Sunset Ranch - Ranchstorys //Doch ein Fehler?//

  • Aaylo Secura Ein bisschen was wurde ja schon angedeutet. Außerdem erfährst du ja gelegentlich auch nebenbei was und die Damp Story spielt ja auch erst danach ;)


    So, hier dann nun Part II


    Part 2


    Nachmittags stand Catalina nun auf dem Platz, sie unterrichtete gerade die Fortgeschrittenengruppe, die allerdings nun mit dem springen gerade anfingen. Vorhin war Jacob bereits hier gewesen um sich den Schlüssel und die Papiere des SUV und des Hängers zu holen. Ein wenig neugierig war Catalina ja schon auf das Pferd, welches in Jacob nun scheinbar den Wunsch nach einem eigenen Pferd hervorgerufen hatte. Und früher hätte sie sicherlich neugierig gefragt, doch die Zeit in der sie Jason nun kannte, hatte sie gelehrt, dass es manchmal eben einfach nötig war zu warten, wenn es soweit war, würde sie die Antworten auf ihre Fragen schon bekommen. Und manchmal erfuhr man dann oft noch viel mehr als man vorher überhaupt wissen wollte. Anfangs hatte Jason sie immer wieder mit ihrer Neugierde aufgezogen, weil sie eben weiß wäre und weiße Frauen eben so seien. Catalina musste lächeln bei der Erinnerung, dann jedoch wandte sie sich wieder ihren Schülerinnen zu. Sie blickte kurz zu Kathrin, die gerade mit Carry auf dem Zirkel galoppierte.



    Sie korrigierte noch etwas an Kathrins Zügelführung und ließ das Mädchen dann in den Schritt durchparieren. Nun wendete sich Catalina Larissa zu die gerade mit Aerin trabte. „Also gut Larissa, in der Ecke angaloppieren, dann auf die Mittellinie abwenden und in ruhigem Tempo auf das Hindernis zu reiten, lass Aerin nicht zu schnell werden, ich weiß, es ist nur ein einzelnes Cavaletti, aber bald stehen da noch weitere Sprünge.“

    Larissa nickte eifrig, schon lange hatte das Mädchen sich aufs springen gefreut und dann durfte sie auch noch Aerin reiten, eines der beliebtesten Ponys wenn es ums springen ging, mit Ausnahme vielleicht von Arwen. Doch die Palominostute von Catalinas Tochter durften nur wenige reiten.

    Nun jedoch konzentrierte Larissa sich auf Aerin, gab die Galopphilfe und wendete das Pony auf die Mittellinie. Doch nun merkte sie wie die Stute aufmerksam die Ohren spitzte und mit dem Tempo anzog. Im ersten Moment wollte Larissa noch mit Paraden reagieren, ließ sich dann jedoch von dem Eifer der Connemarastute anstecken. Und schon war da der Sprung vor ihnen und Aerin flog elegant und mit viel Luft zur Stange über das Cavaletti. Larissa spürte dieses Gefühl von Glück in sich. Springen war phantastisch. Catalinas Rufen, hatte sie nur wie aus weiter Ferne wahrgenommen, so benebelt war sie von dem Glücksgefühl des Sprunges.



    Erst als sie nun glücklich lächelnd das Pony anhielt und ihre Lehrerin vor ihr stand bemerkte sie Catalinas aufgebrachten Blick. „Larissa, ich habe dir extra gesagt du sollst in ruhigem Tempo anreiten, damit du lernst dein Pony auch später zwischen den Sprüngen zu regulieren. Du sollst hier nicht wie bei der wilden Ponyreiterhorde übers Hindernis jagen! Nochmal! Und dieses Mal bitte vernünftig!“

    Stumm nickte Larissa. Beim zweiten Versuch achtete sie darauf Aerin auf der langen Seite nicht losrennen zu lassen. Tatsächlich war auch nur eine leichte Parade nötig um die Aufmerksamkeit der Connemarastute bei sich zu behalten. Larissa und Aerin überwanden das Hindernis sauber und dieses Mal lobte Catalina die beiden zufrieden.


    Gerade wollte Catalina sich nun wieder Kathrin zuwenden, als sie im Augenwinkel ein Auto auf den Hof fahren sah. Sie wandte den Blick und erkannte ihren SUV und Pferdeanhänger. Auch den Mädchen war das Gespann nicht entgangen, neugierig lenkten sie ihre Ponys nun an den Zaun und blickten neugierig zu dem Pferdetransporter. Catalina trat nun zu ihren beiden Schülerinnen an den Zaun und blickte ebenfalls gespannt hinüber.


    Gerade stieg Jacob aus dem Auto, griff in seine Tasche und tippte dann kurz etwas in sein Handy.


    Dann trat er zu dem Pferdeanhänger, öffnete zunächst die vordere Tür und dann die Rampe. Aus dem inneren des Transporters ertönte nun ein wiehern, offensichtlich wollte da jemand nun endlich raus. Nun kam auch Lucie hinzu. Jacob wandte sich nun an sie und bat sie zum ausladen des Pferdes an der Rampe Stellung zu beziehen.


    Dann stieg Jacob vorne in den Transporter und führte schließlich das Pferd rückwärts aus dem Hänger. Kurz darauf stand der schicke Fuchswallach auf dem Hof und blickte sich mit aufmerksamen Blick um. Lucie musterte das Pferd und trat dann auf den Wallach zu und begrüßte ihn freundlich.


    Jacob lächelte, schließlich blickte er Lucie an und fragte: „Was hältst du von dem Kerl?“ Überrascht blickte Lucie zu ihrem Mann und musterte dann wieder einen Moment das Pferd, schließlich erwiderte sie: „Ein tolles Pferd, wo kommt der her und,… wie kommst gerade du zu ihm,…?“. Jacob lächelte noch immer, dann meinte er: „Der Wallach heißt Feuertänzer, ist ein Holsteiner mit großem Potenzial fürs Springen, leider jedoch bisher zu wenig gefördert. Sein Züchter und bisheriger Besitzer ist der Vater meines Kollegen und schon ziemlich alt. Vor Kurzem hatte er dann auch noch einen Schlaganfall und wird vom Krankenhaus aus wohl direkt in ein Pflegeheim müssen. Jedenfalls stehen die Angehörigen nun vor der Aufgabe da den Hof und die Pferde verwalten zu müssen, mit denen sie eigentlich gar nichts im Sinn haben. Jedenfalls habe ich Tom in letzter Zeit häufiger dort auf dem Hof ein wenig geholfen. Naja. Und als ich den Kerl hier,…“ Jacob nickte zu Feuertänzer hinüber, „…das erste Mal sah, hatte ich gleich so ein Gefühl, dass er genau das richtige Pferd für dich ist.“


    Jacob reichte der nun reichlich verblüfften Lucie grinsend den Führstrick des Fuchses. Dann fügte er noch hinzu: „Du kannst ihn natürlich morgen erst einmal Probe reiten und dich dann endgültig entscheiden ob du ihn möchtest, aber ich denke, ihr zwei könntet ein klasse Team werden,…“.

    Lucie die noch immer kein Wort heraus brachte, blickte zwischen Jacob und Feuertänzer hin und her. Dann fiel sie Jacob um den Hals. „Danke,…“ mehr brachte sie im Moment nicht heraus.


    Tatsächlich waren sie und Jacob in der letzten Zeit häufiger in der Gegend unterwegs gewesen um sich Pferde anzusehen, denn Lucie wollte zu gerne wieder ein eigenes Pferd mit dem sie wieder auf Turniere gehen könnte, doch bisher war einfach nicht das richtige dabei gewesen. Sie blickte nun wieder zu dem Wallach und verspürte plötzlich eine unbändige Freude auf den nächsten Tag. Sie konnte es kaum erwarten dieses Pferd zu reiten. Zunächst jedoch führte sie Feuertänzer nun erst einmal in eine Box, nahm dem Wallach die Decke ab und holte ihm eine gute Portion Heu.


    Doch so recht mochte sie sich noch immer nicht von ihrem neuen Pferd trennen und so setzte sie sich einfach zu dem Wallach in die Box und sah ihn einfach an.

  • Eine wirklich gelungene Überraschung. :)

    Die Geschichte ist wieder sehr schön geschrieben und mit passenden Bildern. :)

    :pfe1: Reiten und Pferde sind Balsam für die Seele


    Every Rider
    has that one
    Special Horse
    that one horse
    who changes
    everything
    about them
    (Autor unbekannt)



    Ich bin hier nur der Indianer
    fragt den Häuptling
    (Zitat: Aussteller Intermodellbau)


  • Die beiden könnten gut zusammenpassen...... :)
    Und dann noch der schöne aparte "Feuertänzer", ein wunderschönes Pferd!!!!:love:

    Und die beiden Kids auf ihren schicken Connemaraponys machen das prima!:thumbup::thumbup:
    Das sind ja gute Springer, diese Ponys, dazu noch bildschön!!!:love:
    Wundervolle Bilder sind das - und die Ponys erst......<3<3<3

    Das ist klasse geschrieben und macht Lust auf mehr......:)

    Ich liebe Modellpferde, deshalb bin ich hier ! :)


    Vorläufig keine weiteren Aufträge, die Kapazitäten sind derzeit voll ausgelastet!






  • Am nächsten Tag, einem Samstag ging Lucie nach dem Frühstück gleich hinaus in den Stall zu Feuertänzer. Sie begrüßte den Wallach freundlich, der sie vorsichtig mit der Nase anstieß. Einen Moment stand Lucie bei dem Wallach, dann jedoch hakte sie den Strick ein und führte den Fuchs hinaus und band ihn an. Nachdem sie den Wallach nun ausgiebig geputzt hatte, ging sie schließlich hinüber in die Sattelkammer um dann mal zu sehen welche Ausrüstung sie für den Wallach nehmen würde. Sie griff nach einer schwarzen Trense die passen müsste und ließ ihren Blick nachdenklich über die Sättel schweifen. Schließlich griff sie nach einem schwarzen Vielseitigkeitssattel.

    Wieder draußen bei Feuertänzer, bemerkte sie Jacob der bei dem Wallach stand. Nun legte sie den Sattel auf das Pferd und musterte kritisch die Lage des Sattels auf dem Rücken des Fuchses. Doch so recht war sie nicht zufrieden.



    Also holte sie dann doch noch einen anderen Sattel. Dieser lag tatsächlich etwas besser auf dem Wallach.


    Zufrieden sattelte sie Feuertänzer nun also fertig und führte den Wallach schließlich zum Platz. Jacob gesellte sich nun zu Catalina und Emma die ebenfalls hinausgekommen waren und neugierig darauf waren zu sehen wie Feuertänzer sich unter dem Sattel präsentierte. Nachdem Lucie nun also nachgegurtet hatte und aufgesessen war ritt sie den Wallach in Ruhe warm und fing dann langsam an Feuertänzer ein wenig in allen Gangarten zu reiten.


    Lucie war sehr zufrieden und dann ritt sie zu Jacob, Catalina und Emma an den Zaun und wandte sich dann an ihren Mann und bat ihn noch ein Hindernis aufzubauen, sie wollte nun noch mit dem Wallach springen. Jacob war erst etwas skeptisch, doch Lucie nickte bestätigend. Es sollte ja weder ein Monstersprung, noch ein Parcour sein. Nur ein einzelner Sprung.


    Als dann kurz darauf ein kleiner Sprung stand, lenkte Lucie den Wallach nun auf die Diagonale und ritt das Hindernis an. Als es nun jedoch aufs Hindernis zu ging, zog der Wallach nun kräftig mit dem Tempo an. Anscheinend schien er ziemlich heiß auf den Sprung zu sein.



    Kurz darauf, setzte er mit einem so heftigen Satz über das Hindernis , dass es Lucie, die auf so viel Schwung nicht gefasst gewesen war geradezu aus dem Sattel katapultierte.



    Einen Moment blieb Lucie liegen, dann jedoch richtete sie sich auf, blickte Jacob an, der sich besorgt über sie beugte.



    Dann jedoch zog ein breites Grinsen über Lucies Gesicht, sie sprang auf, fiel Jacob um den Hals und meinte: „Er ist phantastisch! Ich hätte bloß drauf gefasst sein müssen, dass der ein bisschen mehr Pfeffer hat als Arwen!“



    Dann ging sie gleich hinüber zu Feuertänzer der inzwischen von Catalina eingefangen worden ist, schwang sich wieder in den Sattel und ritt wieder an. Sie galoppierte den Wallach erneut an, lenkte auf die Diagonale und sprang noch einmal mit dem Wallach. Dann lobte sie ihn glücklich und ritt den Wallach ab.

  • Die Fortsetzungen sind beide klasse und wieder tolle Bilder :thumbsup:


    Feuertänzer ist ein wunderschönes Pferd :love:


    Lucie lässt sich auch durch Missgeschicke nicht entmutigen.

    "Den Boden zu küssen" passiert dem besten Reiter.

    Und man lernt daraus.

    Lucie und der Wallach sehen ganz prima zusammen aus <3

  • Ich bin fasziniert von Deinen detaillierten Fotos, so und nicht anders ist das Stallleben:-) ich muss gestehen, dass ich mich so an den Bildern festgesehen habe, dass die eigentliche Geschichte ein bisschen in den Hintergrund getreten ist. Besonders gefallen mir die Reitstiefel und die Bekleidung von Lucie ♡ wie viele schon geschrieben haben finde auch ich, dass sie sehr gut mit Feuertänzer harmoniert:-)