habe sie verdrängt, das ist... ich weiß nicht, wahrscheinlich sollte ich mich freuen. Ich habe Angst, Narvik. Was ist, wenn sie es herausfinden? Was ist, wenn sie uns finden? Sie brauchen lange, ich hätte längst mit ihnen gerechnet. Aber ich kenne sie. Sie würden niemals aufhören und notfalls wohl eher halb Laurea auf uns ansetzen, als dass sie die Suche aufgeben." Unglücklich sah ich ihm in die Augen. Ich fühlte mich bei diesem Gedanken einfach so schrecklich hilflos. Vor allem aber fürchtete ich mich vor dem Tag, an dem ich ihnen wieder begegnen würde, denn sie würden uns entzweien. Es wäre der Tag, an dem ich Narvik verlieren würde. Und auch, wenn ich es nichts aussprach: Sie würden mich wohl eher umbringen, als zuzusehen, wie ich glücklich war. War es ungewöhnlich, dass ich Angst hatte?



    Scar


    Ich griff mir entnervt an den Kopf. "Nein. Aber soweit muss es gar nicht kommen. Ich weiß auch so, dass es weitaus bessere Arten der Fortbewegung gibt." Missmutig warf ich ihrem Gaul einen Blick zu. ich bekam man nur in absoluten Ausnahmesituationen auf solch ein Vieh, das hatte ich mir geschworen. Und eine Ausnahmesituation war das hier wohl noch nicht. Blieb nur zu hoffen, dass uns dieses Dorf in irgendeiner Form weiterbringen würde. Die Hoffnung starb zuletzt, dass ich bald wieder allein, umgeben von wohltuender Ruhe durch die Landschaft streifen würde.



    Argine


    Der Rabe kehrte zu meiner Zufriedenheit schneller zurück als erwartet. Mit einer Antwort von Cadino. Schnell band ich den Zettel vom Raben los, sperrte das Tier wieder bis zu seinem nächsten Einsatz weg und entfaltete die Nachricht sogleich. Sie fiel weder wirklich gut, noch wirklich schlecht aus, im Grunde war Cadinos Vorhaben nicht aufgegangen, aber er wollte sich um neue Kontakte bemühen. Das bedeutete keinen Stillstand. Ich hielt einiges auf Cadino, denn ich glaubte sagen zu können, er sei ein Mann, der sich an seinem Wort festhielt. Somit blieb zu hoffen, dass es bald gute Neuigkeiten zu verzeichnen gab.

  • Narvik

    Lumira schien mit sich zu ringen, bevor sie doch zu sprechen begann. Sanft strich ich über ihren Kopf. "Sie werden uns nicht finden und selbst wenn, sie werden uns nicht mehr trennen können, ja?", flüsterte ich. "Du wirst schon sehen, alles wird gut werden, vertrau mir." Ein Lächeln huschte über mein Gesicht. "Ich suche mir eine Arbeit auf dem Feld, um uns vielleicht irgendwo eine Unterkunft finanzieren zu können und dann bauen wir uns unser neues kleines Leben auf. Und deine Familie wird uns davon nicht abhalten, versprochen." Vorsichtig, als könnte sie sonst zerbrechen, drückte ich sie an mich. Ich würde auf sie und uns, auf unsere zukünftige Familie, aufpassen. Dieses Glück würden wir beide nicht mehr verlieren.

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden

  • Lumira


    Ich schluckte und nickte dann. Natürlich vertraute ich ihm. Eigentlich war es fast ein Wunder, wie schnell ich das getan hatte.

    Ich schlang von hinten meine Arme um seine Schultern, hielt mich daran fest und legte meinen Kopf daran. Ich blinzelte ein paar Tränen weg, die sich in meine Augen gestohlen hatten. Stattdessen atmete ich tief durch. Narvik hatte recht, es würde alles gut werden. Auch wenn ich keine Ahnung hatte, wie das funktionieren sollte. Aber ich musste zumindest daran glauben. Wenn ich nicht einmal das tat, dann hatten wir quasi schon verloren. Ich schloss für einen Augenblick die Augen und atmete Narviks beruhigenden Geruch ein. Wir würden das schaffen. Irgendwie.



    armano Es wäre super, falls du vermehrt auf das Einhalten der Mindestpostlänge von 3 Zeilen achten könntest;)

    Wenn ein Beitrag in seltenen Fällen mal etwas kürzer ausfällt, macht das nichts, das geht uns allen mal so. Aber in der Regel ist das gut zu schaffen. Es gibt soviel über das man schreiben kann, seien es Dialoge, Handlungen, Gefühle, Umgebungs- oder Personenbeschreibungen. So hat der Schreibpartner direkt mehr Möglichkeiten, zu reagieren und das motiviert:thumbup:

    L.G.

  • Narvik

    Ich ließ Lumira gewähren und eine Weile standen wir so da, denn wandte ich meinen Kopf zu ihr. "Was hältst du davon, wenn wir uns ein nettes Gästezimmer für die Nacht suchen? Wir werden die Ruhe brauchen..." Ich zuckte mit den Schultern, als ich fortfuhr: "Und um Kirea kümmern wir uns, wenn wir unser Nachtquartier bezogen haben." Im Moment war ohnehin diese Tanka bei ihr, wir mussten uns wohl keine Sorgen machen. Für die Nacht würden wir Kirea in eine Kammer einsperren und am nächsten Tag zu den nächsten Wachen bringen. Und bevor sie mich verpfeifen konnte, würden wir weit weg sein. Ab jetzt gab es für mich nämlich nur noch ein Ziel: Ich brauchte Arbeit, um für Lumira und mich sorgen zu können. Die bald anstehende Ernte mancher Feldfrüchte würde vielleicht helfen. In der Zeit wurden mehr Arbeitskräfte gebraucht und auch, wenn man schlecht verdiente, war das besser als nichts.



    Ranya

    "Langsamer ist in unserem Fall aber schlechter, weil das Zeit ist, in der wir ihre Spur verlieren können", erklärte ich geduldig. Wir musten diesen Auftrag ausführen. Für Jon. Und egal, was dann kam, zumindest ich würde so mutig sein, mich dem zu stellen. Er hatte viel für mich getan und wenn er etwas tat, dann sicherlich aus gutem Willen heraus. Allein deshalb musste ich ihn und seine Vorhaben unterstützen.



    Cadino

    Düster starrte ich vor mich hin und nickte dann zögerlich auf ihre Frage. "Ich denke, das wäre notwendig." Ich erhob mich und trat an einen Schrank, in dem ich jede Menge Unterlagen und Bücher gehortet hatte. Zwischen den Blättern zog ich eine Zeichnung hervor, die diesen Mann zeigte, den ich suchte. Mit der Zeichnung kehrte ich zum Tisch zurück. Ein professioneller Zeichner hatte das Bild von dem Kriminellen angefertigt.

    "Er hier", ich deutete auf das Blatt, "ist brandgefährlich und mit einer jungen Frau aus dem Dorf verschwunden. Ich will gar nicht wissen, was sie bereits durchstehen musste."

    "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
    -Edward Snowden