Laurea (RPG) - Let the game begin

      Lumira

      ​Ich lächelte. "Nun, dann bin ich wohl eine Ausnahme." Ich lächelte. "Ich liebe den Wald. Es ist so ruhig und einsam, gerade, wenn es zu Hause unerträglich ist."
      ​Ich stand auf. "Aber ich kann und möchte gerade auch gar nicht darüber reden. Erzählt mir lieber von Eurem Tag. Ihr helft mir, indem Ihr mich ablenkt. Bedingt klingt doch für den Anfang gar nicht so schlecht."
      PK
      Cheveyo

      "Nur wenig sagen die Leute... manche machen sich due Mühe und versuchen wenigstens, zu antworten. Doch die meisten reichen nicht über den Reiter hinaus, der mir begegnete. Arrogant und feindselig ohne jeden Grund..."
      Momentan herrscht absoluter Kaufstopp - außer bei denen, die ich bereits zugesagt habe!

      Sims-Story-Thread: Sunset Valley Flatshare - Start ab S. 3
      Westernpassion: Martin Darkmoor
      Equinepassion: Madison Darkmoor
      Narvik
      Uva war äußerst fleißig und sobald wir das Dorf verlassen hatten, ließ ich sie lospreschen. Selbst im dunklen Wald stolperte sie nicht. Das fahle Licht des Mondes erleichterte es uns zusätzlich, uns zurechtzufinden. Als ich nun auf die Lichtung kam, konnte ich die Schemen einer jungen Frau und eines Zentauren ausmachen. Überrascht blieb Uva stehen. "Hoo", rief ich überrascht und sprang aus dem Sattel. Ich ignorierte den Zentauren geflissentlich und näherte mich Lumira. "Ich habe mir Sorgen um Euch gemacht. Seid Ihr in Ordnung?"
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
      Lumira

      Ein Reiter? Er meinte damit doch wohl hoffentlich nicht Narvik. Wenn doch, dann sollte er vielleicht besser nicht mehr allzu lange bleiben... Ich wollte gerade erwidern, dass arrogant und feindselig im Vergleich zu anderen bestimmt noch nicht die schlimmsten Eigenschaften waren. Doch dazu kam ich gar nicht, denn ein Pferd preschte in bemerkenswertem Tempo heran. Uva. Es war somit zu spät für den Zentauren, noch vorher das Weite zu suchen.
      Als Narvik auf mich zukam, wischte ich mir noch einmal übers Gesicht und behielt eine Hälfte davon weiter im Schatten. Er sollte die geschwollene Stelle über meinem linken Wangenknochen nicht sehen, ich wollte ihn nicht unnötig beunruhigen.
      Dass er sich Sorgen gemacht hatte, brachte mich zum Lächeln. Normalerweise sorgte sich niemand um mich.
      Auf seine Frage hin, nickte ich zögernd. "I-Ich denke schon." Ich war bei seinem Anblick so erleichtert, dass ich nicht anders konnte, als dankbar zu lächeln. Er war tatsächlich gekommen. Dabei hätte er keinerlei Verpflichtung gehabt. Genau genommen war ich ja nichts weiter als eine Fremde. "Danke, dass Ihr gekommen seid."
      Was den Zentauren anbelangte, behielt ich Recht, denn er schien alles andere als erfreut, als er Narvik erblickte. Er war wohl tatsächlich der Reiter. Mein Blick flog unsicher zwischen den beiden hin und her. "Kennt Ihr euch?", fragte ich vorsichtshalber nach.
      PK
      Narvik
      Ich glaubte ihr nicht wirklich, als sie meinte, dass sie in Ordnung wäre, vor allem deswegen, weil sie eine Gesichtshälfte gekonnt im Schatten verbarg. Also hatten sie ihr Leid zugefügt... Unmenschen. "Natürlich bin ich gekommen", gab ich mit leicht verständnislosen Blick zurück. Wieso hätte ich versprechen sollen, zu helfen, wenn ich dann, als ich gebraucht wurde, nicht kam? Für mich war es eine Selbstverständlichkeit, mein Wort zu halten, so unglaublich das für manche Leute auch sein würde.
      Auf die Bemerkung des geladenen Zentauren erwiderte ich gelassen und ohne ihn eines Blickes zu würdigen: "Och, das hängt vor allem von meinen Vorhaben ab." Nun wandte ich mich wieder an Lumira. "Wundert es Euch, wenn ich sage, dass ich Euch nicht so ganz glaube?" Ich seufzte. "Wie auch immer. Ihr wolltet, dass ich hierherkomme, hier bin ich." Charmant lächelte ich die hübsche Frau an. "Wie kann ich Euch nun behilflich sein?"
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
      Lumira

      ​Ich sah noch einmal verwirrt von Einem zum Anderen.
      ​Als Narvik klar machte, dass es für ihn vollkommen selbstverständlich war, hier aufzutauchen, musste ich lächeln. So selbstverständlich war das nur leider nicht für alle. "Trotzdem danke."
      ​Als er mir als nächstes eröffnete, dass er mir nicht so recht glaubte, sah ich schuldbewusst zu Boden. "Nein, das wundert mich nicht", gab ich zu, als ich wieder den Blick hob, um ihn anzusehen. Es war wohl auch mehr als offensichtlich, dass nicht alles in Ordnung war, ich hätte es wissen müssen.
      ​Auf seine Frage hin, wie er mir nun behilflich sein könne, bis ich mir auf die Unterlippe.
      Ja, was erhoffte ich mir denn eigentlich? In meiner Panik hatte ich ihn einfach nur sehen wollen. Ab da hatte ich vorerst aufgehört zu denken. "Ehrlich gesagt, weiß ich es im Moment selbst nicht...", gestand ich zerknirscht. "Das wollte ich mir dann überlegen."
      ​Unsicher sah ich zu dem Zentauren. Seine Wut verwirrte mich.
      PK
      Narvik
      "Naja... Wenn Ihr wollt, helfe ich Euch, abzuhauen", schlug ich vorsichtig vor. "Ich könnte Euch in den Süden bringen, wo Ihr wieder Fuß fassen könntet. Zumindest die Schikanen Eurer Mutter, die wirklich ein Drache zu seien scheint, zumindest schreit sie wie einer, blieben Euch dort erspart. Die Entscheidung kann ich Euch jedoch nicht abnehmen. Die müsst Ihr treffen." Abwartend musterte ich sie. Irgendetwas musste ich für sie tun. Ihr bei der Flucht zu helfen wäre vermutlich ein Leichtes, doch dazu musste sie sich selbst durchringen. Als Außenstehender war mir klar, dass sie weiter gequält werden würde, wenn sie sich nicht entweder zur Wehr setzte oder die Flucht antrat. Sie tat mir leid und ich wollte ihr helfen, aber ich konnte sie nicht zwingen. Es war zumindest ein gutes Zeichen, dass sie sich dazu durchgerungen hatte, nicht weiter zu versuchen, irgendetwas zu verschleiern. Offenbar hatte sie eingesehen, dass es keinen Sinn hatte.
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
      Lumira

      ​Ich biss mir auf die Unterlippe. Der Gedanke an Flucht schwebte schon die ganze Zeit wie eine unsichtbare Tatsache über allem. Alle Versuche, eine Lösung zu finden, führten darauf zurück. Dennoch war es laut ausgesprochen zu hören. Es hatte so etwas deutliches und irgendwie endgültiges. Während ich weiterhin wie wild auf meiner Unterlippe kaute, sah ich Narvik eine Weile einfach schweigend an. Ich wusste, dass er recht hatte, aber irgendwie fiel es mir dennoch so verdammt schwer, zuzustimmen. Jedes Mal, wenn ich an Elin, meine kleine Schwester, dachte, fühlte ich mich schrecklich. Aber wenn ich mir jetzt nicht helfen ließ, würde sich vielleicht nie wieder die Chance ergeben. Nachdenklich fuhr ich mir über die Wange und zuckte zurück, als ich die geschwollene Stelle berührte. Und so konnte es vor allem nicht weitergehen. Denn tief in meinem inneren wusste ich entgegen aller verzweifelter Hoffnung, dass es niemals aufhören würde. Alles andere war keine Gutgläubigkeit, sondern Naivität. Das wurde mir mit einem Mal mit ziemlicher Deutlichkeit bewusst. Vielleicht würden sie ihre Versuche, mich zu terrorisieren auch nach einer Flucht nicht einstellen. Aber eigentlich konnte es doch nur besser werden, oder? Trotzdem fürchtete ich mich.
      ​Schließlich sah ich direkt in Narviks grüne Augen. "Ich habe Angst", gestand ich und hörte endlich auf, meine Lippe zu schänden. Ich schluckte. Was nun kam, kostete mich einiges an Überwindung. Aber irgendwie half mir der Blick in seine entschlossenen Augen, genug Mut aufzubringen. Vielleicht lag es auch an seinem charmanten Lächeln. Egal. Ich holte tief Luft und öffnete den Mund. "Ist es schön im Süden?", fragte ich dann endlich und lächelte zaghaft.
      PK
      Narvik
      Als sie gestand, dass sie Angst hatte, nickte ich ein wenig mitleidig. Doch nun stellte sie die Frage, ob es im Süden schön sei. Ein kurzes Lachen konnte ich mir nicht verkneifen, irgendwie war sie einfach niedlich. "Im Süden ist es durchaus schön. Vor allem denke ich, dass Ihr Euch in der Gesellschaft dort einfach besser fühlen werdet, weil Euch mit mehr Respekt begegnet werden wird." Kurz hielt ich inne, ehe ich auf ihre Angst zu sprechen kam. "Angst ist normal, oder nicht? Ich meine, ich habe keine, aber ich bin schon viel herumgekommen. Keine Sorge, mit der Zeit stellt sich die Angst ein." Ich musste grinsen, als ich hinzufügte: "Ein kluger Mann hat mir mal gesagt: 'Furcht ist nicht böse. Sie zeigt uns nur, wo unsere Schwächen liegen. Und wenn wir unsere Schwächen kennen, können wir stärker werden. Wer Stärke erlangen will, muss Furcht zulassen.' Ich kann damit nicht allzu viel anfangen, aber vielleicht hilft es Euch ja." Aufmunternd lächelte ich ihr zu. Nein, der Spruch half mir wirklich nicht unbedingt... Immerhin hatte ich seit meiner Jugend nichts Anderes außer herumreisen gekannt. Am Anfang war die Angst vor dem Ungewissen allgegenwärtig gewesen, doch irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt, man konnte sagen, eine Routine entwickelt. Ab da war es mir leichter gefallen.
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
      Lumira

      ​Nun musste auch ich grinsen. "Tatsächlich?", meinte ich zweifelnd. "Ihr seht nicht so aus, als hättet Ihr jemals Angst gehabt. Ich bin überrascht, dass Ihr das Wort überhaupt kennt..." Ich lachte leise.
      ​"Die Frage ist nur, wie ich es überhaupt bis da unten schaffen soll. Ehrlich gesagt, war ich noch nie weiter weg als in Riandea..." Ich zwirbelte verlegen eine Haarsträhne ein. "Ihr dürft ruhig lachen."
      PK
      Narvik
      "Jeder Mensch hat Angst. Bei mir ist es nur schon eine Weile her", erklärte ich grinsend. Als sie nun weitersprach, hob ich überrascht die Augenbrauen. "Das ist doch ganz klar: Ich helfe Euch. Vorerst ist mein Ziel ohnehin der Süden, ich kann Euch mitnehmen. Und ein Pferd für Euch... finden wir auch." Finden. Ja, das war so eine Sache. Ein Pferd konnte ich ganz sicher nicht bezahlen. Also musste ich wohl kreativ werden. Doch wenn es Lumira half, würde ich mir schon etwas einfallen lassen. Hauptsache, sie kam in Sicherheit. Vielleicht konnte ich so auch manches Ziel erreichen...? Wir würden sehen. "Wenn Ihr flüchten wollt, dann werde ich Euch helfen, aber Ihr müsst Euch entscheiden. Diese Entscheidung wird Euch niemand abnehmen können und sie wird vermutlich den Rest Eures Lebens maßgeblich beeinflussen, aber solltet Ihr Euch für die Flucht aussprechen, könnt Ihr auf meine Hilfe zählen."
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
      Lumira

      ​Ich lächelte. Narvik hatte irgendwann mal Angst gehabt. Und er gab es sogar zu. Vielleicht hatte ich ihn was das anbelangte unterschätzt.
      ​"Wirklich? Das würdet Ihr tun?" Meine Augen weiteten sich überrascht. "Ich meine, Ihr ich bin praktisch nur eine Fremde, Ihr seid mir gegenüber zu nichts verpflichtet." Ich konnte kaum glauben, dass jemand aus freien Stücken heraus so etwas für mich tun wollte.
      Dann lächelte ich. "Entschieden habe ich mich längst. Wahrscheinlich sogar schon vor langer Zeit. Nur gab es da keinen Narvik, der mir das bewusst gemacht hat."
      PK
      Narvik
      "Würde ich es nicht tun, würde ich es Euch nicht vorschlagen", erwiderte ich lächelnd. "Und Verpflichtungen haben die Angewohnheit, von einem selbst auferlegt zu werden. Wenn ich einer hübschen Frau helfen kann, dann werde ich das auch tun. Wieso sollte ich denn nicht?" Wenn wir für sie ein Pferd aufgetrieben hatten... Mist. Konnte sie denn überhaupt reiten? Wenn nicht, konnte das verdammt lustig werden. Oder sollten wir Uva uns beide zumuten? Vermutlich war das keine gute Idee, nicht, dass sie zickig wurde.
      Lumiras weiter Ausführungen ließen mich schmunzeln. "Dafür bin ich doch da, oder nicht? Dann müssen wir ja nur noch ein paar Dinge klären, damit die Flucht von Erfolg gekrönt ist. Besitzt Ihr Reichtümer? Irgendetwas, dass Ihr als Startkapital nützen könnt? Könnt Ihr reiten? Verfügt Ihr über Fähigkeiten, mit denen Ihr Euch in Zukunft Geld verdienen könnt?"
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
      Lumira

      Ich grinste nun beinahe verwegen. "Was das Pferd angeht... Darum werde ich mich selbst kümmern."
      Dann überlegte ich. Reichtümer?
      "Nicht wirklich. Nur ein paar Kleider, zwei Umhänge und ein klein wenig Geld, dass ich durch Arbeit in der Bücherei verdient habe. Und vielleicht noch... eine Kette." Ich ertastete den kleinen Anhänger an meinem Hals und schloss meine Finger für einen Moment darum, ehe ich ihn wieder im Ausschnitt meines Kleides verschwinden ließ.
      Und Fähigkeiten?
      "Ich habe all die Jahre im Haus gearbeitet. Ich würde sagen, darin bin ich mittlerweile geübt", meinte ich trocken. "Ansonsten kann ich kleine Verletzungen heilen, aber ehrlich gesagt habe ich das bei anderen noch nicht oft ausprobiert. Und mit Tieren komme ich gut klar." Viel vorzuweisen hatte ich nicht, aber immerhin etwas.
      PK
      Narvik
      "Eine Frau voller Geheimnisse", stellte ich amüsiert fest. "Ihr wollt mir nicht zufällig verraten, wie Ihr Euch um ein Pferd bemühen wollt, oder? Solltet Ihr vorhaben, Euch eines für immer zu leihen, dann überlasst das lieber mir, ich wage zu behaupten, ein wenig Erfahrung im... Leihen von Gegenständen aufweisen zu können, beziehungsweise Leute dazu zu bringen, Gegenstände zu 'verleihen'", stellte ich breit grinsend fest. Als ich hörte, was sie zu bieten hatte, legte ich für einen Moment den Kopf schief. "Nun ja, ich würde eigentlich raten, Ihr nehmt mit, was Ihr könnt, doch dazu müsstet Ihr jetzt zurückkehren, das halte ich nicht für ratsam. Wir werden eben mit dem Verbleibenden irgendwie auskommen müssen. Das schaffen wir auch irgendwie." Erbärmlich, wie ich versuchte, ihr Mut zu machen. Ich kam selbst zwar halbwegs über die Runden, doch wie sollte ich einer zerbrechlichen Frau wie ihr ein selbstständiges Leben ermöglichen können? Klar war, dass ich mich bemühen würde, mein Versprechen genau so einzuhalten, doch es würde nicht einfach werden. Also musste ich sie erstmal in den Süden bringen, dann würden wir weitersehen.
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      -Edward Snowden
      Lumira

      Ich hob interessiert eine Augenbrauche. "Aha?" Ich grinste ebenfalls. "Aber nein, danke, dass bekomme ich ausnahmsweise alleine hin."
      Irgendwie sah er ein bisschen unglücklich aus. Hatte er etwa Sorge, dass er mir keine sonderlich bequeme Reise bieten konnte? Dabei erschien mir schon ein Stück Wiese unter einem Baum weitaus einladender zum Schlafen, als weiterhin mit meiner Familie unter einem Dach. "Es kann doch nur besser werden", stellte ich entschieden fest und lächelte zuversichtlich. Tatsächlich verspürte ich Erleichterung, nun, da ich mich endlich entschieden hatte. Und unendliche Dankbarkeit angesichts der Tatsache, dass er mich nicht alleine ließ. Da war es mir egal, ob ich in einem Himmelbett oder bei Regen im Freien schlief.
      PK
      Narvik
      "Dann bin ich ja beruhigt", stellte ich fest. "Aber ich würde vorschlagen, dass Ihr die Nacht in meinem Zimmer im Dorf verbringt, dort werden Eure Eltern Euch nicht finden. Bei Sonnenaufgang kümmert Ihr Euch um das Pferd und wir sehen zu, dass wir hier wegkommen." Der Gedanke ließ mich schmunzeln. Man konnte annehmen, dass ich es gerade nur darauf anlegte, gewisse Dinge bei ihr zu erreichen, so, wie meine Worte klangen. Doch gerade ging es einzig und alleine darum, ihr eine sicher Unterkunft zu bieten. Ihre weitere Aussage quittierte ich mit einem Nicken. "Zumindest in meiner Gegenwart", fügte ich grinsend hinzu.
      "Arguing that you don't care about privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say."
      -Edward Snowden
      Lumira

      ​"Seid Ihr sicher, dass das für Euch in Ordnung ist?", fragte ich zögernd. Ich fühlte mich sowieso schon schrecklich, weil ich meine Flucht nicht alleine bewerkstelligen konnte. Jetzt wollte ich mich nicht noch weiteraufdrängen, indem er mich auch noch mit zu sich nach Hause nahm.
      Sein letzter Kommentar brachte mich zum Lachen. "Aber natürlich."
      ​Dann biss ich mir auf die Lippe, weil mir noch etwas einfiel, dass mir auf der Seele brannte. Elin.
      ​Unschlüssig sah ich mich um. Zurück konnte und wollte ich jetzt nicht mehr. Es würde mich nur durcheinander bringen und die Gefahr bestand, dass sie doch irgendwie Wind von dem Vorhaben bekamen und mich davon abhielten.
      ​Aber ich konnte auch nicht einfach so verschwinden. Das konnte ich Elin nicht antun.
      ​"M-Meint Ihr, ich kann noch schnell eine Nachricht für meine Schwester schreiben? Sie soll nur wissen, dass ich sie lieb habe und dass es mir gut gehen wird."
      PK