Laurea (RPG) - Let the game begin

    • Narvik
      Schmunzelnd beobachtete ich Lumira, wie sie mit dem Stock umging. "Beide Hände an den Griff ist eine wichtige Grundlage für etliche Schläge, aber vor allem für Paraden. Mit zwei Händen hält man mehr aus als mit einer." Ich stieß mich von dem Baum ab und trat wieder zu Lumira. "Die wichtigsten Schläge kannst du auch mit beiden Händen ausführen, andere werde ich dir erst später zeigen. Für einhändige braucht man mehr Kraft, wenn sie irgendetwas bringen sollen, sonst sollte man es lassen und sich auf seine Stärken konzentrieren." Grinsend positionierte ich mich nun etwa eine Stocklänge von ihr entfernt. Ein schelmisches Funkeln trat in meine Augen, als ich wieder das Wort ergriff. "Jetzt brauchst du noch mehr Fantasie, als ohnehin. Ich halte es nämlich für klüger, dass wir uns nicht lange mit der Theorie aufhalten. Übung macht den Meister... in dem Fall die Meisterin. Deshalb stell dir folgendes vor: Ich bin ein böser gemeiner Räuber und will böse sein. Du musst mich mit deinem Schwert aufhalten. Wie würdest du zuschlagen?" Mit einem belustigten Funkeln in den Augen fügte ich hinzu: "Du darfst den Schlag ruhig andeuten, aber bitte erschlag mich nicht wirklich, ich habe keine Waffen." Sicherlich könnte ich mich gegen einen Angriff mit einem Stock durchaus zu Wehr setzen, daran sollte es nicht scheitern. Aber ich hatte nicht vor, hier einen Kampf zu simulieren, sondern zu versuchen, Lumiras Fähigkeiten zu testen und dann zu verbessern. Mein Bruder hatte es damals ähnlich gehalten. Er hatte erzählt, dass er selbst erst die ätzende Theorie gelernt hatte, obwohl einige Sachen ohnehin auf der Hand lagen.
      Ich selbst hielt von einer Trennung von Theorie und Praxis nichts. Gut, ich war kein Lehrmeister, aber das musste ich auch nicht sein, um zu wissen, wovon ich sprach. Es war unnötig, Lumira zu erklären, wie man zuschlug, wenn sie dann das nicht umsetzen konnte. Zudem brauchte sie kein unnützes Wissen über Techniken, Aufbau eines Schwertes oder gar die Geschichte des Schwertkampfes, welcher nichtsdestotrotz eine lange Tradition hatte und beinahe einer Kunst glich. Was sie brauchte, war Übung. Wenn sie später mehr wissen wollte, war das gut und schön und konnte sie sich gerne um mehr Wissen kümmern, aber Erfahrung und Übung brauchte sie, um sich verteidigen zu können, wenn das nötig war. Gerade in dieser unsicheren Welt konnte das nicht schaden.
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
    • Lumira

      ​Aufmerksam folgte ich Narviks Erklärungen und nahm schließlich die zweite Hand dazu. Die Rolle des Lehrmeisters stand ihm nicht schlecht zu Gesicht. Als nächstes positionierte er sich mir gegenüber. Ich war ein wenig erstaunt über die Tatsache, dass er direkt auf Praxis setzte. Ich hatte zunächst mit reichlich Theorie über Kampfhaltungen, -stellungen und Schläge gerechnet. Allerdings hielt ich seine Methode für weitaus effektiver. Auch wenn ich bei seinem Vorschlag, ihn mir als bösartigen Räuber vorzustellen, leise lachen musste. Irgendwie wollte mir das nicht so recht gelingen. Aber an Fantasie mangelte es mir normalerweise wirklich nicht. Ich würde ihn nicht wirklich schlagen, es war nur eine Übung und ich wollte es lernen, beruhigte ich mich. Also gut. Ich zögerte einen Moment. Ich hätte gerade von oben nach unten schlagen können, das fiel mir spontan zu beidhändig ein. Allerdings hatte ich sofort das Bild eines längsgeteilten Menschen vor mir. Kein schönes. Ich hob die Hände mit dem Stock seitlich über den Kopf und deutete dann einen Schlag diagonal nach unten auf die andere Seite an. Dabei stoppte ich den Stock, als meine Arme vollständig gestreckt waren, neben Narviks Körper. Irgendwie musste man ja Kraft hinter das Schwert bekommen, oder? Die Vorstellung eines diagonalgeteilten Menschen war auch nicht wirklich besser, aber ich zwang mich zu einer anderen Vorstellung. Nachdenklich sah ich auf meine Hände, die den Stock umfassten. "Welche Hand sollte oben sein? Die stärkere oder die schwächere?", fragte ich nach. Ich wollte es lieber von Beginn richtig machen. Fest stand, dass ich wohl einiges zu lernen hatte. Aber ich tat es freiwillig und ich würde mir die allergrößte Mühe geben, es richtig zu machen. Dann würde ich es schon schaffen.
      PK
    • Narvik
      Zufrieden beobachtete ich Lumira. Sie schien einen guten Instinkt zu haben. Klar, das war ein ziemlich einfacher Schlag, aber er war effektiv, wenn man ihn richtig ausführte. Doch ehe ich das weiter kommentieren konnte, stellte sie sogleich eine Frage. "Im Normalfall habe ich die stärkere Hand oben, das hilft vor allem, wenn du von zweihändig auf eine Hand wechseln willst." Nachdenklich kratzte ich mich am Kinn, ehe ich wieder auf das zurückkam, was ich zuvor schon anmerken wollte. Ich bedeutete Lumira, zu warten, begab mich zum nächsten Gebüsch und suchte kurz, ehe ich einen Stock fand, der zu passen schien. Dieses Mal waren da wenigstens keine Dornen gewesen, die mich festhalten wollten, wäre auch ein bisschen peinlich gewesen, wenn mir zweimal dasselbe passierte, vor allem, wo Lumira schon wegen solcher Kratzer besorgt zu sein schien. Das musste ich ihr ja nicht antun.
      Mit dem Stock in der Hand begab ich mich zurück zu ihr. "Der Schlag, den du angedeutet hast, war zwar vorhersehbar, aber gut zu wissen, dass du offenbar einen guten Instinkt hast." Ich grinste, als ich hinzufügte: "Eine Sache fehlt allerdings. Du solltest mehr Selbstvertrauen haben, du machst das schon." Nun umschloss auch ich den Stock, als ob es sich um einen Schwertgriff handeln würde, und hob ihn so, dass er parallel zum Erdboden war und gegen Lumiras Waffe schlug. "Das wäre eine Standardmöglichkeit, auf so einen Schlag zu antworten. Je nachdem, wie viel Kraft der Angreifer investiert, kann das ziemlich anstrengend werden. Zu beachten ist, dass du die Arme dabei bei dir halten musst, für den Fall, dass du sofort agieren musst. Wie nahe du sie hältst, liegt in deinem Ermessen, denn solltest du beispielsweise nachgeben", erklärte ich und demonstrierte, was ich meinte, "kann es sein, dass du dich eher verletzt, weil deine Hände auf Höhe deines Gesichts sind. Sich selbst zu schlagen kann schmerzhaft sein, vor allem, weil Knöchel eher hart sind... Bevor du also nachgibst, mach lieber einen Schritt zur Seite, wobei du mit einem leichten Stoß die Klinge des Gegners wegdrücken kannst."
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      -Edward Snowden
    • Lumira

      ​Ich wartete bis Narvik mit einem Stock zurückkam und versuchte mir seine anschließenden Demonstrationen möglichst genau einzuprägen. Mir war dennoch bewusst, dass es eine Weile dauern und vor allem Übung brauchen würde, bis ich all die neuen Bewegungen würde verinnerlicht haben. Ich nickte langsam. Narviks Erklärungen ergaben Sinn.
      ​Selbstvertrauen. Daran konnte ich in der Tat noch arbeiten. Aber ich war zuversichtlich, denn seit er mich aus den Fängen meiner "Familie" befreit hatte, spürte ich es förmlich mit jedem Tag in mir wachsen. Und wenn ich etwas Vorsicht zurückbehielt, war das vielleicht nicht einmal etwas Schlechtes. Nur zweifeln wollte ich nicht ständig an mir. Narvik jedenfalls hatte damit kein Problem. Sicher nicht. Er verfügte offenbar über soviel Selbstvertrauen, dass es bestimmt locker für gleich mehrere Personen gereicht hätte. Ich konnte mittlerweile nicht mehr bestreiten, dass ich das ziemlich attraktiv fand.
      PK
    • Narvik
      Lumira schien gedanklich ein wenig abzudriften, was mich schmunzeln ließ. "Na Süße, so beeindruckt von mir?", fragte ich lachend. Aber wir sollten zumindest noch ein wenig üben, viel hatten wir ja noch nicht gemacht. "Was hältst du davon, wenn du einfach mal versuchst, gegen mich zu kämpfen? Wenn du nicht gewinnst, musst du dich auch nicht schämen, bisher hat kaum jemand gegen mich gewonnen", erklärte ich grinsend. "Und ich bin natürlich ganz vorsichtig. Ich mache doch sowas Wertvolles wie dich nicht kaputt. Das würde ich mir nie verzeihen."
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      -Edward Snowden
    • Lumira

      Erst verdrehte ich die Augen und lachte leise, dann jedoch wich es mit seinen weiteren Worten vielmehr einem liebevollen Lächeln. "Dann mach dich jetzt auf den phänomenalsten Angriff deines Lebens gefasst!" Ich grinste breit. Mir war klar, dass ich gegen Narvik auf diesem gebiet absolut chancenlos wäre, aber es ging überhaupt nicht darum, gegen ihn zu gewinnen. Es ging einzig und allein darum, dass ich lernte, mich zu verteidigen. Und das möglichst schnell. Also würde ich mich anstrengen. So sehr es mir möglich war. Und egal wie sehr mir vor der Vorstellung eines echten Kampfes graute, der nichts spaßiges und schönes an sich hätte, wie unser spielerisches "Gefecht" hier. Ich schüttelte kurz meine Hände aus uns stellte mich dann mit meinem Stock in Position. Da es mir ohnehin an Ahnung den Schwertkampf betreffend mangelte, verließ ich mich auf meine Intuition. Ansonsten gab ich mir einfach Mühe, dass meine "Taktik" nicht allzu vorhersehbar war. Ganz ehrenlos wollte ich dann doch nicht untergehen. Bei dem Gedanken schlich seich ein leichtes Grinsen auf meine Lippen. Ich übte mich in Optimismus, weshalb ich mir es verbot, bereits von vornherein in Erwartung einer Niederlage an die Dinge heranzugehen. Nur der Glaube an ein Happy End hatte mich so lange durchhalten lassen. Und wie es im Moment schien, hatte er sich ausgezahlt. Den Optimismus jedenfalls würde ich mir beibehalten. Nun eigentlich erst recht. Also schön, wir würden sehen, was ich Narvik entgegenzubringen hatte. Ich würde kämpfen und das war für den Anfang wahrscheinlich eine zielführende Motivation. Aus meiner überlegenden Haltung sprang ich im nächsten Moment blitzschnell vor und setzte einen Hieb schräg von unten an. Ich übertrieb nicht, der Spielcharakter hatte etwas Beruhigendes, außerdem wollte ich Narvik schließlich nicht wirklich attackieren. Und sollte mein Stock ihn wider Erwarten doch treffen, wollte ich ihm nicht wehtun. Als nächstes vielleicht einen Schlag von oben? Oder war das zu vorhersehbar? Wahrscheinlich dachte ich viel zu viel.
      PK
    • Narvik
      Als Lumira eine Ausgangsposition annahm, hob ich die Augenbrauen. Abwarten, nur abwarten. Sie verharrte. Dann führte sie einen Schlag von unten nach oben aus. Ich streckte die Hand und drehte das Handgelenk so, dass der Stock, den ich in der Hand hielt, ihren blockierte. Rinde blätterte von beiden Stöcken ab, als sie mit einem leisen Krachen aufeinandertrafen. "Nicht schlecht, Prinzessin", merkte ich an, dann gab ich einen Stoß gegen ihre 'Waffe' ab, sodass diese wieder außer Reichweite war. "Für den Anfang. Aber so manchen Räuber kann man damit schon einschüchtern. Also zumindest unfähige Räuber." Nun setzte ich zu einem Gegenangriff an, wobei ich beide Hände an den Griff legte, den Stock über meinen Kopf hob und einen Schlag nach unten ausführte, bereit, rechtzeitig abzubremsen, sollte sie nicht parieren können. Nie im Leben wollte ich ihr weh tun.
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      -Edward Snowden
    • Lumira

      ​Narvik parierte meinen Schlag gekonnt im Ansatz und setzte ohne größeres Warten zum Gegenangriff an. Ich beobachtete aufmerksam seine Haltung, als er die Hände mit dem Stock über den Kopf hob und nach unten schnellen ließ. Ich versuchte aus allem etwas mitzunehmen, in der Hoffnung, mich selbst dabei zu verbessern. Dank der recht schnellen Auffassungsgabe, über die ich verfügte, lernte ich effektiv durchs Beobachten. Geistesgegenwärtig drehte ich den Stock, beide Hände fest darum geschlossen und parierte Narviks Stock. Ich war selbst ein wenig erstaunt, was meine Instinkte bewirkten, ich wäre wohl nicht überrascht gewesen, wenn es mir den Stock aus der Hand geschlagen hätte. Aber stattdessen fing ich die Geschwindigkeit seines Stockes entschlossen mit Gegendruck ab. Zwar ließ meine Technik mit Sicherheit noch sehr zu wünschen übrig, aber ich wäre in einem Kampf noch nicht gestorben. Das war ein ermutigender Anfang. Ich fragte mich allerdings, ob ich diesen Schlag auch hätte abwehren können, wenn Narvik weniger sanft gewesen wäre. Bestimmt wäre mein Stock sofort gebrochen, aber bei einem echten Kampf könnte meine geringere Kraft da sicher zu einem Nachteil werden... Ich blickte noch einen Moment auf unsere überkreuzten Stöcke, von denen noch ein paar kleine Partikel auf die Erde hinabrieselten, während sie stetig kahler wurden. Dann löste ich sie voneinander. Ich machte einen schnellen Schritt zur Seite, auf einem unsichtbaren Kreis um Narvik herum. Dann hob ich beide Hände auf der gleichen Seite wie zuvor und führte den nächsten Schlag aus, nur diesmal von oben, bereit, direkt von der anderen Seite nachzulegen.
      PK
    • Narvik
      Natürlich hatte Lumira dem etwas entgegenzusetzen. Das wunderte mich nicht im Geringsten. Allerdings gab es mehrere Möglichkeiten, sie zu Boden zu befördern und zu besiegen. Als sie nun einen Schritt zur Seite machte, um dann den nächsten Schlag auszuführen,wich ich gekonnt aus, wobei ich mich ihr gleichzeitig näherte, hielt den Stock, bereit, um einen weiteren Angriff zu blocken. Mit einem Bein riss ich sie von den Füßen, doch ich ließ sie nicht fallen, sondern hielt sie mit meiner freien Hand an der Hüfte fest. "Gar nicht so schlecht", stellte ich grinsend fest. "Nur fürchte ich, du bist mir jetzt ausgeliefert."
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      -Edward Snowden
    • Lumira

      Mein Stock traf gar nicht erst auf Narviks. Ich wollte gerade mit einem weiteren Hieb nachlegen, da riss es mir mit einem Mal die Beine weg. Ehe ich nähere Bekanntschaft mit dem Untergrund machen konnte, packte Narvik mich jedoch an der Hüfte und hielt mich fest. Der Überraschungseffekt war geglückt, ich sah überrumpelt mit großen Augen zu ihm auf. Als ich mich wieder sammelte, wozu Narviks Worte erheblich beitrugen, trat zunehmend etwas Vorwurfsvolles in meinen Blick. "Das war unfair", beschwerte ich mich und schob die Unterlippe vor zu einem Schmollgesicht. "Es heißt Schwertkampf, nicht Beinkampf." Auch wenn es bei einem echten Kampf wohl egal wäre, wie man letztlich gewann und am Leben blieb. Das Einzige, was zählte war, dass man es tat. Dennoch. Narvik hatte mir soeben eindrucksvoll meinen Trainingsstand demonstriert. Das wiederum machte es schwer, nicht zu grinsen, aber ich erhielt mein Schmollgesicht vorerst aufrecht. "Strafe" musste sein. Obwohl ich der Tatsache, ausgeliefert zu sein, bei Narvik gar nicht so abgeneigt war.
      PK

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    • Narvik
      Lumiras Widerspruch ließ mich lachen. "Aber Schwertkampf bedeutet, zu sehen, welche fiesen Tricks der Gegner auf Lager hat und ihnen zuvorzukommen", erwiderte ich grinsend. Mein Grinsen wurde immer breiter, als ich sie näher zu mir zog. "Wenn nicht, dann muss man wohl oder übel auf die Forderungen des Siegers eingehen", fügte ich leise hinzu, ehe ich meine Lippen auf ihre drückte und sie leidenschaftlich küsste. Es war schon schwer, ihr zu widerstehen... Nein, nicht schwer. Absolut unmöglich.
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      -Edward Snowden
    • Lumira

      Miese Tricks also... Dann war Narvik sicher Meister darin. Sein Grinsen machte es mir ganz schön schwer, mein beleidigtes Antlitz aufrecht zu erhalten. Bei seinen Worten und seinen Lippen, die sich einen Moment später auf meine legten, zuckten meine Mundwinkel schließlich doch nach oben, als ich das innerliche Ringen darum verlor beziehungsweise aufgab. Stattdessen erwiderte ich Narviks Kuss, er legte eine einnehmende Leidenschaft an den Tag. Kurz zog ich meinen Kopf ein Stück zurück, um noch etwas auf seine Worte zu erwidern. "Tatsächlich?", fragte ich leise, grinste und drückte meine Lippen wieder kurz auf die seinen, ehe ich dicht davor verharrend doch noch etwas hinzufügte: "Keine Sorge, du bist und bleibst unbestritten mein Held", flüsterte ich.
      PK
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      Narvik
      Zufrieden stellte ich fest, dass sie sich ein weiteres Mal darauf einließ. Schien so, als hätte sie gelernt. Doch sogleich löste sie sich wieder, um etwas zu erwidern. Ich konnte ein Schmunzeln nicht mehr unterdrücken. "Freut mich, wenn ich nicht nur in der Rolle des bösen Räubers aufgehe", scherzte ich und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. "Und ich fürchte, du verfügst über eine ganz andere Art von Waffe..." Wenn sie wusste, wie sie ihren Charme einsetzen musste, würden ihr vermutlich viele Männer zu Füßen liegen... So aber hatte ich sie ganz für mich. Das klang wohl ziemlich egoistisch und vielleicht war es das auch. Vermutlich war ich wohl ein eifersüchtiger Mensch, wenn es jemanden gab, den ich nicht teilen wollte. Niemand sollte mir Lumira wegnehmen... In ihr hatte ich einen Menschen gefunden, den ich nicht mehr verlieren wollte. Ihren Verlust würde ich wohl nicht verkraften.
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      -Edward Snowden
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      Lumira

      Ich lachte leise. "Du machst in beiden Rollen eine hervorragende Figur, aber in letzterer gefällst du mir doch eindeutig besser." Ich schloss für einen Moment zufrieden die Augen, als Narvik mir einen Kuss auf die Stirn gab. Bei seiner nächsten Äußerung wanderten meine Mundwinkel noch ein Stück weiter nach oben. "Ach ja?" Ich sah grinsend in Narviks funkelnde Augen.
      Mir wurde bewusst, dass mich noch immer halb sein Arm um meiner Hüfte hielt. Narviks kräftige Arme stellten diese Eigenschaft unter Beweis, denn es schien ihn zumindest äußerlich rein gar nicht anzustrengen. Bestimmt war es ganz nach seinem Geschmack, mich ausgeliefert in seinen Armen liegen zu sehen. Dieser Gedanke ließ mein Lächeln nur noch breiter werden. Ich legte meine Arme um seinen Nacken, als nächstes landete mein Stock im Unterholz, als ich seinen Kopf noch ein Stückchen hinunterbeförderte, um seine Lippen erreichen zu können. Dabei fiel mir mal wieder auf, wie unglaublich gut Narvik roch. Es hatte etwas herbes, männliches, irgendwie eigensinniges und damit durchaus passendes.
      PK

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      Narvik
      "Natürlich mache ich das", erwiderte ich grinsend. "Wir reden ja auch von mir." Auf ihr 'ach ja' funkelte ich sie nur belustigt an, was sollte ich darauf auch noch erwidern? Als sie ihren Stock fallen ließ und mich nun küsste, wanderten meine Mundwinkel nach oben. Auch ich ließ meinen Stock nun fallen und zog sie wieder auf beide Beine, ehe ich den Kuss intensivierte. Man könnte meinen, wir taten nichts Anderes mehr, aber wie sollte ich bei ihr auch widerstehen? Das war ein Ding der Unmöglichkeit.
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      -Edward Snowden
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      Lumira

      Ich schloss die Augen, weshalb ich nur hörte, wie kurz darauf auch Narviks Stock zu Boden fiel und mit einem leisen Rascheln aufkam. Ich spürte, wie Narvik lächelte, ehe er mich hochzog und ich mich in dem Kuss verlor. Ob ich es übertrieb? Ich hatte keine Ahnung, wie auch, ich wusste nicht, wie so etwas lief. Aber Erfahrung hin oder her, genauso stellte ich es mir vor, verliebt zu sein. Und weil meine Gefühle mir sagten, dass ich niemals genug von Narvik haben könnte, ließ ich ihnen freien Lauf. Ich schlang meine Arme noch etwas fester um ihn. Irgendwie fühlte es sich realer an, so dicht bei ihm. Immer noch fiel es mir schwer, all das zu glauben. Wenn mir jemand anderes die Geschehnisse der letzten Tage erzählt hätte, hätte ich sie wohl für eine zu schöne Geschichte, ein Märchen, ein Produkt seiner Fantasie und Sehnsucht gehalten.
      PK

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      Narvik
      Und ein weiteres Mal konnte ich nicht anders, als mich auf Lumira zu konzentrieren, ihre Wärme und ihren Duft. Ich vergrub meine Finger in ihrem dunklen Haar, während ich sie immer leidenschaftlicher, vielleicht auch ein wenig gierig, küsste. Vermutlich führte das zumindest hier im Wald nicht mehr besonders weit, aber das blendete ich aus. Viel zu sehr zogen mich ihre Lippen in den Bann...
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      Lumira

      Ich spürte, wie sich Narviks Finger in mein langes Haar gruben, was einen angenehmen Druck auf meine Kopfhaut verursachte und zudem die Spannung zwischen uns verstärkte. Auch seine Küsse wurden feuriger, mein Mundwinkel zuckten kurz nach oben, ehe ich mich wieder vollkommen auf ihn konzentrierte. Mit einer Hand drückte ich mich an ihn, die andere streichelte seinen Nacken. Es war erstaunlich, vielleicht hätte ich es unter anderen Umständen gar erschreckend finden sollen, wie leicht er mich in seiner Gegenwart jegliche Kontrolle verlieren ließ. Genau das aber, hatte definitiv seinen Reiz. Ohnehin waren alle Wege, auf denen ich seit unserer Begegnung wandelte, unbekannte. Es war ein Abenteuer und gleichzeitig viel mehr als das.
      PK
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      Narvik
      Vielleicht sollte ich sie in Zukunft öfter besiegen, immerhin wäre es äußerst schade, wenn solche Küsse die Ausnahme blieben, wo sie sich doch so unheimlich gut anfühlten. Auch, wenn sie nicht viel Erfahrung habe dürfte, was das anging, küsste Lumira ziemlich gut, das musste ich so klar sagen. Natürlich gefiel mir das, so wie alles an ihr. Nicht umsonst würde ich alles für sie tun. Sie war ein großartiger Mensch und ich würde niemals müde werden, das zu betonen.
      Als sie sich nun an mich drückte, wanderten meine Mundwinkel nach oben, meine Hände jedoch an ihrem Rücken entlang ein wenig abwärts. Sanft und vorsichtig. Es galt immer: Genau beobachten, wann es zu viel war.
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      -Edward Snowden
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      Lumira

      Irgendwie schien mein Gehirn teils seinen Dienst zu quitieren und stattdessen meinen Gefühlen und meinem Körper freie Hand zu lassen. Angesichts der Tatsache, dass wir mitten im Wald standen, wäre ich vielleicht beunruhigt oder zumindest etwas verunsichert, aber irgendwie wurde dieser Teil der Gefühle (oder war es die Vernunft?) gerade geflissentlich vom anderen Teil ignoriert und gnadenlos übergangen. Vielleicht hatte ich die äußeren Umstände gerade auch einfach ausgeblendet und vergessen. Das war alles andere als unwahrscheinlich. Lediglich Narviks langsam stetig abwärtswandernde Hand regte einen Versuch der Erinnerung. Ich schloss für einen Moment die Lippen, aber mein Körper gehorchte meinem Gehirn seit geraumer Zeit nicht mehr. Vernunft war an dieser Stelle wohl schwer vereinbar. Ich würde sehen, wo es uns hinführte. Aufhören konnten wir immer noch, ich war mir mittlerweile sicher, dass Narvik mir niemals seinen Willen aufzwingen würde. Zu erwähnen, dass ich nicht abbrach, war somit hinfällig.

      // bin erst mal beim Pferd, heute Abend aber wieder da ^^
      PK