Laurea (RPG) - Let the game begin

      Ava Scarcliff
      Mit verschränkten Armen wartete ich ab, bis Aziel endlich fertig versorgt war. Gemeinsam mit ihm begab ich mich nach Anweisung des Heilers zu dem uns zur Verfügung gestellten Zimmer. Ich war überrascht, dass dort zwei Betten standen, war aber auch nicht enttäuscht darüber.
      Mein Nachthemd war im Eimer, also ließ ich mich nach Ablegen meiner Waffen in meinen Alltagsklamotten ins Bett fallen. Noxo war ähnlich begeistert wie vorhin, als ich dasselbe beim Heuhaufen getan hatte, aber auch er schien ganz zufrieden mit seinem heutigen Schlafplatz und machte es sich auf der weichen Matratze gemütlich.
      Ich drehte den Kopf, um Aziel einen Blick zuzuwerfen. Seine Augen waren geschlossen - ob er schon schlief? Ich war mir nicht sicher, ob ich das auch versuchen sollte, aber sobald ich die Augen schloss, würden sie sicherlich wieder da sein ...
      Mit leerem Blick starrte ich an die Decke.
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      Aziel
      Ich war beinahe eingedöst, da öffnete sich die Tür mit einem Knarzen und der Mann stand wieder im Raum, hatte zwei Kübel mit Wasser, zwei Lappen und Tücher mit. Mit einem höflichen Nicken legte er die Utensilien auf einem kleinen Tisch ab. "Wenn Ihr noch etwas braucht, findet Ihr uns im Haupthaus. Morgen wird der Meister sich wieder Eurer annehmen. Sollte es dazwischen Probleme geben, so zögert nicht, zu kommen." Nun holte er ein kleines Fläschchen hervor, das er ebenfalls auf den Tisch stellte. Er sah zu mir. "Wenn Eure Schmerzen unerträglich werden sollten, so nehmt wenige, höchstens zehn Tropfen davon, indem Ihr sie einem Getränk beimengt. Ich werde natürlich noch einen Wasserkrug bringen, damit Ihr beide zu trinken habt." Dann verabschiedete er sich vorerst und schloss die Tür wieder. Murrend erhob ich mich, griff einen Lappen, tauchte ihn in das Wasser und versuchte, meine unversehrte Haut von Dreck und Staub zu reinigen.
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
      Lumira

      Ich war so sehr damit beschäftigt, die Landschaft nach Vögeln abzusuchen, dass ich alles andere, was um mich herum geschah, kurzzeitig ausblendete. Als ich mich schließlich wieder umwandte, hatte Narvik jedenfalls sein Hemd an. Das hatte ich wohl der Sonne zu verdanken, wahrscheinlich war es ihm in der Zwischenzeit zu heiß geworden. Ich atmete kaum hörbar erleichtert auf. Irgendwie konnte ich mich nun besser konzentrieren. Eine Tatsache, die neue Fragen aufwarf - oder alte, je nachdem. Ablenkung.
      "Wie haben Uva und du eigentlich zueinander gefunden?", fragte ich neugierig. "Musste sie dir als Fluchthilfe dienen und ist nie wieder aus der Sache herausgekommen?", fügte ich dann noch scherzhaft hinzu und grinste.
      PK
      Ava Scarcliff
      Ich richtete mich auf, als man uns etwas, womit wir uns waschen konnten, brachte. Sobald der Mann wieder verschwunden war, erhob ich mich von dem Bett und trat auf den kleinen Tisch zu. Ich zögerte noch einen Moment, schließlich jedoch löste ich den Knoten meines Mieders und warf ihn nach hinten, in der Hoffnung, er möge auf meinem Bett landen. Darauf folgten Bluse und Wildlederhose. Ich hatte ja immerhin noch etwas darunter und selbst wenn dem nicht so wäre - Aziel war der Anblick ja bekannt. Ich tränkte meinen Lappen also ebenfalls in dem Wasser, um mich zu säubern.
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      Narvik
      Irgendwann begann Lumira wieder zu sprechen. Sie sprach Uvas Geschichte an, was mir ehrlich gesagt nicht sonderlich gefiel. "Puh, das ist eine unschöne Geschichte, ich weiß nicht, ob ich dir das zumuten kann." Tatsächlich war Uvas Geschichte sicherlich nicht sonderlich schön zu hören, wenn es ihr jetzt auch besser ging. Vermutlich hatte sie Glück im Unglück gehabt, doch das machte es nicht besser.

      Cadino
      Wir ritten schweigend durch den Wald und näherten uns schließlich wieder der Siedlung. Immer noch fragte ich mich, was die Frau hier zu suchen hatte. Nun, es ging mich nichts an, doch es war schon seltsam. Erst tauchte dieser Kriminelle hier auf, dann eine verängstigte Frau. Das musste nicht im Zusammenhang stehen, aber es war seltsam. Erst mal würde ich abwarten, dann weitersehen.

      Aziel
      Es war anstrengend, mit dem nassen Lappen meine Arme, mein Gesicht, die unverbundenen Stellen des Oberkörpers und den Hals zu säubern. Nach einiger Zeit hatte ich mich notdürftig gereinigt und trocknete meinen Körper ab. Schließlich legte ich mich einfach wieder aufs Bett und seufzte erschöpft. "Endlich Ruhe... Ich habe schon geglaubt, das überstehe ich nicht mehr." Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, noch einmal zu Ava zu sehen. Die Frau, die ich heute vielleicht viel besser kennengelernt hatte, als ich je einen Menschen kennengelernt hatte. Sie hatte ernstzunehmende Probleme, doch ihre Probleme würden nun meine sein und ich würde ihr helfen. Immerhin war ich doch ihr Verbündeter.
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      -Edward Snowden
      Yara
      Cadino musterte mich nachdenklich. Ich hörte schon wieder Alvaros Stimme: "Ob man dich hier findet?" "Ich hoffe nicht!", meinte ich. So viel wie heute sagte bzw. Dachte er nicht oft. Mein Pferd machte sich Sorgen, oder würde sich Sorgen machen wenn er ein Mensch wäre.
      "Was ist euer Beruf?", fügte ich noch hinzu. Toll hatte ich das gemacht, wirklich! Jetzt müsste ich ihm vielleicht meinen Verraten.

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      Ava Scarcliff
      Ich brauchte etwas länger als Aziel, was wohl daran lag, dass ich mehr zu säubern hatte, nachdem ich mich abgesehen von der Wunde am Oberschenkel eigentlich überall reinigen konnte. Als ich letztendlich fertig war, öffnete ich meinen Zopf und begab mich ebenfalls ins Bett, wo ich direkt unter die Decke schlüpfte. Ich hatte kein Bedürfnis, meine Klamotten wieder anzuziehen, aber derart leicht bekleidet wollte ich ebenfalls nicht einfach rumliegen.
      Auf Aziels Worte reagierte ich mit nicht mehr als einem Nicken. Der Tag war wirklich anstrengend gewesen. Kaum zu glauben, dass ich jetzt in einem Bett lag. Ich war beinahe entspannt.
      Ich wandte den Blick zu Aziel. Immer noch fragte ich mich, was der Grund für seine Reaktion auf den Lehrling oder das, was er getan hatte, gewesen war. Für jedes Ereignis, bei dem sich Aziel auffällig verhalten hatte, ließ sich wohl ein Auslöser für dieses Verhalten finden - aber es gab wohl nur einen, der auf alle zutreffen mochte. Und den hielt ich für unmöglich. So konnte ich mir seine Wut vorhin nur so erklären, dass er es von keinem Mann gut fand, wenn er gegen den Willen einer Frau handelte. Oder aber er hielt mich trotz allem, was vorgefallen war, immer noch für so schwach, dass ich mich nicht verteidigen konnte. Nein, seine Zurechtweisung war wirklich nicht nötig gewesen, ich wäre schon mit dem Lehrling klargekommen - und wenn ich ihm die Hand abgehackt hätte.
      "Ich hätte das auch alleine hinbekommen", stellte ich das also gegenüber Aziel nochmal klar. Ich brauchte keinen Beschützer.
      Okay, vielleicht wünschte ich mir auch einfach nur, dass es so wäre - aber tatsächlich hatte ich immer noch Angst, dass mich der Nächste fand und umbringen wollte.
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      Aziel
      Ava verkroch sich ebenfalls in ihrem Bett und so hatte ich nicht mehr sonderlich viel zu sehen. Als sie nun jedoch noch erklärte, dass sie 'das' auch alleine hinbekommen hätte, blickte ich sie erst irritiert an, ehe mir klar wurde, wovon sie sprach. "Das kann schon sein, aber der hat dich trotzdem nicht auf eine 'falsche' Weise anzufassen. Das hat mir nunmal gestunken und der hatte Glück, dass ich ihn nicht sofort diszipliniert habe, aber auch nur, weil ich verletzt war." Warum begann sie jetzt wieder damit?
      Wir wurden unterbrochen, als sich die Türe öffnete und der Lehrling einen Krug Wasser und zwei Gläser brachte. Er nickte uns zu und erklärte knapp, dass man uns morgen nach Details fragen würde, aber nun müssten wir uns erstmal ausruhen. Erst, als er uns mitgeteilt hatte, dass er später noch Essen bringen würde und nachdem er uns nochmal eingeschärft hatte, viel zu trinken, verschwand er wieder. Mühselig erhob ich mich und tapste zu dem kleinen Tisch, um mir Wasser einzuschenken, das ich sofort gierig meine Kehle hinunterlaufen ließ. Wann hatte ich das letzte Mal Wasser getrunken? Langsam kam es mir wieder. Ava hatte es mir verabreicht. Eine Revanche wäre vielleicht angebracht.
      Mit fragendem Blick wandte ich mich zu ihr um. "Willst du auch?"

      Cadino
      Nun brach die junge Frau doch das Schweigen, ganz zu meiner Überraschung. Ihre Frage wollte ich beantworten, gab es immerhin keinen Grund, das nicht zu tun. "Nun, man könnte mich als Händler bezeichnen. Textilhändler, um genau zu sein. Davon lässt sich leben." Mit einem leichten Lächeln fragte ich: "Darf man auch nach dem Euren fragen oder ist das ein Geheimnis?"
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      -Edward Snowden
      Ava Scarcliff
      Also wollte er jetzt bestimmen, wer mich wie anfassen durfte? Ja, natürlich hatte ich das eben nicht gewollt, aber ich durfte wohl immer noch selbst entscheiden, wer mich wie anzufassen hatte. Davon mal abgesehen - "Was interessiert dich das überhaupt?" Die Worte kamen mir über die Lippen noch ehe ich wirklich über ihre Bedeutung nachgedacht hatte. Es hätte nicht so scharf klingen sollen. Eigentlich war es ja schön, dass er sich um mich kümmerte, aber ... nein, ich war mir immer noch nicht ganz sicher, warum es ihn gestört hatte. Und so würde ich es immerhin herausfinden, hoffte ich jedenfalls. Aber Moment mal - was interessierte mich das überhaupt?
      Ich wollte mich schon zur Seite und damit von ihm wegdrehen, als die Tür ein weiteres Mal aufschwang - gut, dass ich bereits unter der Decke lag ...
      Der Mann verschwand jedoch schnell wieder.
      Ich seufzte. Jetzt musste ich das warme Bett wieder verlassen. Ich streckte die Füße raus. Da stellte mir Aziel eine Frage. Ich hob die Augenbrauen. "Ich hol mir schon", erwiderte ich knapp und wagte mich schließlich ganz aus dem Bett, tappte hinüber und griff nach einem Glas, das ich mit Wasser füllte und genauso schnell wieder leerte.
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      Aziel
      Vermutlich gefiel Ava gar nicht, was ich so sagte, denn nun kam eine scharfe Reaktion. Schließlich zuckte ich nur mit den Schultern. "Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll", meinte ich gelassen. "Zum einen habe ich dir heute wohl den Kragen gerettet, oder du würdest zumindest so elendig aussehen, wie ich, zum anderen hast du mir geholfen, ich bin dir also was schuldig, und ich habe dir versprochen ich passe auf dich auf. Und zu guter letzt: Es regt mich wahnsinnig auf, wenn jemand dermaßen unverschämt ist."
      Vielleicht hatte ich sie verärgert, denn nun erhob sie sich selbst, um sich zu trinken zu holen. "Du hättest mich das ruhig machen lassen können, ich kipp wohl so schnell ohnehin nicht mehr um... hoffe ich."

      Cadino
      Ein leichtes Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen. "Kopfzüchterin? Das wäre doch auch mal eine interessante Berufsidee." Eine Pferdezüchterin auf der Flucht, oder zumindest dermaßen panisch? Waren Pferdezüchter nicht sesshaft? Mit einem Pferd züchtete es sich immerhin nicht so gut, hatte ich mir sagen lassen. Aber gut, außer Reiten konnte ich mit Pferden nicht viel anfangen, dafür hatte ich einfach kein Talent und auch viel zu wenig Wissen.
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      -Edward Snowden
      Ava Scarcliff
      Irgendwie war ich nicht ganz überzeugt. Ich wollte ihm glauben, wirklich. Aber aus irgendeinem Grund konnte ich das irgendwie nicht so ganz. Schließlich gab ich nur ein knappes "Aha" als Antwort.
      Ich stellte das Glas wieder ab, wobei ich Aziels Kommentar mit einem Schnauben quittierte. "Ich bin kein Prinzesschen, das sich Essen und Trinken ans Bett bringen lässt. Solltest du langsam mal wissen."
      Langsam fand ich wohl zu meiner alten Form zurück. Ich war mir nicht sicher, ob ich das beruhigend finden sollte.
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      Aziel
      Ich leerte noch ein weiteres Glas, während ich Ava sprechen ließ. Schließlich nickte ich. "Du bist kein Prinzesschen, richtig. Aber ich dachte mir, sowas wie eine Revanche wäre durchaus legitim." Nun stellte ich mein Glas ab und begab mich zurück zum Bett und legte die Stiefel ab. Die Hose würde ich eben anbehalten, denn wenn wir wieder Besuch bekamen, wollte ich nicht unbedingt nackig herumstehen, sollte ich das Bett wieder verlassen, woran ich allerdings im Moment erheblichen Zweifel hatte. Ich legte mich auf den Bauch und deckte mich zu, doch schnappte sofort nach Luft. Die Wunde am Oberschenkel. Na danke. Also drehte ich mich auf die unverletzte Seite und schloss schließlich die Augen. Sollten wir heute noch Essen bekommen, so würde ich mit Sicherheit schon längst schlafen.
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      Ava Scarcliff
      Revanche? Was meinte er damit? "Wofür?", hakte ich mit gerunzelter Stirn nach, ehe ich mich wieder dem Wasserkrug zuwandte. Ich trank das, was Aziel mir übrig gelassen hatte. Dann schlüpfte auch ich wieder unter die Decke. Kurz überlegte ich, ob ich Aziel noch eine gute Nacht wünschen sollte, wie das manche Leute so pflegten, entschied mich dann aber dagegen. Außerdem hatte er sich sowieso schon hingelegt und die Augen geschlossen. Und so fertig, wie er sein musste, war es gut möglich, dass er bereits eingeschlafen war, genau wie Noxo. Ich strich diesem sanft über die Federn, dann legte ich meinen Kopf neben ihm ab und schloss ebenfalls die Augen. Fast erwartete ich schon, wieder diese paar Sätze zu hören, immer und immer wieder, aber diesmal blieb das aus.
      So kam es, dass ich schon bald in einen tiefen Schlaf fiel.

      Meine Augen brannten und mein Hals kratzte entsetzlich, sodass ich husten musste. Um mich loderten die Flammen. Sie hatten mich noch nicht erreicht, aber der Rauch alleine war schon schlimm genug. Dennoch - ich konnte nicht weg. Noxo hatte es schlimmer getroffen. Sein Federkleid war versengt. Reglos lag er am Boden. Ich stürzte zu ihm und nahm den kleinen Körper in meine Hände. Und obwohl ich keine Expertin in solchen Dingen war, wusste ich, dass es für ihn keine Rettung mehr gab. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal weinen würde, aber in meinen Augen sammelten sich schon die Tränen. Noxo schien das zu bemerken. Er hob den Kopf, sah mich an und krächzte leise. "Hab keine Angst, Ava. Ich bin bald zurück, versprochen." Mit diesen Worten verzerrte sich plötzlich sein Gesicht, und ehe ich begriff, was hier gerade vor sich ging, sah ich das meiner Mutter.

      Ich schreckte hoch und schrie.
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      Aziel
      Ich war in einen traumlosen Schlaf gefallen, bis ein Schrei mich aufschrecken ließ. Ava. Wieder einmal rappelte ich mich auf, nur tapste ich dieses Mal direkt zu ihr, bevor sie mir noch erklären würde, dass alles in Ordnung war, wenn ich sie fragen würde. "Ava", flüsterte ich leise. "Es war nur ein Traum, alles ist gut, du bist in Sicherheit." Vorsichtig ließ ich mich an der Bettkante nieder und sah ein wenig besorgt in die Richtung, in der ich sie in der Dunkelheit vermutete.
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      -Edward Snowden
      Ava Scarcliff
      Ich vergrub meinen Kopf in den - wieder einmal zitternden - Händen. Nicht schon wieder ... Das musste aufhören. Dringend. Aber wie nur?
      Ich hörte leise Schritte. Natürlich war Aziel aufgewacht, wie hätte er das bei diesem Schrei auch nicht können. Ich fragte mich, ob er der einzige war, den ich geweckt hatte. Ich hoffte es jedenfalls.
      Das Bett bewegte sich ein wenig, als er sich auf die Bettkante setzte. Bei seinen Worten nickte ich. "J-ja, alles gut, stimmt, also ... also geh wieder schlafen", erwiderte ich. Genau so hörte ich mich an, als wäre alles gut. An meinen schauspielerischen Fähigkeiten musste ich definitiv noch feilen.
      Ich zog die Beine an und schlang die Arme nun darum, das Kinn auf den Knien abgestützt. Ich konnte nicht mehr schlafen. Irgendwas sagte mir, dass ich, wenn ich es tun würde, erneut so einen Traum haben würde. Und nochmal wollte ich Aziel nicht wecken.
      Aber wie lange sollte ich diese Schlaflosigkeit noch durchhalten?
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      Aziel
      Was sie sagte, war unwichtig, denn ihre Stimme sagte viel mehr. Dieses Zittern... Nein, es ging ihr nicht gut und sie brauchte Hilfe. Auf keinen Fall würde ich mich jetzt einfach wieder schlafen legen. Ich legte einen Arm um sie. "Ich bin da für dich. Wir haben den ganzen Tag, um zu schlafen, denn so können wir ohnehin nicht weiter. Natürlich nehme ich mir da alle Zeit der Welt." Wieder einmal musste ich lächeln. "Was auch immer du jetzt brauchst, lass es mich bitte wissen. Du hast dich um mich gekümmert, jetzt bin ich dran." Um ehrlich zu sein, machte ich mir ein wenig Sorgen um sie. Während ich anfangs den Eindruck gehabt hatte, dass sie genau wusste, was sie wollte und ihre Gefühle absolut unterdrückte, änderte sich das langsam. Sie wirkte verunsichert und ängstlich. Aus irgendeinem Grund überforderte mich das, denn damit konnte ich nicht umgehen. Doch ich würde einfach da sein, ihr zuhören, sie beschützen. Sie im Stich zu lassen, kam nicht in Frage.
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      -Edward Snowden
      Ava Scarcliff
      Ich war unfähig, irgendetwas zu erwidern. Seinen Arm nahm ich wahr, wie er sich um mich legte, aber ich reagierte nicht wirklich darauf. Auch dem besorgten Krächzen, das an mein Ohr drang, schenkte ich nicht viel Beachtung. Schweigend wippte ich ein wenig vor und zurück. Ich kam mir vor wie ein Kind. Und es war absolut nicht in Ordnung von mir, Aziel damit zu belasten.
      "Du kannst mir nicht helfen", flüsterte ich nach einer gefühlten Ewigkeit. Meine Stimme klang irgendwie erstickt. Moment mal ... Tatsächlich merkte ich, wie meine Hände langsam feucht wurden. Wie im Traum, mir liefen die Tränen über die Wange. Ich weinte nie ... Und doch tat ich es jetzt. Aber stumm. Man hörte es nicht. Und das war auch gut so.
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      Aziel
      Ava wirkte regelrecht... apathisch. Ich schluckte. Nein, nun würde ich sie erstrecht nicht alleine lassen, selbst wenn sie meinte, ich könnte ihr nicht helfen. Sanft schob ich sie ein wenig zur Seite und legte mich neben sie, wobei ich sie nun ebenfalls behutsam wieder hinlegte, den Arm wieder um sie. "Das ist mir egal, ich lasse dich sicher jetzt nicht alleine", antwortete ich auf ihre Aussage. "Ich weiß, wie es ist, wenn man dann im Stich gelassen wird, wenn man auf keinen Fall alleine sein will. Genau deswegen werde ich bei dir bleiben." Sie mochte sich zwar ebenfalls alleine vorkommen, doch das war sie nicht. Auf keinen Fall würde ich mich einfach wieder schlafen legen, selbst wenn sie das forderte. Nein, ich würde bei ihr bleiben.
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      -Edward Snowden

      Neu

      Ava Scarcliff
      Unter normalen Umständen hätte ich meinen Ellbogen wohl ganz zufällig in seine Seite befördert, als er mich so umherschob. Aber das waren keine normalen Zustände, also ließ ich es zu. Seine Worte hatten etwas Tröstendes an sich, sodass ich mich ein wenig beruhigte. Mit den Handrücken fuhr ich über meine Wangen, um die Tränenrückstände wegzuwischen.
      Noch immer war ich mir nicht sicher, warum er das alles tat, warum er sich so um mich kümmerte, warum er einfach nur für mich da war. Aber ich war ihm dankbar dafür, dass er es war. Nur hatte ich keine Ahnung, wie ich ihm das zeigen sollte. Es zu sagen, das schaffte ich gerade nicht. Es war schon schwer genug gewesen, das "Danke" gegenüber des Mannes, der uns ins Dorf gebracht hatte, und gegenüber der Heiler bzw der Lehrlinge hier auszusprechen. Es passte einfach nicht zu mir - und ich glaubte, dass Aziel das wusste. Und wenn dem so war, würde er sicher denken, dass mein "Danke" nicht ernst gemeint war und ich das nur aus Höflichkeit sagte.
      Im Prinzip gab es nur eine Alternative.
      Ich drehte mich ein wenig und hoffte, nicht irgendeine seiner Wunden zu treffen, als ich nach seinem Gesicht tastete. Ich wusste, dass ich es gefunden hatte, als ich etwas Raues spürte. Hm, ich stand auf Bart ...
      Jetzt war es kein Problem mehr, seine Lippen zu finden. Die Dunkelheit konnte mich nicht daran hindern, ihn zu küssen.
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