Und das Leben ist doch ein Ponyhof

  • Und auf dem Ponyhof gibt es natürlich auch ein Pony – mein Pony!


    Nachdem ich doch das ein oder andere Jahr bereits im Forum bin und auch das Pony schon das ein oder andere Jahr kenne, dachte ich, ich könnte sie hier mal vorstellen :)



    Name: Chayenne
    Jahrgang: 1999
    Stockmaß: 1,42


    Und dann gibt es noch den 2. Teil vom Team - mich



    Name: Ina
    Jahrgang: 1988
    Stockmaß: 1,64


    Und zu dem Pony gekommen bin ich, wie man zu den meisten guten Sachen in seinem Leben kommt – durch Zufall.


    Die Vorgeschichte

    Wie für die meisten pferdeverrückten Mädchen, war es für mich als Kind ein Traum immer in der Nähe von Pferden zu sein. So bekam ich irgendwann Reitstunden im Reitverein nahe zuhause und war auch im Urlaub wann immer irgendwo möglich in der Nähe zu Pferden zu finden.



    Mein Reitvereinspferd - Snoopy


    So kam es auch, dass die Begeisterung für den heimischen Reitverein langsam nachließ, als ich im Urlaub anfing in einem neuen Stall an der Nordsee zu reiten. Hierbei handelte es sich um einen Westernstall, bei dem die Pferde bereits zu dem Zeitpunkt (ca.1998) im Offenstall lebten und deutlich mehr Wert auf die Erziehung gelegt wurde. Zwar ritt ich noch zwei oder drei Jahre zuhause im Verein, aber nach einem Sommer ging ich einfach nicht mehr hin. Die Einstellungen passten (leider) einfach nicht mehr übereinander. Während wir zuhause die immer gleichen Runden in der Halle oder selten auf dem Platz drehten, waren wir an der Nordsee oft mit dem Besitzer ausreiten und ich habe viel über Bodenarbeit und die Arbeit mit jungen Pferden gelernt. Ich habe dort Reitunterricht bei unterschiedlichen Trainern gehabt, bin in den Verein eingetreten und habe auch meinen ersten Wanderritt mitgemacht.



    "Sattelkammer"



    und Lagerfeuerromantik bei Gitarrenklang


    Auch wenn ich nur über die langen Feiertage oder mal eine Woche im Sommer da war, ist es doch meine reiterliche Heimat und auch die ersten Urlaube mit Freundinnen ohne Eltern habe ich dort verbracht.


    So war dann den Stand, als ich 2008 Abi gemacht habe. Reiten nur im Urlaub.

  • Danke :)
    Dann geht es mal weiter


    Der Umbruch


    Im Herbst begann ich dann mein Studium und nach den ersten anstrengenden Wochen keimte langsam die Idee in mir auf als Ausgleich auch zuhause wieder zu reiten. Da ich bereits im Sommer verschiedene Vereine in der Umgebung (naja, die Suche würde ich heute als amateurhaft beschreiben und anders angehen) besucht hatte und mir der Unterricht flächendeckend nicht zusagte, kam nur eine Reitbeteiligung in Frage. Nach 2 Proberitten landete ich also beim 12km entfernt wohnenden Keno.




    Als ich im Februar zum ersten Mal hinkam standen die Pferde auf der Winterweide, ich war begeistert! Mit einem Stockmaß von 1,60 war er für mich ein richtiger Riese und irgendwie fand ich es super, mal nicht das kleinste Pferd zu haben ;-) Wir hatten eine gute Zeit und Keno war ein tolles, immer braves Pferd, aber kurz vor dem Sommer sind seine Besitzer leider weg gezogen, sodass es für mich zu weit wurde.


    So war ich zur Urlaubszeit wieder pferdelos und habe die Suche nach einer neuen RB auf die Zeit nach dem Sommer geschoben.



    Der Zufall


    Nach der Ferienzeit bin ich wieder zum Stall und habe direkt von der Vorbesitzerin des Ponys das Angebot einer Reitbeteiligung an ihr bekommen. Vielleicht war es auch über Umwege am Telefon, so genau kann ich mich nicht mehr erinnern.



    eins meiner ersten Bilder vom Kugelpony (9/09)

    In jedem Fall habe ich vorbehaltlich eines Proberittes zugesagt. War mir das Pony doch schon am ersten Tag beim Probereiten von Keno aufgefallen, mir aber als zu klein für mich erschienen. Kurz danach wurde mir ein weiteres Pferd am Stall als RB angeboten. Eine wunderschöne, dunkelfuchs Araberstute.



    das ist sie :)


    Ich wäre sie wirklich gerne geritten, ein sportliches, cooles Pferd mit einer total netten Besitzerin. Aber ich hatte ja schon der Ponybesitzerin zugesagt.


    Da war er dann der Zufall – wer zuerst kommt …



    einer unserer ersten gemeinsamen Ausritte (11/09), noch mit definitiv unpassendem Decathlonsattel und viel zu großem Pad...


    Von da an war ich für 2 Mal die Woche die Reitbeteiligung des Ponys und unsere Geschichte nahm ihren Lauf.

  • Das liest sich spannend wie ein Krimi...... 8o Wie sich die Gegebenheiten da zusammenfügen, das ist einfach schicksalhaft, dann muss es auch so sein!!! Herzlichen Glückwunsch zu dem schönen Pony!!! :love: Ich wünsche euch eine wunderbare Zeit und ganz viel Spaß beim gemeinsamen Reiten und Zusammensein!!! :thumbsup:

  • Vielen Dank für eure vielen netten Kommentare, dann werde ich mal direkt schreiben, wie es weiter ging :)


    Der erste Stall (Ponyhof die 1.)


    Beim Pony und mir handelte es sich übrigens nicht direkt um Liebe auf den ersten Blick und wohl auch nicht direkt auf den zweiten. Wir waren des Öfteren unterschiedlicher Meinung und haben beide einen ausgeprägten Dickkopf, den wir gerne durchsetzen. Daher waren wir am Stall schnell für unsere intensiven und (da ich zwar kein Problem damit habe mich durchzusetzen, in unkritischen Situationen aber den gewaltfreien Weg bevorzuge) langen Diskussionen bekannt.



    02/10 - da gab es sogar noch Schnee ....
    (ich baue einfach mal wahllos so ein paar alte Bilder ein :-))

    So kann ich mich durchaus an einige Situationen erinnern, an denen das Pony nicht in die hintere Ecke des Platzes wollte und ich mich zu Fuß mehrfach, halbschrittweise im Zickzack bis dorthin durchgekämpft habe, bis es auch unter dem Sattel kein Problem war dort entlang zu reiten. Da konnte schon mal eine Stunde ins Land gehen...
    Aber okay, ich habe gelernt das Konsequenz das wichtigste in der Pferdeerziehung ist und das geforderte auch durchgesetzt wird. Und das habe ich auch so gehandhabt. Während die anderen ihr Pferd zum Teil bereits im Schritt erklommen haben, hat es bei mir eben etwas gedauert, bis es wirklich stand und ich bequem hoch konnte. Da habe ich dann auch 2 oder 3 Wochen mal nur Aufsteigen geübt. Auf einem Pferd, das nicht steht wird halt einfach nicht geritten…



    04/10 - Ritt zu unserem Miniminiwasserloch mit meinen damals besten Stallfreundinnen (die heute leider nicht mehr reiten), war doch auch schon ein bisschen Ponyhoffeeling ;-)


    Wobei ich dazu sagen muss, dass das Pony trotz der eher lassezfairen Erziehung leicht zu handhaben war! Keine groben Unarten und immer freundlich. Außerdem von der ersten Minute an ein relativ schreckfreies und schwer zu beeindruckendes Geländepferd! Nur was den Weg angeht sind wir uns beizeiten bis heute nicht einig ;-)
    Aber unser Verhältnis wurde besser und die Diskussionen kürzer und seltener.
    Wir waren oft im Gelände und zwischenzeitlich hatte ich auch etwas (naja, vielleicht so 5 Stunden) Reitunterricht mit dem Pony.



    06/10


    Im Sommer 2010 hat die Besitzerin dann einen neuen Sattel erstanden, leider ohne Sattler und daher - im Nachhinein betrachtet - auch unpassend. Außerdem hat er von uns sehr schnell den Spitznamen "Betonsattel" bekommen, da er einfach steinhart und mega unbequem auch für den Reiter war - ausgleichende Gerechtigkeit könnte man meinen ;) Aber - er sah gut aus!



    05/10 Die Hack bin ich übrigens nie geritten, sondern hab sie nur für Fotos verwendet ...


    In dem Sommer habe ich auch angefangen mit dem Gig der Besitzerin zu fahren, das hat das Pony deutlich lieber gemacht als mich durch die Gegend zu tragen. So waren wir zum Beispiel auch einmal zur Hauptverkehrszeit bei der Tankstelle um eine Tüte Chips zu erwerben.



    09/10


    Außerdem hatte ich mit einer Freundin auch einen ersten (und bis jetzt Gott sei Dank einzigen) kleinen „Unfall“ mit der Kutsche. Wir waren auf einem schmalen Reitweg unterwegs und nachdem ich wirklich lange sehr genau geguckt habe und alles in Ordnung war, nahm meine Aufmerksamkeit auf dem Rückweg ab und eine in den Brombeeren versteckte Baumwurzel hat uns vom Bock geholt. Zum hat das Pony einfach angehalten und wir haben uns nicht mehr geholt als blaue Flecken…



    10/10 - ein kleines bisschen springen...


    Und - unglaublich, aber wahr, im Winter 10/11 gab es schon wieder Schnee...



    Ab 2011 gab es eine neue Einstallerin, mit deren Reitbeteiligung ich oft unterwegs war (und noch immer bin ;-)) und die auch gerne Fotos gemacht hat, sodass es jetzt auch mal Reitbilder von mir gab ...




    ja, Pony ist etwas steif ;)

    Wir leben hier ja etwas industrialisiert, daher sind wir immer zur Halde geritten...





    (ja, ich konnte das Pony bereits 04/11 frei quasi überall stehen lassen)


    Und die Halde bot eine wirklich tolle Westernkulisse, würde dort für Fotos auch wieder hin fahren...



    die oben bereits erwähnte Reit- und Fotofreundin

  • Der zweite Stall

    Leider wurden die Haltungsbedingungen im Laufe der Zeit nicht besser bei uns auf dem Hof. Winterwiese gab es bereits in meinem zweiten Winter dort nicht mehr, sodass 17 Pferde den Tag auf einem recht kleinen Paddock verbrachten und nichts weiter zu tun hatten als sich zu jagen und beißen. Als dann die immer strengere und kleinflächigere Portionierung der Wiese auch im Sommer zu oft verbissenen Pferden führte wurde es Zeit den Stall zu wechseln.
    Nach einigen besuchten Ställen entschied sich die Besitzerin zusammen mit einigen anderen Einstallern für unseren zweiten Stall. Hier gab es eine Stuten- und eine Wallachherde und die Pferde hatten im Sommer riesige Weiden. Für den Winter gab es große Paddocks.
    Außerdem wurden 40 km (aus heutiger Sicht lachhaft, damals für mich sehr viel) Reitwegenetz angepriesen und es gab eine große Halle! Wie am alten Stall mussten wir auch hier selbst misten, aber das sollte kein Problem sein, da die Besitzerin gleich mit auf den Hof gezogen ist.



    Der Tag des Umzugs


    Da der Stall nicht weit von meinem damaligen Studentenjob weg war und die Besitzerin wegen ihrer Arbeit weniger Zeit hatte, habe ich ab dem Zeitpunkt drei Tage die Woche gemacht.


    In 2011 hat eine Freundin auch ihr zweites Pferd, einen Dülmener Jährling gekauft, deswegen stell ich hier einfach mal ein paar Bilder vom Wildpferdefang ein ...







    Zu Beginn waren wir vom neuen Stall begeistert – viele schöne Ausritte, gute Pferdehaltung und die Halle! Der Winter brachte 2011/12 brachte dann leider Matschpaddock, wo die Pferde auch nur wenige Stunden drauf kamen, sodass eine, die von unserem 1. Stall mitgekommen war sofort im Frühjahr wieder gewechselt hat. Wir leider nicht...


    Insgesamt wurden die Ausritte daraufhin leider immer kürzer...
    Meist gab es eine 20 Minuten Runde und ein Ausritt von über einer Stunde war schon lang.



    06/12 - ab diesem Zeitpunkt bin ich quasi nur noch ohne Sattel unterwegs gewesen, da doch deutlich wurde, dass er dem Pony nicht passt




    Der Winter 12/13 brachte zwar wieder Matschpaddocks, aber auch viel Frost und Schnee, sodass die Pferde auf die gefrorene Weide kamen und ich mit dem Pony Schlitten fahren konnte!




    01/13


    Irgendwann habe ich dann angefangen manchmal das Pferd einer Freundin zu reiten, dass bereits an der wunderschönen Haard stand, damit ich auch mal einen Ausritt in besserem Gelände machen konnte :) Insgesamt war das Gelände am 2.Stall deutlich schlechter als am 1.




    Im Herbst 2013 hatten wir dann diesen Ausritt bei dem mein absolutes Lieblingsponybild vom Eingangsthread entstanden ist :-)



    und dieses...


    Den Herbst haben wir auch noch ein oder zwei andere schöne Bilder gemacht...




    10/13

    Außerdem bekamen wir irgendwann in 2013 eine neue Reitbeteiligung dazu, weil die Besitzerin immer weniger Zeit hatte. Das Mädel war total nett, aber da sie sich gegen den Dickkopf vom Pony nicht durchgesetzt hat und ihre Ausritte oft bereits am Weg vom Hof endeten (das Pony hat einen ganz eindrucksvollen Rückwärtsgang), wurden auch meine Ausritte alleine deutlich unangenehmer, weil das Pony immer öfter gefragt hat. In der Gruppe war es zum Glück weiterhin kein Problem auszureiten, aber das war es eigentlich nie. Irgendwann hatte die Besitzerin gar keine Zeit mehr und sie ließ das Pony gegen Bezahlung im Reitunterricht mitlaufen. Das hat es eigentlich sehr gut gemacht (naja, hatte dank Ausbindern auch wenig Möglichkeiten sich zu wehren…).Trotzdem war ich sehr froh, als die Besitzerin vom Hof weg gezogen ist und so in unserem dritten Winter dort auch das Pony einen neuen Stall bekam (Nach einer kurzen Überlegung der Besitzerin es zum Reitunterricht gegen Übernahme der Boxenmiete einfach da zu lassen).


    Kurz vor unserem tatsächlichem Wechsel im Februar 2014 entstanden noch diese Fotos




    01/14

  • Tolle Bilder, die ihr immer gemacht habt :thumbsup:
    Der Wildpferdefang in Dülmen sieht beeindruckend aus! :)


    Und du hast es ja echt lang mit diesen ständigen aufs und abs ausgehalten..
    *puh*

    Liebe Grüße wünschen Cari & Philip mit Colin, Carlos, Cindy und Momo

    Speedy im Herzen <3

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  • Ja, den Wildpferdefang kann ich nur empfehlen, wirklich eine sehr eindrucksvolle Veranstaltung!


    Tatsächlich habe ich während meiner Zeit als Reitbeteiligung beim Pony auch ab und zu darüber nachgedacht aufzuhören. Vor allem während wir am 2. Stall standen. Aber zu Beginn wäre nur eine andere Reitbeteiligung in Frage gekommen, und hier wusste ich woran ich bin. Woanders musste es ja nicht unbedingt besser sein, von daher bin ich geblieben.


    Im letzten Jahr dort war es aber schon ziemlich schlimm, zudem das Pony auch ernsthafte körperliche Leiden hatte durch unsere neue RB - der weiße Fleck vorne am rechten Bein kommt durch Gamaschen (die sie wohl mitgebracht haben muss, nach meinem Urlaub sah das Pferd plötzlich so aus und wir hatten nie welche) und so ein paar Monate hatte sie es auch ziemlich im Kreuz, sodass sie quasi nicht mehr galoppieren konnte, maximal im Gelände geradeaus. Ich vermute, dass es daran liegt, das Springen mit Steigbügeln am Longiergurt einfach keine gute Idee ist, erst recht nicht, wenn man es nicht kann. Aber naja, ich war ja auch nur RB, ich bin in der Zeit dann kaum geritten...
    Ich habe dann auch angefangen mir Verkaufsanzeigen bei ehorses anzusehen und bin nur davon abgekommen mir ein eigenes Pferd zu kaufen, weil wir den Stall gewechselt haben.

  • Toll geschrieben und die Bilder sind auch klasse. Auch klasse Dein Durchhaltevermögen und ja, der Westernsattel passt überhaupt nicht, ist viel zu lang und die Sitzfläche ist auch riesig. Außerdem ein Oldtimer (oder zumindest in dem Stil) und die sind nie gepolstert, soweit ich weiß.

  • Ach ja, der Sattel war schon eine Qual für alle Beteiligten ...
    Und leider war das Urteil eines Sattlers (Händler für gute gebrauchte Westernsättel) dann, dass es sich tatsächlich nicht um einen amerikanischen Qualitätssattel aus einer Sattlerei handelte, wie wir angenommen hatten, sondern wie sagte er so schön - "Mexikoböller". Er war dann auch nicht bereit ihn zu kaufen oder verkaufen, also ging es mit der Aussage auch nicht darum den Preis zu drücken...


    Insgesamt kann ich einfach nur dankbar sein, wie gnädig und freundlich das Pony immer zu den Menschen war und ist. Und erstaunt über die Leidensfähigkeit. Die ist echt hart im Nehmen.


    Ein mega AH Erlebnis hatte ich mal am 2. Stall, als ich dorthin kam und das Pony auf einmal nachgiebig war. Bis zu diesem Zeitpunkt war am Genick des Ponys nichts zu machen. Und plötzlich war es locker - von heute auf morgen.
    Ein paar Tage später habe ich dann erfahren, dass vorher zum ersten Mal in 14 Jahren der Zahnarzt da war. Von da an habe ich nichts mehr vom Pony gefordert, das es nicht freiwillig geleistet oder angeboten hat. Wenn sie kann, ist sie (solange es nicht inhaltlich gegen ihren Dickschädel geht) wirklich willig und motiviert. So kam es dann ja auch, dass ich eine Zeit lang quasi gar nicht mehr geritten bin...


    Und morgen geht es weiter mit

    dem dritten Stall (Ponyhof die 2.)

  • Der dritte Stall (Ponyhof die 2.)

    Da die Besitzerin selbst eigentlich keine Zeit mehr hatte nach einem neuen Stall zu suchen, sind wir einfach unserer Bekannten, die ja schon ein Jahr zuvor gewechselt hatte (und deren Pferd ich ab und zu geritten bin), hinterher gezogen. Endlich in VP!




    Unsere Pferde haben sich auch tatsächlich sofort wieder erkannt und es gab große Wiedersehensfreude!


    Dieser Umzug war eindeutig der Wendepunkt in der Beziehung zwischen mir und dem Pony!


    Am alten Stall wäre ich wohl wie gesagt nicht länger geblieben, eher hätte ich die Reitbeteiligung aufgegeben und mir ein eigenes, anderes Pferd gekauft. Es kam auch hinzu, dass ich im November einen Job in der Nähe des neuen Stalls gefunden habe, sodass ich nur eine Fahrtzeit von gut 5 Minuten von der Arbeit aus habe :). Das war wohl auch einer der Gründe, warum es hinterher dieser Stall geworden ist.




    09/14 - Paddock und im Hintergrund der Weg zur immer offenen Weide


    Die ersten Tage im neuen Stall waren für das Pony deutlich von Muskelkater geprägt, kam es doch von 2 Stunden Paddock ganztags auf eine riesige Winterweide mit einer neuen Herde. Insgesamt nahm das Pony in den ersten Wochen dort auf jeden Fall deutlich ab und wurde auch deutlich sportlicher! Auch unsere Ausritte wurden langsam wieder länger und ich fing auch an wieder alleine raus zu gehen.



    03/14, einer unserer ersten Ausritte, da ich überlegt habe mir einen eigenen Sattel zu kaufen habe ich hier den baumlosen einer Bekannten Probe geritten - war aber leider nicht so überzeugend


    Da wir jetzt in Vollpension standen, gab es keine festen Tage mehr zwischen der Besitzerin und mir. Ich durfte kommen wann ich wollte und ihr gehörte der Sonntag (wobei sie auch da kaum öfter als 4 oder 5 mal am Stall war). Das war echt super, ich hatte sehr freie Hand und habe auch wieder angefangen Reitunterricht zu nehmen. Als Reitlehrerin hatte ich eine Barockreitlehrerin, bei der ich viel gelernt habe. Außerdem hat es sie zum Glück nicht so sehr gestört, dass ich ja nur ohne Sattel geritten bin ;-). Mein Sitz wurde mit der Zeit auf jeden Fall bedeutend besser. Leider hat sie dann irgendwann aufgehört Reitunterricht zu geben, was wirklich schade war.


    Der Sommer 2014 war dann warm und nass und unser Reitplatz bot eine tolle Kulisse für Fotos - mit dem extremen Vorteil, dass man den Untergrund kennt und keine Steine zu vermuten braucht!




    06/14


    Irgendwann haben wir dann auch den Gig zum Stall geholt und ich konnte endlich wieder anspannen. Fahren war am alten Stall wegen der viel befahrenen, sehr schmalen Straßen leider nicht möglich.




    09/14 - es ist dort einfach wunderschön!


    Mit der Zeit habe ich dann auch Schmiede- und (zum Glück sehr seltene) Tierarzttermine übernommen. Durch die neu gewonnene Fitness des Ponys wurden auch unsere Ausritte flotter und das Pony war insgesamt mit deutlich mehr Motivation dabei, als noch am alten Stall. Wo man vorher jeden Tritt treiben musste, hatte ich nun ein eigenständig laufendes Pferd – noch immer nicht zwingend das schnellste, aber auch nicht mehr das triebige, dem jeder Schritt schwer fiel :).


    Das war dann Ende 2014 - mit dem Pony wurde alles immer besser, der Stall ist perfekt, aber langsam fing alles drum herum (Sattel, Arzt, ...) an, mir ernsthaft nicht mehr zu passen...