DLHR - Freizeitreiten und Westernschule -> Hobbypause

  • Lieben Dank für eure Kommentare. :)


    Hier nun der dritte Teil.
    Viel Spaß. ;)


    Connor hatte im Internet eine Anzeige für eine richtig hübsche PBA-Stute gesehen. Er rief Mel an und Mel machte einen Termin mit dem Besitzer aus. Sie fuhr gemeinsam mit Connor hin um sich die Stute anzusehen. Als sie aus dem Wagen stiegen, hörten sie so ziemlich als erstes ein Fluchen.
    >>Das kann doch jetzt nicht wahr sein! Da kommen gleich Interessenten und das Tier sieht aus als wäre es ewig nicht mehr geputzt worden.<<
    Mel und Connor sahen sich fragend an und gingen dann in die Richtung, von wo sie die Stimme gehört hatten. Sie bogen um die Ecke und sahen die Stute von den Bildern im Internet, die sich gerade den Staub aus dem Fell schüttelte. Sie musste sich grade gewälzt haben. Mel musste leicht lachen und gingen dann auf den Mann zu, der den Kopf schüttelte.
    >>Entschuldigen Sie<<, sprach Mel ihn an. >>Sind Sie der Verkäufer?<<
    >>Ja, das bin ich<<, antwortete er mit einem Seufzer. >>Tut mir leid, dass sie so aussieht, aber sie hat sich wieder gewälzt und hat im Grunde auch nur Flausen im Kopf.<<
    >>Sie scheint hier nicht weg zu wollen<<, meinte Mel und lachte leicht.
    >>Normalerweise würde ich sie auch nicht verkaufen, aber leider fehlt mir mittlerweile das Geld um sie zu halten. Trotz ihrer kleinen Macken gebe ich nur sehr schweren Herzens ab. Sie hatten wegen ihr angerufen, nicht wahr?<<
    >>Ja, das hatte ich.<<
    Sie ging auf die Stute zu und kraulte sie etwas.
    >>Sie ist, auch wenn sie grade nicht unbedingt weiß ist, ein wirklich schönes Tier und wenn sie gesund ist, dann nehme ich sie<<, meinte Mel mit einem Lächeln.
    >>Das ist gut. Sie hat gerade erst alle Impfungen und Untersuchungen hinter sich. Sie ist völlig gesund und hatte in der Vergangenheit noch nicht mal eine Erkältung.<<
    >>Das klingt doch gut. Wenn Sie mir das belegen können, sind wir im Geschäft<<, meinte Mel.
    >>Warten Sie bitte hier einen Moment<<, meinte der Mann und verschwand.
    Er kam kurz darauf mit allen nötigen Papieren zurück und zeigte Mel alles. Die Papiere sahen gut aus und Mel beschloss die Stute zu kaufen. Die beiden schlossen das Geschäft ab und Connor verlud die Stute.
    >>Wenn Sie wollen, können Sie sie gerne besuchen. Das Gut ist nicht weit von hier und ich glaube, sie würde sich auch freuen, wenn sie Sie wiedersehen kann<<, schlug Mel dem ehemaligem Besitzer vor.
    Dessen Augen glänzten und er freute sich wirklich über dieses Angebot.
    >>Das darf ich wirklich? Klar komm ich meine Kleine besuchen. Ich hoffe sie wird auch ein gutes neues zu Hause bekommen.<<
    >>Das verspreche ich Ihnen. Sie ist mit anderen Pferden zusammen und bekommt regelmäßig Weidegang. Es wird ihr an nichts fehlen. Erst recht nicht, wenn Sie sie besuchen.<<
    >>Verlassen Sie sich darauf.<<
    Mel lächelte und schrieb ihm die Adresse des Gutes auf. Der Name der Stute ist Faizah – die Siegreiche. Zurück am Hof durfte Faizah erst mal auf die Weide. Sie sah sich skeptisch um. Blieb dann stehen, schien den Boden genaustens zu begutachten und als sie ein Stelle fand, die ihr scheinbar gefiel, wälzte sie sich erst mal ausgiebig. Es schien ihr auf dem Gut zu gefallen. Mel hoffte allerdings, dass sie keinen Ärger mit ihr haben würden.



  • Hier gibt es jetzt auch mal wieder was neues zu lesen. ;)


    Mel hatte in der letzten Zeit immer wieder feststellen müssen, dass Alia sehr schwer zu händeln ist und die Kleine ständig versuchte beim Führen vorrauszurennen.
    Ihr fiel nur noch ein, sich an Ethan zu wenden. Er war Pferdepfleger bei der Reitschule ihres Bruders und sprang auch öfters mal als Reitleherer ein. Sie nahm ihr Handy und wählte seine Nummer.
    >>Ethan? Hast du Zeit? Ich bräuchte deine Hilfe bei einem neuen Pferd<<, fragte sie ihn.
    >>Hast Glück. Sam war so gnädig mir Urlaub zu geben<<, antwortete Ethan mit einem Lachen. >>Ich komm eben vorbei.<<
    >>Danke dir. Bis gleich.<<
    Sie legte auf und wartete auf Ethan. Connor hatte inzwischen Alia in die Box gebracht. Sonst würden sie wahrscheinlich noch eine Weile damit zu tun haben, sie einzufangen.
    Mel musste nicht lange auf Ethan warten. Er war wahrscheinlich bei seinen Pferden gewesen und war mit Rodante runtergeritten. Mel schilderte ihm das Problem, nannte aber auch das Alter der Kleinen. Immerhin war sie erst ein Jahr alt. Offenbar bestand das Problem mit Alia schon, seid sie alt genug war und sich weiter von der Mutter entfernte.



    >>Lass sie mich mal sehen<<, meinte Ethan, während er abstieg.
    >>Ich geh sie holen<<, sagte Connor und verschwand in den Stall.
    Er konnte sie problemlos ans Halfter nehmen, doch sobald sie die Box verließen, trabte Alia los und Connor hielt sie nur mit Mühe davon ab loszugallopieren.



    Ethan beobachtete das eine Weile und bat Connor dann, sie in den Roundpen zu bringen.
    >>Das sieht aus, als hätten wir noch eine Menge Arbeit vor uns<<, meinte Ethan. >>Wisst ihr, wie man mit ihr vorher umgegangen ist?<<
    >>Nein. Und ich glaube auch nicht, dass man es uns sagt<<, antwortete Mel, während sie Connor folgten.
    Im Roundpen sollte Connor ihr dann das Halfter abnehmen und Ethan ließ sie dann erst mal laufen.



    Irgendwann hielt sie dann an und sah sich erst mal um. Zunächst ließ Ethan sie gewähren. Er hatte noch eine Longe in der Hand um sie dann hinterher vorwärts treiben zu können oder die Richtung wechseln zu lassen. Dies diente ihm aber mehr als eine Art verlängerten Arm.



    Die nächsten Tagen arbeitete er regelmäßig mit ihr und stellte dabei fest, dass Alia wohl auch Angst vor Gerten und ähnlichem hatte. Sie wurde wohl geschlagen und der ständige Drang loszurennen könnte unter anderem Fluchtinstinkt sein. Jetzt wusste er aber genau, wo er ansetzen musste. Jedoch würde es noch viel Zeit brauchen, bis man sie normal führen und mit ihr arbeiten konnte.