Was macht euch traurig?

  • Sehe ich auch so wie Tanja

    Der Wolf jagt für sein eigenes Überleben, der Hund hat in der Regel einen Halter, der ihn füttert und für den Hund verantwortlich ist.

    Ein Rotti hat eventuell keinen ausgeprägtem Jagdtrieb, sieht bei nem Husky schon wieder anders aus. Schlittenhunde mussten sich früher zum Teil selber versorgen...

    In Grossbritannien wird sicher für jedes vom Wolf gerissene Fohlen hier, hundert Schafe vom Hund gerissen...

    Ich hab ja drei Rottweiler hier laufen, zwei davon haben einen ausgeprägten Jagdtrieb, mein Rüde gar nicht.

    Doch das ist ein Trieb, den man leicht händeln kann (nicht zu vergleichen mit Terriern oder anderen, richtigen Jagdhunden), wenn das Verhältnis Mensch-Hund stimmt (stimmt es bei meinem Stiefvater nämlich nicht, der kann unsere Hündinnen nicht frei laufen lassen, weil die sofort jagen gehen).


    Wenn ich mir ein Tier hole, bin ich dafür verantwortlich. Punkt, da gibt es keine Diskussion.
    Wenn ich mir Hunde hole, habe ich dafür Sorge zu tragen, dass sie niemanden verletzen oder gar töten.

    Ich würde im Boden versinken, wenn meine Hunde Schafe, Rehe, Pferde, Hasen oder sonst was hetzen würden. Denn dann hätte ich als Tierhalter und Hundeführer versagt.


    Und es macht mich eben unendlich traurig, dass der Mensch immer meint, dass er das höchste aller Wesen ist, sich alles raus nehmen kann, über Tod und Leben entscheiden kann...
    Doch was ist, wenn es irgendwann keine Natur mehr gibt, kein Reh mehr morgens auf den Wiesen, keine Feldhasen mehr, kein Fuchs, der Mäuse sucht, kein Röhren mehr zur Brunftzeit?
    Kein Vogelgezwitscher mehr morgens beim Frühstück?


    Ich würde eingehen...




    "I´m many things... most of them bad..."

    "We´re thieves, in a world that don´t want us no more..."
    Arthur Morgan


  • Sagaland : Monique, mein Posting - ich kann es nur nochmal wiederholen - bezog sich auf den oben eingefügten Post von Schwarzwald-Custs. Dass man in so einem Fall emotional betroffen ist, steht außer Frage (das habe ich weiter oben auch schon mal geschrieben).

    Achso, alles klar, Inge!:)

    Ich liebe Modellpferde, deshalb bin ich hier ! :)


    Vorläufig keine weiteren Aufträge!




  • So ich funke hier mal aus gegebenem Grunde dazwischen...

    was macht mich traurig...


    nämlich das unser Nachbar seinen Apfelbaum fällen hat lassen. ;(

    Okay, man könnte jetzt sagen: War doch nur ein Baum

    Aber dem ist nicht so!

    Er war einfach schon immer da. Als meine Eltern hier hergezogen sind und garantiert davor auch schon etliche Jahre.

    Es gibt sogar Fotos von meiner Einschulung wo das besagte Bäumchen im Hintergrund zu sehen ist.

    Da hängt echt viel erinnerung dran. Und im frühjahr hat er immer so schön geblüht.

    Tja und jetzt ist er weg. Dabei gibt es doch sicher solche Auflagen und x- bedingungen ob und wann ein Baum gefällt werden darf.

    Aber das interessiert den typen nicht. Der zahlt die Stafe und gut ist´s.


    Als nächstes ist wohl der Nussbaum daneben dran. Auf den ehemaligen Garten soll nämlich ein Parkplatz kommen. Schade schade... :(

  • Manchmal sieht man das den Bäumen von außen nicht an, wenn innen was nicht stimmt. Vielleicht war er ja morsch oder faulig. Ich finde es aber immer schade, wenn Bäume gefällt werden, wenn sie nicht krank sind. :(

  • Im Prinzip dürfen Bäume im eigenen Garten gefällt werden sofern sie keine Horstbäume sind. Bestimmte Größen fallen unter Baumschutzsatzungen die das Fällen genehmigungspflichtig machen. Das ist aber pro Bundesland und Gemeinde, Stadt sehr verschieden. Bei uns gegenüber ist ein ganzer Obstgarten gefällt worden für ein Neubaugebiet. Da wohnte sogar der Steinkauz.:(

  • Also Apfelbäume werden keine 100 oder gar 200 Jahre alt wie manche anderen Baumarten. Ein Apfelbaum ist mit 60 Jahren schon sehr alt und kann dann durchaus zu einer Gefahr werden, wenn Äste brechen. Ich habe unseren Apfelbaum, der um 1950 gepflanzt wurde, auch vor ein paar Jahren fällen lassen, obwohl er ,,nur,, ein paar durch starken Fruchtbehang angerissene und dann im Sturm gebrochene Äste hatte. Aber wenn jemandem so ein Ast mit einem Durchmesser von ca. 8-10 cm auf den Kopf knallt, dann ist das wesentlich schlimmer als einen Baum fällen zu müssen. Der Baum hat auch noch fleißig geblüht jedes Jahr, aber ich wollte es nicht verantworten, wenn jemand dadurch zu Schaden kommt.

  • Hier wo wir wohnen wurden in den vergangenen 15 Jahren etliche Bäume gefällt. Und die alle kannte ich auch schon seit meiner Kindheit. Es ist ein komisches Gefühl wenn so ein Riese plötzlich weg ist. Ich war sogar echt traurig aber man gewöhnt sich dran. Das entscheidet die Stadt und die dürfen die Bäume auch nicht einfach aus Spaß fällen sondern nur wenn es notwendig ist, also die Bäume krank sind und morsch und dadurch Gefahr droht. Ich schätze, die waren alle um die 50 Jahre alt weil die gepflanzt wurden als in den 60ern die Häuserblöcke hier gebaut wurden. Klar hätte ein Ahorn oder eine Birke noch älter werden können aber so ist das halt. Was sein muss muss sein.

  • Hier wo wir wohnen wurden in den vergangenen 15 Jahren etliche Bäume gefällt. Und die alle kannte ich auch schon seit meiner Kindheit. Es ist ein komisches Gefühl wenn so ein Riese plötzlich weg ist. Ich war sogar echt traurig aber man gewöhnt sich dran. Das entscheidet die Stadt und die dürfen die Bäume auch nicht einfach aus Spaß fällen sondern nur wenn es notwendig ist, also die Bäume krank sind und morsch und dadurch Gefahr droht. Ich schätze, die waren alle um die 50 Jahre alt weil die gepflanzt wurden als in den 60ern die Häuserblöcke hier gebaut wurden. Klar hätte ein Ahorn oder eine Birke noch älter werden können aber so ist das halt. Was sein muss muss sein.

    Also wie gesagt glaube ich nicht das der Baum krank war. Der musste nur weg, damit der Nachbar dort aus seinem Garten einen Parkpatz

    machen kann. Alle Sträucher und die Wiese sind nämlich letztes Jahr schon gewichen.

    Ich will mich da auch nicht einmischen, denn schließlich ist es ja nicht mein Baum.


    Aber schade ist es trotzdem. Denn die Wohngegend hier gefällt mir mittlerweile kaum noch. vor ein paar jahren

    gab es auch noch 2. Kirschbäume, die aber weg mussten weil darunter eine Tiefgarage ist die dann durch das Wurzelwerk

    durchgebrochen wäre.

    Das kann ich dann auch voll nachvollziehen. Es ärgert mich nur wenn Leute ihre Bäume wegschneiden nur weil sie diese als störend empfinden.


    Zum glück habe ich am Balkon ein eigenes kleines Apfelbäumchen das ich aus einem eigenen Kern gezogen habe und mittlerweile

    fast so groß ist wie ich. Das kann mir keiner wegnehmen :)

  • Zum glück habe ich am Balkon ein eigenes kleines Apfelbäumchen das ich aus einem eigenen Kern gezogen habe und mittlerweile

    fast so groß ist wie ich. Das kann mir keiner wegnehmen

    Sowas finde ich total cool. :love: Ich finde es toll, wie aus so einem kleinen Kern so ein großer Baum wachsen kann.:thumbsup:

  • Wenn Bäume und/oder Büsche gefällt werden, tuts mir auch immer leid. Ich sehe dann immer die wegfallenden Lebensräume der Vögel, Insekten usw. Bei uns in der Gegend ist momentan purer Kahlschlag angesagt, das ist echt schlimm. Meist wird ganz weit runtergestutzt, damit sie da nicht so bald wieder dran müssen, denke ich (aus Kostengründen?). Auch an Feldern sind schon vor längerer Zeit oftmals die Büsche gerodet worden. Sowas sorgt immer für Diskussionen in der Tageszeitung usw. Alles Lebensräume, die verschwinden. Manchmal frage ich mich, was denn noch besser werden soll...Auf dem grossen Parkplatz, auf den wir vom Büro aus gucken können, wurde angefangen die grünen Inseln darauf mit Steinen auszulegen. Da waren mal Bodendecker drauf und Amseln haben da im Winter nach Futter gesucht. Seit der grossen Überschwemmung von 2017 hatte das Grün aber nicht mehr gut ausgesehen. Steine sind sozusagen pflegeleicht. Wieder verschwundenes Grün.

    Und zum Wolfsthema fällt mir nur ein, dass der Mensch schon immer die Raubtiere gejagt und teilweise ausgerottet hat. Aus Angst um die Nutztiere. Hier im Harz wurde das "Untier" Luchs damals ausgerottet. Heutzutage lebt der wieder angesiedelte (ausgewilderte) Luchs im Harz und frisst "natürlich" zu viel Wild weg. Aha. Wem denn? Komischerweise müssen aber immer wieder Treibjagden durchgeführt werden, weil angeblich zu viele Unfälle mit Wildtieren passieren.

    Dann kann sich der Wolf ja im Harz ansiedeln, einzelne Sichtungen solls ja schon gegeben haben. Ich wette, wenn der Wolf erst mal hier ist, wird auch er "zu viel" Wild reissen. Dann bleibt nämlich für die armen Jäger nicht mehr genug übrig...

  • Wölfe, sinsofern sie auch wirklich Wild fressen und keine Nutztiere, sind sehr nützlich weil unser heimisches Wild überhaupt keine natürlichen Feinde mehr hat. Das Gleichgewicht ist zerstört. Natürlich sterben auch genug durch den Straßenverkehr aber ohne Jäger würden sich die Populationen ungehindert ausbreiten. Gerade bei Wildschweinen ist das ja gut zu beobachteb. Die leben mittlerweile in vielen Großstädten und nicht mehr nur typisch im Wald. Wobei die ganz schön wehrhaft sind. Können auch einem Menschen gefährlich werden gerade wenn die Bache Frischlinge hat.

  • Zu viele Wildschweine? Das wäre dann ja ein Paradies für Obelix ^^



    Finde es auch immer wieder traurig wieviel Natur und Lebensräume zerstört werden wenn es um wirtschaftliche Gründe geht,...


    Muss da immer an jenen bekannten Spruch des alten Indianers denken, so 'abgedroschen' und viel zitiert dieser ist. So war ist er leider nach wie vor :(


    "Erst wenn der letzte Baum gerodet ist,

    Der letzte Fluss vergiftet,

    Der letzte Fisch gefangen,

    Werdet ihr feststellen,

    dass man Geld

    nicht essen kann"

  • Auch wenn das Zitat vermutlich gar keine Aussage eines alten Indianers ist, sondern erst in den 70er Jahren durch die Umweltaktivisten erschaffen wurde, stimmt es trotzdem!


    Bei uns hier in der Stadt gibt es gerade auch wieder Diskussionen, die aber am Ende wohl eh nichts ändern werden. Da hat ,,Straßen NRW,, angekündigt, dass in Kürze 30 alte Alleebäume gefällt werden (die wohlgemerkt gesund sind) weil im Zuge einer Baumaßnahme ein von der Fahrbahn getrennter Radweg angelegt werden soll. Wäre ja nicht schlecht, nur ist es Unsinn hoch zehn! Denn der Radweg wäre nur etwa 150 Meter lang, im weiteren Verlauf der Straße gibt es gar keinen und wird es auch keinen geben, weil da eine Brücke kommt, die es wegen Schwerlastverkehr nicht zuläßt, dass ein separater Radweg angelegt wird. Für die Radfahrer hat es also keinen Nutzen, das diese 150 Meter ,,sicherer,, Radweg angelegt werden. Aber weil die Planung nunmal so gelaufen ist und auch abgesegnet wurde vom Stadtrat, werden jetzt die Bäume gefällt und die Anwohner ,,genießen,, dann freien Ausblick auf das Werksgelände einer großen Metallwarenfabrik, die bisher wenigstens teilweise von den Bäumen abgeschirmt wurde.

    Die Straße wird ,,ertüchtigt,, damit in Zukunft noch mehr und noch schwerere Transporte dort fahren können, aber auf die Idee, dort vielleicht besser noch mehr Grün anzupflanzen, damit der Lärm wenigstens etwas gedämpft wird, kommt bei solchen Planungen anscheinend niemand. Was haben diese menschen eigentlich im Hirn ??? Vermutlich nicht mal Stroh - sorry !!

  • Okay. Das könnte ich jetzt nicht belegen. Steht nur immer bei: Weissagung der Cree.

    Ps: Müsste ja nicht mal ein Alter gewesen sein ;)


    Das es damals viel von Umweltaktivisten für deren Zwecke genutzt wurde ist mir schon bewusst (daher ja das mit dem abgedroschen). Aber das eine schließt das andere ja auch nicht aus. Und ändert ja weder etwas am Inhalt noch am Wahrheitsgehalt.