Au weia, alle guten dinge sind 3 ??

  • https://www.bernersennenhund.de/

    Diese Seite macht deutlich, das der Berner (wie alle Schweizer Sennenhunde) sehr bewegungsfreudig, im Verhältnis zu seinem Erscheinungsbild, ist! Und verhaltensauffälligkeiten dann doch beim Halter zu suchen sind!


    Als Hundhalter sollte ich mich im Vorfeld über meine Wunschrasse informieren!

    Ich selbst besitze eine Podenco-Terrier- Mischlingshündin mit einer Schulterhöhe von 57 cm, eine selbstständige Jägerin gepaart mit aktiven Parson-Russel Terrier ist eine deutliche Herausforderung gewesen, zumal sie auch noch aus dem Tierheim kam und bereits 2x vermittelt war! Wie sie zu mir geholt habe war sie fünfeinhalb Monate ein und komplett verängstigt, aber eine Alphahündin, die sich auch so benimmt! Für die Welpenschule war sie bereits zu alt, aber der Junghundekurs hat ihr und mir sehr gut getan (sie ist mein erster eigener Hund (aufgewachsen bin ich aber mit einem Langhaardackel, das prägt:saint:). Lisa kann ich auf Modellpferde-Liveshowen mitnehmen, ohne Angst um die Pferde und Teilnehmertische zu haben, ich hatte sie gerade 3 Wochen, da waren wir auf der LS Pfeffenhausen und im Sommer auf der Modellbauausstellung. Sie läuft frei in der Wiese, aber ich muss den Horizont nach Jagbarem absuchen, in den 12 Jahren ist sie mir bisher noch nicht abgehauen weil sie gejagt hat, sondern nur einmal vor Angst (Knaller sind immer noch der blanke Horror und sie unterscheidet sehr wohl ob die von Tonband kommen (die sind ihr völlig schnurtz-egal) oder live sind! In ihren jungen Jahren haben wir Agility gemacht, als Hobby und nicht für den Wettkampf!

  • Eine Bekannte hat auch einen Berner Sennen. Die hat aber schon viele Hunde gehabt und auch Ahnung von Hunden allgemein, die hat ihre Hündin auch tip-top erzogen, die ist sogar mit einem jetzt 2 jährigen Jungen zusammen und spielt sozusagen Kindermädchen (allerdings nur, wenn ein Zweibeiner dabei ist).

    Es liegt also nicht an der Rasse, wenn ein Hund sich zum problem entwickelt. Aber mit einem großen Hund hat man noch mehr Probleme, wenn er nicht oder schlecht hört.

    Aber wenn Deine Bekannte natürlich auch noch uneinsichtig ist und keine Kritik vertragen kann, bzw. keine Hilfe annehmen will, dann würde ich mir die Frage stellen, ob man nicht das Veterinäramt einschaltet? Das würde sie Dir vermutlich sehr übel nehmen, aber ich weiß nicht, ob ich zuschauen würde, wenn noch ein Hund zum ,,Wegwerf-Artikel,, wird, nur weil die Dame sich überschätzt.

  • Danke für eure ganzen argumentationen. Sollte sich dann doch nochmal ein Gespräch ergeben werde ich auf jeden Fall ein wenig Fachwissen bezüglich der Hundeart haben. Sie bezieht sich immer auf irgendwelche Bücher in denen stehen soll das es ein Familienhund ist. Das mag ja auch stimmen aber ich persönlich würde ihn mehr als einen Nutzhund bezeichnen eben weil er klare aufgaben braucht.


    Hier sollte nicht der Eindruck entstehen das ich dem Hund die Schuld gebe ganz bestimmt nicht ich denke da war bei meiner bekannten einfach die Optik entscheident und da hat man sich dann vielleicht auch nur soweit belesen das es eben ein Familienhund ist. Ich muss nun für mich entscheiden was ich mache ich werde erst mal gucken ob sie die Hündin abgegeben.

  • Also .. als Halterin eines anfänglichen "Problemhundes" kann ich nur sagen, dass Fehlverhalten bei Hunden in der Regel immer durch den Menschen ausgelöst wird. So war es auch bei mir damals, als ich meinen verprügelten Schäferhund Husky Mischling aus dem Ausland bekam. Hunde sind sehr soziale Tiere, die in Rudeln leben und entsprechend auch ihre Menschen als solches sehen. Sie brauchen Führung, einen dominanten Menschen als Alpha und diese Position kann man sich nicht durch Prügel, Leckerlies oder ähnliches erkaufen. Es hat sehr viel mit der Grundeinstellung des Halters an sich zutun. Ist dieser (in den Augen des Hundes) nicht in der Lage, die Führung des Rudels zu übernehmen, springt augenblicklich der Hund in den Rang des Alphas und trifft die Entscheidungen. Das muss nicht heißen, dass man damit einen Beißer oder gar aggressiven Hund an der Leine hat, sondern nur, dass man das Recht zu entscheiden verloren hat und das Tier ein entsprechendes Verhalten an den Tag legt.

    In meinen Augen ist deine Bekannte als Halterin nicht geeignet, weder für einen großen Treibhund, noch für einen Chihuahua, solange sie nicht an sich selbst arbeitet. Der einzige Unterschied: Der Chihuahua richtet weniger Schaden an. :D


    Das sind ein paar einfache Dinge, die ich in 3 Jahren Angsthund Haltung und mit einem wahnsinnig guten Trainer lernen durfte. :)

    Mein besagter "Problemhund" ist übrigens eine Granate von Tier und im Leben nicht zu ersetzen! Man kann ihn eben nicht in jede Hand geben. Er regelt seine Probleme allerdings nicht durch Beißen oder Aggression, sondern durch Flucht und auch das haben wir abgestellt.

  • Das ist ja erschreckend was man da über die armen Hunde deiner Freundin so lesen muss. Und dann auch noch null Hundeerfahrung.

    Mein jetziger Hund ist ein Schäferhund-Jackrussel-Mix und ein Rüde, davor hatte ich eine Schaferhund-Hysky-Mix Hündin. Mit der Dame war (ebenfalls durch mangelnde Kenntnis und Konsequenz der Vorbesitzerin) die erste Zeit gar nicht gut Kirschen essen, vor allem nicht mit anderen Hunden und Kindern. Nachdem ich mir aber einen Hundtrainer dazuholte und konsequent und fleißig (gehört ja auch dazu) mit ihr gearbeitet habe, war sie ein sehr etnspannter und zuverlässiger Hund. In der Zeit habe ich auch viel über die Körperspreche von Hunden gelernt.

    Mein Rüde ist ein Schatz was Menschen Menschen angeht, aber er ist ein Leinenpöbler und versucht stets die Oberhand zu bekommen. Die Hundetrainerin und ich arbeiten daran, aber sowas braucht eben auch Zeit und Bereitschaft etwas an sich selbst zu verändern. Das Problem hängt nämlich meistens nicht an der Hundeseite der Leine.

  • Sorry, da habe ich ja Null Verständnis für. Am besten sollte sie sich gar keinen Hund mehr anschaffen! Jeder Züchter sollte vor ihr gewarnt werden, denn keiner davon möchte, dass der Hund nach kurzer Zeit wieder abgeschoben wird. Mit der Liebe zu dem Hund kann es ja auch nicht gut stehen. Ich würde an ihrer Stelle alles menschenmögliche machen, um den Hund behalten zu können. Kopf schüttel!

  • So seh ich das auch, Claudia! Sie hätte schon beim ersten Hund einsehen müssen, dass zumindest ein Teil der Fehler bei ihr liegt und sich dann bemühen, diese zu beseitigen und den Hund zu behalten. Aber abgeben ist ja soviel einfacher als sich einzugestehen, dass man keine Ahnung von Hundeerziehung hat und selbst erstmal was lernen muss.