Gemeinschaftsprojekt Geschichte schreiben

  • Vor einigen Jahren haben wir mal in einem anderen Forum eine "Geschichte zum Mitschreiben" gemacht. Die Story hatte damals ziemliche Auswüchse angenommen, ein bisschen crazy, aber auf jeden Fall war es ne echt witzige Aktion und hat schon echt Spaß gemacht.
    Daher hatte ich bzw Lora und ich uns überlegt, dass man sowas ja mal wieder ins Leben rufen könnte. Im Grunde sind hier im Forum ja schon einige die ganz gerne Geschichten schreiben, siehe Ranchstorys, Rollenspiele ect,...


    Mitschreiben kann jeder der Spaß am Schreiben hat, es können kurze oder lange Abschnitte hinzugefügt werden, nach Belieben Charaktere hinzugefügt oder auch wieder rausgeschrieben werden, aber natürlich keine Toten wieder auferwecken ;) sollte schon einigermassen realistisch sein ;)


    Man sollte immer an der Stelle weiterschreiben wor der vorge Schreiber aufgehört hat und so aufhören dass ein anderer da dann auch weiterschreiben kann.


    Vorteil ist natürlich gegenüber z.B. Rollenspielen, jeder schreibt jeden Charakter, heißt man muss nicht auf bestimmte Personen warten um überhaupt weiter schreiben zu können.


    Bin gespannt auf eure Ideen und/ob/wie sich die Story entwickeln wird :)
    Aber denkt dran, dass wir in einem öffentlichen Forum sind mit vielen Minderjährigen (also nicht zu viel Sodom und Gomorrha ;) )
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    Es ist Mittwochnachmittag und im Reitverein ist gerade die 4 Uhr Reitstunde um. Emma, die an der Teté reitet lenkt die große Fuchsstute Cindy in die Mitte der Reithalle, lobt die Stute und sitzt ab. Kurz darauf öffnet sich das Hallentor und die Reiter der 5-Uhr-Stunde kommen in die Halle, ein Mädchen mit hellblonden Locken unter der Reitkappe, teuren Reitklamotten und einem freundlichen runden Gesicht kommt auf Emma zu und meint: "Ich soll jetzt in dieser Stunde Cindy reiten, kannst du kurz gegenhalten während ich aufsitze?" Emma nickt und geht auf die rechte Seite um den Steigbügel festzuhalten. Nachdem das Mädchen im Sattel sitzt geht Emma zusammen mit ihren Mitreiterinnen aus der Halle. Als sie und ihre Freundin Kathi durch den Privatstall gehen, da dieser Weg kürzer ist wenn man zu den Fahrradständern will, denkt sie sehnsüchtig wie es wohl wäre ein eigendes Pferd zu haben, aber das erlauben ihre Eltern ja nicht. An Kathi gewandt meint sie: "Du Kathi, glaubst einer der Privatreiter würde mir eine Reitbeteiligung auf seinem Pferd geben?" doch Kathi antwortet ihr, dass eine Freundin aus ihrer Klasse auch schon im Reitverein nach einer Reitbeteiligung gefragt hat, aber ohne Erfolg.
    Als sie die Räder erreichen fängt Emma nochmal an: "Weißt du was, manchmal geht mir das echt auf die Nerven, dass wir immer nur in der Reithalle im Kreis reiten und nie ins Gelände gehen und noch nicht mal raus auf den Reitplatz, wenn ich doch nur ein eigendes Pferd oder wenigstens ein Pflegepferd hätte.*seufz*
    "Am nächsten Morgen in der Schule, Emma sitzt im Klassenzimmer und schaut aus dem Fenster, da der Erdkundeunterricht für sie so langweilig ist, weil sie das derzeitige Thema schon in und auswendig beherrscht (Die US-Staaten und deren Hauptstädte) als auf einmal etwas über ihre Schulter fliegt und auf ihrem Tisch landet. Sie sieht, dass es ein Zettel ist. Vorsichtig faltet sie ihn auseinander und liest:
    Emma, ich habe ein Pflegepferd. Es steht auf einem kleinen Ponyhof ungefähr 15 Minuten von mir zu Hause entfernt. Wenn du heute Zeit hast kannst du ja mit zu mir kommen, dann zeige ich ihn dir. Er ist ein ganz süßer Shetty-Mix und heißt Prinz.:DAlex
    Fassungslos starrt Emma auf die Nachricht, dann dreht sie sich kurz zu Alex um und nickt ihr kurz zu, mit dem Gedanken, dass sie dort ja vielleicht mal nach einem Pflegepferd fragen könnte.

  • Nach der Schule schickt Emma ihrer Mutter eine kurze Whatsapp-Nachricht , dass sie mit Alex noch an einem Schulprojekt arbeiten müsse und folgte Alex dann zum Bus. Der Bus ist so voll, dass sie und Alex getreennt werden, zumal sie erstmal eine Karte kaufen muss, da sie selber in der Nähe der Schule wohnt.
    Alex wärmt bei sich zuhause ihr Mittagessen auf, welches sie dann mit ihr teilt, dann gehen sie in die Garage wo Alex zwei Fahrräder aufschliesst. Ihre Familie sind Fahrradfanatiker und so hatte jedes Famiienmitglied mindestends zwei Fahrräder. Und wie immer fährt Alex in einem recht hohem Tempo vor, dem sie kaum folgen kann. "Fahr doch mal etwas langsamer" keucht Emma .
    Bei dem hohen Tempo merkt Emma erst spät in wleche Richtung Alex abbiegt , eigentlich erst als sie das Ortschld passieren. Früher fuhr sie diese Strasse regelmässig mit ihren Eltern, ihre Grosseltern väterlicherseits haben hier gelebt. aber erst ist ihr Grossvater gestorben und dann ein paar Jahre später ihre Grossmutter. Das letzte Mal , das sie in diesem Ort war, war auf der Beerdigung ihrer Grossmutter, die Beerdigung bei der sie das erste und einzige Mal den Zwillingsbruder ihres Vaters Steffen gesehen hat. Vorher "kannte" sie Steffen nur von den Briefen, die sie ihrer Grossmutter vorgelesen hat, nachdem sie am grauen Star erkrankt war .sie war fasziniert von seinen Briefen, erzählte er doch immer von anderen Ländern , die er bereist hatte. aber nachdem bei der Testamentseröffnung rauskam, dass der hof ihrer Grosseltern an Steffen ging und nicht an ihren Vater, wurde Steffen zum Erzfeind und Erbschleicher erklärt und ihre Eltern taten alles, damit sie nicht durch diesen Ort fahren mussten.
    Gleich muss das grosse alte reetgedeckte Fachwerkhaus in sicht kommen denkt sie . Ob Steffen den Hof behalten hat ? vielleicht leben da ganz andere Leute denkt sie, Steffen wird sicher wieder auf Weltreise gegangen sien. Aber stattdessen ist ein ziemlich normal aussehendes Backsteinhaus an die Stelle des alten Bauernhauses getreten und ein Offenstall an der Stelle, wo früher der Geräteschuppen mit den landwirtschaftlichen Geräten ihres Grossvaters stand, das erbe ihres Vaters, der damit gar nichts anfangen konnte.
    "Das ist es" sagt Alex und fuhr auf den Hof. Emma folgt ihr , ihr Vater kann auch nichts mit Pferden anfangen , obwohl er mit den Kaltblütern ihrer Grosseltern aufgewachsen ist, vielleicht ist Steffen ähnlich als Zwillingsbruder, also hat Steffen den hof vermutlich verkauft oder verpachtet. Sie stellt das fahrrad neben dem von Alex, die die Fahrräder zusammenschliesst. dann gehen beide rüber zum Offenstall. sie zählte acht Ponies, fünf Shettys, zwei Tinker und ein schwarzes Pony das in etwa dazwischen lag von der Grösse her. Alex zeigt auf das schwarze Pony "Das ist Prinz" sagt sie "Du kannst vielleicht eine der Tinkerstuten reiten"
    Emma versucht eines der ponies anzulocken aber die sind mit Fressen beschäftigt. Plötzlich hört sie ein Wiehern, es hört sich an wie das Wiehern von Susi , der Rheinisch Deutschen Kaltblutstute auf der ihr Grossvater sie als Kind herumgeführt hatte und wegen der sie grosse Fuchsstuten so gerne mochte. Aber als sie sich umdreht, war es natürlich nicht Susi, sondern ein fremdes braunes Pferd, das mit dem Kopf über die Boxentür schaute. Wenigstends der stall steht noch denkt sie und geht auf das grosse braune Pferd zu. Sie lässt es an der hand schnuppern und streichelte dann den Kopf und strich dem Pferd durch die dichte schwarze Mähne. sie schaut in die zweite Box, wo sie den Rücken eines weiteren braunenn Pferdes sieht, das wie die ponies am Fressen ist.
    "Wenn die Kutschpferde hier sind, ist steffen auch hier" sagt Alex
    Steffen !? Emma schreckt bei dem Namen zusammen, das währe ein grosser Zufall, wenn der neue Käufer, Pächter auch Steffen heisst. Was soll sie machen ? sie muss hier weg, denkt sie, aber die Räder sind zusammengeschlossen. "Alex, ich..."
    In dem Moment wird sie von einer männlichen Stimme unterbrochen "Hallo Alex" begrüsste der Mann sie "Du hast deine Freudin mitgebracht wie ich seh. hi, ich bin Steffen"
    Emma dreht sich in Richtng der männlichen Stimme, es war Steffen, die Ähnlichkeit zu ihrem Vater war unverkennbar, auch wenn Steffen , im Gegensatz zu ihrem Vater, schlank war , längere Haare hatte und einen Bart. Aber die gleichen augen, die gleichen Gesichtszüge. Vielleicht erkennt Steffen mich ja gar nicht, hofft sie, sie sieht ihrer Mutter ähnlicher, sagen alle denkt sie. aber Alex macht ihr einen Strich durch den Plan, sich als jemand anders vorszustellen "Das ist Emma, sie ist etwas scheu" sagt Alex.
    Emma schaut sie ungewollt böse an, alex kann ja nichts von ihrer Familienfehde wissen. "Was denn? Wenn du nichts sagst" verteidigt sich Alex. Emma will nur noch weg, das gibt sicher Ärger denkt sie ...

  • Steffen trat aus dem Haus, da sah er Alex auf dem Hof stehen. Das Mädchen wohnte im Nachbardorf und als sie sich gestern nach einer Reitmöglichkeit erkundigte nachdem sie die Ponys auf der Koppel sah, hatte er ihr schließlich zugesagt, dass sie den kleinen Prinz reiten könne da das Pony ohnehin ein wenig unterbeschäftigt ist. Ab und zu mal beim Ponyreiten mitlaufen lastete den kleinen Schwarzen einfach nicht aus. Als sein Blick nun auf das Mädchen fiel welches neben Alex stand stutzte er. Für einen Moment kam ihm das Mädchen bekannt vor, hatte er sie schon einmal gesehen? Er konnte sie jedoch nicht einordnen. Er grüßte Alex freundlich. Als Alex ihm nun jedoch ihre Freundin vorstellte stutzte er erneut, hieß so nicht seine Nichte? Er musterte das Mädchen nun unauffällig genauer, er hatte die Tochter seines Bruders eigentlich erst einmal gesehen, kurz nachdem er in sein Heimatdorf zurückgekehrt war auf der Beerdigung seiner Mutter, danach jedoch riss der Kontakt zu einem Großteil der Familie ab. Offensichtlich hatten ihm viele übel genommen, dass seine Großmutter ihm damals den Hof vererbt hatte. Sie hatte ihm noch auf dem Sterbebett mitgeteilt, dass sie froh sei, dass er in die Heimat zurückgekehrt sei und sie daher das Testament zu seinen Gunsten geändert habe. Er ließ sich jedoch nichts anmerken und reichte nun auch Emma die Hand, er wusste nicht was ihre Eltern ihr über ihn erzählt hatten. „Hallo Emma,“ grüßte er das Mädchen.

  • Zögernd gab Emma Steffen die Hand "Ich wollte nicht... tut mir leid" stammelte sie "bitte ncht meinen Vater anrufen" "warum sollte ich das tun?" fragte Steffen "Freut mich dich mal kennenzulernen, tut mir leid wegen dem Streit"
    "Hmm, warum hast du das Erbe nicht ausgeschlagen?" fragte Emma "Ich mein Papa hat sich all die Jahre gekümmert"
    "Dein Vater hätte den Hof hier schnellst möglich verkauft" sagte Steffen "Dem liegt nichts am Dorfleben und das wollte deine Grossmutter verhindern. Sie hat auch gesagt, daß ich Pferde halten soll und daß du hier immer her kommen können sollst. Sie hat dich sehr geliebt"
    "Und du hast das schöne Bauernhaus abgerissen" sagte Emma.
    "Das ging leider nicht anders, das Haus is in sich zusamengefallen, ein Sturm hat dann noch den baum von der anderen Strassenseite auf das Haus geweht und dann war es nicht mehr zu retten. Fachwerk und reetdach sind leider unbezahlbar."
    Emma nickte, da hatte er wohl recht. Sie streichte dem grossen Pferd in der Box über den Kopf und schaute sich um. Sie würde schon gerne öfter hier herkommen und solange ihr Vater um den Ort einen riesen Bogen machte...
    "Also von mir aus, kannst du gerne herkommen, dich mit den Pferden beschäftigen und reiten, wenn du Lust hast. Oder auch Kutsche fahren mit den Shettys, kann ich dir zeigen, wenn du es ncht kannst. du solltest nur einen Helm aufsetzen" sagte Steffen "Wegen deinem Vater, das regeln wir schon irgendwie. Es war schliesslich auch der Wunsch von unserer Mutter , dass du hierherkommen kannst."

  • Während Emma und Steffen miteinander sprachen, blickte Alex irritiert zwischen den Beiden hin und her. Was ging denn hier jetzt ab? Wieso kannten die sich? „Äh, hallo? Ich bin auch noch da, könnt ihr mich mal aufklären was hier vor sich geht…?“ machte Alex nun auf sich aufmerksam. Emma wandte sich nun zu ihrer Freundin um und erklärte ihr mit einem Kopfnicken zu Steffen: „Naja, es ist so, Steffen ist der Zwillingsbruder meines Vaters, allerdings war die letzten Jahre der Kontakt völlig abgerissen, als meine Großmutter vor einigen Jahren starb und ihm den Hof vermacht hatte anstatt meines Vaters gab es einen ziemlichen Krach.“ Alex Augen wurden groß und auf einmal fiel es ihr wie Schuppen von den Augen, ihr war doch gleich so, als würde Steffen sie an irgendwen erinnern. Natürlich. Die Ähnlichkeit zu Emmas Vater war doch eigentlich unübersehbar. Sie schlug sich mit der flachen Hand an die Stirn. „Bei der Ähnlichkeit von Steffen zu deinem Vater hätt ich doch eigentlich auch drüber stolpern können,….“ Emma zuckte mit den Schultern und erwiderte: „Naja, du hast ja gar nicht gewusst, dass mein Dad überhaupt einen Bruder hat, geschweige denn einen Zwilling.“ Nun meldet sich Steffen zu Wort und meint: „Naja, wie dem auch sei, ihr seid ja wohl zum Reiten hergekommen, Emma, du kannst dir, wenn du möchtest die Tinkerstute da drüben nehmen, sie heißt Shelly. Für sie kannst du den Westernsattel nehmen der drinnen hängt, ist der einzige der ihr passt. Sind ja auch nicht für alle Ponys Sättel vorhanden. Ich muss jetzt noch ein paar Besorgungen in der Stadt machen. Viel Spaß euch Beiden. Alex kennt sich ja schon ein bisschen aus.“ Dann hob Steffen noch einmal zum Abschied die Hand und ging hinüber zu seinem schwarzen Volvo S60. Emma blickte ihrem Onkel noch einen Moment nach, sie konnte noch immer nicht so wirklich fassen was da gerade geschehen ist. Und was sollte sie ihren Eltern erzählen? Sollte sie ihnen erzählen, dass sie wieder Kontakt zu ihrem Onkel hatte. Sie beschloss jedoch, dass es besser sein würde ihren Eltern vor erst nichts davon zu erzählen. Zu gut erinnerte sie sich noch an die Streitereien damals und dass ihr Vater auch später noch nur bei der Erwähnung seines Bruders am ausrasten war. Nun jedoch holte Alex ihre Freundin wieder in die Wirklichkeit zurück und meinte: „Komm ich zeig dir die Pferde und dann lass uns reiten, du hast ja nun grünes Licht von Steffen,“ sie grinste Emma an.

  • Alex holte für sich und Emma jeweils ein Halfter mit Strick und dann betraten sie den Offenstall. Im Stall selber sah sie ein robustes grösseres Falbpony, welches sie vorher nicht gesehen hatte. "Das ist Fergus, Highlander" sagte Alex "Steffen hat es mit den Briten." Ein weiteres Pony für das sie nicht zu gross ist, dachte Emma , bei den Shetties konnte sie ja locker mitlaufen , wenn sie sich drauf setzen würde. Alex nannte die Namen der Shetties, aber es dauerte nicht lange bis sie die wieder drucheinander bekam. sie würde die Namen schon irgnedwannn lernen, dachte sie. Die beiden Tinkerstuten standen dicht beienander. "Shelly ist die mit dem etwas mehr weiss" agte Alex "Wenn du genau hinsiehst sieht der schwarze Fleck an der Seite aus, wie ne Muschel" . Shelly lies sich brav aufhalftern, während Prinz erstmal vor Alex weglief. aber schliesslich lies er sich doch einfangen und sie konnten die Ponies von der Weide führen. Bonny , die andere Tinkerstute folgte ein kurzes Stück blieb dann aber brav auf der Weide. Vermutlichwurden die beiden auch zussammen gefahren dachte Emma.
    Sie banden die Ponies ein Stück weg von den Boxen an und holten das Putzzeug. Steffen hatte ein Regal in die sattelkammer gestellt und jedes Fach mit den namen eines Pferdes oder ponies versehen. Ganz offensichtlich nach Grösse sortiert, die Shetties waren unten und die beiden Clydesdales ganz oben. Shelly's Putzzeug war neben dem von prinz in der drittobersten Reihe.
    Nachdem sie fertig war , wollte sie das sattelzeug von Shelly holen, sie brachte die Kiste mit Shelly's Putzeug zurück in's Regal und ging dann weiter, wo sie das Sattelzeug, Geschirr etc. erwartete. sie schaute sich um , an der Wand hingen noch immer die alten Fahrkandarren von Susi und ihrem Sohn Strolch. Sie hob die Plane, die auf einem der Sättel auf den Sattelböcken lag, hoch, auch der alte Militärsattel von ihrem Urgrossvater war noch da, sie hatte ihren Urgrossvater nicht mehr kennengelernt, kannte ihn nur von Erzählungen und Fotos. sie schaute sich weiter um, sie sah vielseitigkeitssättel, die einf´deutig für dei Ponies zu gross waren. Vielleicht konnte sie ja auch mal eines der Clydesdales reiten dachte sie. aber jetzt brauchte sie erstmal Shelly's Westernsattel. der war eigentlich ienfach zu finden, es war der einzige. Ihr Zaumzeug zu finden war schon schwieriger, sie hatte eine Fahrkandarre und ein Sidepull, wie fast jedes Pferd oder Pony. Sie nahm das Sidepull und ging mit den Sachen nach draussen. Alex war schon fast fertig mit Satteln , ihr Pony hatte keine Haare an den Beinen , die erstmal sauber gemacht werde mussten.
    Sie legte den Westernsattel auf, sie ist noch nie western geritten, weshalb sie erstmal schauen musste, als es aber darum ging den gurt zuzumachen verzweifelte sie, es gab gar keine Schnalle, sondern nur Bänder. "Weisst du wie das geht?" fragte sie Alex.
    "Keine Ahnung, irgnedwie Knoten?" erwiderte Alex.
    Emma zuckte mit den Schultern und nahm den Westernsattel wieder runter
    "Was ist los?" fragte Alex
    "Ich reit ohne Sattel" sagte Emma "bis ich das Patent raushab ist der Tag um"
    emma brachte den schweren Sattel wieder zurück und folgte Alex zum Reitplatz. Sie führte Shelly zum Zaun, von wo aus sie auf ihren Rücken kletterte. "Es gibt auch ne Aufsteigehilfe" sagte Alex und zeigte drauf. Klar sie musste das ja übersehen...
    Shelly reagierte gut auf ihre hilfen im Schritt und Trab. der Trab war nicht ganz einfach zu sitzen aber es ging und Shelly beschwerte sich nicht. Erst as sie die Galopphilfe gab, legte Shelly die Ohren an. emma konnte genau seen, was Shelly sagen wollte, ob sie sicher war dass sie gallopieren wollte oder es sich nicht doch anders überlegen wollte, da Shelly anderer Meinung war, wenn es um Galopp ging.
    Aber Emma lies sich nicht beeindrucken und wurde nur energischer. Shelly fing daraufhin an zu bocken. Emma rechnete damit, hielt sich an der dicken Mähne fest und trieb weiter. Shelly gab es irgendwann auf und gallopierte brav und danach machte sie auch keine weiteren Schwierigkeiten.
    Irgendwann liessen Emma und Alex die Zügel ihrer Ponies lang und ritten nebeneinander trocken. "Man ich dachte die schmeisst dich glatt runter" sagte Alex "Ach was gegen Flummi ist die ein witz" erwiderte Emma und klopfte der Stute auf den Hals.
    Sie hatten die beiden ponies grade zurück zu den anderen gebracht als Steffen mit dem Auto auf den Hof fuhr. Sie warteten bis er das auto geparkt und ausgestiegen ist. "Und wie wars?" fragte er "Bist mit dem Sattel klargekommen?"
    Emma schüttelte den Kopf "Bin ohne geritten" sagte sie ."aber doch nicht Gallop?" fragte Steffen.
    "Wiso, war kein Problem" sagte Emma und mit einem Blick auf die einkaufstüten "können wir dir helfen?"
    "wenn ihr die Tüten reinbringen könntet, dann bring ich die Getränke mit rein" sagter Steffen "Tür ist offen, ihr wart ja hier"
    Jede griff nach ein paar Einkaufstaschen, ein Blick in den Kofferaum verriet, dass dieser mit Getränken voll war, wieiviele Leute lebten eigentlich mit Steffen zusammen hier dachte Emma. Im flur hing ein Bild von ihrem Vater, Steffen als Jugendliche und ihren Grosseltern bei der Heuernte. Vor dem Heuwagen waren zwei Kaltblüter gespannt, eine jüngere Susi und deren Mutter, wie ihre Oma ihr erzählt hatte.
    "Geh mal weiter" sagte Alex und Emma riss sich von dem alten Bild los. Sie ging in die grosse Küche und setzte die Einkaufstaschen auf den grossen Holztisch ab. mindestends zehn Leute konnten daran sitzen.
    "Hast du Familie?" fragte sie Steffen, der zwei Kisten Getränke schleppte.
    "Nicht im Moment" sagte Steffen "Wenn du Frau und Kinder meinst. Morgen kommt ne Gruppe mit behinderten Kindern für ein paar Tage. deswegen die Vorräte"

  • Emma nickte und ließ ihren Blick durch die Küche schweifen als nun jedoch ihr Blick auf die Küchenuhr fiel. Schlagartig wurde ihr bewusst, dass sie sich langsam auf den Weg nach Hause machen sollte, wollte sie keinen Ärger mit ihren Eltern riskieren. Und Hausaufgaben musste sie ja schließlich auch noch machen. Und so verabschiedeten Emma und Alex sich nun von Steffen und während die beiden Mädchen nun das Haus verließen, wandte sich Steffen noch einmal an die Beiden und meinte: „Wenn ihr mögt könnt ihr morgen wieder kommen, könnte evtl auch ein bisschen Hilfe mit den Kindern brauchen. Alex nickte gleich begeistert. Steffen blickte zu Emma und meinte noch: „Hat mich gefreut, dich mal wieder zu sehen.“ Emma nickte.
    Kurz darauf saßen die beiden Freundinnen auf den Fahrrädern und fuhren die Landstraße entlang. Emma legte ein ziemliches Tempo vor, sodass dieses Mal Alex fast schon Mühe hatte mitzuhalten. Emma dachte darüber nach was diesen Nachmittag geschehen war, dass sie ihren Onkel Steffen wiedergetroffen hatte und dass er eigentlich ganz okay war. Sie fragte sich ob sie vielleicht versuchen sollte zwischen ihren Eltern und Steffen zu vermitteln, vielleicht ließe sich die Familienfehde ja sogar aus der Welt schaffen. Immerhin waren ihr Vater und Steffen ja Brüder, irgendwann mussten die sich doch auch mal wieder vertragen. Inzwischen erreichten die beiden den Abzweig wo sie in ihr Dorf abbiegen mussten. Instinktiv bog Emma nach links ab, war jedoch so in Gedanken versunken, dass sie dass sie das metallicblaue Auto nicht wahrnahm. Plötzlich hörte sie Alex´ Schrei, quietschende Autobremsen und trat nun selbst auf die Bremsen. Gerade noch rechtzeitig kamen sowohl sie als auch das Auto auf der Straße zum stehen. Erschrocken blickte sie auf und ihr Blick traf einen Moment den Blick der Autofahrerin die sie ebenfalls erschrocken und, lag da so etwas wie ein Erstaunen in ihrem Blick? Emma war sich nicht ganz sicher. Aber wahrscheinlich war das nur die normale Reaktion darauf um ein Haar jemanden überfahren zu haben. Noch immer vor Schreck zitternd schob Emma nun das Fahrrad auf die andere Straßenseite und als Alex zu ihr aufgeschlossen hatte stieg sie wieder auf und die beiden fuhren weiter. Keine von Beiden achtete nun noch auf das Auto und so merkten sie auch nicht, wie die Frau schließlich wieder anfuhr und Ihnen in gebührendem Abstand langsam folgte. Nun ergriff Alex das Wort: „Mann Emma, was war das denn eben? Du hast mir vielleicht einen Schreck eingejagt, einen Moment dachte ich das wars jetzt,…“. Emma nickte, sagen konnte sie gerade nichts, zu tief saß der Schreck noch. Kurze Zeit später erreichten die beiden Freundinnen Alex´ Elternhaus und nachdem die Fahrräder wieder in der Garage standen holte Emma rasch ihre Schultasche aus dem Haus, verabschiedete sich und machte sich dann mit dem Bus auf den Heimweg.
    Als Emma schließlich zu Hause im Flur ihre Schuhe auszog kam ihre Mutter schon aus der Küche, musterte ihre Tochter einen Moment und fragte dann wo sie so lange gewesen sei. Emma überlegte einen Moment was sie sagen sollte, sie konnte ihrer Mutter ja schlecht einfach so sagen, hey Alex und ich sind zu nem Ponyhof gefahren und hey, wusstest du dass Papas Bruder Steffen jetzt nen Reiterhof unterhält. Also sagte sie nur: „Ich bin nach der Schule noch mit zu Alex gefahren und dann sind wir noch mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, naja und da haben wir halt ein wenig die Zeit vergessen,…“ So ganz gelogen war das ja sogar gar nicht mal. Ihre Mutter nickte auch nur kurz und fragte dann nach den Hausaufgaben. Emma versicherte ihrer Mutter, dass sie sich an die Aufgaben gleich dransetzen würde. Also griff sie nach ihrer Tasche und verdrückte sich dann nach oben in ihr Zimmer.

  • Obwohl es Samstag war stand Emma früh auf.
    "Oh gut, dass du wach bist" sagte ihre Mutter "Frühstück ist gleich fertig und danach hab ich noch ein paar Aufgaben für dich"
    "Ich hab mich mit Alex zum Radfahren verabredet" sagte Emma.
    "Alex kann warten, ihr seit doch gestern schon so lange Fahrrad gefahren" sagte ihre Mutter "Schreib ihr halt eine Whats App Nachricht, dass du kommst, wenn du diene Pflichten im Haushalt erfüllst hast"
    "Kann ich das nicht später machen ?" fragte Emma "Oder morgen?"
    "Ich brauch das Geschirr heute noch und den Rasen solltest du gleich nach dem Frühstück mähen. Es sieht nach Regen aus und dann wird es mit dem Radfahren doch eh nichts"
    "Naja wir wollen auch noch an unserem Schulprojekt arbeiten" sagte Emma "Die Sachen sind bei ihr"
    "Nachdem das Radfahren wohl wegen regen ausfallen wird, werdet ihr dafür dann noch Zeit haben, wenn du fertig bist" sagte ihre Mutter "Wenn du gestern frührer da gewesen wärst, hättest du einen Teil gestern erledigen können"
    "OK was soll ich machen Rasen mähen und Geschirr spühlen ?" fragte Emma genervt
    "Wenn das Wetter solange trocken bleibt , Unkraut jähten, Staub saugen , Staub wischen, die Küche und das Bad sauber machen"
    sagte ihre Mutter "Ich muss noch tausend und eine Besorgung machen , zum Frisör, Kuchen backen etc. morgen kommt Tante Amelia mit ihren Kindern. Und dein Vater hat auch genug zu tun, abgesehen davon das der Arzt gesagt hat, er soll nicht mehr so viel arbeiten"
    Tante Amelia.. ohn enin , die hatte ihr auch noch gefehlt. Sie musste auf alle Fälle ihre Breyerpferde in Sicherheit bringen und ihren Laptop, so alt wie der war, besser als kaputt allemal und die Gören von Tante Amelia machten alles kaputt. Ihr Stoffhase, den sie schon ewig hatte, hatte nur noch ien Ohr nachdem eines der Kinder ein ohr abgeschnitten hat, weil er das witzig fand. Ihr Vater musste sie festhalten, damit sie das Kind nicht den Hals umdrehte. Und zu Steffen konnte sie dann morgen wohl auch nicht...
    Emma schlang das Frühstück herunter, schrieb Alex das sie erstmal ain paar Sklavenjobs machen musste und machte sich an's Rasenmähen. Sie fing gerade an Unkraut zu zupfen , als es anfing zu regnen.
    Emma ging rein, sobald sie die ersten drei Tropfen spürte, ihre Mutter schaute sie fragend an "Es regnet" sagte sie und machte sich an den Abwasch. Warum konnte ihr Vater den Geschirrspüler nicht reperieren ? Klar weil sie hatten ja ihre Haussklavin. Das war billiger.
    Nachdem ihre Mutter losgefahren war fing sie an Staubzusauegen, ihr Vater musste sie dann noch anschnauzen, dass sie ausgerechnet jetzt Staubsaugen musste, ob sie nicht erstmal was leises machen konnte, aber sie achtete nicht drauf. sie wollte fertig werden.
    Endlich war sie fertig, sie überlegte kurz ob sie auf ihre Mutter wegen Mittag essen warten sollte, aber sie riskierte nur, daß ihrer Mutter noch mehr Jobs einfiel, die sie machen konnte. Oder daß sie doch noch Unkraut jähten musste, jetzt wo es wieder aufgehört hat zu regnen.
    Also schmierte sie sich nur ne Scheibe Brot und verlies dann das Haus,. Sie sagte ihrem Vater, dass sie zu Alex fuhr, falls ihre Mutter sie vermissen würde.
    Emma fuhr querfeldein über die Feld- und Wirtschaftswege. Alex war schon längst bei Steffen, also brauchte sie gar nicht erst bei ihr vorbeizufahren. Gut daß sie ein mountain bike hatte, so machten ihr die unebenen Wege nichts aus.
    Bei Steffen angekommen schloss sie ihr Rad neben dem von Alex ab. Sie schaute sich um, die Boxentüren der Kutschpferde standen offen, das hies wohkl daß Stefen nicht da war. sie schaute sich weiter um und schaltete dann ihr Smartphone wieder ein.
    Alex hatte ihr eine Nachricht geschrieben "Sind die Kinder holen, putz bitte Shelly, bonnie, Muck und Buddy" schrieb Alex .
    Ein Blick Richtung Weide und sie wusste warum, das bisschen regen hat gereicht um Matschplätze entstehen zu lassen, in denen sich mit Vorliebe Schimmel und Pferde mit viel weiss wälzten. entsprechend sahen die viel Pferde aus.
    Als erstes holte sie Shelly und Bonny von der Weide , sie band beide Pferde nebeneinander an und holte deren Putzzeug. bonny spielte am Strick und Emma schalt sie dafür.Dann fing sie an Shelly zu putzen. Mit der zeit befreite Bonny sich und wühlte in der Putzkiste. sie griff mit dem Maul nach einem ihrer Striegel in ihrer Putzkiste."Bonny" schimpfte Emma wieder. Bonny hob den Kopf mit dem Strtiegel im Maul und schaute über den Rücken von Shelly hinweg.
    Emma lachte und holte ihr Smartphone hervor. sie sagte wieder laut Bonny, die ihren Kopf mitsamt dem Striegel wieder brav über Shellys Rücken hielt . Emma machte ein Foto und Bonny nahm die Nase weiter vor bis der Striegel auf Shellys Rücken lag. schnell machte emma noch ein paar Fotos. Dann steckte sie das smartphone wieder weg und nahm bonny den Striegel ab. sie stellte die Putzkiste weiter weg und band Bonny wieder fest. Dann fuhr sie fort Shelly zu putzen . es dauerte allerdings nicht lange und Bonny hatte sich wieder befreit , lief aber nur ei paar Schritte weiter um an dem stroh in der leeren Box zu knabbern. Kaum sah Bonny das Emma sie sah ging sie wieder zurück zu ihrem Platz. Emma beschloss Bonny zu ignorieren, sie würde wohl ncht weit weg wandern.
    Als sie endlich mit Shelly soweit fertig war, das man ihre Scheckung erkennen konnte , wandte sie sich Bonny zu. Natürlich mit deren Putzzeug. Bonny war eingesaut genug, daß man kaum noch sehen konnte, dass sie eigentlich eine Scheckstute war und nicht schwarz mit ner schmalen Blesse. Aber Emma schaffte auch ihre Dreckschicht. Dann führte sie die beiden wieder zum Offenstall.
    "So und benehmt auch wie Ladys" sagte sie zu den beiden als sie ihnen die Halfter abnahm. shelly trabte gefolgt von Bonny davon.Zu ihrer Erleichterung aber nur zum nächsten Grasfleck , nicht zur Matschkuhle.
    Dann musste sie die beiden Schimmelponies einfangen. Zu ihrem Glück waren die Shettys recht verfressen und erwarteten von so einem grossen weiblichen Zweibeiner wie sie nicht, das sie arbeiten mussten. Deswegen war es einfach die beiden Schimmelponies einzufangen. Schwieriger war es schon die beiden auseinanderzuhalten.
    Sie band die beiden erstmal an und holte die beiden Putzkisten aus derm untersten Regal. dann stand sie da, was hatte Alex gesagt ? An den Hufen kann man sie unterscheiden ? aber wer war jetzt wer ? Ihr kam eine Idee "Muck" rief sie, keines der Ponies reagierte , sie versuchte es mit Buddy , das hintere Pony hob den Kopf und stellte die Ohren nach vorne.
    Zur Belohnung fing sie mit Buddy an .
    In dem moment hörte sie Hufgetrappel auf Asphalt. sie versiherte sich , das die beiden Ponies keine Anstalten machten am Strick zu spielen und lief zum Tor . Sie wollte die Kutsche mit den Clydesdales sehen. Sie wurde nicht enttäuscht, die Pferde waren auf Hochglanz gestiegelt und Mähne und Schwief mit Schleifen und so weiter dekoriert. Steffen saß mit Zylinder und Frack auf dem Kutschbock , er hatte seinen Bart zurechtgestutzt und die Haare zusammengebunden. Alex hatte ihre Turnierklamotten und einen Dressurzylinder auf und saß hinten auf der Kutsche. Neben Steffen auf dem Kutschbock saßen zwei jüngere Kinder, dahinter waren noch mehr kinder und zwei erwachsene , die sie nicht kannte. Wahrschienlich die Betreuer, daxchte Emma.
    Emma ging neben den Pferden bis Steffen sie anhielt. Er stieg vom Kutschbock und half den beiden Kindern neben sich runter. Alex und die Betreuer halfen den anderen Kindern. Es war nur ein Kind im Rollstuhl auf der Kutsche, das von dem männlichen Betreuer heruntergetragen wurde.
    "Kannst du bitte die Pferde ausspannen?" fragte Steffen Emma. Und wandte sich dann seinen Gästen zu, stellte kurz den Hof vor , hies sie willkommen, aber die Kinder hatten längst die beiden Shettys entdeckt und die , die laufen konnten , liefen schnurstracksa auf die zu.
    Ihre Betreuer, Alex und sie hatten alle Hände voll zu tun die Kinder erstmal von den Ponies fernzuhalten.
    "Alex offensichtlich können unsere Gäste gar nicht abwarten, mit den vierbeinigen Bewohnern Bekanntschaft zu schliessen" sagte Steffen "Muck und Buddy sind zwei ganz liebe aber leider ganz dreckige Gesellen" sagte er "Wenn ihr Lust habt könnt ihr sie putzen. Alex zeigt euch alles und Emma ist auch noch da. Ich geh mich kurz umziehen"
    "Äh ja?" fragte Emma, wie sollte sie dei Pferde ausspannen ? Es war lange her, daß sie ihren Grossvater dabie beobachtet hat. Naja hoffentlich beeilt Steffen sich mit umziehen. Sie schaute sich das geschirr an und fing dann an das erste Pferd von der Deichsel zu lösen. Zum Glück standen die beiden grossen Stuten halb dösend und machten keine anstalten sich von der Stelle zu bewegen. Und zum Glück Waren die Betreuer ganz auf die Kinder, Alex und die beiden Ponies konzentriert.
    Plötzlich stand das grösste der kinder neben ihr und stubste sie an. "Kann ich dir helfen?" fragte sie. Der Junge machte Zeichen , offensichtlich war er taub. Sie zucktte hilflos mit den Schultern, sie konnte keine Zeichensprache. dr Junge zeigte auf ein teil des Geschirrs und machte dann Bewegungen mit der Hand, als wollte er das Pferd ausspannen."Du kennst dich damit aus?" fragte sie langsam und bewegte ihre Lippen extra deutlich .hoffentlich konnte er Lippen lesen. Der Junge nickte.
    Der Junge war immer noch ein Stück kleiner als sie und kam nicht überall ran aber er konnte ihr zeigen was sie machen sollte und zum Teil bracuhte ssie auch einen Hocker um auf den Rücken der Pferde zu kommen. Sie brachten die Kutschpferde gleich in die Boxen und kaum waren sie fertig, kam Steffen aus dem Haus, jetzt mit normaler aber immer noch ordentlicher Kleidung.
    "So tut mir leid, daß ich euch solange alleine lassen musste" sagte Steffen "aber ich hoffe, daß ihr bei meinen Assistentinnen gut aufgehoben gewesen seit. Und Muck und Buddy sehen auch wieder mehr wie Shetland Ponies als wie Wildschweine aus."
    Emma sah dass die weibliche Betreuerin für den Jungen, der ihr geholfen hatte Zeichensprache machte. Der Junge machte zwei Daumen nach oben und klopfte ihr leicht auf den Rücken. "Ich hab zu Danken" sagte Emma zu dem Jungen. Diesmal hörte die Betreuerin das und übersetzte.

  • Fasziniert beobachtete Emma wie die Betreuerin sich mit schnellen Handbewegungen mit dem Jungen verständigte. Sie hatte noch nie Kontakt zu einem Tauben gehabt, von daher war diese Art der Verständigung etwas völlig Neues für sie. In dem Moment kam der zweite Betreuer zu ihnen herüber, der, wie Emma registrierte anscheinend nur wenige Jahre älter schien als sie selbst. Er wandte sich an den Jungen und fragte lächelnd, nicht ohne die entsprechenden Gebärden mit den Händen zu machen: „Na Simon, die beiden Großen haben es dir wohl angetan?“ Simon nickte und antwortete. Der junge Mann übersetzte für Emma und erklärte: „Simons Familie hat zu Hause auch zwei Pferde, zwei Schwarzwälder Kaltblüter, er ist überhaupt ein ziemlicher Pferdenarr und hat im Gegensatz zu den anderen daher auch schon recht viel Erfahrung.“ Dann wurde ihm bewusst, dass er sich Emma noch gar nicht vorgestellt hatte. „Ich bin übrigens Phillip, Phil,… früher war ich immer als Teilnehmer hier mit, aber nun bin ich schon das zweite Jahr als Betreuer mit dabei,…“ er lachte. Phil schien ein sehr fröhlicher Mensch zu sein. Emma lächelte und nannte ihm ihren Namen. Sie musterte ihn einen Moment und sie war irritiert als er erzählte dass er selbst mal Teilnehmer auf dieser Freizeit gewesen war, wo die Kinder doch alle irgendeine Art von Behinderung hatten. Sie zögerte einen Moment, war sich nicht sicher ob es unhöflich war, dann jedoch gab sie sich einen Ruck und fragte ihn danach. Doch Phil schien gar kein Problem mit ihrer Frage zu haben und erwiderte: „Ich bin taub.“ Verdutzt blickte Emma ihn an, „Aber,… ich,… ich mein ich unterhalte mich doch ganz normal mit dir,…“ Phil lachte kurz auf. „Sicher, ich bin zwar taub, aber nicht stumm, ich habe jahrelang Sprachtherapie gehabt, außerdem bin ich ein geübter Lippenleser. Aber natürlich kann ich mich in einem Gespräch immer nur auf einen Gesprächspartner konzentrieren. Leichter ist es natürlich wenn ich mich mit anderen mit Gebärdensprache verständigen kann. Ist eben unsere Sprache, ich mein wenn du nach England gehen würdest, wäre es für dich ja auch schwieriger dich dort mit den Leuten zu verständigen.“ Emma nickte. So hatte sie das noch nie gesehen, aber im Grunde hatte sie sich damit auch noch nie beschäftigt. Sie blickte Phil an und fragte: „Kann man das,“ sie deutete mit der Hand die Bewegungen an, „…lernen, das sieht irgendwie voll cool aus, fast wie ne Art Geheimsprache.“ Phil lächelte, „Sicher, wenn du die nächsten Tage häufiger hier bist wirst du wahrscheinlich eh das ein oder andere mitbekommen, außer mir und Simon,“ er nickte zu Simon hinüber, „ ist auch noch eines der beiden Mädchen da drüben taub. Das Mädchen spricht auch, nicht viel und auch noch nicht so flüssig, aber das wird noch. Naja und ich kann dir gerne auch ein bisschen was beibringen wenn du Lust hast.“ Emma nickte begeistert. Sie fand das irgendwie cool wie die sich mit den Gebärden unterhielten. Dann fiel ihr jedoch ein, dass ja morgen ihre Tante zu Besuch kam, andererseits hatte sie nicht allzu viel Lust auf ihre beiden jüngeren Cousins, im Grunde konnte sie mit den beiden ohnehin nicht viel anfangen.
    Inzwischen waren die Pferde längst alle versorgt und auf der Koppel bzw im Stall und Steffen kam herüber und lud auch Emma und Alex zum Essen ein.

  • Am nächsten morgen stand Emma schon sehr sehr früh auf, bevor ihre Eltern wach wurden und sie aufhalten konnten, womöglich kamen die auf die Idee, sie zur Kirche zu schleppen. . "Bin mit Alex Vögel beobachten" schrieb sie auf einen Zettel.
    Sie wusste von ihren Eltern, dass Tante Amelia um drei Uhr kommmen würde, bis dahin musste sie zurück sein. Ihre Mutter brauchte sie doch als dienerin beim Essen und ausserdem wer verteidigte ihre Sachen ?
    Sie konnte ihr Zimmer abschliessen, aber sie traute den Jungs zu, dass sie das Zimmer aufbrechen würden und dann aus Rache, weil sie denen ihren Laptop nicht geben würde, das Zimmer verwüsten. Und am Ende hies es dann wieder "die sind jünger, die können nichts dafür" genau wie bei dem Hasen.
    Nachdem Alex auf ihre Whats App nicht reagierte fuhr sie direkt zu Steffen, vermutlich schlief Alex noch. Es wurde grade hell als sie ankam, auch hier war noch alles ruhig.
    Steffen war der erste der sie sah "So früh hier?" fragte er
    "Ja muss auch früh wiedere weg, wir bekommen Besuch" sagte Emma "Den muss ich leider ertragen"
    "Naja dann kannst du füttern helfen" sagte er "du fütterst die beiden Grossen und ich die Kleinen". Er sagte ihr noch wieviel Heu und Muesli die Kaltblüter bekamen. Fiona lag noch im Stroh stand aber auf, als sie hörte wie die schiebetür zum Stallinneren aufging. Emma streichelte die Stute , die sich aber mehr für ihr Frühstück interessiere.
    Moira scharrte ungeduldig nebenan. Emma schloss Fionas Tür , öffnete dei andere Schiebetür zu Moira und gab ihr Heu und Müsli. Sie machte klar , daß sie auf Streicheleinheiten noch keine Lust hatte, als lies Emma sie in Ruhe fressen. Sie ging zu Steffen und half ihm das Heu gleichmässig im Offenstall zu verteilen, damit nicht nur die ranghohe Shelly und ihre Freundin Bonnie was abbekamen.
    "Ich koch mir jetzt Kaffee" sagte Steffen "möchtest du auch was?"
    "Tee, wenn du hast" sagte Emma.
    Nachdem sie ausgetrunken haben deckte Steffen den Tisch für seine Gäste. der erste kam auch schon runter, es war Simon. Emma hob die Hand zur Begrüssung.
    Steffen schaute Simon an und machte ein paar Gesten, die auch emma noch halbwegs interpretieren konnte. Simon antwortete in dem er Zeichen machte, das die anderen wohl noch schliefen.
    "Die beiden dicken Damen werden jetzt aufgefressen haben" sagte er "kommt ihr mit sie auf die Weide bringen?" Er machte wieder Handbewegungen und Gesten.
    "Kannst du Zeichensprache?" fragte Emma
    "Nicht wirklich, oder sieht das so aus?" fragte Steffen "Nur hab ich mich schon öfter mit Händen und Füssen verständigen müssen im Ausland"
    Steffen holte zwei grosse Halfter und drückte ihr eins in die Hand "ihr beide nehmt Fiona" sagte er "die ist artiger"
    Emma machte die Boxentür auf und Fiona streckte ihr gleich den Kopf hin
    "Die freuen sich schon , endlich Weide, nachdem sie die ganze Woche in der Box waren" sagte Steffen "Wenn wir die gleich loslassen , am besten schnell durch den Zaun verschwinden"
    Emma und Steffen hielten Fiona jeweils an einer Seite am Halfter. Die Stute hatte es eilig und zog die bieden mehr oder weniger mit sich mit. von dem braven Kutschpferd war nicht wirklich viel zu sehen. Noch aufgedrehter war Moira, Steffen hatte ganz schön zu kämpfen. Sie versuchte zu steigen, was Steffen dazu brachte sie wieder Richtung Box zu führen, bis sie wieder brav folgte. Emma und Simon warteten mit Fiona bis Steffen wieder aufgeholt hatte. "Immer das gleiche mit der Grossen" sagte er "Die Lütte ist braver"
    "Lütte?" fragte Emma mit Blick auf Fiona
    "Naja vom Alter her" sagte Steffen "Das sind Schwestern, Fiona ist die jüngere, ein Jahr aber nur"
    Sie waren am Weidetor angekommen, die Weide war weiter weg. "Die machen die anderen verrückt" sagte Steffen.
    Er öffnete das Tor und sie führten die beiden grossen Clydesdale Stuten auf die Weide. Beide nahmen den Kopf runter damit Emma, Simon und steffen die Halfter über den Kopf ziehen konnten. "Jetzt" sagte Steffen und gleichzeitig zogen sie die Halfter vom Kopf.
    Emma zog Simon mit Richtung Tor, weg von den beiden Pferden die ausgelassen bockend über die Weide sprangen. Sie jagten sich spielerisch, traten nach der anderen aus ohne zu treffen , stiegen sich sogar an und jagten dann im vollen Gallop über die Weide. "Ruhige , gelassene, ausgeglichene , temperamentlose Kaltblüter" sagte Steffen "Naja ich wollte ja welche die vorwärts gehen. Hoffe nur die werden bis nächstes Jahr etwas ruhiger"
    "Warum?" fragte Emma . "Weil die Fohlen bekommen" Steffen machte eine Armbewegung als wenn er ein Babz auf dem Arm hielt und zeigte auf die beiden Stuten.
    Simon zeigte auf sich , legte die Hand über die augen und machte die Babybewegung nach. "Kann ich die fohlen sehen?" interpretierte Emma für sich im Kopf
    Steffen zuckte mit den Schultern "Musst du nächstes Jahr wieder kommen" .er machte wieder Bewegungen,die etwas komplizierter waren, um ein Jahr darzustellen.

  • Simon nickte und machte wieder Gebärden, dieses Mal brauchte er einige Anläufe bis Emma und Steffen verstanden dass er ihnen mitteilen wollte, dass er das sicherlich tun würde. Nun wandte Emma sich an Simon und fragte ihn mit Hilfe von improvisierten Zeichen ob er gar nicht sprach. Allerdings dauerte es auch dieses Mal eine Weile bis er die Frage richtig verstand, schließlich schüttelte er mit dem Kopf. Emma fragte ob er es nicht konnte, doch auch daraufhin schüttelte er mit dem Kopf und signalisierte ihr, dass er es nicht wollte. Emma nickte. Mit einem Blick auf die Uhr stellte Steffen nun fest, dass es nun Zeit fürs Frühstück war. Er lud Emma kurzerhand mit ein und kurz darauf betraten die drei die große geräumige Küche. Die anderen Kinder waren bereits alle am Tisch versammelt. Phil war gerade dabei schon einmal allen Kindern etwas zu trinken einzugießen während Anita, die andere Betreuerin sich gerade mit einem der Mädchen unterhielt.
    Nach dem Frühstück ging es dann hinaus zur Koppel um die Ponys für die erste Reitstunde zu holen. Inzwischen war auch Alex angekommen und nun unterstützten sie Steffen und die beiden Betreuer dabei den Kindern zu helfen die Ponys zum Reiten fertig zu machen und gingen dann anschließend mit auf den Reitplatz. Emma hatte gerade Simon geholfen auf Shellys Rücken zu kommen als etwas von hinten an ihr zupft, es war eins der Mädchen, schüchtern fragte sie leise: „Du? Hilfst du mir rauf und gehst du mit mir, ich trau mich nicht allein.“ Emma lächelte die Kleine an und erwiderte: „Natürlich, ich kann dein Pony sonst auch erst einmal führen wenn du dich dann sicherer fühlst.“ Das Mädchen nickt fröhlich. Also half Emma ihr nun aufs Pony, nahm dann Prinz´Zügel und führte den Ponywallach über den Platz.

  • Wärend Emma neben Prinz herging, fing das Mädchen an zu reden und hörte quasi nicht mehr auf: "Oh, das ist so schön hier, ich wettes es macht viel Spaß hier zu arbeiten. Ich bin übrigens Ella und du bist Emma, richitig? Ach, es ist so toll, dass meine Eltern mich doch habe mitkommen lassen. Die machen sich immer so viele Sorgen um mich und glauben si müssten mich in Watte packen, aber ich habe sie trotzdem so lieb, gerade dafür das ich jetzt hier sein kann. Ich wollte schon immer mal reiten. Wie lange reitest du denn schon? Bestimmt bist du schon total gut."
    Emma hätte ja auf die Fragen geantwortet aber Ella holte nicht mal Luft zwischen den Sätzen, also lächelte sie nur und hörte dem Mädchen einfach zu. Es war ein tolles Gefühl jemanden mit so einfachen Gesten glücklich zu machen.
    Sie sah sich wärend des Weiterlaufens auf dem Platz um und sah den Kinder dabei zu wie sie glücklich und zufrieden auf den Ponyrücken trohnten.

  • Irgendwann meinte Steffen, dass die Ponies ne Pause bräuchten. Die Kinder stiegen ab, Emma hob Ella von Prinz runter und setzte sie vorsichtig ab. Sie führte Prinz zum anbindeplatz und befreite das Pony vom Sattel. sie half auch noch ein paar anderen Kindern.
    Um zwölf gab es für alle Mittagessen auch für Emma und Alex. Emma sass gegenüber Simon. Simon zeigte auf sie und auf sich und machte Handbewegungen, die an Zügel halten erinnerten. "Du möchtest mit mir ausreiten?" fragte Emma. Simon , der von ihren Lippen lesen konnte nickte . Emma schüttelte traurig den Kopf "Ich muss nach dem Essen nach Hause" sagte sie "Meine Eltern bekommen Besuch"
    Simon rieb sich die Augen. "Tut mir leid" sagte Emma.
    Nach dem Essen beilte sie sich nach Hause zu kommen, sie musste sich auch noch umziehen und ihre Sachen sichern. Aber als sie Zuhause ankam stand das Auto ihrer Tante schon vor der Tür. Sie stellte das Fahrrad ab und ging schnell rein, vielleicht waren die beiden Jungs noch mit der Tante im Wohnzimmer und nch gar nciht in ihrem Zimmer gewesen.
    "Wo warst du?" fragte ihre Mutter streng "So wie du riechst bei den Gäulen. Ich hab dir doch gesagt das wir Besuch haben. Geh zieh dich schnell um"
    "Ich dachte die kommen erst um 3" erwiderte Emma und lief nach oben. Ihre Zimmertür stand offen und sie sah wie die beiden jungs sich um ihr Laptop stritten. einer hielt es am Monitor und der andere an der Tastatur. "Lasst..." fing sie an zu schimpfen aber in dem Moment riss das Notebook auseinander und die beiden Jungs fielen nach hinten über.
    Emma riss ihnen die Laptop-Teile aus der Hand und schrie die Jungs an "Raus aus meinem Zimmer!" schrie sie "Ihr Bastarde!" Die beiden Jungs berappelten sich "Selber Bastard!" sagte der eine "Wo soll ich jetzt mit spielen?" fragte der andere. "Ich werd euch gleich" schimpfte Emma und drohte mit den Laptop-hälften zuzuschlagen. zumindest rannten die beiden jetzt runter zu ihrer Mutter. Emma folgte den beiden.
    "Das haben diene beiden missratenen Gören mit meinem Laptop gemacht" schimpfte sie mit Tante Amelia "Kaufst Du mir einen neuen ? Ganz zu schwiegen von den Daten, meinen Hausaufgaben für die Schule?"
    "Wie redest du mit mir?" fragte Tante Amelia "Und was fällt dir ein, meine Kinder so einzuschüchtern?"
    "Was mir einfällt ? Du solltest deine Kinder mal erziehen" sagte Emma "Denen beibringen, daß sie ncht an anderer Leute Sachen gehen sollen"
    "Wenn du hiergeblieben wärst, hättest du es verhindern können, dass die beiden den Laptop kaputt machen" sagte ihr Vater "Soweit ich weiss kannst du die Rechner an der Schule benutzen"
    "Ja klar" sagte Emma "Die sind ja auch so reichlich vorhanden... Ich bin im Informatik-Kurs, da brauch ich meinen Laptop"
    "Für die paar Wochen bis das Schuljahr um ist" sagte ihre Mutter "Wir haben uns beim Mittagessen schon über dich unterhalten"
    Irritiert schaute Emma ihre Mutter an.
    "Tante Amelia ist wieder schwanger" sagte sie "Und der Vater ist mal wieder verschwunden"
    Ach nee, dachte Emma, das hatten wir ja schon zweimal und sie macht den gleichen Fehler ein drittes Mal "sie ist doch schon mit den beiden überfordert" sagte Emma.
    "Genau deshalb sollst du zu Tante Amelia ziehen und sie unterstützen" sagte ihre Mutter "Nach diesem Schuljahr kannst du mit nem guten Realschulabschluss abgehen"
    "Was?" fragte Emma entrüstet "Das soll wohl ein Witz sein oder ? Ich will mein Abi machen und überhaupt zu Tante Amelia will ich schon gar nicht. Ich bin doch nicht eure Sklavin, die ihr einfach nach belieben verschenken könnt"
    "Abi oder dich von deinem Freund schwängern lassen?" fragte Tante Amelia "Deine mutter sagt du bist in letzter Zeit kaum zuhause"
    "Ich bin nicht Du" sagte Emma "Alex ist immer noch ein Mädchen"
    "Oder ein Wesen mit vier Beinen, das vorne beisst und hinten tritt" sagte ihr Vater "dem Geruch nach zu urteilen. Hilft aber vermutlich auch nicht beim Abi"
    "Meine Noten sind gut" sagte Emma "Die leiden nur doch die Zerstörungswut von Tante Amelia's Gören"
    "Früher hast du immer gesagt, daß du ncht früh genug aus der Schule rauskommen kannst" sagte ihre Mutter "Und wenn du erstmal verheiratet bist, kinder hast, ist deine Bildung auch nicht mehr so wichtig. Ich kann damit auch nichts anfangen"
    "Ihr seit nicht ganz dicht, ihr könnt das nicht machen" sagte Emma . Sie lief in ihr Zimmer und schmiss ein paar Klamotten, ihre Schulsachen und ihr kaputtes Notebook in den Wander-Rucksack. Dann lief sie wieder runter zur Haustür.
    Ihre Mutter versuchte sie festzuhalten "Du bleibst hier" sagte sie aber Emma riss sich los und rannte aus der Haustür.
    Zum Glück stand ihr Fahrrad noch unabgeschlossen vor der Tür. Sie fuhr zu Alex, die würde wahrscheinlich noch nicht zurück sein, aber deren Mutter arbeitete beim Jugendamt. Sie konnte sich nicht vorstellen, daß ihre eltern sie einfach so abschieben konnten.

  • Ohne auf irgendetwas anderes zu achten bog Emma kopflos mit hohem Tempo aus ihrer Wohnstraße, als ein plötzlicher Aufprall sie von ihrem Fahrrad holte und sie erst einmal benommen liegen blieb. Als sie wieder zu sich kam beugte sich eine fremde Frau über sie die sie nun, nicht ohne Erstaunen ansprach. „Jenna?!“ Verwirrt blickte Emma die Frau an und schüttelte den Kopf. „Nein,… mein Name ist Emma, was ist überhaupt passiert,…?“ Der Gesichtsausdruck der Frau wechselte zu ungläubigem Staunen und sie schlug sich die Hände vor den Mund. „Nicht möglich, ich kann nicht glauben dass das gerade passiert, als ich dich das letzte Mal sah, da warst du so winzig,…“ Nun hatte die Frau auf einmal Tränen der Rührung in den Augen. Emma verstand auf einmal gar nichts mehr. Was war hier eigentlich los? „Entschuldigen Sie mal, aber wer sind sie überhaupt, ich habe sie noch nie in meinem Leben gesehen.“ Die Frau trat nun einen Schritt zurück. „Tut mir Leid, ich kann es bloß einfach nicht glauben dich zu sehen.“ Hastig blickte sie sich um, dann meinte sie: „Lass uns dort auf die Bank setzen, ich denke, ich bin dir eine Erklärung schuldig.“ Emma war einverstanden, schlimmer konnte es wohl ohnehin nicht mehr kommen. Kurz darauf saß Emma neben der fremden Frau auf einer Bank. Unauffällig musterte sie die Fremde, irgendwie sah sie aus, als ob sie in letzter Zeit nicht genug zu Essen und nicht genug Schlaf gehabt hatte, auch die dunkelbraunen Haare wirkten irgendwie ungepflegt, als ob sie sich lange nicht um ihre Frisur geschert hatte. Die Frau wirkte nervös, als ob sie auf einmal nicht recht wusste wo sie anfangen sollte, schließlich fing sie an: „Mein Name ist Rebecca Weber und so wie es aussieht bin ich, nun ja ich denke ich bin deine Mutter. Die Frau die du bisher für deine Mutter gehalten hast ist meine Schwester,…“ weiter kam Rebecca nicht, denn Emma unterbrach sie, „Moment mal, das kann gar nicht sein, meine Mutter hat nur eine Schwester, aber die heißt Amelia,…“ Rebecca ließ ein hohles Lachen verlauten und steckte sich eine Zigarette an. „Ja, dass kann ich mir gut vorstellen dass meine liebe Schwester dir nie von mir erzählt hat, dass sie mich am liebsten aus ihren Erinnerungen löschen will, war schon damals das schwarze Schaf der Familie und spätestens als man mich in die Psychiatrie hat einweisen lassen kann ich mir denken dass meine lieben Schwestern jeden Hinweis auf meine Existenz am liebsten löschen wollten. Aber nun bin ich wieder draussen und ich gebe nicht eher auf bis ich auch deine Schwester wiedergefunden habe.“ Emma wusste auf einmal nicht mehr was sie von der ganzen Sache halten sollte. Konnte es tatsächlich wahr sein, was diese fremde ihr da gerade auftischte? Das hieße ja das ihre Eltern sie ihr Leben lang belogen hatten? Und was redete diese Frau da von einer Schwester? Noch immer völlig durcheinander fragte Emma Rebecca danach. Rebecca blickte Emma nun direkt an und sagte: „Ich habe damals Zwillinge geboren.“ Fassungslos lauschte Emma der nächsten Information. Sie sollte eine Zwillingsschwester haben, aber das hätte sie doch irgendwie spüren müssen, hatten Zwillinge nicht immer eine besondere Verbindung? Eine Weile schwieg Emma. Wenn all das wirklich wahr war, wer war dann wohl ihr Vater? Sie blickte Rebecca an und wollte schon fragen, doch irgendwie hatte sie auch ein bisschen Angst vor der Antwort also schwieg sie. Was sollte sie jetzt tun? Irgendwie fühlte es sich gerade an als ob ihr ganzes bisheriges Leben in sich zusammenbrach. Dann gab sie sich einen Ruck, sah Rebecca direkt an und fragte: „Mal angenommen ich glaube Ihnen, wer ist dann mein Vater?“ Rebecca nahm einen tiefen Zug aus ihrer Zigarette, atmete tief durch und antwortete dann: „Ich war eigentlich immer eher eine Einzelgängerin, aber für eine kurze Zeit hatte ich damals einen Freund gehabt, hatte es allerdinga nie an sie große Glocke gehängt, aber er ist der einzige der in Frage kommt, er hieß Steffen.“

  • Zur gleichen Zeit blickte Emmas Mutter von ihrem Mann zu ihrer Schwester. Auf einmal bereute sie es, dass sie einfach so über Emmas Kopf hinweg entschieden hatten, wusste sie doch, dass Emma recht ehrgeizig in der Schule war. Und nun war sie abgehauen. „Wir hätten sie erst einmal fragen sollen was sie von der Idee hält, ich mein, sie hatte doch noch nie ein sonderlich gutes Verhältnis zu den beiden Jungs, ich glaube es war ein Fehler so etwas einfach zu entscheiden,…“ Sie blickte aus dem Fenster. Hoffentlich kam ihre Tochter bald wieder. In dem Moment wurde ihr Blick auf den kleinen Fernseher gelenkt wo gerade die Nachrichten liefen und gerade das Bild einer braunhaarigen Frau gezeigt wurde. „…und nun noch eine Meldung der Polizei, vor einigen Tagen ist Rebecca Weber aus der geschlossenen Abteilung der örtlichen Psychiatrie verschwunden. Bisher fehlt noch jede Spur. Hinweise an jede Polizeidienststelle.“ Emmas Mutter wurde blass. Rebecca war abgehauen? Was wenn sie gar hier auftauchte?

  • Verwirrt stand Emma auf, griff nach ihrem Rucksack und schaute sich das Fahrrad an. Es war völlig verbogen. "Wo willst du hin?" fragte Rebecca. "Ich ich muss das erstmal verarbeiten" sagte Emma "und überhaupt, mein Vater , also mein Vater, der mich grossgezogen hat, lügt mich eigentlich nicht an" .Ihrer Mutter traute sie das schon zu, immerhin wollte sie sie ja auhc zu Tante Amelia abschieben. Würde die richtige Mutter das tun ? Vor allem wenn es ihr am Ende nur schadet ?
    "Bitte, geh nicht weg" sagte Rebecca, "wie soll ich dich wiederfinden ?" Emma zuckte mit den Schultern "Wo wohnst du ?" fragte sie
    "Unter ner Brücke" antwortete Rebecca . Emma schrieb ihre Handynummer auf einen Zettel und gab den Zettel Rebecca, sollte sie zu sehr nerven oder sich die Frau als verrückte Spinnerin herausstellen konnte sie ihre Handynummer immer noch wechseln.
    Emma stellte das Fahrrad gegen eine Hauswand, wahrscheinlich nahm es jemand mit der es für die Materialien verkaufem konnte. dann ging sie erst langsam und dann immer schneller von der Frau weg.
    Nach Hause wollte sie auf keinen Fall, aber zu alex war es zu weit zu laufen und es fuhren auch keie Busse mehr. Sie schrieb alexx eine Nachricht, sie wusste ja nicht was sie grade machte, ob sie nciht grade mit einem der Ponies hantierte.
    "Hi ich muss dringend weg von meinem Eltern " schrieb Emma "meine Mutter will mich zu Tante Amelia schicken und mein Vater sieht mal wieder nur zu. Dummerweise hab ich mein Fahrrad geschrottet. Bin af dem Weg zu deinem Elternhaus"
    Kurze Zeit späer sah sie ein Taxi, sie sprach den Fahrer an, sie hatte grade noch zehn Euro. Sie fragte ihn wie weit er sie für zehn Euro fahren würde in die Richtung in die sie wollte. "Hälfte der strecke" sagte er "OK den Rest kann ich laufen" erwiderte sie und stieg ein.
    sie schrieb noch eine Nachricht hinterher , das ein Taxifahrer sie die halbe Strecke fahren würde.
    Nachdem der Taxifahrer sie rausgelassen hatte , lief sie noch zehn Minuten in Richtugn Alex Haus, als ihr Handy klingelte. Sie schaute auf die Nummer bevor sie das Gespräch annahm "Hi Steffen ist mit den Tinkern in deine Richtung unterwegs" sagte Alex "Bei mir zuhause ist keiner, Bastian hat heute Fahrradrennen, da ist der Rest der Familie hin"
    "Na toll, deine Mutter bräuchte ich grad mal" sagte Emma "Du glaubst es nicht fühl mich wie in einem Horro-Movie. So 'ne verrückte Tusse behauptet meine Mutter zu sein"
    Sie redete noch eine ganze Weile mit alex bis sie Hufgetrappel hörte. sie blickte von ihrem Handy auf. sie sah Bonnie und Shelly vor der Kutsche. auf dem Kutschbock der kleineen Kutsche, sass das Mädchen das sonst im Rollstuhl sass und hielt die Zügel Steffen saß daneben und neben ihm noch ein Kind. Hinten sassen zwei weitere Kinder.
    "Das Mädchen sagte "Brrrr" und Shelly und Bonnie standen "Steig ein" sagte Steffen. Er half dem Mädchen die Kutsche zu drehen.
    Später nachdem die kinder in ihren Zimmern verschwunden waren, setze sie sich mit Steffen und Alex in die Küche.
    Emma erzählte alles was vorgefallen war. "Deie Mutter muss verhindern, dass ich zu Tante Amelia komme" sagte Emma zu Alex "Egal wass mit dieser Rebecca ist" Sie schaute zu Steffen.
    Sie haben Rebecca rausgelassen ?" fragte Steffen
    "Ja offensichtlich, sonst wüsste ich nichts von ihr" sagte Emma "sie sagt du und sie..."
    "Ich war mit ihr ne kurze Zeit zusammen, ging aber nicht gut, die Frau hatte gewaltätige Tendenzen" sagte Steffen. "Naja ich bekam dann den Auftrag nach Japan zu gehen, weiss also nur was meine Eltern erzählt haben. Danach hat sie versucht dich und deine Schwester umzubringen, sie hätte Stimmen gehört oder sowas. Ihre Schwester dine Mutter, die damals schon mit Matthias verheiratet war, hat dich aufgenommen, nachdem sie in die geschlossene Anstalt eingewiesen wurde, wegen Schuldunfähigkeit. Sie leidet unter Schizophrenie, zwei verschiedene Persönlichkeiten, eine relativ normal, die andere bösartig"
    "Ist das erblich?" fragte Emma
    "Keine Ahnung" sagte Steffen
    "Und was ist mit meiner Schwester?" fragte Emma "Wo ist die abgeblieben?"
    "Meines Wissens nach bei 'ner Grosstante in Bayern" sagte Steffen "also ne Schwester von deiner Oma mütterlicherseits"
    "Sie sagt du wärst unser Vater" sagte Emma "Und du wärst der einzige, der in Frage kommt"
    "Dann ist doch die Sache klar und du kannst hierbleiben" sagte Alex
    "Müsste erstmal bewiesen werden" sagte Steffen "Mein Bruder würde dassselbe Ergebnis erzielen.Ich frag mich nur, ich kann mich nicht erinnern, das wir soweit gegangen sind, aber gut es ist lange her, vielleicht war ich besoffen oder... aber es kommt hin von der Zeit her. "
    Steffen stütze den Kopf auf sinee Hände, ein Gedanke kam ihm, das Matthias sich als Steffen ausgegeben hatte, um bei der jüngeren und zumindest damals besser aussehenden Rebecca zu landen, aber nein, warum sollte er seine Frau betrügen und das würde doch nciht klappen, selbst damals nicht. Er hatte immer gedacht, das Rebecca vor oder nach ihm andere Männer hatte, Verehrer hatte sie genug.

  • Ihm fiel etwas ein, die Briefe, die er mit seiner Mutter ausgetauscht hatte. Er hatte sie aus Sentimentalität der Reihe nach in Aktenordner abgeheftet. Jahrelang waren die Briefe seiner Mutter das einyige was ihn mit seiner Heimat verband. sein Vater hat auch Briefe geschrieben aber sehr viel seltener.
    Es dauerte eine Weile, dann hatte er die Briefe aus dem Zeitraum, es war sogar ein Zeitungsauschnitt dabei, sehr vergilbt aber noch lesbar.
    "Zwillinge vor der Mutter gereetet. Rebecca W. hatte versucht ihre beiden Zwillinge in der Aller zu ertränken. Beide Mädchen konnten gerettet werden , eines schwebt noch in Lebensgefahr. Als Gründe für die Tat wurden psychische Störungen der Mutter genannt. Der Vater der Zwillinge , ein verheirateter Mann , hat die Affäre zugegeben. er sagt er würde alles tun das Sorgerecht für die Zwillinge zu bekommen. "
    Las er vor und auhc das was seine Mutter ihm geschrieben hat
    Der Brief seiner Mutter bestätigte den Bericht. sie schreibt Matthias hätte zugegeben mit Rebecca eine Affäre gehabt zu haben. Er habe behauptet, dass er mit Rebecca ausgemacht hätte, dass er das Kind adoptieren würde, da seine Frau keine Kinder bekommen konnte. Was in Rebecca gefahren sei, die Kinder ertränken zu wollen, konnte sich seine Mutter nicht vorstellen
    "Was ist mit meiner Schwester?" fragte Emma "Warum wurde die woanders hingebracht?"
    "Das zweite Kind wird wohl nicht wieder gesund" schrieb seine Mutter "Der Onkel von Rebecca und Anita ist Arzt, lebt aber in Bayern mit seiner Frau. Die wollen sich dem kranken Kind annehmen. Das Kind braucht konstante medizinische Betreeung, die können Matthias und Anita nicht bieten"
    Emma hatte natürlich schonmal was von ihrer Verwandtschaft in Bayern gehört, aber eigentlich nur wenig und nur deren Ausreden, warum sie keine Zeit für Besuche hatten.
    "aber wenn du wusstest das du mit Rebecca.." sagte Emma
    "Hätte ich mir denken können, dass ihr mene kinder seit ? Vielleicht, aber wie gesagt ich kann mich nciht erinnern mit ihr, obwohl ich will es nicht ausschliessen, naja. Ich hab es mir damals einfach gemacht, mein Bruder hat zugegeben, der Vater zu sein und ich hatte meine eigenen Pläne. da haben Kinder nicht reingepasst"

  • Leni stand mit der grossen Kiste neuer Schleichfiguren vor dem Regal. Die Kunden hatten mal wieder alle Figuren durcheinander gebracht, also musste sie erstmal wieder Ordnung in das Regal bringen, die Kühe zu den anderen Kühen derselben Rasse, die Dinosaurier an ihren Platz und alle mussten schön ordentlich hintereinnader in der Reihe stehen und in die selbe Richtung schauen. sie dachte an ihre eigene Sammlung in ihrem Zimmer, dort standen alle Tiere schön sortiert ordentlich ausgerichtet nebeneinander. Niemand wagte esihre tiere anzufassen, hier im Laden musste sie damit leben, das kaum das sie ihre Arbeit beendet hatte, die Kunden alles wieder durcheinander brachten. Die schauten sich ein Pferd an und wenn es ihnen dann doch nciht gefiel schmissen sie es achtlos zwischen die Fantasie-Figuren oder so. wenn es nciht sogar an nem ganz anderem ende des Geschäfts auftauchte. aber sie war froh und stolz, diese Ausbildung zu haben. Wer sonst stellte Sonderschüler ein ?
    Endlich konnte sie anfangen die neuen Schleichfiguren einzusortieren. sie befreite jedes einzelne aus der Plastiktüte und stellte es an den Platz. Ein besonders schönes Pintofohlen steckte sie sich in die Tasche, sie würde es später bezahlen. Ihr Chef hatte ihr ja erlaubt einzelne Schleichtiere zuu kaufen.
    Sie hatte grade wieder ein pintofohlen ausgepackt und in die Reihe gestellt, als die Türglocke des Ladens ging. Sie schaute kurz zur tür als eine Gruppe Mädchen in ihrem Alter den Laden betraten. Die Mädchen waren von ausserhalb, das konnte sie an der Sprechweise der Mädchen erkennen, die sich lautsark unterhielten. Die mädchen kamen auf sie zu. sie wurde immer noch nervös besonders bei Kunden in ihrem Alter. Junge Kinder oder ältere Menschen waren einfacher für sie. aber da musste sie durch.
    "Hi Emma was machst du denn hier?" hörte sie das eine Mädchen sagen Sie war irritiert und schaute sich um. aber es war niemadn in ihrer Nähe, die das Mädchen meinen könnte.
    "Guadn Dog, konn i Ihna heifd ?" sagte sie instinktiv, wie man ihr das beigebracht hat "Kann ich Ihnen helfen?" verbesserte sie sich schnell, die Kundinnen kamen ja nicht aus Bayern wie sie, ganz ablegen konnte sie ihren Akzent aber nicht.
    Die Mädchen kicherten "Emma wusste gar nicht, dass du bayrisch kannst" sagte die eine "und das du als kleine Verkäuferin arbeitest. Haben deine Eltern kein Geld mehr?"
    Sie war doch gar nicht klein dachte sie, eher recht gross für ihr Alter und wiso nannte die sie Emma ? Ihr Namensschild sagte doch wie sie hies. "Ich heisse nicht Emma" sagte sie und zeigte auf ihr Namensschild "und meine Eltern haben Geld genug."
    "Sag mal gibt es hier irgnedwo seltene Pokemon?" fragte ein anderes Mädchen.
    "Tut mir leid, da muss ich meine Kollegin fragen" antwortete Emma froh über eine Ausrede sich von den Kundinnen lösen zu können, ohne unhöflich zu erscheinen. sie machten den Karton erstmal wieder ordentlich zu und schob ihn etwas beiseite. Dann ging sie zur Stofftierabteilung wo Maria arbeitete.
    Sie fragte Maria, die schon etwas älter war, wegen der Pokemon, aber Maria zuckte nur mit den Schultern "Ich weiss nicht was Pokemon sind Leni" antwortete Maria "Dann werden wir sowas leider nicht haben"
    Leni ging zurück zu den Schleichtieren, wo sie die mädchen zuletzt gesehen hatte, aber die mädchen waren verschwunden. Dafür war ihr Regal durcheinander gewühlt und der Karton stand offen im Weg. Leni seufzte und machrte sich grad dran Ordnung zu schaffen als es Tumult an der Tür gab. Robert , der für die Sicherheit zuständig war , hinderte die drei Mädchen daran den Laden zu verlassen. er durchsuchte deren Taschen und schien auch zu finden was er suchte. "Leni" hörte er ihren Namen rufen "kommst du mal bitte ?"
    Leni eilte zu Robert hin , se ahnte böses.
    "diese jungen Damen haben Schleichpferde stehlen wollen" sagte er "Ich hab dich mit den Dreien reden sehen, kommst du mit in's Büro?"
    Leni nickte und folgte Robert und den Mädchen. Sie hatte Angst, daß sie ihren job verlieren würde. sie hätte bei den Mädchen bleiben sollen und nciht weggehen um nach den Pokemon zu fragen.
    "Setz dich Leni" sagte Robert , als sie im Büro waren und zog ihr einen Stuhl hin . auch die Mädchen wollten sich setzen wurden aber von Robert daran gehindert. Er schilderte dem Chef was geschehen war, dass er gesehen hatte, wie die drei Mädchen mit Leni geredet haben und dass sie dann als Leni wegging sich die Taschen mit Schleichtieren vollgestopft hätten und das Chaos im Regal angerichtet haben.
    "Kennst du die jungen Damen?" fragte ihr Chef
    Leni schüttelte den Kopf "sie hat mich Emma genannt aber so heiss ich nicht und ich kenne auch keine Emma" sagte sie.
    "OK ich weiss dass du nicht Emma heisst" sagte der Chef "Warum bist du weggegangen?"
    "Ich. ich , es tut mir leid chef" sagte Leni kleinlaut "Sie hat wegen Pokemon gefragt und ich wusste nicht ob wir sowas haben, also hab ich gesagt, daß ich eine Kollegin fragen müsste und hab Maria gefragt. Sie war hinten in der Stofftierabteilung und sie weiss am besten was wir haben"
    "Ja ich hab dir ja auch gesagt, du sollst fragen, wenn du was nicht weisst" sagte ihr Chef "Damit ist die Sache für dich erledigt und du kannst wieder an deine Arbeit gehen. die drei Damen müssen hier auf die Polizei warten"
    "Aber..." stammelte dsas eine Mädchen "Bitte nicht"
    "Ich kann es mir nicht erlauben Ladendiebstahl durchgehen zu lassen" hörter sie ihren Chef beim rausgehen sagen.
    Leni räumte weiter ihre Schleichtiere ein, sie wurde kaum von kunden unterbrochen und wenn waren es harmlose Kunden, die sich für eines der Schleichtiere interessierten.
    Kurz vor Feierabend bezahlte sie dann noch ihr Pintofohlen, sie war froh dass die mädchen das nciht in die Finger bekommen haben.
    Zuhause erzählte sie ihren Eltern von dem was im Laden passiert ist, as sie den Namen Emma erwähnte, schaute ihr Vater sie kurz erschrocken an "Ach es kann immer mal passieren, dass sihc zwei Menschen ähnlich sehen" sagte ihre Mutter "Vielleicht hatte die auch was mit den Augen"

  • Emmas Mutter blickte zwischen ihrer Schwester und ihrem Mann hin und her. „Ich hätte mir doch denken können, dass Emma gleich ausflippt, sie neigt doch leicht mal dazu aus allem was ihr nicht passt ein Drama zu machen,…“ Bei sich dachte sie noch. Ganz abgesehen davon, was ihre Freundinnen und Nachbarinnen denken sollten wenn denen zu Ohren kam, dass ihre Tochter abgehauen war. Doch was noch schlimmer war, war der Gedanke daran, dass ihre missratene Schwester hier in der Straße auftauchen könnte, was wenn Emma nun nach dieser Situation die Wahrheit über ihre Herkunft erfuhr? Oder es sich gar herumsprach? Nun jedoch reichte es Matthias, er hielt sich ja meist eher zurück, vielleicht sogar ein bisschen zu häufig, aber das ging ihm hier jetzt doch zu weit. „Anita, ich weiß ja nicht worum es dir hier gerade geht, aber sicher nicht um das Wohl unserer Tochter, sonst wärst du vielleicht wirklich mal auf sie eingegangen und hättest sie gefragt was sie gerne möchte.“ Wütend funkelte Anita ihren Mann an: „Du hast leicht reden, du bist tagsüber ja eh nie da, verdrückst dich immer in dein Krankenhaus, machst hier Überstunden oder da noch Büroarbeit,… ich dagegen habe hier die ganze Arbeit mit dem Haushalt mit unserer Tochter, deren Mithilfe schon ziemlich zu wünschen übrig ließe,…“. Matthias erwiderte: „Tut mir Leid, aber das ist nun einmal mein Job, das Geld muss eben auch reinkommen, könnte auch woanders arbeiten, aber dann könnten wir uns wohl kaum unseren Lebensstandard hier leisten und müssten in ne kleine Wohnung umziehen.“ Manchmal war es schon echt schwierig mit Anita, da hatte sie so diese Phasen in denen sie ihn echt auf die Palme bringen konnte, wo sie so unnahbar war. Plötzlich musste er wieder an damals denken als sie schwanger war, auch während dieser Zeit war es besonders schlimm gewesen, wohl nicht zuletzt deswegen weil sie bereits eine Fehlgeburt hinter sich hatte. Dann jedoch musste er an die andere Sache denken und auf einmal plagte ihn das schlechte Gewissen bei dem Gedanken an diese unsägliche Affäre, über die er Anita nie die Wahrheit gesagt hatte. Er wusste ja selbst nicht warum Rebecca ihn damals so angezogen hatte und was ihn geritten hatte mitzuspielen, als sie ihn dann eines Tages irrtümlich für seinen Bruder hielt. Und dann war es irgendwie passiert. Doch dann während sie schließlich miteinander schliefen, merkte Rebecca, dass etwas anders war als sonst und schließlich gestand er ihr, wer er war und machte sich schon auf alles gefasst, bis auf das was dann folgte. Sie lachte und zog ihn wieder an sich heran. Schließlich blieb es nicht bei diesem einen Seitensprung und beim zweiten Mal merkte er wie er anfing Gefühle für sie zu entwickeln. Sie war so ganz anders als Anita. Doch obwohl er durchaus Gefühle für Rebecca hatte, entschied er sich schließlich doch für Anita, die ja schließlich schwanger von ihm war und stand ihr bei als sie erneut eine Fehlgeburt hatte. Der Beitrag in den Nachrichten hatte auch ihn erschüttert, wusste er doch nicht was geschehen würde, wenn Rebecca nach all den Jahren plötzlich wieder vor ihm stehen würde.

    Emma war durcheinander, was sollte sie jetzt tun? Was sollte sie denken? Soviel war während der letzten zwei Stunden geschehen was ihr gesamtes, bisheriges Leben auf den Kopf stellte. Sie fuhr sich mit der Hand durch die Haare und blickte dann von Alex zu Steffen. „Was soll ich nur tun? Ich kann nicht fassen, dass meine Eltern mich mein Leben lang belogen haben, oder sollte ich besser sagen meine Tante und mein Onkel, ich mein, das sind sie wohl wie ich das verstanden habe,…“. In dem Moment stand Simon, der am anderen Ende des Tisches gesessen hatte auf und setzte sich auf Emmas andere Seite. Er hatte zwar nicht mitbekommen worüber gesprochen worden war, aber er sah, dass Emma traurig war. Er tippte sie an der Schulter an und als sie ihn anblickte, setzte er ein trauriges Gesicht auf, zeigte auf Emma und schüttelte dann mit dem Kopf. Dann nahm er sie in den Arm. Daraufhin musste Emma lächeln.

    Nachdem Emma gegangen war, blickte Rebecca ihr noch eine ganze Weile nach, auch als Emma längst außer Sicht war, starrte sie noch eine Weile in die Richtung in die Emma verschwunden war. Als Emma ihr vor zwei Tagen schon einmal mit dem Fahrrad vors Auto gefahren war und sie sie um ein Haar überfahren hatte, hatte sie, als sie ihr einen Moment in die Augen blickte erst an eine Erscheinung geglaubt. Daher, aber auch wegen des Schreckes war sie nicht im Stande gewesen irgendwie zu reagieren. Und als Emma und ihre Freundin kurz darauf dann einfach weiterfuhren wusste sie ja auch, dass nichts Ernstes passiert war. Stattdessen war sie Emma dann unauffällig bis nach Hause gefolgt, hatte dann aber nicht den Mut gefunden auszusteigen und zu dem Haus hinüberzugehen. Im Grunde war es ja klar gewesen, dass ihre Schwester und Matthias Emma nichts von ihr erzählen würden, aber offensichtlich, hatten sie ihr noch nicht einmal erzählt, dass sie adoptiert war. Nach einer Weile, stand Rebecca schließlich auf und ging hinüber zu ihrem Auto, der Wagen hatte ein paar Kratzer abbekommen, aber das machte nichts, war ohnehin ne Uraltkarre die schon Kratzer und Dellen hatte. Rebecca startete den Motor und fuhr los in Richtung Autobahn. Nach etwa einer Viertelstunde erreichte sie ihr Ziel, einen Autobahnrasthof. Sie griff nach ihrer alten Reisetasche die auf der Rückbank lag, stieg aus und nachdem sie das Auto verschlossen hatte, ging sie hinüber zu den Sanitäranlagen. Da hier auch viele Trucker rasteten, gab es hier auch Duschen. Während sie nun also den Schmutz der letzten Tage von ihrem Körper und ihre Haare wusch, ließ sie die letzten Stunden noch einmal Revue passieren und dachte darüber nach was sie nun weiter machen sollte.

  • Leni hockte auf dem Fußboden und sortierte ihre Schleich-Tiere wieder ordentlich ins Regal. Wie jeden Samstag hatte sie ihr Zimmer aufgeräumt, Staub gesaugt und mit einem feuchten Lappen alle Oberflächen abgewischt. Besonders bei ihrem Schleich-Regal gab sie sich immer viel Mühe und entstaubte jedes Tier einzeln. Gerade hielt sie den Achal-Tekkiner-Hengst, einen ihrer Lieblinge, in der Hand, der als letztes noch auf seinen Platz musste. Bewundernd drehte sie das Pferdchen auf der Handfläche und freute sich über den hübschen Kopf mit den aufmerksamen Ohren und die stolze Haltung des Tieres. Wie gerne hätte sie mal ein echtes Pferd berührt, die samtige Nase gestreichelt (dass sie samtig war, wußte sie aus ihrem Buch mit den vielen Pferdegeschichten) und wäre vielleicht sogar einmal geritten. Das war ihr größter Wunsch - und würde wohl immer ein Traum bleiben.


    Leni seufzte leise und stellte den Tekken ins Regal. Ihre Eltern waren immer so besorgt um sie, daher würden sie soetwas wie Reitstunden bestimmt nicht erlauben. Sie würde sich weiterhin damit begnügen müssen, den wunderschönen Brauereipferden nachzuwinken, wenn sie diese bei einer Parade sah, in ihrem Pferdebuch zu lesen und sich mit Modellpferden eine eigene kleine Welt zu erträumen.

    Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden.


    (Bertolt Brecht, 1951)


    Kein Krieg nirgends.