Sunset Ranch - Ranchstorys //Alles vorbei?//

  • Emma war froh, dass von Catalina zumindest keine Vorwürfe oder sowas mehr kamen, dennoch, ein bisschen sauer war sie ja schon auf Lucas. Warum hatte er ihr gestern nicht gleich nachdem sie hier ankamen gesagt, dass sein leiblicher Vater hier lebte. Ein bisschen blöd kam sie sich ja schon vor. Dann jedoch meinte sie zu Catalina, dass sie ein wenig hinaus gehen würde. Emma drehte sich nun um und ging ohne ein weiteres Wort hinaus, griff im Flur noch eine Banane aus der Obstschale und verließ dann das Haus. Nachdem sie nun aus dem Stall ein Halfter geholt hatte, ging sie nun direkt zur Ponykoppel. Sie begrüßte Rasmus freundlich und zog dem Norweger nun das Halfter über. Sie kraulte dem Pony nun liebevoll die Stirn und schob ihm dann die Banane zu ehe sie dann in Richtung Hof ging.

    Während sie nun begann das Pony zu putzen musste sie wieder daran denken, was Catalina ihr gerade erzählt hatte. Sie konnte noch immer nicht fassen, dass Lucas Jasons Sohn sein sollte. Gut, wenn sie nun so darüber nachdachte, war eine gewisse Ähnlichkeit durchaus vorhanden.

    Kurz darauf, Emma war noch immer in ihren Gedanken versunken, bemerkte sie im Augenwinkel drei Pferde auf den Hof kommen. Sie blickte auf und erkannte Golden River Ridge, Max und Heyoka, in dessen Sattel sie nun Lucas erkannte. Sie blickte den dreien nun entgegen, überlegte was sie sagen sollte, ehe sie dann jedoch nur knapp grüßte, Rasmus los band und mit dem Norwegerwallach an der Hand in Richtung Koppel verschwand. Sie war innerlich einfach zu aufgewühlt für Konversation. Irgendwie wusste siegerade auch nicht recht wie sie sich Lucas gegenüber verhalten sollte. Hatte er sich gar einen Spaß daraus gemacht sie zum Narren zu halten? Sie kam sich vor wie eine Idiotin. Wie konnte sie sich so in Lucas täuschen? Inzwischen hatte sie die Koppel erreicht. Sie legte Rasmus die Arme um den Hals und verbarg ihr Gesicht an seinem kräftigen Ponyhals. „Bei euch Pferden weiß man wenigstens woran man ist,…“ murmelte sie.




    In dem Moment ließ eine Stimme hinter Emma sie herumfahren: „Hey Emma,…“.




    Emma drehte sich abrupt um und starrte nun für einen Moment in Lucas‘ braune Augen. Was wollte er hier? Konnte er sie nicht einfach in Ruhe lassen? „Was willst du?“ fuhr sie ihn nun an, „willst du dich nun über mich lustig machen? Ich komme mir wie eine Idiotin vor,…. Warum hast du mir nicht gesagt, dass dein leiblicher Vater hier lebt,… dass Jason dein leiblicher Vater ist,…“. Sie funkelte ihn wütend an. Nun senkte Lucas seinen Blick, ehe er Emma dann wieder vorsichtig anblickte und ein wenig stockend erwiderte: „Es,… tut mir Leid, ich wusste ja selbst nicht wie ich mich verhalten sollte, als du mich ausgerechnet hier mit hin genommen hast, ich war erst selbst ziemlich durcheinander,… wusste nicht was ich dir sagen sollte,…“. Noch immer aufgebracht meinte Emma: „Wie wäre es mit der Wahrheit gewesen? Wir hätten dann schon eine Lösung gefunden,…“. Lucas blickte kurz gen Himmel, atmete tief durch und sah dann wieder Emma an, er zögerte kurz, dann erwiderte er: „Emma,… ich hatte einfach Angst vor deiner Reaktion,… ich meine,… wenn mir plötzlich jemand erzählen würde, dass eines meiner Elternteile auch sein Elternteil wäre,… ich wusste nicht wie ich es dir sagen sollte, okay… ich wollte nicht mit der Tür ins Haus fallen,… dir den Schock ersparen,…“.




    Emma starrte ihn einen Moment an, dann platzte es aus ihr heraus: „Na großartig, du wolltest mir den Schock ersparen,… stattdessen komme ich mir nun wie eine Idiotin,…“, dann jedoch wurde sie sich Lucas‘ Worte bewusst. Und ihr wurde auch bewusst was er ihr versuchte zu sagen, nun starrte sie ihn verblüfft an. „Du dachtest ich wäre deine Schwester,…?“ Auf einmal verstand sie Lucas‘ Dilemma und musste grinsen. Lucas, der ihre Reaktion nicht recht verstand meinte nun: „Natürlich. Gut okay, natürlich nur meine Halbschwester, aber eben eine Schwester,…“. Nun musste Emma auflachen, er dachte also, dass Catalina und Jason ihre Eltern wären. Als Lucas nun jedoch fragte, was denn so lustig wäre, beruhigte Emma sich langsam wieder und meinte: „Sorry, aber das war gerad schon irgendwie komisch,… aber weißt du was, ich denke damit wären wir jetzt quitt. Jason ist nicht mein Vater, ach, und Catalina ist auch gar nicht meine Mutter, sie,… naja,“ Emma zögerte kurz, „…nun ja, sie ist meine Großmutter, meine Mom war noch sehr jung als ich geboren wurde,…“. Überrascht starrte Lucas Emma nun an. Also war Jason gar nicht ihr Vater. Doch was war mit Daniel? Er schien sehr vertraut mit Jason zu sein. „Was ist mit Daniel,… ist er, nun ja,… dein Bruder? Oder ist er,… mein,…. Naja,…“ er brachte das Wort nicht über die Lippen. Nun musste Emma grinsen, dann klärte sie Lucas auf: „Nein, Daniel ist nicht mein Bruder, er ist Catalinas Sohn, aber Jason ist nicht sein Vater,… aber er ist der einzige Vater den Daniel je hatte. Sein richtiger Vater starb bevor Daniel geboren wurde. Einen Moment blickte Lucas Emma betroffen an, dann meinte er: „Danke. Dass du mir all das erklärt hast,… bist,… du mir noch böse?“ Nun blickte Emma ihn lächelnd an. Dann schüttelte sie mit dem Kopf. „Nicht mehr. Außerdem,…“ sie zog ihn nun in ihre Arme, „gehörst du doch nun irgendwie zur Familie,…“.




    Von Emmas plötzlicher Umarmung ein wenig überrumpelt schwieg Lucas. Dann schüttelte er mit dem Kopf, auch wenn sie das im Moment natürlich nicht sehen konnte. „Aber ja nicht verwandt oder so,…“ meinte er dann. Daraufhin ließ Emma ihn wieder los, musterte ihn einen Moment nachdenklich ehe sie grinsend antwortete: „Nicht direkt, aber wenn dein Vater Catalina heiratet, wird Jason sowas wie mein Stiefgroßvater,… dann wärst du,… sowas wie mein,… Stiefonkel, falls es sowas gibt,…“. Emma musste nun breit grinsen als Lucas sie nun entgeistert anblickte. Inzwischen hatte Emma Rasmus auf die Koppel entlassen und schlug nun vor zurück zum Hof zu gehen. Lucas nickte nur und gemeinsam gingen die Beiden nun also zurück zum Hof. Emma hatte nun also gerade in Erfahrung gebracht, dass Lucas‘ Eltern noch heute kommen würden um ihn abzuholen, er jedoch noch nicht wisse, ob sie sich darauf einlassen würden die Rückfahrt noch auf morgen zu verschieben. Da kam den Beiden nun Emmas Freundin Jenny entgegen die hin und wieder zum Reiten herkam.





    Emma grüßte ihre Freundin fröhlich, doch Jenny wiederum grüßte nur flüchtig zurück und starrte dann nur Lucas sprachlos an. Ein wenig irritiert blickte Emma nun zwischen ihrer Freundin und Lucas hin und her ehe sie schließlich meinte: „Äh, hallooo,…? Jenny,…?“ und fügte dann mit einem Seitenblick auf Lucas hinzu: „Das ist Lucas, er ist Jasons Sohn,…“. Dann wandte Emma sich an Lucas und meinte grinsend: „…und die gerade etwas Bekloppte da vor dir ist meine Freundin Jenny, sonst ist sie eigentlich ganz normal,…“. Bei Emmas Worten löste Jenny sich nun doch aus ihrer Starre und blickte ihre Freundin doch etwas säuerlich an. „Halt die Klappe Em, ja,…?“. Dann wandte sie sich wieder Lucas zu, doch mehr als ein „Hi,…“ brachte sie nicht heraus. Emma verdrehte kurz die Augen und meinte dann mit einem Blick auf das Halfter welches Jenny bei sich hatte: „Wir gehen dann mal weiter ins Haus, ich glaube du wolltest wohl eigentlich zur Koppel und ein Pony holen,…“. Jenny nickte und meinte, dass sie gleich eine Reitstunde bei Catalina hätte. Also verabschiedeten sich Emma und Lucas nun von Jenny und steuerten nun das Wohnhaus an.

  • Ene super Fortsetzung. Bin schon gespannt wie es weitergeht. :)

    :pfe1: Reiten und Pferde sind Balsam für die Seele


    Every Rider
    has that one
    Special Horse
    that one horse
    who changes
    everything
    about them
    (Autor unbekannt)



    Ich bin hier nur der Indianer
    fragt den Häuptling
    (Zitat: Aussteller Intermodellbau)


  • Während Emma und Lucas nun weiter in Richtung Wohnhaus gingen, machte Jenny sich nun auf den Weg zur Koppel. Natürlich wusste sie, dass Emmas Kommentar keineswegs böse gemeint war, die Freundinnen zogen sich schließlich öfter mal gegenseitig liebevoll auf, daher wusste sie selbst nicht warum die Worte ihrer Freundin sie doch mehr wurmten als Jenny zugeben wollte. Dann jedoch musste Jenny an Lucas denken und nun begann ihr Herz doch ein wenig schneller zu schlagen. Sie hatte gar nicht gewusst, dass auch Jason bereits ein Kind gehabt hatte. Nun jedoch wurde ihre Aufmerksamkeit abgelenkt, denn nun erreichte sie die Koppel. Nicht weit vom Tor entfernt entdeckte Jenny nun Black Beauty. Der elegante Rappe stand entspannt, halb dösend bei Kimberly und genoss es wie die Stute ihm am Mähnenkamm knabberte. Schon lange wünschte Jenny sich, den Vollblüter einmal reiten zu dürfen, doch bisher hatte Catalina es ihr nicht erlaubt. Bis heute. Catalina wusste schließlich um Jennys Wunsch und heute hatte sie ihr erlaubt den Rappen in der Reitstunde mal reiten zu dürfen, schließlich war der Wallach zwar groß, aber sehr freundlich und sie würde schließlich unter Aufsicht sein. Also ging Jenny nun auf den Vollblüter zu, halfterte ihn auf und ging mit ihm zurück zum Hof.

    Jenny war gerade fertig mit dem satteln des Rappen als nun auch Catalina kam. Begleitet von der jungen Tricolor Bordercolliehündin Jess. Die quirlige Hündin lief aufgeregt um Catalina herum, stürzte sich zwar nun auf Jenny, schnupperte jedoch nur kurz an dem Mädchen und hängte sich dann wieder an Catalina die gerade Black Beauty streichelte und Jenny lächelnd begrüßte.



    „Na, schon aufgeregt?“ Jenny nickte und blickte glücklich zu Black Beauty auf. Catalina musste lächeln. Das Mädchen war doch etwas anders drauf als Emma, mit der Lucie nun langsam wirklich schon einen pubertären Teenager im Haus hatte, der sich auch so langsam begann für das andere Geschlecht zu interessieren. Lachend meinte Catalina nun zu dem Mädchen: „Dann lass uns mal hinüber zum Reitplatz gehen.



    Während Jenny nun mit Black Beauty auf den Reitplatz ging und sich dann daran machte nachzugurten und die Steigbügel einzustellen, hatte Catalina hingegen etwas Mühe Jess klar zu machen, dass diese nicht mit auf den Platz kommen soll.



    Schließlich jedoch trollte sich die Hündin und Catalina ging zu ihrer Schülerin. Auf der rechten Seite des Pferdes hielt sie nun gegen während Jenny sich nun in den Sattel schwang.



    Zunächst jedoch gab Catalina ihrer Schülerin die Gelegenheit sich an das Pferd zu gewöhnen und korrigierte nur hier und da mal. Der Rappe trug seine kleine Reiterin nun auch brav über den Platz. Schließlich machte Catalina sich nun daran ein paar Stangen hinzulegen über die Jenny und Beauty zunächst im Schritt hinüberreiten sollten. Die Abstände jedoch würden schon ein bisschen Konzentration und Geschick erfordern.



    Als Jenny nun jedoch die Stangen anritt, stieß der Rappe gleich an die erste Stange und trat dann mit dem Hinterhuf auch auf die Stange woraufhin das Pferd nun zur Seite auswich um von den Stangen wegzukommen. Nach dem Catalina die Stangen wieder zurechtgelegt hatte wandte sie sich nun an Jenny, schließlich forderte sie ihre Schülerin auf es noch einmal zu versuchen. Jenny nickte. Dann lenkte sie das Pferd erneut auf die Stangen zu, doch das Mädchen war nicht recht bei der Sache und so klappte es auch dieses Mal nicht wirklich besser.



    Catalina trat nun auf Jenny zu und sprach sie an: „Was ist los? Hast du doch Schwierigkeiten mit Beauty?“. Jenny schüttelte rasch den Kopf, dann meinte sie entschuldigend: „Nein. Beauty ist toll. Glaub ich bin nicht ganz bei der Sache gewesen.“



    Dann nahm Jenny energisch die Zügel auf und ritt wieder an, fast schon verbissen. Sie musste Catalina jetzt zeigen, dass sie das schaffte, sonst würde sie ihr bestimmt nicht erlauben Beauty wieder zu reiten will sie glaubte, dass sie doch noch nicht soweit war. Nun spannte sich der Wallach unter Jenny ein wenig an und schlug auch leicht mit dem Kopf. Doch auch wenn sie ein wenig zu weit rechts über die Stangen kamen, so klappte es dieses Mal immerhin fast ohne anstoßen. Nur ein leichtes Streifen des einen Hinterhufes an der letzten Stange. Catalina der jedoch die Anspannung sowohl bei dem Mädchen als auch bei dem Pferd nicht entgangen war, brach die Arbeit an den Stangen nun jedoch ab.



    Gerade wollte sie sich nun an ihre Schülerin wenden, als ihre Aufmerksamkeit nun jedoch abgelenkt wurde. Jess kam zu ihr, und sprang nun an ihrer Herrin hoch. Catalina wandte sich nun zunächst an die Hündin und schickte diese nun wieder fort. Jess jedoch lief nun einen Bogen, schob sich von hinten zwischen Catalinas Beine und ließ sich nun auf ihr Hinterteil sinken und blickte Catalina mit ihrem freundlichen Colliegesicht an. Für einen Moment musste Catalina gerührt lächeln, dann jedoch besann sie sich und schickte die Hündin erneut ausdrücklich vom Platz.

    Zum Ende der Reitstunde saß Jenny nun ab, griff nach Beautys Zügel und folgte Catalina zum Tor. Jedoch noch ehe ihre Lehrerin das Tor öffnen konnte, schlüpfte Jess auch schon wieder hindurch und begrüßte ihre Herrin freudig. Catalina kraulte die Colliedame nun erst einmal ehe sie sich dann dem Tor zuwandte und Jenny dieses öffnete.



  • Das sind wirklich tolle Bilder und Blickwinkel zur Story, aber es geht ja gar nicht, das Catalina den jungen Hund auch noch für das zu frühe Hereinkommen mit Streicheln belohnt:saint:! Das wird ein hartes Stück Arbeit! Sowohl mit Jess, als auch mit Jenny! Wahrscheinlich wird der Hund das eher begreifen!;)

  • Schön geschrieben. Bin momentan noch bei der vom 2. September kam einfach nicht zum Lesen.

  • Ich kann Jenny gut verstehen, Black Beauty würde ich auch gern einmal ein Ründchen reiten wollen.
    Deine Bilder schaue ich mir so gern an, da ist so viel Liebe zum Detail drinnen... wie gern hätte ich auch so ein tolles Schaubild bei mir zu Hause stehen. Somit müssen sich meine Reiter mit meinen Bücherregalen zufrieden geben XD


    "Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
    Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
    Es ist zweifellos das beste Geschäft, das der Mensch je gemacht hat..."


    Roger Andrew Caras