Westernreiter Fred Rai ist tot

  • http://www.br.de/nachrichten/s…sing-tot-nachruf-100.html


    Er ist vermutlich einem Schlaganfall erlegen im Alter von 73 Jahren. Er hatte sich gerade von einer Knieoperation erholt. Das letzte Buch des mehrfach ausgezeichneten Tierschützers hieß "Wiedersehen im Paradies". Er war davon überzeugt am Ende der Regenbogenbrücke geliebte Menschen und auch Tiere wieder zu sehen.

  • Glittering Goldie : So ein Erlebnis begleitet einen ein Leben lang, es bleibt unvergessen.<3 Ich finde sowas sehr sehr schön!<3

    Ich liebe Modellpferde, deshalb bin ich hier ! :)


    Vorläufig keine weiteren Aufträge!




  • Ich habe lange Zeit in Dasing gewohnt. Seit ich sieben Jahre alt war, bin ich dort reiten gegangen, habe bei den Karl May Festspielen mitgespielt, mitgearbeitet. Ich lese seit seinem Tod viel davon, was für ein toller Mensch Fred gewesen sein soll. Ich möchte jedoch auch mal sagen, dass der Mann andere Seiten hatte. Es geht mir nicht darum, üble Nachrede zu betreiben, jedoch habe ich auch einen anderen Fred Rai erlebt, als den, der in Nachrufen so in den Himmel gelobt wurde. Dabei stütze ich mich auf Beobachtungen, die ich in meiner Zeit dort machen konnte. Ich selbst habe mich damals eher zurückgehalten, weshalb ich mich als neutralen Beobachter wahrnehme.


    Fred habe ich als einen Geschäftsmann und charismtischen Entertainer, der es beherrschte, sich gut zu verkaufen, erlebt. Wer für ihn arbeitete, lebte in einem einmaligen Mikrokosmos aus Western, Show und Großfamilie, musste aber mit seiner Begeisterung für die Westernwelt u.a. wenig Lohn und schlechte Infrastruktur wettmachen, weshalb wenige länger als eine Saison blieben.

    Er war ein progressiver, aber auch impulsiver, sodass er gegenüber Mensch und Tier nicht immer besonnen reagieren konnte. Viele verehrten ihn als Guru, da er einen einfachen Weg zum Umgang mit Pferden gezeigt hat, doch als ich nach 9 Jahren Rai-Reiten und Silbernem Abzeichen feststellen musste, dass ich in meiner Zeit dort eigentlich nur einen Bruchteil über pferdegerechten Umgang und Reiten gelernt hatte, wendete ich mich ab.


    Der Westernzauber der City wurde trotz der einfachen Verhältnisse nicht gebrochen, erinnerten sie doch tatsächlich an den wilden Westen. Leider äußerte sich die lange Zeit der fehlenden Instandhaltung in zwei der drei Brände.


    Fred Rai habe ich immer als Mann erlebt, der einem das Gefühl geben konnte, er höre einen Moment lang nur dir zu und sein selbstbewusster Charme hat zweifellos vielen Imponiert. Dies war jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn so harmonisch es war, wenn man mitmachte, so unangenehm konnte es werden, wenn man zu viel hinterfragte oder kritisierte. Es war eben seine Westernstadt, sein Reitstil, sein Werk.


    Wie gesagt, ich will nicht negieren, dass er all das war, was über ihn geschrieben wird und wurde. Er war aber meiner Meinung nach nicht nur das. Denn zu jedem Andenken gehört, finde ich, auch die kritische Auseinandersetzung. Unter allem Respekt für das, was dieser Mensch erreicht hat.


    - R.I.P Fred Rai -

  • Finde ich sehr gut, dass Du das hier mal so dargestellt hast! Denn als Außenstehender, der nur das mitbekommt, was Presse und TV wiedergeben, hat/hatte man ja keinen Einblick in das komplette Universum des Fred Rai. Und ich denke, es ist wie so oft, jede Medaille hat zwei Seiten und wo Licht ist, ist auch Schatten. Und auch ein Fred Rai ist oder besser war nur ein Mensch - und Menschen machen Fehler und haben Schwächen. Wenn man davon selbst nichts hören möchte, ist es dann allerdings für die Mitmenschen schwierig.

  • Ich krieg nicht so viel mit auch wenn ich in der Nähe wohn aber nachdem die Halle gebrannt hat dann noch ein Teil der Western City fehlt es glaub immernoch an Geld alles wieder richtig aufzubauen (außer es hat sich schon geändert) muss aber leider sagen das ich vom Rai reiten auch nicht viel positives gehört hab