Laurea (RPG) - Let the game begin

      Lumira

      Ariven hielt sich dicht an Uva, als wir uns wieder in Bewegung setzten.
      Als er unvermittelt fragte, ob ich etwas gegen ein Doppelbett hätte, musste ich lächeln. Eine simple Frage, die aber weit mehr mit sich brachte. Ich überlegte einen Moment, in dem ich in mich ging, um mir die Frage zu stellen. War ich bereit für so viel Nähe?
      Es brauchte kaum eine Sekunde, bis ich die Antwort kannte. Schon die letzten Nächte und auch den Tag über suchte ich eigentlich ständig seine Nähe. Es war der einzige Ort, an dem ich sein wollte. Bei ihm.
      "Mir ist von jetzt an beides recht...", eröffnete ich ihm mit einem Lächeln. Und gab ihm damit indirekt zu verstehen, dass ich gerne und nah bei ihm sein wollte. "Also stell besser du dir die Frage."
      PK
      Narvik
      Lumiras Antwort verleitete mich zu einem Lächeln. "Ich bin der Letzte, der es ablehnen würde, mit dir in einem Bett zu liegen", erwiderte ich schmunzelnd. Natürlich würde ich diese Gelegenheit wahrnehmen, wenn ich schon die Möglichkeit hatte. Immerhin fühlte ich mich jedes Mal besser, wenn sie in der Nähe war. Das hatte ich schon mehrmals beobachtet, doch nun erlaubte ich mir diese Beobachtungen auch. Ich liebte sie und deshalb fühlte es sich so gut an, wenn sie da war. Vielleicht konnte ich ihr so auch helfen, ein bisschen besser zu schlafen. Ihre Ängste sollten sie nicht mehr einholen. Nie mehr. Sie war jetzt eine freie Frau und konnte tun, wonach ihr der Sinn stand. Nie wieder musste sie zurück.
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
      Lumira

      "Somit wäre das beantwortet", erwiderte ich lächelnd. Er hatte mir gesagt und auch gezeigt, dass er mich liebte. Dennoch war es fast erleichternd, es nun noch einmal auf diese Weise zu hören, dass er meine Nähe ebenfalls genoss. Auf jeden Fall sorgte es für jede Menge Glückshormone, die sich durch das Strahlen in meinen Augen bemerkbar machten. Dazu das warme, durchflutende Gefühl und beschleunigter Herzschlag. Ich diagnostizierte, dass ich verliebt war. Es gab keine andere Erklärung. Noch vor ein paar Tagen hatte ich gedacht, das würde frühestens in etlichen Jahren passieren oder sogar niemals. Kein Wunder, dass es so schwer begreiflich für mich war. Wenn das die Entschädigung für die schreckliche Zeit gewesen war, die nun wie es aussah tatsächlich hinter mir lag, dann war sie es wert. Jede einzelne Sekunde.
      Nach einiger Zeit tauchte hinter einer kleinen Erhebung die Silhouette eines Dorfes auf. Ich vermutete stark, dass es unser Ziel für die heutige Nacht war.
      PK
      Narvik
      Ohne es zu merken, lächelte ich noch eine Weile weiter, während ich Uva in Richtung des Dorfes lenkte, das sich mittlerweile erkennen ließ. Am Dorf angekommen, steuerte ich Uva in Richtung eines Gasthauses in der Dorfmitte. Dort ließ ich sie halten und schwang mich aus dem Sattel. Während wir auf Lumira und ihr Pferd warteten, lockerte ich den Sattelgurt und entfernte Uvas Trense.
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
      Lumira

      ​Ariven und ich folgten den beiden, als der Weg schmaler wurde, musste ich uns etwas zurückfallen lassen.
      Als wir bald darauf das Dorf erreichten, steuerte Narvik zielstrebig ins Zentrum, wo sich ein Gasthaus befand.
      ​Ich sprang leichtfüßig ab und befreite Ariven sogleich von seiner Ausrüstung. Er schnaubte zufrieden, gähnte dann ausgiebig, wobei er die Augen zusammenkniff. Ich grinste.
      ​Tatsächlich graute mir heute nicht so sehr vor der Nacht, wie es zuletzt der Fall gewesen war. Ich fühlte mich einfach sicher in Narviks Gegenwart. Ob ich es auch tatsächlich war, spielte dabei ausnahmsweise keine Rolle.
      Ich lächelte ihn an. "Was gedenkt der werte Herr als Nächstes zu tun?"
      PK
      Narvik
      Belustigt blickte ich Lumira an, während ich die Tür zum Stall öffnete und Uva hineintrotten ließ. "Was hältst du davon, den Pferden einen Platz für die Nacht zu bieten, bevor wir uns um ein Zimmer kümmern?" Grinsend folgte ich meiner Stute, brachte sie in einen der Verschläge, nahm ihr schlussendlich auch den Sattel und das dazugehörige Gepäck ab und verstaute alles ordnungsgemäß. Schließlich wartete ich darauf, dass Lumira es mir gleichtat, um mich dann zum Besitzer zu begeben, ihm Bescheid zu geben und ein Zimmer für die Nacht zu beziehen.
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
      Lumira

      ​"Sehr viel." Ich grinste. Dann folgten Ariven und ich ihnen in den Stall. Der Hengst beschnupperte die neue Umgebung interessiert, dann jedoch suchte er sich eine Stelle, auf der er stehen blieb, entspannt ein Bein entlastete und mit ruhigem Blick verfolgte, wie ich die Sachen verstaute. Ich streichelte noch einmal liebevoll über seinen Nasenrücken und wünschte ihm eine gute Nacht.
      ​Dann gesellte ich mich zu Narvik, der bereits wartete.
      PK
      Narvik
      "Freut mich zu hören", erwiderte ich und griff mit einer Hand nach meinem Zeug und warf es über die Schulter, mit der anderen nach Lumiras um mit ihr Hand in Hand den Gastraum zu betreten. Der Wirt reinigte den Tresen und als er uns sah, blickte er auf. Ich erklärte ihm, dass die Pferde im Stall standen und dass Lumira und ich über die Nacht hierbleiben würden. Auf meine Bitte hin reichte er mir den Schlüssel für ein Zimmer mit Doppelbett und wandte sich dann wieder seinem Tresen zu. Zufrieden grinste ich die junge Frau an, dann setzte ich mich in Bewegung, um unser Zimmer zu suchen.
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden

      Neu

      Lumira

      ​Hand in Hand betraten wir das Gasthaus. Während Narvik dem Wirt unser Anliegen erklärte, sah ich mich interessiert um. In dem kleinen Eingangsbereich gab es bis auf den Tresen nicht viel zu sehen, weiter hinten gab es einen kleinen Durchgang, der höchstwahrscheinlich in den Gang mit den Zimmern führte.
      ​Mittlerweile hatte Narvik einen klimpernden Schlüssel in der Hand. Ich erwiderte sein Grinsen, der Wirt hingegen war bereits wieder mit dem Polieren des Tresens beschäftigt.
      ​Freudig folgte ich Narvik durch den Durchgang und meine Vermutung bestätigte ich. Gespannt hielt ich Ausschau nach dem potenziellen Raum, während wir Hand in Hand den Gang entlangliefen.
      PK

      Neu

      Narvik
      Ich glich die Zahl auf dem Schlüssel mit der auf jeder Tür ab, bis wir die richtige Gefunden hatten. "Hereinspaziert", forderte ich Lumira grinsend auf, als ich ihr die Tür öffnete. Der Blick ins Zimmer war vielversprechend. Ein heller Raum mit einem Doppelbett, einem Schrank, einer Kommode und einem kleinen Tisch, der wohl als Ablage fungierte. Sicherlich bescheiden, aber für unsere Zwecke völlig ausreichend. Immerhin brauchten wir ja nicht viel. Ich zumindest. Wie das bei Lumira war, konnte ich nur mutmaßen. Aber es fand sich ja bekanntlich für alles eine Lösung. "Ich sehe, die haben endlich ein bisschen Geld in die Hand genommen", stellte ich fest, als ich die Einrichtung betrachtete. Wirkte ziemlich neu. Als ich das letzte Mal hier gewesen war, war ich mir nicht sicher gewesen, ob mich das Bett noch aushalten würde.
      Desinteressiert warf ich meine Ausrüstung in die Ecke und mich auf das Bett. "Ziemlich weich", stellte ich zufrieden fest, als ich einsank, wobei ich Lumira angrinste. "Ich glaube, das wird eine bequeme Nacht. Mein Rücken wird es mir danken."
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden